Auch so werden wir Weltmeister

Weltmeister beim Preis für Strom – Zwanzig Jahre Deutsche Energiewende – Wissenschaftler ziehen Bilanz – Eine Fachtagung in Stuttgart vom 8. bis 10. Juli 2022 – Ein Podium für den Gedankenaustausch im breiten Meinungsspektrum – Anmeldungen sind noch möglich

Wir sind Weltmeister. Nein, nicht im Fußball (Bern ist lange her), aber bei den Preisen für elektrischen Strom. Sie betragen je Kilowattstunde durchschnittlich über 30 Cent. Damit sind sie unter allen Industrieländern die höchsten und doppelt so hoch wie in den USA. Den Mittelwert aller EU-Länder übersteigen sie um 50 Prozent. Auch in China und Südkorea kostet Strom deutlich weniger als in Deutschland. Im wirtschaftlichen Wettbewerb mit diesen anderen Ländern ist der teure Strom für stromintensive Unternehmen in Deutschland eine zu schwere Last, die sie auf Dauer zum Aufgeben oder zum Umsiedeln ins Ausland zwingt. Aber auch die privaten Haushalte leiden, besonders  schwer Familien mit zu geringem Einkommen. Für sie wird der Strom unbezahlbar. Dann drohen ihnen Abschaltungen. Und die kommen längst vor.

Menschengemacht, kein unabwendbares Naturereignis

Diese massive Verteuerung ist kein unabwendbares Naturereignis, sondern mit der sogenannten Energiewende-Politik künstlich und absichtlich herbeigeführt. Mutwillig wird zerstört, was vor der Energiewende hervorragend funktioniert hat. Und preiswert war. Der Ukraine-Krieg treibt die Strompreise zwar noch zusätzlich hoch, aber ausschlaggebend verantwortlich für die Luxuspreise sind verantwortungslose Politiker mit der ihrer Energiewende. Ungerührt machen sie damit weiter. Sie wollen den Bau von Windkraft- und Fotovoltaik-Anlagen sogar beschleunigt vorantreiben. Robert Habeck von den Grünen, am 8. Dezember 2021 Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz geworden, plant, die schon installierte Leistung dieser Anlagen von derzeit 120.000 Megawatt auf 400.000 Megawatt mehr als zu verdreifachen.

Der minderwertige Strom

Dabei liefern Wind und Sonne nur minderwertigen Strom: Zum einen ist er mit dem Wind, weil wetterwendisch, unzuverlässig, und die Solaranlagen fallen mit Sonnenuntergang aus. Zum anderen kann er mit seinen schnell wechselnden Leistungen kein stabiles Stromnetz aufbauen. Daher drohen Netzzusammenbrüche mit großflächigen Stromausfällen immer mehr Realität zu werden. Obendrein ist dieser Strom viermal so teuer wie Strom aus den herkömmlichen Kraftwerken.

Der kollektive Blackout in den Gehirnen

Der Blackout, der schon da ist, ist der mentale. Es ist ein täglicher kollektiver Stromausfall in den Gehirnen jener, die an den  vorgetäuschten Sinn der Klimaschutzpolitik und Energiewende noch immer glauben. Kein geistiger Lichtblick erhellt sie. Solche Erhellung bieten wird eine Tagung. Ihr Anlass ist eine Fachtagung, die vor zwanzig Jahren 16. Februar 2002 in Berlin stattgefunden hat. Sie gilt als Geburtsstunde der Energiewende. Ihr Titel damals: „Energiewende – Atomausstieg und Klimaschutz“. Nun zwanzig Jahre später wollen renommierte Wissenschaftler und Fachleute eine Bilanz ziehen, ebenfalls auf einer Fachtagung. Stattfindet sie vom 8. bis 10. Juli 2022 in Stuttgart. Die Schirmherrschaft hat der Politikwissenschaftler Prof. em. Dr. Werner J. Patzelt übernommen, die Leitung Prof. Dr. Andre D. Thess vom Lehrstuhl für Energiespeicherung der Universität Stuttgart.

Ein Podium für den Gedankenaustausch im breiten Meinungsspektrum

Die Tagung will ein Podium sein für eine kritische, interdisziplinäre und sachkundige Energiewende-Beurteilung. Sie will Wissenschaftlern Politikern und Journalisten in einem breiten Meinungsspektrum den Gedankenaustausch ermöglichen, wie es in der Ankündigung heißt. Aufgeteilt sind die Vorträge dort in vier Themenblöcke:

  • Klimapolitischer Hintergrund
  • Technische Bewertung der Energiewende
  • Ökonomische Bewertung der Energiewende
  • Politische Bewertung der Energiewende                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         –

Nähere Einzelheiten sind hier zu finden: Energiewendetagung Ankündigung und Energiewendetagung Programm

Interessierte können sich unter dieser Mail-Anschrift andre.thess@igte.uni-stuttgart.de  ihr Interesse bekunden und bekommen ggf. noch eine Einladung

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