Die Strippenzieher vom WEF in Davos

Neue Weltordnung, Great Reset und wie es zum Weltwirtschaftsforum vor 1971 kam – Klaus Schwab mit diktatorischen Gelüsten und seine Mentoren Henry Kissinger, John Kenneth Galbraith und Herman Kahn – Der Faden, der die Drei besonders verbindet – Schwabs Potenzial sofort erkannt –Sein wichtigstes ideologisches Produkt: Die Macht wegverlagern von demokratischen Prozessen hin zu einer kleinen Führungsgruppe – Das Potential für eine globale Katastrophe

Das sind Sprüche: „Lassen Sie uns klarstellen, dass die Zukunft nicht einfach passiert, die Zukunft wird von uns geschaffen.“ Und: „Wir haben die Machtmittel, um den Zustand der Welt zu bestimmen.“ Worte von Großmacht-Lenker und Ober-Bösewicht Wladimir Putin aus Moskau? Worte von Großmacht-Lenker und Chinas Machtmensch Xi Jinping aus Peking? Mitnichten. Dieser Herr mit diesen diktatorischen Gelüsten ist ein gewisser Klaus Schwab.*) Er ließ sie jetzt von Stapel bei der diesjährigen Tagung des  „Weltwirtschaftsforums“ im Schweizer Davos. Schwab hat dieses Forum gegründet und fungiert dort als dessen geschäftsführender Vorsitzender. Bei der Gründung als gemeinnützige Stiftung 1971 hieß das Forum European Management Conference, wurde aber 1987 in World Economic Forum WEF (Weltwirtschaftsforum) umbenannt. Schwab lädt ein zu jährlichen  Konferenzen, anfänglich aus aller Welt Führungspersonen der Wirtschaft, von 1994 an auch führende Politiker. (Weiteres offiziell Bekanntes bei Wikipedia).

Was die „Gottspieler“ von Davos zusammenbrauen

Im „Weltwirtschaftsforum“ braut sich zusammen, was Schwab und die anderen Strippenzieher dort als  „Great Reset“ und „Neue Weltordnung“ den Menschen autoritär verordnen wollen und daraus inzwischen auch gar keinen Hehl mehr machen, weil sie sich schon siegessicher fühlen. Der libertäre Schriftsteller und Philosoph Roland Baader hat solche Typen  in einem seiner Buchtitel „Gottspieler“ genannt.  Ihr Ziel ist, den Einzelstaaten die wesentlichen Souveränitätsrechte zu nehmen und eine Weltregierung zu installieren. Vorstufen davon finden sich bereits in der Weltgesundheitsorganisation WHO und in der Europäischen Union, deren Mitgliedstaaten schon heute unter den Souveränitätsverlusten leiden, die ihnen EU-Ministerrat und EU-Kommission abgezwungen haben.

Unfreiheit löst ab, was heute an Freiheit noch vorhanden ist

Teile und Vorläufer des diktatorischen Vorhabens sind auch die globalisierte Klimaschutzpolitik, der inszenierte globale „Kampf“ gegen die vorgebliche Coronavirus-Pandemie und die beabsichtigten Migrationsströme aus muslimischen und schwarzafrikanischen Ländern. Desgleichen die Verarmungspolitik in den Noch-Wohlstandsländern, um die Menschen von staatlichen Zuwendungen abhängig und dadurch gefügig zu machen, und anderes mehr. Die angesteuerte Weltregierung wird eine totalitäre Regierung sein, und die Menschen werden darunter abermals drangsaliert werden. Unfreiheit löst ab, was heute an Freiheit noch vorhanden ist. Wohl haben auch staatsfromme, folgsame Medien über die jüngste WEF-Konferenz in Davos teils mehr, teils minder umfangreich berichtet, aber wesentliche Informationen ausgespart. Zum Ausgesparten gehört, wie das „Weltwirtschaftsforum“ (WEF) entstanden ist und  wer dahintersteckt. Jener Schwab führt nur aus, wozu andere ihn ausersehen haben.

