Warum ist es kalt? Warum schneit es?

Natürlich: „Das alles haben wir der globalen Erwärmung zu verdanken“ – Es wird kälter, weil es wärmer wird – BILD und SPIEGEL blasen ins gleiche Horn – Toller Einfall: Die Kaltluft als Pferdeherde – Klaus-Eckart Puls: Die Kaltluft irrt in der Gegend so herum, wie Herr Rahmstorf  in der ‚Klima-Gegend‘ herumirrt – „Ob die Leute merken, dass sie es mit einer Ente zu tun haben?“ – Jörg Kachelmann: Der SPIEGEL lässt Stuss schreiben – Die einfachen Leute wissen’s besser

Foto: kpk.

Deutschlandweit Schnee. Deutschlandweit Minus-Grade. Alles weiß und kalt. Und das obwohl sich das Erdklima erwärmt? Diese Frage ist natürlich dummes Zeug. Jeder normale Mensch weiß das. Nicht so ein Boulevard-Blatt und die unermüdlich alarmistischen Klimaschützer. Die Bild-Zeitung fragt wie blödsinnig „Wie passen Minustemperaturen und Erwärmung zusammen?“ und lässt den Klimaphysiker Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erklären, dass dies „leider kein Widerspruch ist“. Ungläubigen glaubt man vorbeugen zu müssen: Damit an der globalen Erwärmung auch nicht der leiseste Zweifel aufkommt, wird die Kälte jetzt mit dieser Erwärmung erklärt.

„… und das alles haben wir der globalen Erwärmung zu verdanken“

Bild (hier) gibt Levermanns Erklärung zusammengefasst so wieder: „1. Durch die Erwärmung verdunstet mehr Wasser aus den Meeren und Flüssen. Dadurch müssen auch mehr Niederschläge kommen. 2. Wärmere Atmosphäre kann mehr Wasserdampf halten. Die mit Wasser gesättigte Luft bestimmt, dass es mehr Starkregen und heftigere Schneeeinbrüche gibt. 3. Dadurch, dass der Nordpol sich so viel schneller erwärmt als die Tropen, wird der Jetstream instabiler. Er fängt an zu schlackern und beult öfter aus. Der Jetstream ist ein Starkwindband, der – vereinfacht ausgedrückt – die warmen von den kalten Luftmassen trennt. Nördlich davon ist die Luft immer kalt, südlich immer warm.“ Oder kurz zusammengefasst: „ Wenn der Jetstream nach Süden ausbeult, dann schießt die kalte arktische Luft in die feuchte tropische Luft. Das führt dann zu solchen heftigen Schneefällen – und das erleben wir gerade. Das passiert nicht überall, aber wegen der globalen Erwärmung immer stärker und immer häufiger.“ Oder noch kürzer:  „Es wird gebibbert und gefroren – und das alles haben wir der globalen Erwärmung zu verdanken.“

Toller Einfall: Die Kaltluft als Pferdeherde

In das Klimaschützer-Horn bläst das Wochenmagazin Der Spiegel: Dort darf sich  Klima- und Meeresforscher Stefan Rahmstorf, ebenfalls vom PIK, zu dem Wetterphänomen Kälte und Schnee in einem Gastbeitrag so äußern: „Das Wetter verändert sich durch den Klimawandel auf überraschende Weise.  Es wird nicht einfach nur wärmer, sondern zwischendurch auch mal deutlich kälter. So wie aktuell in Teilen Europas und Amerikas. … Man kann sich die Kaltluft wie eine Pferdeherde vorstellen, die normalerweise eingezäunt ist. Wenn der Zaun kaputt geht, irrt sie in der Gegend herum…. Aktuell erreichen die Ausläufer der polaren Kaltluft auch Deutschland.“ Der ganze Beitrag vom 7. Februar 2021 mit dem Titel „Achtung, Wetterstörung“ hier.

„Die Kaltluft irrt in der Gegend so herum, wie Herr Rahmstorf  in der ‚Klima-Gegend‘ herumirrt“

Den Hinweis auf diesen Rahmstorf-Beitrag verdanke ich dem Diplom-Meteorologen Klaus-Eckart Puls. In seiner E-Mail an mich kommentiert er trocken und kühl: „Die Kaltluft irrt in der Gegend so herum, wie Herr Rahmstorf  in der ‚Klima-Gegend‘ herumirrt. Das ist eigentlich nur noch peinlich.“ Puls war Leiter der Wetterämter Essen und Leipzig. Unter der belustigten Überschrift „Es wird kälter, weil es wärmer wird“  schreibt Sebastian Lüning am 8. Februar:

Ob die Leute merken, dass sie es mit einer Ente zu tun haben?“

Macht Winter (und die Rahmstorfs) erträglich. Heiß mit Holundersaft.
Foto: kpk.

