Die vielen Väter eines Krieges

Ein Vortrag von 2016 erinnert daran – Er sollte den Blick schärfen für das, was einst geschah und mit der Ukraine und Russland gegenwärtig geschieht

Krieg auch in Europa ist nicht so fern, wie ihn die Menschen in Europa gerne hätten. Der Präventivschlag Russlands in der Ukraine, den die Nato provoziert hat, ist von der „militärischen Spezialoperation“ zu einem mörderischen Krieg zwischen den beiden Staaten schnell geworden. EU-Länder und besonders Deutschland haben sich in ihn verwickeln lassen, nehmen mit horrenden Lieferungen an Geld und Waffen für die Ukraine an ihm teil, sind somit gegen Russland zur Kriegspartei geworden und helfen auf diese Weise wie auch rhetorisch den Krieg zu verlängern.

Die USA unter Trump sehen dieses entsetzliche Geschehen inzwischen als europäische Angelegenheit, liefern zwar noch Waffen, aber nur, wenn Europa sie bezahlt. Dass sie unter früheren Präsidenten mit ihrer Nato-Hegemonie durch die Nato-Ausdehnung Richtung Osten die Provokation Moskaus angezettelt haben und für den Russland-Ukraine-Krieg hauptverantwortlich sind, kümmert sie nicht.

Sollte Wirklichkeit geworden sein, was jetzt erst nur zu befürchten ist, und dann irgendwann auch sein Ende gefunden haben dürfte, werden sich künftige Historiker mit der Frage beschäftigen (müssen), wie es denn zu einem Weltkrieg III überhaupt hatte kommen können.  Sind diese Historiker unabhängig, also keine Geschichtsschreiber der Sieger, werden sie ihr Ergebnis vielleicht ebenfalls mit der Überschrift „Der Krieg, der viele Väter hatte“ versehen.

Ein noch immer erhellender Vortrag von Gerd Schultze-Rhonhof

Wie erinnerlich ist dies der Titel des Buches des ehemaligen Generalmajors der Bundeswehr Gerd Schultze-Rhonhof aus dem Jahr 2003 über die Entstehung des Zweiten Weltkrieges. Auf einen Vortrag von ihm darüber bin ich durch einen Zufall gerade gestoßen. Dieser Vortrag ist über zehn Jahre her. Er ist noch immer spannend, noch immer erhellend, noch immer von höchster Bedeutung. Nach meinem Wissensstand auch noch immer zutreffend. Schultze-Rhonhof (Jahrgang 1939) hat ihn am 4. Juli 2016 bei einer Veranstaltung des AfD-Kreisverbandes München-Süd im Gasthof „Hohenschwangauer Hof“ gehalten. Es geht darum, was historisch wirklich geschah, und schärft den Blick für das, was gegenwärtig geschieht.

Die Youtube-Aufzeichnung des Vortrags

Historische Tatsachen sind nicht jedem noch geläufig. In der Youtube-Aufzeichnung des Vortrags kann man sich kundig machen und von der Präsision der Darstellung beeindrucken lassen. Zu finden ist er unter diesem Link:

https://youtu.be/V0JcD6AFQcA?si=xwHbO5XlX_v5MwU0

Ein weiteres Buch von Schultze-Rhonhof zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges ist 2008 erschienen: Das tschechisch-deutsche Drama 1918-1939. Errichtung und Zusammenbruch eines Vielvölkerstaates als Vorspiel zum Zweiten Weltkrieg. Olzog Verlag, München 2008 (ISBN 9783789282652). Gebunden. 409 Seiten. 34 Euro. Mit aufklärenden Darstellungen entgegen denen des politischen Mainstreams hat sich Schultze-Rhonhof häufig zu Wort gemeldet. Einige davon habe ich auch auf dieser Blog-Seite veröffentlicht, so

Nicht Putin suchte den Konflikt (23. Februar 2022)

Das sind notwendige Wahlthemen (1) (19. August 2021)

Das sind notwendige Wahlthemen (2) (24. August 2021)

Das sind notwendige Wahlthemen (3) (25. August 2021)

Diese Generale sind klasse (22. August 2018)

Der gelöschte Vortrag  (30. Juni 2017)

Die neue Völkerwanderung als demographische Lawine (11. Juli 2016)

Die fingierten Kriegsanlässe (13. Februar 2016)

Die Masseneinwanderung  (18. September 2015)

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