Sinnlos verpulvertes Geld – Womit die Menschen geködert werden – Aber der anthropogene CO2-Einfluss ist zu klein, um nachweisbar zu sein – Temperaturen seit 1850 im klimahistorischen Normalbereich – Die „unheilige Allianz“ beim Biotreibstoff und ihre Akteure – Bei welchem Ölpreis es für Russland gefährlich wird – Fracking die bisher ungefährlichste Bergbau-Technik, aber Wissensdefizite bei den Risiken

Die „Energiewende“ durch die politische Führung in Deutschland ist ein Billionengrab, ein Euro-Billionen-Grab. Wenn die Wende weiterhin so abläuft, wie es die politischen Beschlüsse und Ankündigungen vorsehen, dann wird sie die deutschen Stromverbraucher in Privathaushalten und Wirtschaft bis zum Jahr 2050 voraussichtlich mit insgesamt mindestens 7 Billionen Euro belasten. Es könnten auch 9 Billionen werden. Das hat der Diplom-Ingenieur Michael Limburg auf der 8. Internationalen Klima- und Energiekonferenz jüngst in Frankfurt am Main vorgerechnet.1)

Apropos, sehr geehrter Leser, dies vorweg: Meine Texte sind meist ziemlich länglich, also für den Leser eine Zumutung. Aber dem zeitbedrängten habe ich schon immer Hilfe gegeben, denn der ganze Beitrag ist mit Zwischenüberschriften durchsetzt, jeder einzelne Absatz mit einer eigenen Überschrift versehen. Der schnelle Leser kann sich daher auf diese Zwischenüberschriften konzentrieren, sie geben gleichsam die „Kernbotschaft“ wieder. Wen sie zu jeweils näherer Erkundung anreizen, der lese dann den ganzen Absatz.

Wie sich die 7 Billionen Euro zusammensetzen

Allein die zusätzlichen Stromkosten, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verursacht, beziffert Limburg auf rund 2 Billionen Euro. Die zusätzlichen Kosten für das Stromnetz mit weiteren Trassen veranschlagt er auf 1 bis 1,5 Billionen. Die Energiesparverordnung (EnEV) führt nach Limburg zu einer Kostenbelastung von rund 3 Billionen. Hinzukommt: Mit zu hohen Stromkosten verlieren Betriebe an Wettbewerbsfähigkeit. Zwingt das, wie es schon geschieht, zu Schließungen oder zu Verlagerungen ins Ausland, gehen Arbeitsplätze dauerhaft verloren. Die Kosten, die sich daraus ergeben, sind noch nicht bezifferbar, aber es werden, so Limburg, weitere Milliarden sein. Hinzukommt, dass mit immer mehr Windkraft- und Fotovoltaikanlagen die Gefahr für die Netzstabilität noch größer wird als schon bisher. Denn der Strom mit Wind und Sonne ist höchst unzuverlässig, ist „Flatterstrom“. Netzzusammenbrüche führen zu flächendeckenden Stromausfällen. Auch diese Kosten lassen sich vorher schwer berechnen. In die Milliarden werden auch sie gehen.

7 Billionen Euro sinnlos verpulvert

Also rund 7 Billionen insgesamt. Wer nun sagt „Na ja, bis zum Jahr 2050 ist es noch ziemlich weit, und der jährliche Betrag – seit Beginn bis dahin durchschnittlich auf die Jahre gerechnet – sieht doch schon viel kommoder aus, das packen wir schon“, der unterschlägt, das auch der jährliche Betrag schon zuviel ist. Vor allem aber unterschlägt er dies: Diese Kosten von 7 Billionen sind völlig unnötig und werden sinnlos verpulvert. Denn ohne seine „Energiewende“ könnte sich Deutschland wie zuvor reibungslos und sicher mit Strom versorgen, ohne diese Billionen ausgeben zu müssen und ohne alle damit zu belasten. Und noch schlimmer: Das Klima wird damit schon gar nicht gerettet, dieses vorgebliche Ziel also noch nicht einmal erreicht.

