Das Fundament der Klimaschutzpolitik wackelt

Der Weltklimarat IPCC kassiert sein schärfstes Untergangsszenario – Er gesteht ein, dass seine Klima-Schreckensszenarien unglaubwürdig sind – Damit verlieren viele Klimaklagen, Behördenprognosen und Medienberichte ihre Grundlage

Zeichnet sich in der Klimaschutzpolitik eine Kehrtwende ab?  Auf der Web-Seite Tichys Einblick war jüngst zu lesen „Der Weltklimarat kassiert sein schärfstes Untergangsszenario für 2100. Damit wackelt das Fundament vieler Klimaklagen, Behördenprognosen und Medienberichte, die jahrelang mit der äußersten Drohzahl Politik machten“ (siehe hier).*) Die Online-Zeitung Die Freie Welt formulierte in ihrer Schlagzeile die gleiche Information so: „Schock für Klimasekte: Doch kein Weltuntergang. UN-Weltklimarat gesteht ein, dass seine Klima-Schreckensszenarien unglaubwürdig sind.“ (siehe hier).**)

Ob diese Entwicklung wirklich ein Ende oder zumindest ein Aufweichen der Klimaschutzpolitik einläutet, wird sich zeigen. Dass sie es tun möge, ist aus wirtschaftlichen Gründen – besonders für Deutschland – bitter notwendig. Aber sie erinnert mich auch an meine erste Warnung vor der Klimaschutzpolitik auf dieser Blog-Seite im November 2008, dem Jahr, in dem ich mit dieser Seite begonnen habe. Seitdem sind auf ihr zum Thema Klimaschutzpolitik 263 Beiträge erschienen. Hier ist noch einmal der erste.

Wahnsinn mit Methode

Die „Klimaschutzpolitik“ bedeutet Ausbeutung der Bürger und Ökodiktatur

Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode. Dieses geflügelte Wort – so oder ähnlich einst von Shakespeare in die Welt gesetzt, wenn die Erinnerung nicht täuscht – drängt sich, wenn auch  abgenutzt, geradezu auf: Erst stimmt man die Menschen auf eine schreckliche Erderwärmung ein und darauf, daß sie selbst daran schuld sind, weil sie zuviel  Kohlendioxid (CO2) erzeugten und weil dieses Gas wie ein Treibhaus wirke, als sei es eine die Erde umschließende Glasglocke. Dann, als das Schuldgefühl durch ständige mediale Bearbeitung in den Köpfen hinreichend verankert ist, wird immer mehr sichtbar, dass eine üble Mischung aus geschäftlichen und fiskalischen Interessen dahintersteckt:

Das Geschäft läuft wie geschmiert

Man sagt den Menschen, sie müssten diesen Klimawandel verhindern, das Klima „schützen“, den CO2 –Ausstoß verringern, und seitdem zwingen ihnen jene, die sich mit Inbrunst als Klimaretter darstellen, immer mehr Investitionen und Abgaben auf. Hausbesitzer werden zu Wärmedämmung, neuen Heizkesseln und Energieausweisen genötigt. Die Autoindustrie muss für niedrigere CO2-Werte neue Motoren und Abgassysteme bauen. Energiegewinnung aus Sonne und Wind wird hoch subventioniert, der Bürger zur Abnahme des Wind- und Solarstroms mit hohen Preisen zwangsverpflichtet. Das Geschäft läuft wie geschmiert.

Konjunkturpaket für die Profiteure, weitere Ausbeutung für die Bürger

Was eine überaus mächtige Mischung von Leuten aus Politik, Wirtschaft, Finanzwelt, Wissenschaft und Verwaltung im Eigeninteresse global losgetreten hat, ist für die Profiteure ein gigantisches Konjunkturpaket, für die Bürger eine weitere Ausbeutung und Umverteilung zu ihren Lasten. Was den Bürgern an Kosten aufgedrückt wird, wirft bei ihnen keine Rendite ab, nur bei denen, die aus dem „Klimaschutz“ ein Geschäft machen.

Scheinbar harmlos begonnen, eine Ökodiktatur folgte

Was scheinbar harmlos begann, hat sich gemausert zu einer Ökodiktatur. Der „Klimaschutz“ ist ein Vorwand. Zahlreiche Wissenschaftler nennen den vorgeblichen Treibhauseffekt Unsinn, sehen die Rolle des anthropogenen CO2 und die Klimazusammenhänge ganz anders. Aber sie bekommen kein Gehör, werden mit ihren Kenntnissen unterdrückt. Eben das ist der Wahnsinn, ebendas die Methode.

Energiesparen ist Privatsache, der Staat hat sich herauszuhalten

Was hier geschieht halte ich für eine staatliche Unverschämtheit, und jeder Freiheitsliebende müsste das mit mir tun. Der Staat hat sich da herauszuhalten, Energiesparen ist Privatsache. „Klimaschutz“ ist Nonsens. Ich habe schon einmal geschrieben: Das Klima lässt sich nicht schützen, allenfalls können wir uns   v o r   dem Klima schützen. Daher setze ich das Wort, wenn ich nicht vermeiden kann, es zu verwenden, in Anführungszeichen, um mich von diesem Schwachsinn zu distanzieren.

