Wenn Argumente fehlen

Mit Zerstörungswut gegen Wahlplakate der neuen Partei Alternative für Deutschland

Menschen mit geistiger Windstille im Kopf, die politisch extrem und rabiat sind, kompensieren ihren Defekt gern durch Zerstörungswut. Von dieser Sorte müssen auch jene gewesen sein, die jüngst in Lübeck über die Wahlplakate der neuen Partei Alternative für Deutschland (AfD) hergefallen sind.

Über 60 Ständer beschädigt, zerstört, geklaut, in Vorgärten geworfen

Am 11. August (einem Samstag) hatten Lübecker Mitglieder der Partei in Lübeck, 280 Plakatständer aufgestellt. verteilt über nahezu das gesamte Stadtgebiet. In der Nacht zum Sonntag sind über 60 Plakatständer beschädigt, zerstört, geklaut oder in Vorgärten geworfen worden. Der Lübecker AfD-Spitzenkandidat Christoph Elfenkämper rechnet mit weiteren Attacken auf die Plakate in den nächsten Nächten und sagte: „Diese Verluste können wir nicht kompensieren – weder durch Arbeitsleistung noch durch Geld.“

Strafanzeige bei der Polizei

Die Täter sind noch unbekannt. Aber der Landesvorstand der Partei sieht in der Zerstörung nicht bloß reinen, unpolitischen Vandalismus, sondern „bewusste und gewollte Unterdrückung anderer politischer Meinungen“. Die Partei habe bei der Polizei in Lübeck sogleich Strafanzeige und Strafantrag gestellt. Er bittet die Lübecker Bürger um Hinweise, die zum Ergreifen der Täter führen. Der Landesvorstand hebt hervor, dass die AfD keinerlei Mittel aus Steuergeldern erhält. Die Plakate seien vollständig über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert.

Törichte Täter

Wenn die Zerstörungen wirklich politisch motiviert sind, wonach es aussieht, dann ist dies – von der Sachbeschädigung einmal ganz abgesehen – ausgesprochen töricht. Denn durch ihren Vandalismus verschaffen die Täter der Alternative für Deutschland zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit. Die nämlich kann sie gut gebrauchen. Außerdem mag sie durch die Schädigungen auf zusätzliche Sympathie stoßen, zumindest bei ihren Anhängern, die sich empören und sagen: Nun erst recht für die AfD. Wer Wahlplakate attackiert, dem fehlen die Argumente, um die neue Partei inhaltlich zu bekämpfen. Ganz schön dumm also von den Tätern. Da kann man mit Wilhelm Busch selig nur sagen: Dummheit ist auch eine natürliche Begabung.

Lübeck ist kein Einzelfall

Die Plakatzerstörung in Lübeck ist kein Einzelfall. Am 13.August berichtete Welt Online: „AfD braucht im Wahlkampf Polizeischutz. In Göttingen gehen Autonome und die Grüne Jugend massiv gegen die Alternative für Deutschland vor. Die Partei mache „nationalistische Propaganda“. Aus Angst erwägt die AfD nun einen Wahlkampfabbruch.…“  Hier der vollständige Bericht: http://www.welt.de/politik/deutschland/article118964522/AfD-braucht-im-Wahlkampf-Polizeischutz.html

AfD-Großkundgebung in Hamburg am 17. August

Am Sonnabend, den 17. August veranstaltet die Alternative für Deutschland in Hamburg einen großen Zug vom Hauptbahnhof (Kirschenallee) bis zum Gänsemarkt mit Zwischenkundgebung am Jungfernstieg und Abschlusskundgebung auf dem Gänsemarkt. Dauer von 10.30 bis 14.30 Uhr. Die Hauptthemen der Demonstration sind:

Euro und Europa: Stoppt das Parteienkartell der ‚alternativlosen’ Eurokraten in Berlin und Brüssel. Wir wollen keine Schuldenunion! Wir wollen keine Bankenunion! Wir wollen nicht noch mehr für Pleitebanken und Pleiteländer zahlen. Deutsche Steuergelder werden in Deutschland gebraucht. Unsere Straßen und Schulen gehen kaputt und wir nehmen Kredite auf, um Pleitebanken und Pleiteländer am Leben zu erhalten. Stoppt die EZB! Niedrigzinsen enteignen die Rentner und Sparer. No Bail Out! Wir werden uns nur an die Ursprungsverträge zu Europa
gebunden fühlen. Keine Schuldenhaftung für Drittstaaten war vereinbart. Verträge sind einzuhalten!

Direkte Demokratie: Endlich Volksentscheide! Wer zahlen soll, muss vorher gefragt werden. Schluss mit der Diktatur der Eurokraten in Brüssel. WIR entscheiden, welche Gesetze wir wollen.

Innere Sicherheit: Hamburger Polizisten brauchen unsere Solidarität und Unterstützung! Sie setzen Recht und Gesetz durch und sind nicht Sparringspartner für Chaoten und Autonome und Prügelknaben für die Politik.

Einwanderung: nach Qualifikation, nicht in unsere Sozialkassen.“

 

PS. Wenn ich über die AfD schreibe, müssen Sie als Leser wissen, dass ich im März 2013 dieser Partei beigetreten bin – erstmals einer Partei überhaupt. Ich bin überzeugt, dass unser Land diese neue Partei dringend braucht, und möchte daran mitwirken, dass es gelingt. Ich glaube, dass ich innerhalb der Partei meine Vorstellungen von einer grundlegenden Politikwende zunächst besser zur Geltung bringen kann als außerhalb, jedenfalls in der Gründungs- und Wahlkampfphase. Ob auch noch nach der Wahl, wird sich zeigen. Ich will also, dass diese Partei in den Bundestag kommt.Neutral bin ich demnach nicht, wohl aber unabhängig und um Objektivität bemüht. Das Urteil darüber muss ich dem Leser überlassen. Ein Amt in der Partei habe ich nicht übernommen, gehöre aber einem Arbeitskreis von Fachleuten für Energiepolitik an, die ebenfalls Mitglieder oder zumindest Sympathisanten der AfD sind. Dieser Kreis hat für die Partei bis zum 12.Juni 2013 ein Programm zur Energiepolitik ausgearbeitet und dem AfD-Bundesvorstand vorgelegt. Daraufhin hat der Bundesvorstand diesen Arbeitskreis zum „AfD-Bundesfachausschuss für Energiepolitik“ ernannt, jedenfalls vorläufig. Es ist unserem Arbeitskreis gelungen, den Bundesvorstand davon zu überzeugen, dass die Energiewende-Politik der Altparteien ein ebenso wichtiges Wahlkampfthema ist wie deren Politik zur „Euro-Rettung“. Seitdem werden die Aussagen der Partei zur Energiepolitik konkretisiert und fallen entschiedener aus. Nicht alles im Wahlprogramm deckt sich mit meinen Vorstellungen.Dazu gehört vor allem die Energiepolitik.

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