Nun müssen sie die Folgen ausbaden

Was der Bundestagsbeschluss zum „Kohleausstieg“ für die Unternehmen und Bürger in Deutschland bedeutet – Die Abgeordneten nehmen die schweren Schäden in Kauf – Wind- und Solarstrom erzwingen für die Versorgungssicherheit eine doppelte Erzeugungskapazität – Eine Verschwendung von Kapital und eine gewaltige volkswirtschaftliche Belastung – Für Ärmere wird der Strom unbezahlbar, für Unternehmen steht die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Spiel – Für die Ausstiegsfolgen sind über 50 Milliarden Euro an Subventionen beschlossen – So wird schrittweise Wohlstand vernichtet und Armut wieder hergestellt – Der Hammelsprung und die Lemminge

Karikatur: cartoons.pub Roger Schmidt

Kernkraft futsch, Kohle futsch: Kernkraft bis 2022, Kohle spätestens von 2038 an. Deutschland gibt gleich zwei für seine Stromerzeugung wesentliche Energieträger auf. Besonders schlimm: Es sind die beiden tragenden Säulen für die notwendige Stromversorgung eines Industriestaates wie Deutschland  – zum einen, weil sie Strom jederzeit verlässlich liefern je nach Bedarf, zum anderen, weil sie den Strom besonders preiswert erzeugen. Nach der Entscheidung von 2001 (SPD/Grüne) und 2011 (Union/SPD), die Stromerzeugung in Kernkraftwerken aufzugeben („Atomausstieg“), hat eine Bundestagsmehrheit nun neunzehn und neun Jahre später am 3. Juli obendrein den „Kohleausstieg“ beschlossen.

Was nicht zählt, sind Sachverstand und Vernunft

Sachverstand und Vernunft sagen: abwegig, von Sinnen, verrückt. Die aber zählen unter den grün-sozialistischen Fanatikern aller Altparteien nicht. Derart Törichtes kennt man sonst nur aus Schwankgeschichten wie den Schildbürgerstreichen. Aber Schilda als Tatort ist nur eine amüsante Fiktion, der Bundestag als Tatort leider nicht. Auch sitzen die Schildbürger der heutigen Realität nicht nur im Bundestag als Abgeordnete, sondern auch „da draußen im Land“ als Wähler – von der politischen Führung hemmungslos und verlogen indoktriniert, dumm gehalten und träge. Wieder einmal lassen sich die Deutschen irreführen, ausbeuten und in die nächste Verarmung führen. Nun müssen sie die Folgen ausbaden.

Diese Folgen haben es in sich, ihre schweren Schäden werden in Kauf genommen

Die Folgen sind physikalisch-technisch und naturbedingte sowie wirtschaftliche, auch individuelle finanzielle, und es sind die horrenden Subventionskosten der Schadensbeseitigungsversuche. Außerdem wird mit der Inkaufnahme dieser schweren Schäden das damit angesteuerte wahnwitzige Ziel noch nicht einmal erreicht, nämlich das „Klima“ der Erde „schützen“ zu wollen und eine in der Erdgeschichte  übliche Erwärmung verhindern zu können. Das wird auch dann nicht gelingen, wenn den Strom, wie es jene Irreführer und Ausbeuter letztlich wollen, nur noch Wind, Sonne, Pflanzenvergärungsgas und Wasser liefern – vor allem Wind und Sonne. Klingt so schön, taugt aber nicht. Dass anthropogenes CO2 den Planeten aufheizt, ist nach wie vor unbewiesen, sondern nur eine Hypothese, eine Behauptung, überdies eine längst falsifizierte.

Physikalisch-technisch und naturbedingte Folgen

Es ist nun mal so: Der Wind weht und die Sonne scheint, wann sie wollen, und nicht, wann sie sollen. Ihr Strom ist wetterabhängig. Sie erzeugen daher nur Zufallsstrom, auch Wackelstrom genannt. Strom aus Windkraft und Sonnenschein ist daher unzuverlässig. Wetterabhängiger Zufallsstrom bedeutet schlechte Regelbarkeit. Mit ihm allein lässt sich die erforderliche Netzstabilität nicht sicherstellen – im Gegensatz zu Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken. Nur diese drei Kraftwerkstypen vermögen es, die Soll-Netzfrequenz von 50 Hertz stabil zu halten. Sie sin mit ihren „Schwungmassen“ der für das Netz der Taktgeber. Schon bei einer Abweichung von 0,2 Hertz von der Sollfrequenz besteht die Gefahr eines schwerwiegenden Stromausfalls. Daher ist Zufallsstrom nicht „grundlastfähig“, also nicht in der Lage, den jeweiligen Strombedarf jederzeit sicherzustellen. Wenn sämtliche Kernkraft- und Kohlekraftwerke verschwunden sind, weil mutwillig zerstört, ist die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Versorgung mit Strom in Deutschland dahin. Die Stromverbraucher werden Stromausfälle erleben*) und sich daran gewöhnen müssen, wenn sie sich gegen diese zerstörerische Politik nicht endlich auflehnen.