WEF entstanden aus einem Harvard-Programm mit CIA-Unterstützung

Einen umfänglichen Beitrag über diesen Hintergrund zu „Davos“ hat der Informationskanal Uncut-News mit Sitz in der Schweiz veröffentlicht. Dessen Autor ist der als unabhängig bezeichnete investigative Journalist Johnny Vedmore aus Cardiff (Wales). Danach ist das WEF nicht einfach die Idee von Klaus Schwab, sondern aus einem von der CIA finanzierten Harvard-Programm entstanden, das von Henry Kissinger geleitet und von John Kenneth Galbraith und dem „echten“ Dr. Strangelove, Herman Kahn, vorangetrieben wurde. „Meine Recherchen“, schreibt Vedmore,  „haben ergeben, dass das Weltwirtschaftsforum keine europäische Schöpfung ist. In Wirklichkeit handelt es sich vielmehr um eine Operation, die von den politischen Granden der Kennedy-, Johnson und Nixon-Ära der amerikanischen Politik ausgeht, die alle Verbindungen zum ‚Council on Foreign Relations‘ und der damit verbundenen ‚Round Table‘-Bewegung hatten, wobei die ‚Central Intelligence Agency‘ eine unterstützende Rolle spielte.“

Kissinger, Galbraith und Kahn als mächtige Ideengeber und Antreiber

Vedmore weiter: „Es waren drei äußerst mächtige und einflussreiche Männer, darunter Kissinger, die Klaus Schwab zu ihrem ultimativen Ziel einer vollständigen, auf das amerikanische Imperium ausgerichteten Weltherrschaft über die Gestaltung der Sozial- und Wirtschaftspolitik führen würden. Darüber hinaus waren zwei dieser Männer maßgeblich an der Entstehung der allgegenwärtigen Gefahr eines globalen thermonuklearen Krieges beteiligt. Indem ich diese Männer im breiteren Kontext der Geopolitik jener Zeit untersuche, werde ich zeigen, wie sich ihre Wege in den 1960er Jahren kreuzen und zusammenwachsen, wie sie Klaus Schwab durch ein von der CIA finanziertes Programm rekrutierten und wie sie die wahre treibende Kraft hinter der Gründung des Weltwirtschaftsforums waren.“

Der Faden, der die drei Männer seit 1966 besonders verbindet

Diese drei Personen (Kissinger, Galbraith, Kahn) beschreibt Vedmore einzeln mit ihrem Werdegang in aller Ausführlichkeit, was aber hier wiederzugeben, den Platzrahmen sprengen würde. Zusammenfassend hält er fest: „Kahn, Kissinger und Galbraith waren zu drei der einflussreichsten Personen in Amerika geworden, was die thermonukleare Abschreckung, die Gestaltung der Außenpolitik bzw. die Gestaltung der öffentlichen Politik betraf. Während ihrer gesamten Laufbahn lag der Schwerpunkt auf Europa und dem Kalten Krieg. Diese drei mächtigen Amerikaner waren alle auf verschiedene Weise miteinander verbunden, aber ein interessanter und bemerkenswerter Faden verbindet diese Männer vor allem in der Zeit des Jahres 1966 mit der Schaffung des von Kissinger geleiteten 22-köpfigen Beratergremiums zur ‚Gestaltung der europäischen Politik‘ und 1971, mit der Gründung des Weltwirtschaftsforums. Alle drei Männer waren Mitglieder des ‚Council on Foreign Relations‘, des amerikanischen Zweigs der anglo-amerikanischen imperialistischen ‚Round Table‘-Bewegung. Kissinger hatte bereits  enge Verbindungen zum CFR, da er direkt nach seinem Studium von diesem angeworben worden war.“