Wieviel sind 7 Billionen? Zum Beispiel: 140 Milliarden 50-Euro-Scheine

Eine Billion ist bekanntlich eine Eins mit zwölf Nullen. Eine Billion sind tausend Milliarden, sieben Billionen also siebentausend Milliarden oder siebenhunderttausend Millionen oder sieben Millionen Millionen. Das sind Größenordnungen, die sich der Normalbürger schwer vorstellen kann. Versuchen wir es mal mit der 50-Euro-Banknote. Wer eine Billion Euro in 50-Euro-Scheinen auszahlen wollte, müsste sich 20 Milliarden dieser Scheine besorgen. Würde man alle diese Geldscheine der Länge nach hintereinander legen, so entstünde ein Band, das sich siebzigmal um den Erdball wickeln ließe. 2)   Das also ist eine Billion. Aber mit sieben Billionen Euro in 50-Euro-Noten (= 140 Milliarden Scheine) käme man vierhundertundneunzigmal um die Erde herum. Also ziemlich viel Holz, untertreibend salopp gesagt. Aber zuviel Holz, wenn man nicht verblödet ist, es sei denn, es stecken Ziele dahinter, die verborgen bleiben sollen. Aber was verborgen wird, ist noch gefährlicher.

Womit die Menschen für die „Energiewende“ geködert werden

An Zielen, an Absichten, die nicht verborgen werden, führte Limburg in Frankfurt (neben dem Vermeiden von CO2 als „Klimaschutz“) diese auf: eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte verringern (Internalisierung externer Kosten), fossile Energieressourcen schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen fördern sowie mit der EnEV bis 2050 einen nahezu „klimaneutralen“ Gebäudebestand zu erreichen. Ebenfalls ausdrückliches Ziel der Energiewende ist „Weg von der Stromerzeugung mit Kernkraft“. Aber für die Wende geködert werden die Menschen mit der bekannten, aber unbewiesenen Behauptung, anthropogenes CO2 führe zu einer zu starken Erwärmung der Erde und damit zu einem  Klimawandel, folglich sei das (bestehende) Klima zu retten.

Für 7 Billionen Euro ein Temperatursenkungseffekt in 36 Jahren um 0,004 Grad

Selbst dann, wenn man der Behauptung glaubt und ihr folgt: Das Ergebnis ist derart grotesk, dass es ein Wahnsinn ist, dafür 7 Billionen Euro auszugeben und zu verschwenden. Auch das führte Limburg vor. Geht man vom Jahr 2000 aus, dann belief sich der errechnete deutsche Ausstoß von anthropogenem CO2 in Deutschland (Industrie, Haushalte, Verkehr, Energie u.a.) auf rund 830 Millionen Tonnen. Da sind zwar auch andere sogenannte Treibhausgase dabei, aber zu 99 Prozent bestehen diese 830 Millionen aus CO2. Der Ausstoß dieses vorgeblichen Treibhausgases soll – unter anderem durch Stromerzeugung mittels Wind, Sonne und „Biogas“ – bis 2050 auf 166 Millionen Tonnen verringert werden. Dann hätte das einen errechneten Temperatursenkungseffekt von gewaltigen 0,004 Grad – aber nur rein theoretisch, denn ob es wirklich (in 36 Jahren!) so kommt, ist unbeweisbar.