Wirtschaftliche Folgen

Für die Stromverbraucher von Gewicht sind überwiegend jene Folgen, die sich ergeben, wenn Wind und Sonne übernehmen müssen, was bisher Kohlekraftwerke an Strom geliefert haben: Die Stromerzeugung verteuert sich noch mehr. Auch das hat technische Gründe. Der Nutzungsgrad von Wind- und Solarstrom ist zu gering. Im Durchschnitt erreichen die Anlagen nur ein Drittel ihrer Nennleistung. Das heißt: Diese „Stromfabriken“ stehen zwei Drittel eines Jahres still. Das ist Verschwendung pur. Kohlekraftwerke laufen, abgesehen von Wartungszeiten, immer. Auch haben Wind und Sonnenlicht eine viel zu geringe Energiedichte. Das bedeutet: Um sie zu nutzen, ist zwangsläufig ein riesiger Flächenbedarf nötig mit zigtausenden Windkraft- und  Fotovoltaik-Anlagen. Das gilt ebenso für den Energiepflanzenanbau zur Herstellung von „Biogas“. Mehr Fläche ist kostspieliger als weniger Fläche. Das verteuert diese Stromerzeugung zusätzlich. Kohlekraftwerke benötigen bei vergleichbarer Stromleistung einen Bruchteil dieses Flächenbedarfs.

Teurere Gaskraftwerke sollen Kohle- und Kernkraft ersetzen

Die Stromerzeugung mit Wind und Sonne schwankt ständig zwischen Null und der Nennleistung. Stets also müssen herkömmliche Kraftwerke bereitstehen, um sofort Strom zu liefern, wenn Wind und Sonne nicht ausreichen oder ganz versagen. Aber Kohle- und Kernkraftwerke wird es für diesen Zweck künftig nicht mehr geben. Daher sollen allein nur noch Gaskraftwerke diese Aufgabe übernehmen. Die aber sind in der Erzeugung teurer und müssen für diesen Bedarf erst gebaut werden. Subventioniert natürlich. Auch sie stoßen zwar (vorgeblich schädliches) CO2 aus, aber nur 50 bis 60 Prozent von dem eines Kohlekraftwerks gleicher Leistung.

Wind- und Solarstrom erzwingen für die Versorgungssicherheit eine doppelte Erzeugungskapazität

Vorzuhalten ist für den deutschen Bedarf an Strom in der Spitze eine Leistungskapazität von rund 80 Gigawatt. Das ist die Größenordnung, wie sie Deutschland für seine Hochleistungswirtschaft und den hohen Lebensstandard seiner Bürger in den Wintermonaten benötigt. Doch fallen Wind- und Solarstrom immer wieder über viele Tage und Nächte fast total aus, auch europaweit. Dann müssen Gaskraftwerke diese 80 Gigawatt vorhalten. Das bedeutet: Der Zufallsstrom von Wind und Sonne zwingt eine doppelte Stromerzeugungskapazität auf. Auf sie kann bei dieser unsinnigen Politik nicht verzichtet werden, weil es keine großtechnischen und wirtschaftlichen Speicher gibt und absehbar nicht geben wird.  Daher geht nichts ohne konven­tio­nel­le Kraft­wer­ke. Diese benötigte Doppelkapazität ist unnötig kostspieliger Luxus. Dabei können die herkömmlichen Kraftwerke, was an Strom gebraucht wird, ganz allein liefern – zuverlässig, zu jeder Zeit und weitaus billiger. Sie haben das in den Jahren vor der „Energiewende“ bewiesen.