Was die drei Männer in Klaus Schwab vereinigt sahen

Von Kissinger heißt es bei Vedmore, dessen Zukunftsvision sei nicht die einer freien und fairen Gesellschaft gewesen, die gemeinsam in eine „schöne neue Welt“ aufbreche, sondern Kissinger habe ein Bild der Welt schaffen wollen, das durch seine eigene, vom Council on Foreign Relations (CFR) gesteuerte Sichtweise des Establishments verzerrt worden sei. Obwohl Kissinger versucht habe, sich als echter Staatsmann zu profilieren, habe Kissinger fortgefahren, nicht nur ausländische demokratische Prozesse zu untergraben, sondern auch das amerikanische System zu unterminieren, um letztlich einer globalistischen Agenda zu dienen. Als Kissinger in Schwab zum ersten Mal einen potenzieller künftigen globalistischen Führer erkannt habe, sei der relativ junge Deutsche bald mit Galbraith und Kahn*)   bekannt gemacht worden. Und alle drei, so Vedmore, „sahen in Schwab jeweils ein Spiegelbild ihrer eigenen intellektuellen Wünsche“.

Schwabs Potential sofort erkannt

In diesen Kreis war Schwab geraten, weil er während seines Studiums in Harvard Kissingers „Internationales Seminar“ besuchte, das, so Vedmore, „von der CIA über eine bekannte Quelle finanziert wurde“. Auf diese Weise habe Schwab eine Gruppe von Männern kennen gelernt, „die aktiv versuchten, die europäische Politik mit allen Mitteln zu beeinflussen, auch mit der Angst vor dem drohenden nuklearen Untergang“. Sie hätten Schwabs Potenzial sofort erkannt, so dass sie ihm während der gesamten Gründung des Weltwirtschaftsforums zur Seite gestanden hätten. Da es aber für Schwab allein nicht einfach gewesen sei, den europäischen Eliten zu erklären, was er vorhabe, habe er Kahn und Galbraith nach Europa geholt, um andere wichtige Akteure für das Projekt zu gewinnen. Galbraith sollte der erste Hauptredner des Forums sein, und auch Kahns Anwesenheit sei auf großes Interesse gestoßen.

Die Macht wegverlagern von demokratischen Prozessen hin zu einer kleinen Führungsgruppe

Für Vedmore ist Schwab mehr als nur ein Technokrat geworden, sondern “zu einer lebenden Karikatur eines Bösewichts, der hoch oben in den Schweizer Berghütten geheime Treffen mit den Eliten abhält“. Solche Bösewichte, meint Vedmore, würden wohl nicht die Unterstützung der einfachen Leute gewinnen, aber die Aufmerksamkeit derjenigen, die nach Macht und Reichtum strebten. Die Projektion von extremem Reichtum und extremer Macht locke und bringe  die „Stakeholder“ der Gesellschaft an den Tisch des Weltwirtschaftsforums. Mit diesen „Stakeholdern“ an Bord werde der  „Stakeholder-Kapitalismus“ –  Schwabs wichtigstes ideologisches Produkt –  die Macht wegverlagern  von echten demokratischen Prozessen hin zu einem System des Regierens durch eine kleine, vorausgewählte Führungsgruppe. Diese werde „alle Trümpfe in der Hand halten, während dem einfachen Volk nur illusorische pseudodemokratische Prozesse, Armut und ständige absurde psychologische Operationen zur Verfügung stehen werden, um uns alle ständig abzulenken“.

Das Potential für eine globale Katastrophe

Gegen Ende seines Lebens, so resümiert Vedmore, scheine Schwab verzweifelt eine radikale futuristische Agenda vorantreiben zu wollen, die das offensichtliche Potential für eine globale Katastrophe habe. Vedmore glaubt, dass das Weltwirtschaftsforum seinen maximalen Expansionsgrad erreicht hat, bevor es unweigerlich zusammenbreche, denn schließlich würden sich die Menschen, die ihre eigene nationale Identität liebten, gegen die unmittelbare Bedrohung ihrer spezifischen Kulturen und  gegen die Herrschaft der Globalisten zur Wehr setzen. Man könne nicht jeden zum Globalisten machen, egal wie viel Gehirnwäsche betrieben werde. Es bestehe zwischen nationaler Freiheit und globalistischer Herrschaft ein natürlicher Widerspruch, der die beiden völlig unvereinbar mache. Doch alles dies, merkt Vedmore abschließend an, habe begonnen mit einem von der CIA finanzierten Seminar Henry Kissingers in Harvard.