Für zigtausend subventionierte Arbeitsplätze zigtausende bedrohte und vernichtete

Die Arbeitsplätze in der Windkraft-, Fotovoltaik- und Biogasindustrie sind hochsubventioniert. So beliefen sich die EEG-bedingten Zwangsbelastungen der Stromverbraucher 2013 netto auf rund 20 Milliarden Euro. Mit diesem Betrag wurden die Erzeuger von EEG-Strom (aus Wind, Sonne, Biogas) subventioniert. 2013 waren in dieser Industrie nach Angaben Limburgs rund 85 000 Menschen real beschäftigt. Jeder Arbeitsplatz ist also im Durchschnitt mit 235 000 Euro subventioniert worden, weit mehr als einst im deutschen Kohlebergbau. Diesen subventionierten Arbeitsplätzen muss man auch jene Arbeitsplätze gegenüberstellen, die die Energiewende durch die Stromverteuerung vernichtet. Als Beispiele direkter Arbeitsplatzverluste nannte Limburg diese: Bei den Stromversorgern seien 20 000 Beschäftigte bedroht, bei den Kraftwerkzulieferern akut derzeit etwa 10 000, EnBW baue 1350 Arbeitsplätze ab, RWE 10 400, EON 11 000, Siemens (bei der Windkraft) 1000, Vattenfall 1500 sowie RWE, Evonik, Lanxess zusammen 30 000.3)

Bei welchem Ölpreis es für Russland gefährlich wird

Über die Wirkungen der westlichen Sanktionen gegen die russische Erdöl- und Erdgaswirtschaft sowie die „Energiebeziehung“ zwischen Russland und der EU sprach sehr kundig und eindrucksvoll der Russe Dr. Peter Kaznacheev, der nach eigenem Bekunden vor einigen Jahren bis 2005 auch für Putin gearbeitet hat4). Russland, meint er, isoliere sich selber, und die Sanktionen verschärften die Isolierung. Russland sei abhängig vom Erdölpreis. Denn der russische Staat finanziere sich nicht mit Verschuldung, sondern mit Öl und Gas, und nach den Einnahmen daraus müsse sich der russische Staatshaushalt folglich richten. Daher sei ein weiterer Ölpreisrückgang für Russland gefährlich. Von Juni 2014 bis Oktober sei der Erdölpreis (Brent Crude Oil, monatlicher Durchschnitt) von 111,80 auf 90,68 je Barrel zurückgegangen. Derzeit (Mitte Oktober) betrage er noch 83 Dollar. Falle er unter 40 Dollar, habe Russland Probleme.

Der Ölpreisrückgang eine westliche Verschwörung gegen Russland?

Dieser Rückgang, so Kaznacheev, sei vielleicht der Beginn einer „systemischen Änderung“, womit er wohl eine Änderung der Angebots- und Nachfragestruktur auf diesem Markt meint. Er glaubt nicht, dass der Ölpreisrückgang eine Verschwörung des Westens gegen Russland ist. Den Ölpreis zu manipulieren, schaffe der Westen nicht, auch nicht mit Hilfe Saudi-Arabiens; es seien zu viele andere Einflüsse und Interessen im Spiel. Das Problem sei der ständige Alarmismus, die ständige Erwartung einer Katastrophe, jedoch nicht der Klimawandel oder Ebola oder Fracking …

Kaznacheev: Die Sanktionen gegen Russland sind klug ausgewählt

Kaznacheev verwies darauf, dass sich die westlichen Sanktionen gegen Russlands Bedarf an westlichen Dienstleistungen und westlicher Technik richten, um die russische Produktion von Öl und Gas zu verringern. Das dauere zwar, aber sei für Russland ein deutliches Zeichen, die Sanktionen ernstzunehmen. Als Beispiel nannte er abgesagte Bohrungen und Finanzierungen, das sei sehr effizient. Das (mehrheitlich staatliche) Mineralölunternehmen Rosneft zum Beispiel brauche von der russischen Regierung als Folge der Sanktionen erstmals Subventionen. Auch benötige die russische Petrochemie gewisse Katalysatoren, die Russland nicht selbst habe. Sanktionen dort, wo Russland verletzlich sei, seien schlauer und gezielter als Beschüsse mit Raketen. Sanktionen, die klug ausgewählt seien („smart sanctions“), würden die Auswirkungen auf die Interessen der europäischen Länder minimieren. Sie hätten bisher auch keinen Anstieg der Preise von Öl und Gas provoziert. Sie könnten „die neue Geheimwaffe“ sein, meinte Kaznacheev5).