Eine Verschwendung von Kapital und eine gewaltige volkswirtschaftliche Belastung

Janson-Karikatur

Insgesamt ist die „Energiewende“ eine Verschwendung von Kapital und eine gewaltige volkswirtschaftliche Belastung. Weil es mit ihr weitergeht, wird die Energiewende Deutschland bis 2050 Billionen Euro Mehrkosten verursachen, also mehr noch, als die Haftungssumme  Deutschlands als Folge der Euro-Rettungsmaßnahmen ausmacht (Quelle: http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/policy/Haftungspegel.html). Die kumulierten Energiewende-Kosten streben zudem keinem Endwert zu, sondern steigen immer weiter (s. hier).  Zu diesen Kosten gehört auch das, was auf Bürger und Wirtschaft noch durch die sogenannte Sektorenkoppelung zukommt. Mit zunehmendem Ausbau der Stromerzeugung mittels Wind und Sonne wird für kurze Zeiten immer häufiger und immer stärker mehr Strom produziert, als verbraucht werden kann. Das führt ebenso häufiger zum Abschalten der Anlagen, weil auch das Ausland den überschüssigen Strom nicht immer abnehmen will oder kann. Aber wegen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) muss dieser Überschuss-Strom trotzdem an die Betreiber der Anlagen bezahlt werden. Schwer oder gar nicht erfassen lassen sich die externen Kosten, darunter die  Entwertung von Immobilien in Windanlage-Nähe, der massenhafte Vogeltod durch die Flügel der Windkraftanlagen, die Schäden an Böden, in der Landschaft und in Wäldern sowie an der menschlichen Gesundheit durch den Windkraftanlagen-Infraschall.

Individuelle finanzielle Folgen

Mit dem Kohleausstieg entstehen abermals zusätzliche Kosten, die völlig unnötig sind. Diese Kosten gehen ein in den Strompreis für jeden privaten Verbraucher und für jedes Unternehmen. Schon von 2000 bis 2017 haben sich allein die Stromerzeugungskosten von jährlich 40 Milliarden Euro durch die Energiewende-Politik auf 90 Milliarden mehr als verdoppelt. Durch den Kohleausstieg werden sie auf mindestens 140 Milliarden zunehmen. Nach den bisher bekannten Zahlen muss die EEG-Umlage von 6,78 Cent/kWh im laufenden Jahr 2020 auf 8,53 Cent 2021 steigen, also um 25 Prozent. Aber davor scheuen die Altparteien-Politiker zurück, weil sie um die Akzeptanz ihrer Energiewende-Politik fürchten. Daher sollen die Stromverbraucher diese Erhöhung nicht auf ihrer Stromrechnung vorfinden, sondern sie soll aus dem Steueraufkommen bezahlt werden. Dazu neu eingeführt wurde die Brennstoffsteuer auf Kohle, Öl und Gas. Damit wird Heizen und Autofahren teurer, um diese unsinnige Energiewende-Folge vor den Augen der Bürger zu kaschieren. (Quelle: Verbraucherschutz NAEB vom 8. Juli 2020).

Für Ärmere wird der Strom unbezahlbar, für Unternehmen steht die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Spiel

Deutschland hat schon bisher die höchsten Strompreise in Europa. Das trifft vor allem die ärmeren Bürger. Schon zig-Tausende können ihren Strom nicht mehr bezahlen. Und die Unternehmen, die sich im Ausland und in Deutschland gegenüber ausländischen Konkurrenten behaupten müssen, kann es ihre Wettbewerbsfähigkeit kosten – und damit ihr Bestehen. Wenn deutsche Unternehmen vor den hohen deutschen Stromkosten fliehen und Betriebe ins Ausland verlagern, gehen Arbeitsplätze verloren. Die dann Arbeitslosen belasten mit zusätzlichen Kosten  das deutsche Sozialsystem. Mit ihnen schwinden auch Kaufkraft und Steuereinnahmen, was der Beschäftigung in anderen Wirtschaftszweigen ebenfalls schadet. Alles hängt mit allem zusammen. Wechselseitige Abhängigkeiten (Interdependenzen) führen zu schwer oder gar nicht vorhersehbaren Folgen. Diese lassen sich dann schwer oder gar nicht mehr beherrschen.

Subventionskosten der Schadensbeseitigungsversuche

Der „Kohleausstieg“ zwingt die deutschen Braunkohle-Erzeuger, die Kohlekraftwerke und ihre Mitarbeiter schrittweise zur Aufgabe technisch und wirtschaftlich voll funktionsfähiger Unternehmen und  in die Beschäftigungslosigkeit.  Es ist ein Akt der Enteignung. Zwingende Vernunft erfordert ihn nicht.  Anthropogenes CO2 heizt die Erde nicht auf. Durch „Dekarbonisierung“ lässt sich das Erdklima, obwohl von den Profiteuren bestritten, nicht schützen. Der Gesetzgeber verletzt Eigentumsrechte massiv.  Daher sehen sich Bundesregierung und Bundestag rechtsstaatlich gezwungen, die Opfer ihrer rabiaten Politik zu entschädigen, wenn auch wohl kaum in der wirklichen Höhe.