„Es schneit und es ist kalt! Das PIK weiß warum: Das ist wegen der Klima-Erwärmung. Die beiden medialen Frontmänner Levermann und Rahmstorf streuen die Nachricht in Bild und Spiegel, TeamMitglied Özden Terli multipliziert im ZDF. Ob die Leute merken, dass sie es mit einer Ente zu tun haben? Wenn sowohl warme als auch kalte Winter immer nur auf das eine hinweisen, nämlich den menschen-gemachten Klimawandel, dann wird Hypothese nicht falsifizierbar und besitzt stattdessen einen ‚göttlichen‘, unangreifbaren Status. Das ist dann aber nicht mehr Wissenschaft, sondern Religion. Für alle, die sich für die wissenschaftlichen Hintergründe der aktuellen Kälte in Deutschland interessieren: Wenn die Nordatlantische Oszillation negativ ist, wird es im deutschen Winter meist kalt. Das ist gängiges Wissen … Was das PIK hier verkündet, ist von vielen anderen Wissenschaftlern bereits mehrfach widerlegt worden. Weder hängen Kältewellen mit der sich erwärmenden Arktis zusammen, noch sind blockierte Wetterlagen im Zuge des Klimawandels häufiger geworden.“ Der ganze Beitrag hier.

Jörg Kachelmann. Der SPIEGEL lässt Stuss schreiben

„Zum Glück“, so Lüning, „haben noch mehr Fachleute bemerkt, was das PIK hier veranstaltet.“ Er verweist auf den Schweizer Wetter-Moderator Jörg Kachelmann. Einer von dessen aktuellen Tweets  lautet: „Wenn nur nicht so viel gelogen würde. Dem Polarwirbel geht es sehr gut. Weil das aber kaum jemand nachprüfen wird, weil niemand weiß, was das ist und wie das aussehen sollte, wirft der @spiegel die Prinzipien von redaktioneller Kontrolle über Bord und lässt Stuss schreiben.“

Der ganz normale Winter Foto: kpk.

Ein weiterer Kachelmann-Tweet: „Man weiß nie, was schrecklicher und skrupelloser ist, alle die Rechtswürstchen, die eine winterliche Wetterlage als Argument gegen die Klimakrise sehen oder der verzweifelt unwissenschaftliche @rahmstorf, der eine gewöhnliche Winter-Wetterlage nun auch dem Klimawandel zuordnet.“

Die einfachen Leute wissen’s besser

Warum ist es kalt? Warum schneit es? Die einfachen Leute wissen die Antwort ohne die nicht so einfachen Rahmstorfs und Levemanns: Es ist Winter.

Wollen Sie sich weiteramüsieren?

Dann schauen Sie sich hier diese Persiflage aus dem NDR an.

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2 Kommentare zu „Warum ist es kalt? Warum schneit es?“

  1. ZITAT: „Das führt dann zu solchen heftigen Schneefällen – und das erleben wir gerade.“

    Heftige Schneefälle? Hab‘ ich nicht erlebt. Eher: Leise rieselt der Schnee. Ein Schneeschicht von ca. 25 cm in einem Zeitraum von mehreren Tagen ist nicht heftig sondern gemütlich. Das unangenehmste war der Eisregen. Er hat auf den Straßen eine dicke und sehr unregelmäßige Eisschicht geschaffen, über die zu fahren dem Fahrwerk des Autos schwer zusetzt. Leider gingen anschließend die Temperaturen sehr schnell weit unter den Nullpunkt und das Eis konnte nicht mit Salz abgetaut werden. Die niedrigen Temperaturen sind aber ein guter Stresstest für den eigenen Kreislauf, die heimische Heizung, die eigenen Fahrkünste, sowie den Autoakku und die -heizung. Ich fahre zwar „nur“ einen preiswerten Dacia, aber der hat sich auch bei -16 Grad gut bewährt. Auch die heimische Gasheizung macht einen guten Job. Eventuell gerät die Gasuhr bei der vielen Zählarbeit ins Schwitzen. Beim Anblick der nächsten Gasrechnung bekomme ich die Krise, das ist jetzt schon sicher. Bei der Wetterstation ist die Quarzfrequenz des in der Kälte befindlichen Sendeteils aus dem Frequenzbereich der im Warmen befindlichen Empfänger gedriftet. Zwei der vier Empänger verloren den Kontakt, und ich musste den Sender neu starten und alle Empfänger neu ankoppeln. Ähnliches ereignete sich beim LNB der Satellitenantenne. Die Empfangsfrequenzen von ein paar Programmen musste ich um +/- ein Megahertz verändern, damit die PLL des LNB die Sendefrequenz richtig trifft und der Empfang funktioniert.

  2. Warum ist es kalt? Weil global warming ca. 1,5° im letzten Jahrhundert war und die Varianz der Temperaturen in Deutschland sagen wir mal von -30 bis +40° geht = 70° Differenz.

    Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger als das diese jetzt hat von -28,5 bis +41,5 geht. Mehr ist da nicht.

    Davon ab sagen die Metereologen das es ein normales Wetterphänomen ist (Wetter nicht Klima). Ein Hoch im Norden, Tief im Süden dazwischen dringt sehr kalte aber trockenen Luft aus dem Osten ein. Klare Nächte, wenig Schnee. Ein Textbaustein der schon 100 mal verwende wurde.

    Wie weit ist es gekommen das selbst diese simple Allgemeinbildung von den Verdummungsmedien in den Köpfen durch deren abartigen Dreck ersetzt wurde?

    https://earth.nullschool.net

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