Zwischenrufe – Die Jagdsaison ist eröffnet

Bemerkenswerte Offenheit: Mehrwertsteuer rauf auf 25 Prozent? – Im Schulunterricht gefehlt? – Was ist das nur für eine Kommunikationsstrategie? – Wie retten wir Frankreich, den nächsten Euro-Wackelkandidaten? – Die Jagdsaison ist eröffnet – Braune Flecken auf den weißen Westen der Roten? – Merkels Energiewende plündert das Volk aus – „Small Government“ politisch nicht zu vermitteln? – A daily lesson in criminal politics – Wann kommt der Knigge für Politiker? – Was ist rechtsextrem? – Mother Nature Continues to Laugh at Global Warming Alarmists – Springers WELT über die Beziehung Springer-Brandt – Blutspur des Kommunismus – Politik als Beruf und die Folge*)

Bemerkenswerte Offenheit: Mehrwertsteuer rauf auf 25 Prozent?
http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/1197592_Bullerjahn-Steuererhoehung-wird-kommen.html
Was fällt uns zu dem Wirtschafts“experten“ und „Finanzspezialisten“ Jens Bullerjahn noch ein? Da war doch die bahnbrechende Erkenntnis des SPD-Finanzministers von Sachsen-Anhalt, der das Landesdefizit von 120 Millionen Euro messerscharf analysierte mit dem Zitat: „Es handelt sich nicht um Schulden.” Der Mann wird noch Karriere machen. Solche Spezialisten braucht das Land …

Im Schulunterricht gefehlt?
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Bundesamt-fuer-Umwelt-verbraucht-zu-viel-CO2/story/24329251
Der linke TagesAnzeiger aus Zürich schwafelt davon, dass durch Schweizer Behörden zuviel CO2 „verbraucht“ wird. Und schwadroniert obendrein von einem „steigenden CO2-Bedarf“. Klar, ein Flugzeug hat während eines Langstreckenfluges wirklichen einen hohen Bedarf an Kohlendioxid. Für die völlig ahnungslosen Öko-Sozialisten gilt fortan: Auf der nach oben offenen Wahnsinnskala …

Was ist das nur für eine Kommunikationsstrategie?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-will-kritiker-der-agrarspekulation-bekehren-a-940436.html
Bekenntnis zum „Kulturwandel“ heisst doch: „Früher waren wir alle Ganoven.“ Einstellung des „physischen“ Handels mit Nahrungsmitteln klingt doch nach einem Schuldeingeständnis. Aber auf einer Konferenz will man erklären, dass dem nicht so sei. Klar: Die Deutsche Bank hat ja mitgeteilt, dass sie diesen Handelszweig wegen zu geringer Profite einstellt. Als (Klein-)Aktionär der Deutschen Bank halte ich die gesamte Kommunikationspolitik des Hauses für eine einzige Katastrophe.

Wie retten wir Frankreich, den nächsten Euro-Wackelkandidaten?
http://jungefreiheit.de/wirtschaft/2013/deutsche-strompreise-weit-ueber-eu-durchschnitt/
Am besten, indem wir die Stromversorgung Deutschlands den Franzosen übertragen. Die Ersparnis gegenüber den gegenwärtigen Stromkosten in Deutschland könnte man zu 50 % auf die Franzosen und 50 % auf die deutschen Verbraucher aufteilen. Alle wären glücklich (nur die raffgierigen, geldsüchtigen Profiteure hoher Energiekosten in Deutschland nicht – wer ist das noch einmal?). (Billiger) französischer Strom kommt aus der Nutzung der Kernenergie. Da müssten diejenigen, die dem (Aber-)Glauben vom bösen CO2 anhängen, doch eigentlich glücklich sein, oder?

Die Jagdsaison ist eröffnet
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-generalsekretaer-peter-tauber-soll-abtreibungsgegner-sein-a-940359.html
„Tauber soll Abtreibungsgegner sein“, heißt es beim Spiegel. Steuerverschwender, Polizistenverprügler, verurteilter Terroristen-Anwalt, pädophil – alles kein Problem. Aber Abtreibungsgegner? Da verlangt der Jakobiner-Klub eine klare Trennlinie zur Gemeinschaft der Demokraten und Gutmenschen. Zur Erinnerung: Abtreibung ist juristisch klar als „rechtswidrig“ qualifiziert und wird nur in bestimmten Fällen nicht bestraft.