Die Mächtigen mögen die Demokratie und das Volk nicht

Der 56 Jahre alte Engländer Christopher Lord Monckton brachte es auf diesen Punkt: „Die Klimahysterie wird von der Linken geschürt. So kann man die Aufsicht des Staates mittels Steuern ausbauen und die Freiheit des Einzelnen stark beschränken. Wissen Sie, die Mächtigen mögen die Demokratie und das Volk nicht. Die Klimadebatte gibt ihnen Macht. Und die einst so wenig beachteten Klimawissenschaftler, von denen fast alle für den Staat arbeiten, lassen sich einspannen, weil sie sich plötzlich auch mächtig fühlen. Sie bekommen so viel Geld und Preise wie noch nie. Es ist ein Abhängigkeitsverhältnis.“

Eine Konferenz gegen die breit angelegte Fehlinformation

Monckton ist einer der rund 500 Wissenschaftler, Berater und Politiker aus aller Herren Länder, die vom 2. bis 4. März in New York ihre erste internationale Konferenz abgehalten haben, bezeichnet als “The 2008 International Conference on Climate Change”.  Es war eine Konferenz gegen die breit angelegte Fehlinformation über das Klima und die Folgerungen daraus. Doch ist diese Konferenz von nahezu allen Medien totgeschwiegen worden. Warum? Sie verstieß gegen die aufgezwungene und unheilvolle political correctness.

Postscriptum 1: Gerade (12. Mai) hat bei Tichys Einblick auch Fritz Vahrenholt das Thema unter dem Titel „IPCC-Autoren sagen Klimakatastrophe ab“ aufgegriffen: „Jahrzehntelang wurde der Weltuntergang an die Wand gemalt. Generationen von Schülern wurde Angst gemacht. Klimaschutz hat in Deutschland gar Verfassungsrang. Auf dieser Grundlage wurde die Energieversorgung zerstört, die in der Folge zu einer beispiellosen Deindustrialisierung geführt hat. Jetzt heißt es: War nicht so gemeint.“ Der ganze Vahrenholt-Beitrag hier.

Nun noch ein Postscriptum 2 aus der Zeit von heute mit der Erinnerung an damals:  Das erste Buch zum Thema Klimaschutzpolitik, das mir in die Hände gefallen ist, ist das von Hartmut Bachmann mit dem Titel „Die Lüge von der Klimakatastrophe – Das gigantischste Betrugswerk der Neuzeit. Manipulierte Angst als Mittel zur Macht“, erschienen 2007 im Frieling-Verlag, Berlin. Flott geschrieben, leicht verständlich und unterhaltsam, also alles andere als sterbenslangweilig. Ich hatte mich mit Hartmann in jener Zeit im Hotel „Frankfurter Hof“ in Frankfurt getroffen, wo er mich mit dem Betrug und dessen Hintergründe vertraut machte. Ich war damals schon nicht mehr Redakteur der FAZ, sondern, weil 65 geworden, bereits Ruheständler. Ich hätte das sonst dort zum Thema gemacht oder Kollegen dazu bewogen, es zum Thema zu machen. Es ist in der FAZ dann zum Thema auch geworden, nur so gar nicht in meinem Sinn. Das Blatt ist einseitig voll auf den CO2-Klimaschutzwahn abgefahren und hat, von zwei oder drei Ausnahmen abgesehen, die lange zurückliegen, Gegenstimmen nicht zu Wort kommen lassen. Gesinnungsjournalismus halt.

_______________________________

*) Der Weltklimarat (IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change) ist ein Gremium der Vereinten Nationen (UN), das den wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Klimawandel zusammenfasst. Er bewertet Ursachen, Folgen und Minderungsoptionen, ohne Handlungsempfehlungen zu geben. 195 Mitgliedsstaaten nutzen die Berichte als wissenschaftliche Grundlage für die internationale Klimapolitik. Gegründet wurde der IPCC mit Sitz in Genf 1988 durch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP). Tausende Wissenschaftler werten ehrenamtlich Studien aus. Deren Ergebnisse werden in drei Arbeitsgruppen (Naturwissenschaftliche Grundlagen, Folgen/Anpassung, Minderungsmaßnahmen) erarbeitet. Umfassende Sachstandsberichte (Assessment Reports) erscheinen etwa alle sechs bis sieben Jahre. Der 6. Bericht wurde von 2021 bis 2023 veröffentlicht. 2007 der IPCC den Friedensnobelpreis erhalten. Wie Helmut Schmidt den Weltklimarat sah, hat er am 4. Juni 2007 als Altbundeskanzler so formuliert: „Dieser Weltklima-Rat hat sich selbst erfunden, den hat niemand eingesetzt. Die Bezeichnung Weltklima-Rat ist eine schwere Übertreibung. Diese ganze Debatte ist hysterisch, überhitzt, auch und vor allem durch die Medien. Klimatischen Wechsel hat es auf dieser Erde gegeben, seit es sie gibt.“ (Quelle: mein Archiv).

**) Zu beiden Berichten passt die Information des Web-Portals Expose-News.com, dass besagter Klimarat IPCC seinen siebten Sachstands- oder Bewertungsbericht (AR7) für die Weltklimakonferenz COP33 im Jahr 2028 nicht fertigzustellen vermag. Wegen Meinungsverschiedenheiten unter seinen Mitgliedstaaten sei er damit im Rückstand. Angeführt würden sie von einer Koalition, „zu der Saudi-Arabien, Russland, China, Indien und Kenia gehören“. Der Bericht habe als zweite globale Bestandsaufnahme der „Treibhausgasemissionen“ der UN rechtzeitig für die COP33 fertig sein sollen, „wurde jedoch auf Ende 2029 verschoben, da die Aussichten ungewiss sind“. (Bericht vom 6. Mai siehe hier).

Nicht anders die Information in den Web-Portalen Climaterealism.com, Masterresource.org und Politicalcapitalism.com: Es gebe immer mehr Hinweise darauf, dass die UN-Klimarahmenkonvention scheitere oder zumindest „unruhig“ sei. Der jüngste Hinweis darauf sei die anhaltende Unfähigkeit des IPCC-Wissenschaftsausschusses, sich über Umfang und Zeitpunkt des nächsten Bewertungsberichts zu einigen. (hier, hier und hier).

Print

Schreibe einen Kommentar