Zu diesen Befürwortern gehört auch BDI-Präsident Grillo – Er greift die CSU an und macht sich unglaubwürdig – Der opportunistische Seehofer – Den Wahnwitz der „Energiewende“ in Kurzfassung erklärt

„Das, was die CSU macht, ist verantwortungslos.“ Diesen Vorwurf hat gerade der BDI-Präsident Ulrich Grillo erhoben. Aber worauf bezieht er ihn? Auf die ruinöse Euro-Rettungspolitik? Auf die Milliarden und aber Milliarden, die in ein Fass ohne Boden u.a. namens Griechenland gekippt werden mit ebenfalls ruinösen Folgen? Auf die ruinöse deutsche Energiewendepolitik, die mutwillig, weil ohne Not, den Strompreis in die Höhe treibt? Würde Grillo alles dies wirklich als verantwortungslos brandmarken, hätte er recht und verdiente Applaus. Aber warum geißelt er dann nur die CSU? Die anderen Parteien im Deutschen Bundestag haben dies alles (und anderes mehr) doch ebenfalls auf dem Gewissen und fügen damit dem deutschen Volk gewissenlos immensen Schaden zu. Also muss es etwas anderes sein, was Grillo meint – etwas, von dem er glaubt, es nur der CSU anlasten zu können. Es ist in der Tat etwas anderes.

Es geht um die neuen Stromtrassen nach Bayern

Der BDI-Präsident greift die CSU deswegen an, weil sich diese in Gestalt des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer gegen neue Stromleitungen sperrt. Es geht um jene Leitungen, die Windkraftstrom aus dem deutschen Norden in den deutschen Süden nach Bayern transportieren sollen. Und so sagte Grillo denn auf diesbezügliches Befragen der FAZ: „Das, was die CSU macht, ist verantwortungslos. Die Versorgungssicherheit ist eines der höchsten Güter, und für diese Sicherheit brauchen wir Netze. Da kann kein Bundesland einen Alleingang unternehmen und autark sein.“ (FAZ vom 9.März, Seite 19). Allerdings ist die Versorgungssicherheit nicht deswegen gefährdet, weil viele Bürger in Bayern gegen die neuen Stromtrassen protestieren und Seehofer sich deshalb (noch) gegen die Trassen sperrt.

Was die sichere Stromversorgung in Wahrheit gefährdet

Gefährdet ist sie durch die „Energiewende“. Gefährdet ist sie durch die Stromerzeugung aus Windkraft und Sonnenschein. Wind und Sonne liefern Strom nur unregelmäßig. Sie liefern nur Flatterstrom – mal zu wenig, mal zuviel, mal gar keinen. Sie bedrohen die einzuhaltende Stromfrequenz von 50 Hertz. Die darf allenfalls nur minimal unter- oder überschritten werden, sonst kommt es zum Netzzusammenbruch. Als Strom aus Wind und Sonne noch nicht mittels staatlichen Interventionismus’ hochsubventioniert und mit Vorrang in das bestehende und völlig ausreichende Stromnetz gedrückt wurde, war die Stromversorgung stets untadelig sicher. Nur jetzt ist sie es nicht mehr. Zuverlässig liefern lässt sich Strom nur mit fossilen Brennstoffen und Kernkraft.

Grillo hat sich unglaubwürdig gemacht

Wenn sich Grillo jetzt so große Sorgen um die Versorgungssicherheit macht und sie gar als „eines der höchsten Güter“ preist, dann hätte er die Sorge rechtzeitig äußern müssen, nämlich viel früher, damals, als der Ökostrom-Wahn seinen Anfang nahm, damals, als ökobewegte Interventionisten, Illusionisten und hoffnungsfrohe Profiteure das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorzubereiten begannen. Dann hätte er, dann hätten seine Vorgänger im BDI vor dieser Torheit dringend warnen müssen. Haben sie das getan. Sie haben es nicht. Nur Stromexperten taten es. Auf sie gehört wurde nicht. Grillo hat sich unglaubwürdig gemacht.

