Die vielen Väter eines Krieges

Ein Vortrag von 2016 erinnert daran – Er sollte den Blick schärfen für das, was einst geschah und mit der Ukraine und Russland gegenwärtig geschieht

Krieg auch in Europa ist nicht so fern, wie ihn die Menschen in Europa gerne hätten. Der Präventivschlag Russlands in der Ukraine, den die Nato provoziert hat, ist von der „militärischen Spezialoperation“ zu einem mörderischen Krieg zwischen den beiden Staaten schnell geworden. EU-Länder und besonders Deutschland haben sich in ihn verwickeln lassen, nehmen mit horrenden Lieferungen an Geld und Waffen für die Ukraine an ihm teil, sind somit gegen Russland zur Kriegspartei geworden und helfen auf diese Weise wie auch rhetorisch den Krieg zu verlängern.

Die USA unter Trump sehen dieses entsetzliche Geschehen inzwischen als europäische Angelegenheit, liefern zwar noch Waffen, aber nur, wenn Europa sie bezahlt. Dass sie unter früheren Präsidenten mit ihrer Nato-Hegemonie durch die Nato-Ausdehnung Richtung Osten die Provokation Moskaus angezettelt haben und für den Russland-Ukraine-Krieg hauptverantwortlich sind, kümmert sie nicht.

Sollte Wirklichkeit geworden sein, was jetzt erst nur zu befürchten ist, und dann irgendwann auch sein Ende gefunden haben dürfte, werden sich künftige Historiker mit der Frage beschäftigen (müssen), wie es denn zu einem Weltkrieg III überhaupt hatte kommen können.  Sind diese Historiker unabhängig, also keine Geschichtsschreiber der Sieger, werden sie ihr Ergebnis vielleicht ebenfalls mit der Überschrift „Der Krieg, der viele Väter hatte“ versehen.

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