Braune Flecken auf den weißen Westen der Roten?
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/magazin-geschichte-die-braunen-wurzeln-des-stern-12717278.html
Da veröffentlicht die FAZ im Jahre 2013 vermeintlich Sensationelles. Wer einmal in den letzten drei Jahrzehnten die Gelegenheit zum Plaudern mit Gerd Heidemann genutzt hat, weiß das. Und noch mehr. Da nichts Menschen mehr interessiert als andere Menschen, ist der Personalisierungsansatz der Süddeutschen lesenswert: http://www.sueddeutsche.de/kultur/journalisten-mit-nazi-vergangenheit-im-deutschland-1.269281-2  Die ganze Bandbreite des Wirkens von Henri Nannen wird auch da nicht so richtig deutlich. Vom Stadionsprecher bei Olympia 1936 in Berlin bis zum Propagandisten der Brandtschen Ostpolitik. Wendig muss man halt sein.

Merkels Energiewende plündert das Volk aus
http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article123139855/Strom-in-Deutschland-viel-teurer-als-im-EU-Schnitt.html
Merkels sogenannte Energiewende steht für die dreistete Form der Umverteilung von „unten“ nach „oben“, die die Republik je gesehen hat. Politik für den „kleinen Mann“? Niemals in der Geschichte der Bundesrepublik wurde von der Regierung frecher gelogen als heute.

„Small Government“ politisch nicht zu vermitteln?
http://www.economist.com/news/united-states/21591854-daylight-emerges-between-republicans-congress-and-ideologues-outside-it-ticking
Mal abgesehen davon, dass der sonst sehr ausgewogene britische ECONOMIST die amerikanische Tea Party als „Ideologen“ in eine bestimmte Ecke zu drängen versucht, über folgende Punkte sollte man einmal nachdenken:

1) Die TEA Party (Taxed Enough Already) sagt mit ihrem Namen: „Wir zahlen schon genug Steuern!“ Außer den zahlreichen im öffentlichen Dienst beschäftigten ZEIT-Lesern
(sog. „tax eater) dürfte dieses Statement doch das Lebensgefühl einer breiten Bevölkerungsmehrheit auch in Deutschland widerspiegeln.

2) Vor Wahlen erzählen die Vertreter des republikanischen Establishments den eigenen Wählern eigentlich genau das, wofür die TEA PARTY von den linken Medien als „fanatische  Ideologen“ beschimpft werden. Die TEA PARTY ist dadurch entstanden, weil immer mehr Republikaner in den USA es leid waren, dass die Rhetorik (Georg Bush sen: „Read my lips“) der Parteioberen VOR Wahlen NACH Wahlen schnell wieder beiseite geschoben wurde.  Klar, Richard Nixon hatte das Lebensgefühl der Politikerkaste 1971 einst treffend beschrieben mit dem Satz: „Wir sind alle Keynesianer“. (Keynesianer = Schuldenmacher ohne schlechtes Gewissen)

3) Und so eine „Schutztruppe für den Steuerzahler“ ist also nach übereinstimmender Auffassung von SternZeitSpiegel ein großes Übel. Und wird dementsprechend publizistisch bekämpft. So kommen dann „Zustimmungswerte“ wie die im ECONOMIST beschriebenen zustande.

4) In den USA haben immerhin die meisten republikanischen Abgeordneten das Versprechen abgegeben, niemals für Steuererhöhungen zu stimmen. Welchen Wert diese Beteuerungen haben, na ja … Ob die Steuerzahlerbünde in Deutschland in GroKo-Zeiten eine solche Selbstverpflichtung auch einfordern werden oder wollen?

5) FDP und AfD überlegen ja noch, wie sie sich inhaltlich als APO aufstellen wollen. Wenn der Ruf bei der FDP nicht restlos ruiniert wäre, hätte die Idee von der Steuersenkungspartei bzw. der Steuererhöhungsverhinderungspartei möglicherweise viel Charme.

6) Es bleibt dabei, dass an dem kommunikativen Problem, einem staatsgläubigen Wahlvolk „small government“ zu verkaufen, die bürgerlichen Kräfte (sofern sie den Kampf überhaupt aufnehmen wollen) bisher grandios gescheitert sind. Und keinen blassen Schimmer haben, wie man aus der Sackgasse herauskommt.

7) Zum Elend deutscher Politik gehört die ausgeprägte Neigung seiner Repräsentanten zu einem Provinzialismus. Klar, die zahlreichen Vertreter des öffentlichen Dienstes im Parlament und die ebenso zahlreichen Gewerkschaftsfunktionäre haben noch nie in ihrem Leben auf Auslandsmärkten für private Wirtschaftsunternehmen gearbeitet, um zahlende Kunden geworben und so …

Wer sich auf dem Globus nach „best practice“ für politische Kampagnenarbeit umschaut, wird möglicherweise bei dem britischen Steuerzahlerbund (Tax Payer Alliance) in London fündig.  Oder bei amerikanischen Think Tanks (Denkfabriken), die im ECONOMIST-Artikel auch nicht gut wegkommen.