Für die Kohleausstiegs-Folgen sind über 50 Milliarden Euro an Subventionen beschlossen

Die Betreiber von Braun­koh­le­-Kraftwerken (wie RWE, E.ON) erhal­ten Entschä­di­gun­gen von 4,35 Milli­ar­den Euro. Hinzukommt, was der Kohleausstieg in den Braunkohle- und Kohlekraftwerk-Revieren wirtschaftlich strukturell anrichtet. Das soll ein Struk­tur­an­pas­sungs­ge­setz beheben. Hierfür sind rund 40 Milli­ar­den Euro vorgesehen.**) Als Vorru­he­stands­re­ge­lun­g für rund 40 000 ältere Arbeit­neh­mer sind bis zum Jahr 2043 Anpas­sungs­gel­der von 4,8 Milli­ar­den Euro angesetzt. Die Entschädigungen für Stein­koh­le-Kraftwerke ­sollen im Auktio­nsverfahren ermittelt werden. Die Betreiber müssen sich um die Stilllegung ihrer Werke gleichsam bewerben und erhalten dafür eine auktionsweise ermittelte Abschaltprämie. Beteiligen sie sich daran nicht, werden ihre Werke staatlich zwangsabgeschaltet – ohne Entschädigung. Diese Kosten stehen daher noch nicht fest. Doch sind die dabei als Entschädigung erzielbaren Preise auf eine Gesamtsumme von 1,6 Milli­ar­den Euro gesetz­lich fest­ge­leg­t. Mit 2 Milli­ar­den Euro zusätzlich zur bisherigen Subventionierung wird der Ausbau von Anla­gen zur Kraft-Wär­me­-Kopp­lung (KWK) unter­stützt. Zusammen sind das 52,75 Milliarden Euro. Darin noch nicht enthalten ist, wie mit jungen Kraftwerken verfahren wird, die erst nach 2010 in Betrieb gegangen sind.***) Die Entscheidung, ob man sie mit Steuerzahlergeld entschädigt oder auf CO2-ärmere Brenn­stof­fe umstellt, ist auf später verschoben.

So wird schrittweise Wohlstand vernichtet und Armut wieder hergestellt

Das Fazit lautet: Bisher produktive Arbeitsplätze werden zerstört und subventionierte erzwungen. Denn Strom aus Wind, Sonnenschein und „Biogas“ kann sich im freien Wettbewerb einer Marktwirtschaft nicht durchsetzen; er ist zu teuer und außerdem unzuverlässig. Daher haben die Energiewende-Politiker und „Klimaschützer“ diesen Wettbewerb auf dem Markt für Energie abgeschafft. Folglich lässt sich der vermeintliche „Ökostrom“ nur subventioniert in den Markt drücken. Der Kohleausstieg ist (zusammen mit dem „Atomausstieg“) ein Industriestaat-Vernichtungsbeschluss. Deutschland geht einen weiteren Schritt in den wirtschaftlichen Abgrund und in die von fanatischen Weltverbesserern angestrebte De-Industrialisierung. So wird schrittweise Wohlstand vernichtet und Armut wieder hergestellt. Deutschland braucht eine „Energiewende zurück zur freien Marktwirtschaft“.

Der Hammelsprung und die Lemminge

Unverstand regiert, Sachverstand ist abgemeldet. Die Abstimmung über das Gesetz zum Kohleausstieg fand per „Hammelsprung“ statt. Er war angesetzt worden, weil bei der Abstimmung per Handheben Unsicherheit über die Mehrheitsverhältnisse herrschte. Bei diesem Verfahren müssen alle Abgeordnete den Saal verlassen und dann durch eine der drei Türen wieder zurückkehren.  Die Hammel sind gesprungen. Blind für die Folgen. Wie die rätselhaften Lemminge, die nichts aufhält, sich von der Klippe ins Meer zu stürzen. Den Lemmingen ist das allerdings angedichtet, der Hammelsprung dagegen war echt. Anschließend verkündete Sitzungsleiter Wolfgang Kubicki  (FDP), nun stehe fest,  der Gesetzentwurf sei mit deutlicher Mehrheit angenommen worden.

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*) Warum das keine erfundene Gefahr ist, siehe hier.

**) „Den Plänen zufol­ge soll das Geld vor allem in Stra­ßen- und Bahn­pro­jek­te flie­ßen. Die damit verbun­de­ne Hoff­nung: Wenn erst mal die Infra­struk­tur eine besse­re ist, werden sich schon neue Unter­neh­men ansie­deln. Außer­dem will der Bund in den Regio­nen gezielt Forschungs­in­sti­tu­te etwa aus dem Ener­gie­be­reich ansie­deln. Zusätz­lich sollen rund 5000 Arbeits­plät­ze im öffent­li­chen Dienst entste­hen. Doch Ökono­men bezwei­feln, ob diese Maßnah­men den Verlust der Arbeits­plät­ze in der Kohle wirk­lich kompen­sie­ren können.“ (FAZ vom 4. Juli 2020, Seite 17).