Die FAZ schwärmt:  Das Weltwirtschaftsforum bleibt unverzichtbar

Die FAZ vermittelt ihren Lesern über das jüngste Treffen in Davos eine ganz andere Sichtweise: „Die Weltpolitik und die Weltwirtschaft befinden sich in einer Unordnung, die jenseits der Erkenntnis, dass sich die Weltgeschichte an einem Wendepunkt befinden könnte, keine belastbaren Schlüsse über die Zukunft gestattet. Dieses Fazit lässt sich am Ende des diesjährigen Weltwirtschaftsforums ziehen – ein Fazit, das so ganz im Widerspruch zum düsteren Geraune von Verschwörungstheoretikern steht, die hinter dem Treffen in Davos finstere Mächte sehen, die am Umbau der Welt nach einem festen Plan arbeiten. Die Wahrheit lautet: So viel Unsicherheit war selten.“ Und am Ende des Beitrag schwärmt das Blatt: „Das Weltwirtschaftsforum bietet nach wie vor einen Platz, auf dem sich Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen und mit ganz unterschiedlichen individuellen Prägungen nicht nur über Visionen, sondern auch über die Wege, die zu den Zielen führen, kontrovers austauschen. Es befreit aus der luftabschnürenden Enge mancher nationaler Debatten. Das Weltwirtschaftsforum bleibt unverzichtbar.“ (Gerhard Braunberger, FAZ vom 28. Mai 2022, Seite 19 ).

Der Great Reset „ein Anschlag epischen Ausmaßes“ (Alfred de Zayas)

Ziemlich makaber, ein Forum für unverzichtbar zu halten, wo die Weltordnung mit Schwab und Konsorten in eine totalitäre umgekrempelt werden soll. Der amerikanische Völkerrechtswissenschaftler und Historiker Prof. Dr. Alfred de Zayas nennt den Great Reset in einem Interview  (hier) „einen Anschlag epischen Ausmaßes”. Dieser sei „ein großer Schwindel, um sicherzustellen, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden. Wir brauchen keine Wirtschaftsordnung von oben nach unten, die nur den Vorstellungen selbsternannter Eliten entspricht. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) gehörte aufgelöst.“ De Zayas war von 2012 bis April 2018 auch Unabhängiger Experte des UN-Menschenrechtsrats für die Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung. Im Great Reset wollen WEF-Mitglieder Kapitalismus und Sozialismus miteinander verschmelzen. Ihr Ziel sind Macht und Gewinn, ihr Geisteszustand Herrschsucht und Größenwahn.

Den gesamten Beitrag von Vedmore finden Sie im Original auf Englisch hier und ins Deutsche übersetzt hier.  Zur Familiengeschichte von Klaus Schwab und zu seinem Werdegang erfahren Sie Zusätzliches hier und hier. Wenn Sie in 13 Minuten den Great Reset und die Frage, ob Klaus Schwab der gefährlichste Mann ist, erklärt haben wollen, dann schauen und hören sie sich dazu  einen (namentlich nicht genannten) amerikanischen Komiker an: hier.

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*)  Quelle hier.

**)  Zum Stichwort von Roland Baaders „Gottspieler“: Von Kahn gibt Vedmore diese Anekdote wieder: 1968 wurde Herman Kahn von einem Reporter gefragt, was man am Hudson Institute mache. Er antwortete: „Wir übernehmen die Sichtweise Gottes. Die Sicht des Präsidenten. Groß. Aus der Luft. Global. Galaktisch. Ätherisch. Räumlich. Insgesamt. Größenwahn ist das übliche Berufsrisiko.“ Danach soll sich Herman Kahn aus seinem Stuhl erhoben, mit dem Finger in den Himmel gezeigt und plötzlich gerufen haben: „Größenwahn, zoom!’“ (Quellenangabe im Original hier).

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