A daily lesson in criminal politics
http://www.focus.de/politik/ausland/fahndungserfolg-in-tadschikistan-praesidenten-klan-faehrt-gestohlene-autos-aus-deutschland_id_3493646.html
In Afghanistan wird Mohn, der Rohstoff für Heroin, unter Aufsicht der Bundeswehr angebaut. Um ja nicht die Mohnbauern zu verärgern und dem Taliban in die Arme zu treiben. Und einen Nachbarn von Afghanistan zu verärgern, geht ja auch nicht. Im „Krieg gegen den Terror“ darf man doch keine tatsächlichen oder potentiellen Verbündeten vor den Kopf stoßen. Also kann der Präsidenten-Clan sich bedienen. Enrichissez-vous!

PS: Bei BILD weiß man nie so genau. Hat der Riesen-Diplomat Westerwelle noch als amtierender Außenminister den Botschafter einbestellt? Oder macht er das als Ex-Außenminister? Als Mann für’s Unangenehme?

PPS: Gute Recherche ist ja nicht jedermanns Sache. Kostet ja schließlich Zeit und Geld. Mit der Information, wieviel Geld Tadschikistan so jährlich von der Bundesrepublik bekommt (es wäre ja sehr verwunderlich, wenn das nicht so wäre), wäre der Nachrichtenwert der Meldung etwas größer.

Wann kommt der Knigge für Politiker?
http://www.bild.de/regional/dresden/asyl/asyfibel-erklaert-auslaendern-sachsen-33894414.bild.html
In einem Knigge für Politiker könnte u. a. stehen:
1. Du sollst sparsam mit Steuergeldern umgehen. Die Bürger haben dafür hart gearbeitet.
2. Du sollst nicht auf das Gerede von Bankern reinfallen, die sich für „systemrelevant“ halten, in  Wirklichkeit aber nur ihr Versagen kaschieren  und das Geld der Steuerzahler haben wollen.
3. Du sollst den Wählern nicht erzählen, dass es andere Wege zum „Wohlstand für Alle“ gibt als harte Arbeit.
4. Die Auffassung, dass Wohlstand dadurch entsteht, indem man anderen Menschen etwas wegnimmt,  ist in Parlamenten, Universitäten und Gefängnissen zwar weit verbreitet. Beteilige dich nicht an der  Verbreitung dieses Irrglaubens.
5. Kohlendioxid – Chemiker haben dafür die Formel CO2 – ist ein ganz normaler Teil unserer  Atmosphäre. Farblos, geruchlos, ungefährlich. Ohne CO2 gäbe es kein Leben auf der Erde. Bäume  und Pflanzen wandeln CO2 in Sauerstoff um, das wir Menschen einatmen. Lese regelmäßig in  Schulbüchern der Jahrgangsstufen 5 und 6, damit du nicht Blödsinn im Parlament und außerhalb  davon verbreitest.
6. Kaufe dir 17 Flaschen Wein – solche „unterhalb der Menschenwürde“  (laut SPD-Steinbrück), also für weniger als 5 € und möglichst sauer, solche zwischen  5,01 € und 30 €, und auch eine Flasche für über 30 €. Entkorke diese 17 Flaschen, schütte sie in  einem Eimer zusammen, rühre einmal um und probiere. Vergleiche das Gemisch dann mit den  edleren Weinen. Schreibe deine Vermutung auf, warum das Weingemisch nicht so gut  schmeckt wie Spitzenweine. Diskutiere deine Vermutungen anschließend mit den  Währungsexperten im Kanzleramt und im Finanzministerium.

Was ist rechtsextrem?
http://www.fr-online.de/frankfurt/frankfurt-roemer-jutta-ditfurth-sorgt-fuer-eklat,1472798,25613432.html
Die Frankfurter Rundschau, die ihre linken Neigungen nicht mehr zu Lasten der SPD-Parteikasse ausleben darf, sondern ihren „Kampf gegen Rechts“ sich nun von der „rechten“ FAZ bezahlen lässt, „entlarvt“ einen Frankfurter Lokalpolitiker aus dem Lager der Freien Wähler und der AfD als „rechtsextrem“. Viele (ahnungslose?) Journalisten und Politiker benutzen diese Begriffe ja weitgehend synonym: rechts, ultra-rechts, rechtsorientiert, rechtsradikal, rechtsextrem. Was ist davon zu halten?