***) Beim Kernkraft-Abschaltbeschluss von 2001 war vereinbart worden, 26 neuer Großkraftwerke auf Kohle und teilweise auf Gas-Basis zu errichten. Gut die Hälfte davon ist seitdem auch gebaut worden. Abzuschaltende Kernkraftwerke sollten, terminlich abgestimmt, durch Kohlekraftwerke ersetzt werden. Aus Gründen der Versorgungssicherheit und der günstigen Erzeugungskosten für Strom aus Kohle machte wenigstens das Sinn. Doch in späteren Jahren liefen die Klimaschützer mit ihrem CO2-Wahn dagegen Sturm.

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3 Kommentare zu „Nun müssen sie die Folgen ausbaden“

  1. Decarbonisierung ist der schwachsinnigste Begriff überhaupt. Carbon ist der englische Begriff für Kohlenstoff, und Kohlenstoff ist das Element, auf dem sämtliches Leben auf der Erde basiert. Mit Decarbonisierung will man gewissermaßen dem Leben an sich den Boden unter den Füßen wegziehen. CO2 ist der Treibstoff für planzliches Leben. Über CO2 erhalten die Pflanzen den Kohlenstoff, den sie zum Aufbau ihrer „Körper“ benötigen, und sie geben uns den Sauerstoff, den wir zum Überleben benötigen. Wenn der CO2-Pegel steigt, dann können Pflanzen besser wachsen, verbrauchen dabei mehr CO2 und wirken dadurch dem O2-Anstieg entgegen. Wer etwas gegen CO2 unternehmen will, der muss einfach die Pflanzen sprießen lassen statt sie abzumähen.
    Ich denke, wir werden einen Blackout benötigen, damit bei ausreichend vielen Deutschen der geistige Blackout beendet wird.

  2. Mit Stromausfällen zu argumentieren, ist irreführend und kontraproduktiv! Es finden immer mehr Lastabwürfe statt, die aber kaum wahrgenommen werden.

    Schildbürgerstreich: Jetzt, wo die ausgemerkelte Kuh keine Milch mehr liefert, wird sie geschlachtet. Bei der allgegenwärtigen Fettphobie kommt mageres Rindfleisch gut an!

    NAEB 2014 vom 12. Juli 2020
    Die Energiewende ist ein Konstrukt aus Wünschen und Hoffnungen ohne Rücksicht auf physikalische Gesetze und Kosten. Klar definierte Ziele sucht man vergebens. Die Wende ist zu einem undurchsichtigen Wirrwarr von Gesetzen und Verordnungen zu Lasten der Verbraucher und zum Nutzen der Profiteure verkommen.

    Frühere Regierungen haben die heimischen Energiequellen als Grundlage unserer Wirtschaft genutzt und gestützt. Das gilt vor allem für die Steinkohle. Die Förderung wurde um 1960 unwirtschaftlich, da preiswerteres Erdöl und Steinkohle den Weltmarkt überschwemmte. Aus Sicherheitsgründen wurde die Förderung der deutschen Steinkohle über mehr als 50 Jahre subventioniert und erst vor wenigen Jahren aufgegeben. Die sichere Energieversorgung wurde dadurch geschwächt. Geblieben ist nur noch die Braunkohle, mit der der preiswerteste Strom erzeugt wird. Nun sollen aus ideologischen Gründen auch die Braunkohlekraftwerke abgeschaltet und durch Gaskraftwerke ersetzt werden. Das Erdgas wird vorwiegend von Russland importiert. Damit gibt die BRD die letzte heimische Energiequelle auf und kann von Nachbarstaaten und Lieferländern erpresst werden.

    Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel
    Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz
    http://www.NAEB.info und http://www.NAEB.tv

  3. …das ist alles richtig und wahr, doch trotz aller Argumentation von Fachleuten auf dieser und anderen Webseiten – es wird sich nichts ändern…
    Es gibt keine wirkliche Oppositon die zur Wahl steht, die im völkischen Irrlichternde AFD hat sich nicht nur dadurch selbst disqualifiziert auch die Position in Bezug auf SARS-COV2 zeugte nicht gerade von Sachverstand auch nicht im Bereich des Wirtschaftlichen. Der Karren steckt im Dreck und wird immer tiefer hineigeschoben nicht nur durch die „Energiewende“ – der letzte macht bitte das Licht aus…

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