Wer rettet die Steuerzahler?

Um sie sorgt sich niemand, alle kümmern sich nur um Pleite-Unternehmen

Pleite bedrohte Hasardeur-Banken und große gestrauchelte Konzerne werden mit gewaltigen staatlichen Krediten und Bürgschaften vor dem Zusammenbruch gerettet. Wer aber rettet die Steuerzahler, die dafür letztlich aufkommen müssen, weil der Staat diese Rettungen nur mit neuen Schulden finanziert? Überraschenderweise ist der notorisch klamme und ohnehin schon hochverschuldete deutsche Staat bereit und scheinbar fähig, Milliarden und Abermilliarden gepumpten Geldes in marode Unternehmen zu stecken und somit unverantwortliche Geschäftsgebaren auch noch zu honorieren.

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Das nicht erkannte Krisengebräu

Warum die meisten Ökonomen versagt haben

Die überwiegende Mehrheit der Ökonomenzunft, soweit sie sich mit Finanzpolitik, Wirtschaftspolitik und Makroökonomie beschäftigt, hat die Krisengefahr nicht erkannt, also die größte Krise seit 1929 nicht kommen sehen oder nicht vor ihr gewarnt. Völliges Versagen wird ihnen vorgeworfen, und sie tun es auch selbst. „Die Ökonomen in der Sinnkrise“ las man in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS vom 5. April 2009).

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Die Kehrseite der niedrigen Leitzinsen

Die übergangenen Opfer der globalen Finanzkrise

Wer investieren will und dafür einen Kredit braucht, freut sich, wenn der Zinssatz dafür niedrig, das geborgte Geld also billig ist. Aber wer macht es billig? Es sind die Zentral- und Notenbanken. Durch deren Leitzinssätze werden das Zinsniveau und damit im wesentlichen auch die Zinssätze für aufgenommene Investitionskredite bestimmt. Zu diesen Leitzinsen können sich die Geschäftsbanken bei den Zentralbanken Geld beschaffen („refinanzieren“), und mit der Kreditvergabe reichen sie dieses Zinsniveau an die Kreditnehmer weiter. Sind die Leitzinsen niedrig, freut das alle Schuldner, denn das Geldborgen wird damit erleichtert. Folglich ermuntern niedrige Leitzinsen Unternehmen und Private zum Investieren und die Geschäftsbanken zum Refinanzieren. Aber was ist mit den Gläubigern? Freuen auch die sich über niedrige Leitzinsen?

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Die bisher unterdrückten Haftungsansprüche

Die Täter der Finanzkrise für den Schaden zur Verantwortung ziehen

Die Finanzkrise ist Menschenwerk. Die Finanzkrise ist Menschenversagen. Menschen haben die Geldmenge mittels Kreditvergabe (Buchgeld) und Notendruck unheilvoll aufgeblasen, Menschen den Globus vor allem mit Dollarmengen überschüttet, Menschen die Leitzinsen nach unten manipuliert. Menschen haben mit billigem Geld Kredite unter Leute gebracht, die sich damit zu stark verschuldet haben. Menschen haben riskante Geldanlagen entwickelt und andere in sie hineingelockt. Menschen haben langfristige Verpflichtungen mit kurzfristigem Geld finanziert.

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Die Opfer der Finanzkrise sind die Unschuldigen

Nicht die Schuldner retten, sondern ihre Opfer

In die Inflation flüchten sich Staaten nur allzu gern, denn sie erleichtert ihnen die Schuldenlast. Aber je mehr das Geld entwertet wird, desto schneller werden es die Menschen für ihren Lebensbedarf und für Sachwerte ausgeben. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes nimmt zu, die Inflation geht in den Galopp über, die Preise schießen nach oben. Bald können dann die Notendruckereien mit dem steigenden Geldbedarf nicht mehr mithalten. Dann kommt die Stunde des Währungsschnitts – und eine neue Währung. Das haben Staaten besonders gern, denn dann sind sie den größten Teil der Schuldenlast auf einen Schlag los.

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Wie Öl ins Feuer gießen

Die Finanzkrise wird auf falsche Weise bekämpft

Was als Platzen einer Immobilienblase in den Vereinigten Staaten begann, hat zur schwersten umfassenden Wirtschaftskrise seit Ende der 1920er Jahre geführt. Die Geldwirtschaft hatte sich von der Güterwirtschaft gelöst und in Saus und Braus auf unverantwortliche Weise und zu wenig kontrolliert ein Eigenleben geführt. Dass die Krise noch weit schlimmer ausfällt, ist ziemlich gewiss. Mit einem Feuerwehr-Großeinsatz versuchen die Staaten, den globalen Flächenbrand zu bekämpfen, auch Deutschland. Dies wird, weil sie in ihrer Not – und nun sogar schier unausweichlich – Symptome statt Ursachen bekämpfen, schiefgehen.