Der opportunistische Seehofer

Zurück zu Seehofer. Bayern braucht den norddeutschen Windstrom gar nicht. Daher auch nicht die neuen Stromtrassen. Nur die Windstromerzeuger im deutschen Norden brauchen sie. Sonst wissen sie nicht, wohin mit ihrem vielen Strom. Seehofer will (anstelle der bestehenden Kernkraftwerke) lieber Gaskraftwerke bauen, um sein Bundesland unabhängig von Lieferungen aus dem Norden zu machen (hier). Er sagt und tut stets das, was ihm gerade opportun erscheint. Seine Meinungsschwenkungen sind legendär. Über Seehofer mokierte sich die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) und nahm seine dreimal geänderte Haltung zur Energiewende aufs Korn. Zur dritten Änderung gehört sein Widerstand gegen die neuen Stromtrassen für überschüssigen Windstrom aus Norddeutschland. Die Zeitung schreibt:

„Seehofers Wende hat viel für sich“

„Es läge nahe, Seehofers neuerliche Wendung negativ zu kommentieren. Aber wäre das angemessen? Nur weil etwas populär ist, ist es ja noch nicht unvernünftig. Seehofer hilft schließlich dabei, ein ziemlich wahnwitziges Projekt zu stoppen. Kann es wirklich sinnvoll sein, mit Windrädern auf hoher See aufwendig Strom zu produzieren, der in Süddeutschland verbraucht werden soll? Ist es wirklich im Sinne des Erfinders, für diese Idee mit langen Hochspannungsleitungen schöne Landschaften zu zerschneiden? Klar, der CSU-Mann hätte seine Bedenken früher vorbringen sollen, bevor Staat, Verbraucher und Konzerne Milliarden in Windenergie investiert hatten. … Offenkundig hat Seehofer für die Energieversorgung jetzt Gaskraftwerke als das kleinste Übel identifiziert. Das hat viel für sich, es gibt nur ein Problem: Eon, RWE und Co. stellen diese Kraftwerke gerade reihenweise ab, weil sie damit kein Geld verdienen. Seehofer müsste also die Gaswerke subventionieren. Viel besser wäre, er stellt das ganze System in Frage.“ (Winand von Petersdorff in der FAS vom 5. Oktober 2014, Seite 18). Das aber tut er nicht. Das tut auch Grillo nicht. Das tun sie alle nicht.

Den Wahnwitz der Energiewende in Kurzfassung erklärt

Nur starker Bürgerwille und starke Bürgerwehr könnte die politische Führung zur Umkehr zwingen. Dafür müssen die Bürger erkennen, warum die „Energiewende“ und ihre Begründung ein Wahnwitz sind. Das in Kurzfassung zu erklären, hat vor wenigen Tagen ein sachkundiger Bürger*) – er ist Naturwissenschaftler – gegenüber einem Pfarrer in Herzogenaurach versucht. Er schrieb: „Sie haben Frau Professor Kemfert**) eingeladen, einen Vortrag über die Energiewende zu halten. Damit Sie den Vortrag verstehen, möchte ich Ihnen gerne ein paar naturwissenschaftliche Grundlagen vermitteln.
1. Die Erdoberfläche wird durch die Sonne erwärmt und gibt diese Wärme teilweise durch Wärmestrahlung wieder ab.

2. Die Luft enthält 0,4 Promille Kohlensäure, also sehr wenig. (Eigentlich Kohlendioxid, das aber mit Wasser Kohlensäure bildet). Die Kohlensäure der Luft verschluckt einen kleinen Teil der Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche, dadurch wird die Luft wärmer.

3. Die Verschluckung der Wärmestrahlung durch die Kohlensäure der Luft ist seit vielen Jahren gesättigt. Das steht schon im Enquete-Bericht des Bundestages von 1988. Wenn der Kohlensäuregehalt der Luft steigt, kann es nicht noch wärmer werden, weil ja schon die gesamte verschluckbare Wärmestrahlung bereits verschluckt wird.

4. Wenn durch Autos oder Kohlekraftwerke noch mehr Kohlendioxid in die Luft geblasen wird, wird es also nicht wärmer. Obwohl in den letzten 16 Jahren der Kohlensäuregehalt der Luft gestiegen ist, ist die Welttemperatur in dieser Zeit leicht gesunken. Es wird also nicht wärmer, sondern leider kälter.

5. Gott steuert die Welttemperatur nicht durch Autos, sondern durch die Sonne. Vielleicht kennen Sie das Lied von Paul Gerhardt: “Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann”.