1) Wenn es links gibt, muss es auch rechts geben.

2) „Rechts“ gilt vielfach als Oberbegriff für Dinge wie Rechtstreue, Fleiß, Vaterland, Armee, Marktwirtschaft, niedrige Steuern, Leistung, Eigentum, Anstand, Treue, Zuverlässigkeit usw. Ebenso wie „links“ häufig verbunden wird mit Gleichheit, Umverteilung, Staatsgläubigkeit, Anti-Militarismus, Anti-Kapitalismus, Anti-Autoritäres Verhalten, Pazifismus, Sozialismus, hohe Steuern, Permissivität usw. Beide Positionen lassen sich begründen. Beide Positionen haben ihre Anhänger. Beide Positionen lassen sich ohne die „Gegenseite“ nicht denken.

3) Das Wort „Radikal“ hat seinen Wortursprung im Lateinischen. Radix = die Wurzel. Politiker und Journalisten beklagen ja häufig, dass Probleme nicht gelöst werden, sondern nur an dem Symptomen  herumgedoktert wird. Wenn dem so ist, wäre das schlimm. Denn jedes Problem hat eine Ursache. Und die gehört behandelt. Eben an der Wurzel des Problems. Müssten nicht alle Politiker „Radikale“ sein?

4) Als „extrem“ werden in der Mathematik Werte bezeichnet, die entweder ein Minimum oder ein Maximum darstellen. Man könnte also meinen, es handle sich um eine starke Abweichung von einem Mittelwert. Wobei beim „arithmetischen Mittel“ die Extreme den Mittelwert interessanterweise mitbestimmen. Als Abgrenzungsmerkmal zur erlaubten „Radikalität“ gilt beim Wort „extrem“ die Gewaltbereitschaft. Extremistische Kräfte wenden  Gewalt an oder sind zumindest gewaltbereit.

Mother Nature Continues to Laugh at Global Warming Alarmists
http://kpkrause.de/wp-content/Mother-Nature-Confounds-Forecasts-of-Global-Warming.doc
Eine Ohrfeige für die Klimakanzlerin? Unsere amerikanischen Freunde ziehen Klimaschwindler wie Al Gore und Angela Merkel genüsslich am Nasenring durch die Arena. Nur der Michel schaut auf seine Stromrechnung und rätselt weiter, wer ihm das eingebrockt hat.

Springers WELT über die Beziehung Springer-Brandt
http://www.welt.de/politik/deutschland/article122933805/Brandt-und-Springer-waren-Herzblut-Patrioten.html
War bei der WELT mal wieder keine Zeit, aus dem Archiv das folgende Willy-Brandt-Zitat vom September 1989 herauszusuchen? „Wiedervereinigung ist die Lebenslüge der zweiten deutschen Republik.“’ So geschrieben in seinen „Erinnerungen.“ Mehr „Patriotisches“ von Links und Linksaußen hier: http://kpkrause.de/wp-content/uploads/2013/12/Die-SPD-und-die-Wiedervereinigung.pdf

Blutspur des Kommunismus
http://www.welt.de/geschichte/article122914546/Kim-nahm-sich-ein-Beispiel-an-Stalins-Exekutionen.html
Zitat Gesine Lötzsch, Ex-Vorsitzende der LINKEN (verdientes Parteimitglied der SED seit 1984): „Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren.“ Hat irgendjemand Lust, Frau Lötzsch auf diesem Weg zu begleiten?

Politik als Beruf und die Folge
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Ein-Abbild-der-Elite/story/13427230
Ein früherer Minister weiß: „Nach zehn Jahren Bundestag sind Sie für das normale Leben nicht mehr resozialisierbar.“ (Wolfgang Bötsch (CSU). Und Lord Acton warnt: „Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely.“

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*) Diese Zwischenrufe – warum? Es gibt Berichte, Informationen, Geschehnisse, Beobachtungen, zu denen man sofort sich zu äußern neigt, was man von ihnen hält. Es sind spontane kurze Kommentare, die nicht unbedingt auf die Goldwaage zu legen sind, kleine Schnellschüsse, teils amüsant, teils ironisch, teils sarkastisch, teils bissig, meist prägnant. So manches davon bekomme ich zugeschickt, habe es gelesen, mich daran delektiert, und das war’s dann. Aber warum nicht auch andere teilhaben lassen und die spontanen Kurzkommentare als „Zwischenrufe“ weiterreichen? Zum Beispiel die von meinem Freund Sebastian Maisfelder. Was hiermit geschieht.

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