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Zwei Morde an zwei Präsidenten

Teil 5 und Schluss

Ein Nachtrag
„Geben Sie mir die Kontrolle über das Geld,
und es spielt dann keine Rolle, wer die Gesetze macht.“
(Mayer Amschel Rothschild)

1963 wollte der amerikanische Präsident John F. Kennedy das Geldmonopol der Fed dem Staat unterordnen. Nach Aussage einer Zeugin soll ihn sein Vater Joseph Kennedy im Oval Office des Weißen Hauses angeschrieen haben: „Wenn Du das tust, bringen sie dich um!“ Aber am 4. Juni 1963 unterzeichnete Kennedy die Presidential Order EO 111.110. trotzdem und setzte mit ihr die frühere Presidential Order EO 10.289 außer Kraft: So brachte er die Herstellung von Banknoten wieder in die Gewalt des Staates zurück. Auch versah er diese staatlichen Banknoten mit einer Golddeckungsgarantie. Er hoffte, mit der Golddeckung werde sein gutes Geld das schlechte Geld der Fed ohne Golddeckung schnell verdrängen und das exklusive Kartell der Privatbanken entmachten.

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Erdölverkauf nur gegen Dollar

Teil 4
Zuwiderhandlung wird bestraft

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist es der Weltmacht USA gelungen, auf dem Weltmarkt den Dollar als allgemeine Handelswährung durchzusetzen. Nahezu alles hat Dollar-Preise und wird in Dollar bezahlt, gerade auch das Erdöl als wichtigster Energierohstoff. Lieferländer, die es wagen, ihr Öl in anderer Währung (Euro) bezahlen zu lassen, werden massiv bestraft. Als der Irak unter Saddam Hussein das irakische Öl nicht mehr gegen Dollar verkaufen wollte, war das für die USA der (allerdings ungenannte) Grund, in den Irak einzumarschieren und Saddam zu vernichten. Begründet und gerechtfertigt wurde der Krieg, durchaus verständlich, mit Saddams in der Tat schlimmen Terror-Regime und Morden. Aber dergleichen gab und gibt es auch woanders, zum Beispiel Völkermord in Afrika, ohne dass die USA auch dort militärisch eingriffen.

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M3 als geheime Verschlußsache

Teil 3
Die Geldmaschine in Aktion

Die amerikanische Entscheidung von 1971, die Gold- Einlöseverpflichtung für den Dollar aufzugeben, zeigt: Man war sich bewusst, dass die Dollar-Geldmenge schon so stark ausgeweitet worden war, dass man sie in Gold gar nicht mehr einlösen konnte. Dummerweise nämlich lässt sich Gold nicht so leicht vermehren wie die Geldmenge. Da aber auch die Wirtschaft schneller gewachsen ist und zu wachsen pflegt als die Goldproduktion, war schon die Goldumlaufwährung nicht zu halten gewesen. Es entsteht sonst eine deflatorisch wirkende Geldknappheit, die das (erwünschte) Wirtschaftswachstum be- oder verhindert. Aber bis zum Ersten Weltkrieg gab es sie noch.

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Die Fed, Bretton Woods, das Gold und die Geldmenge

Teil 2
Vier wichtige Ereignisse

Was steckt hinter der Dollar-Hegemonie, wie konnte es zu ihr kommen? Wer dem nachgeht, stößt unter anderem auf vier Ereignisse, die für diese Hegemonie und die durch sie entstandene Dollar-Schwemme eine entscheidende Rolle spielen:
– 1913 entsteht das amerikanische Zentralbanksystem
– 1944 entsteht der Weltwährungsfonds mit neuem Goldstandard
– 1971 beenden die USA ihre Verpflichtung, Dollar in Gold einzulösen
– 2006 veröffentlichen die USA ihre Geldmenge M3 nicht mehr
Hinzukommt, dass es die Vereinigten Staaten verstanden haben, Erdöl als den global wichtigsten Energierohstoff in Dollar notieren und fakturieren zu lassen. Wer Öl kauft, muss es in Dollar bezahlen, muss sich also Dollar beschaffen. Auf diese Weise nutzten die USA die globale Nachfrage nach Öl, um ihren Dollar zu stützen. Damit bekam der Dollar die Rolle einer erdumspannenden Reservewährung.

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