Ich möchte noch etwas sagen zum elektrischen Strom, dessen Preis in den letzten 15 Jahren auf das Doppelte gestiegen ist, so daß viele Leute ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können. Die Industrie, die viel Strom verbraucht, wandert deshalb aus. In Frankreich kostet der Strom nur halb so viel wie bei uns, in den USA nur ein Drittel. Warum ist bei uns der Strom so teuer?

6. Die Sonne schickt keine Rechnung, sie schickt aber auch keinen Strom. Es gibt ein Naturgesetz, wonach Energie nur teuer umgewandelt, aber niemals erzeugt werden kann. Es gibt deshalb gar keine erneuerbaren Energien. Strom kann man auch nicht speichern, man muß ihn unter Verlust in speicherbare Energien umwandeln.

7. Der Wind weht nicht immer, und die Sonne scheint nicht immer. Nachts und bei Flaute brauchen wir aber auch Strom. Wo kommt der Strom denn dann her? Wenn der Strom nicht dort erzeugt wird, wo er gebraucht wird, braucht man teure Leitungen, welche die Bürger bezahlen müssen.

8. Nachts und bei Flaute wird der Strom durch die bisherigen Kraftwerke erzeugt. Diese können aber nur dann wirtschaftlich betrieben werden, wenn sie rund um die Uhr Strom erzeugen. Das dürfen sie aber per Gesetz nicht. Weil sie das nicht dürfen, sind sie enorm teuer geworden. Diese Zusatzkosten können von den Kraftwerken niemals erwirtschaftet werden. Diese Zusatzkosten müssen jetzt infolge der Energiewende die Bürger bezahlen. Früher brauchten sie das nicht.“

Stromtrassen, die Strom fressen

Ein Nachhilfeunterricht in Sachen Stromtrassen wäre für den BDI-Präsidenten angebracht. Er kann ihn beim Stromverbraucherschutz-Verein NAEB bekommen.***) Ein Beitrag dort  („Höhere Strompreise durch verlustreiche Trassen“) befasst sich mit „stromfressenden Trassen“ und beginnt so:

Lange Stromleitungen sind extrem teuer, um Überschuss-Strom zu entsorgen

„Die geplanten und zum Teil bereits im Bau befindlichen Hochspannungsleitungen entpuppen sich bei näherem Hinsehen als extrem teure Maßnahmen zur Entsorgung des überschüssigen Ökostroms, der mit jeder neuen Anlage zunimmt. Politiker und Medien bejubeln den Zubau von Windstrom-, Solarstrom- und Biostromanlagen und träumen von einer hundertprozentigen Versorgung Deutschlands mit Ökostrom. Über die Kosten, den Wirkungsgrad und die Versorgungssicherheit wird dabei großzügig hinweg gegangen. Allgemein ist man wohl der Ansicht: ‚Das werden die Ingenieure schon in den Griff bekommen.“’ So soll der Süden von Deutschland mit Windstrom aus dem Norden versorgt werden, damit die Kernkraftwerke in Bayern abgeschaltet werden können. Dafür sollen drei neue Stromtrassen für Höchstspannung gebaut werden, die zum einen den Thüringer Wald durchschneiden und zum anderen durch das waldreiche Hessen laufen. Als neue Variante ist nun noch eine Leitung durch die Nordsee nach Norwegen geplant, die überschüssigen Ökostrom zu dortigen Pumpspeicherkraftwerken leiten soll, um ihn dann bei Bedarf wieder zurückzuleiten.“ Der ganze Beitrag und weitere Informationen über den technischen und wirtschaftlichen Ökostrom-Unsinn hier.

Billiger Strom? Weg damit!

Die Fülle dessen, was der Energiewende-Wahn anrichtet, ist groß. Hier von NAEB ein weiteres Beispiel: „Die preiswerteste und sicherste Stromerzeugung in Deutschland kommt durch die deutsche ideologisch basierte Energiepolitik in immer größere wirtschaftliche Schwierigkeiten. Der Ökostrom, der an der Börse oft unter dem Erzeugungspreis der Braunkohlekraftwerke und weit unter den Gestehungskosten verkauft wird (die größte Dumping-Aktion der Welt), führt zu Verlusten bei den Kraftwerken.“ Der ganze Text hier. Aber für die breite Masse der Stromverbraucher wird der Strom immer teurer gemacht. Das ist so, als stünde das Energiewende-Abenteuer unter dem Motto „Billiger Strom? Weg damit!

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*) Briefautor ist der Dipl-Chemiker Dr. Hans Penner, Linkenheim-Hochstetten, Briefdatum der 4. März 2015.

**) Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist seit April 2009 Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance.

***) Wenn ich NAEB zitiere, müssen Sie wissen, dass ich Mitglied bei NAEB bin und dort dem Beirat angehöre, also befangen sein kann. Die NAEB-Web-Seite finden Sie hier. Die NAEB-Pressemitteilungen hier und hier. Wer sich als Energiewende-Opfer sieht, sollte NAEB unterstützen, indem er Mitglied wird. Je mehr Mitglieder, umso durchsetzungfähiger gegen die Energiewende-Politik. Ein Beitrittsformular finden Sie hier.



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Kommentare


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5 Kommentare


  1. Eberhard Schulz am 12 März, 2015 10:30
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    Die Deutschen Ingenieure sind auch nicht mehr das was sie früher waren. Mein Selbststolz hält dahingehend in Grenzen.
    Deren Verbandsvorsitzender nicht nur auch nicht, sondern ein Uboot der Regierung und der rotgrünschwarzenlinken Deutschlandabschaffer.

  2. Annette Schurrman am 12 März, 2015 17:52
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    Wenn man in dieser Art, wie Sie einen Brief zitiert, dann sollte man sich aber auch die Fehler in diesem zurechnen lassen.
    “Es gibt ein Naturgesetz, wonach Energie nur teuer umgewandelt, aber niemals erzeugt werden kann.” Setzen Physik 5. Schlagen Sie zum Nachsitzen das Physikbuch (etwa Klassenstufe 7 oder 8) auf.
    “Der Wind weht nicht immer, und die Sonne scheint nicht immer. Nachts und bei Flaute brauchen wir aber auch Strom. Wo kommt der Strom denn dann her?” Es gibt das sogenannte verteilte Kraftwerk, welches in Testanlagen auch schon funktioniert. Man wird wohl sicher auf die ersten Anlagen im Produktionsbetrieb noch einige Jahre warten müssen. Das Konzept ist kurz gesagt, daß man durch den Austausch der Daten an den einzelnen Standorten erzeugten Energie, sowie der dort gerade vorherrschenden Umweltbedingungen die Energieumwandlung (Energieerzeugung gibt es ja nicht, auch wenn das Volk dies seit etwa 100 Jahren erzählt) und Verteilung unter Zuhilfenahme von Rechentechnik gesteuert wird. Irgendwo in Deutschland scheint immer die Sonne bzw. weht der Wind. Stabilisiert wird das Ganze dann noch durch die relativ stabile Elektroenergiebereitstellung aus Wasserkraft, Pumpspeicherwerke und die zwar mit hohen Zeitkonstanten aber ansonsten recht gut steuerbare Elektroenergieerzeugung aus Ökomasse.
    Daneben sollte man sich folgendes klar machen. Deutschland ist ein energiearmes Land. Unsere natürlichen Ressourcen sind begrenzt. Der Aufbau von Windkrafträdern und Solarenergieanlagen ist teuer. Das traf aber auch auf den Aufbau vieler Talsperren bzw. deren Staumauern mit eingebauten E-Kraftwerken zu. Heute sind diese Anlagen eigentlich mehr oder weniger Goldesel. Außer der üblichen Wartung und Instandhaltung, welche aber bei konventionellen Kraftwerken ebenfalls zu leisten ist, fallen im Prinzip keine Kosten an.
    Die Stromtrassen über derartige Entfernungen sind durchaus ein Problem bezüglich des Wirkungsgrades, man kann das aber durchaus mit der heutigen Technik in den Griff bekommen, auch wenn dies einen höheren Aufwand verursacht und nicht billig wird. Aber teilen Sie die Kosten einfach durch 100, denn in Deutschland sind teilweise heute noch Teile in der Energieversorgung im Einsatz, welche aus den 1920-er bis 1930-er Jahren stammen. Bei einer derartig langen Einsatzzeit dürften die Kosten dann auch nicht mehr so hoch erscheinen. Vielleicht hinterlassen wir unseren Kindern eben außer einer Menge Staatsschulden einfach noch etwas brauchbares.
    Betriebswirtschaftliches Denken ist notwendig und auch ich würde mir bei unseren Politikern gelegentlich davon wenigstens ein ganz klein wenig wünschen, aber über die technischen Hintergründe und Möglichkeiten sollte man sich vorher besser auch noch informieren.

  3. admin am 13 März, 2015 11:14
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    Entgegnung zu Annette Schurrmann: Sie zitieren den Satz von Hans Penner “Es gibt ein Naturgesetz, wonach Energie nur teuer umgewandelt, aber niemals erzeugt werden kann.” Was ist daran falsch? Wieso Setzen 5″? Der Satz danach lautet daher folgerichtig:
    “Es gibt deshalb gar keine erneuerbaren Energien.” Ich ergänze: Es gibt also nur umwandelbare Energien. Elektrische Energie (Strom)wird erzeugt, Windenergie in elektrische Energie umgewandelt. Von Ihren übrigen Anmerkungen vermag ich allenfalls zu teilen, dass betriebswirtschaftliches Denken notwendig ist und dies auch für Politiker. Aber betriebswirtschaftliches reicht nicht, es muss volkswirtschaftliches Denken sein, also gesamtwirtschaftliches. Daran fehlt’s
    Klaus Peter Krause

  4. Archophob am 16 März, 2015 14:48
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    @Frau Schurrmann:
    “Irgendwo in Deutschland scheint immer die Sonne bzw. weht der Wind.”
    Glauben Sie das wirklich? In Deutschland scheint immer die Sonne? Nach meiner Erfahrung können die Nächte gerade im Winter sehr lang werden, d.h., man braucht gerade nach Sonnenuntergang extra viel Strom – ich glaube nicht, daß Sie Ihren Beitrag um 17:52 nur mit Solarstrom abgesendet haben.

    Dazu kommt, daß in Deutschland tatsächlich manchmal eine Großwetterlage mit Schneefall vorherrscht – dann ist es egal, ob die Solarzelle an der Nordsee oder in Bayern steht, wenn Schnee drauf liegt, kommt zuwenig Licht an, um Strom zu erzeugen. Oder meinten Sie, daß immer dann, wenn die Sonne weg ist, sofort ein kräftiger Wind einsetzt, der gerade stark genug ist, um Windräder mit Vollast zu betreiben? Leider gilt das Prinzip “Großwetterlage” auch für den Wind: Wenn ein Sturmtief über Deutschland hinwegzieht, dann sind alle Windräder an der Belastungsgrenze, sowohl diejenigen, die schon seit 20 Jahren stehen und kurz vor der Verschrottung stehen, als auch diejenigen, die gerade jetzt im Bau sind. Und wenn eine Inversionswetterlage herrscht (keine Sonnengarantie, sondern oft mit Nebel verbunden!) dann drehen alle mit unter 0,1% Nennleistung – die Leitungskurve von Windrädern skaliert nämlich mit Windgeschwindigkeit³, d.h., ein Faktor 10 in der Windstärke entspricht einem Faktor 1000 in der Stromeinspeisung.

    Das schlimmste am EEG ist, daß sämtliche wirtschaftlich für Solarthermie geeigneten Standorte (Wärme kann man in großem Stil speichern, im Gegensatz zu Strom) durch subventionierte, nutzlose Photovoltaik verdrängt werden. Es ist möglich, Sonnenwärme im Sommer wegzuspeichern und 6 Monate später zum Heizen zu verwenden. Es ist nicht möglich, das gleiche mit Strom zu tun.

  5. beccon am 22 März, 2015 12:46
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    Ich habe es den Grünfröschen nachgemacht – put my money where my mouth is: Maxatomstrom statt Windmühlenwackelkontakt.

    Gabriel und seine Kumpanen wissen, daß sie im Unrecht sind. Darum lassen sie sich auch nicht beeinflussen. Durch die ihnen mangels Alternativen sonst ergebenen Gewerkschaften schon gar nicht.

    Allgemeiner Wohlstand gefährdet die Unverteilung und Vetternwirtschaft des Staates. Darum sabotiert er ihn und der Angriff auf die Energieversorgung ist eine exzellente Gelegenheit dazu.

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