Die „unheilige Allianz“ beim Biotreibstoff und ihre Akteure

Über die „Unheilige Allianz zwischen Lebensmittelindustrie („Big Food“) und der Umweltschutzbewegung“ beim Treibstoff aus Pflanzenölen („Biotreibstoff“) sprach der schwedische Wissenschaftler Dr. Jacob Nordangård von der Linköping Universität. Er zeigte auf, wie sie zustande gekommen ist. Die „Hauptdarsteller“ seiner Untersuchung, wie er sagte, sind der niederländisch-britische Lebensmittelkonzern Unilever und die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Als die anderen Akteure der Allianz nannte Nordangård das niederländische Außenministerium, Shell, Globe International, Friends of Earth, Aidenvironment und Wetlands International. Alles in allem sei die Allianz inszeniert worden wie ein Theaterstück und eine schlaue strategische Planung gewesen.

Die Umweltschutzgruppen als Alarmisten benutzt

Ausgearbeitet habe man den Plan lange bevor der politische Prozess begonnen habe, in diesem Fall von „Big Food“ und den Regierungen in den Niederlanden und Großbritannien. Ihre Hauptziele: sich Wettbewerbsvorteile verschaffen, die Kontrolle über alle diesbezüglichen Natur-Ressourcen ausüben, Einfluss nehmen auf die globalen Standards zur Nachhaltigkeit zum eigenen Vorteil und sie einbinden in die Regeln des internationalen Handels. Auf diese Weise könne „Big Food“ die kleineren Mitwettbewerber und konkurrierende Interessen kontrollieren. Die Umweltgruppen seien eingespannt worden, „weil das ja die Guten sind“ und als verlängerter Arm von Regierungen und der EU Geld bekämen. Sie würden benutzt, um für diesen Zweck Alarm zu schlagen. Die Allianz funktioniere, weil jeder „Mitspieler“ gewinne – eine Win-win-Situation. Nordangård hat über diese Allianz seine Dissertation verfasst und 2013 auch ein Buch darüber geschrieben mit dem Titel „Domedagsklockan“ (Dunstglocke).

Klima-Zyklen mit Abkühlung und Erwärmung in jeweils rund 200 Jahren

Zwei andere Themen der EIKE-Konferenz in Frankfurt drehten sich um das Klima und das Fracking (Schiefergasgewinnung). Der Physiker Prof. Dr. Horst Lüdecke sprach über die Klimazyklen der zurückliegenden 2500 Jahre. „Klima“ sei wie „Wetter“ chaotisch, aber auch zyklisch. Doch seien Zyklen schwerer auffindbar als die Jahreszeiten von Wetter. Man erkenne sie erst nach sorgfältiger Analyse von qualitativ guten Klimadaten. Über die Ursachen von Klimaänderungen und Klimazyklen wisse man – von Ausnahmen abgesehen – immer noch sehr wenig. Klimazyklen ließen sich vorwiegend in Temperaturreihen, aber auch in Statistiken zum Beispiel über Dürren und Überschwemmungen erkennen. Es gebe einen ziemlich präzisen Klima-Zyklus mit Abkühlung und Erwärmung in jeweils rund zweihundert Jahren.

Temperaturen seit 1850 im klimahistorischen Normalbereich

Seit etwa 1850, so Lüdecke weiter, bewegten sich die Temperaturen und Temperaturveränderungen im klimahistorischen Normalbereich. Seit siebzehn Jahren sei eine Abkühlung zu registrieren. Eine Antwort auf die ferne Klimazukunft gäben die Milankovitch-Zyklen: Es werde mit großer Wahrscheinlichkeit wieder abwärts gehen und das nächste Eiszeitminimum in ungefähr 50 000 Jahren erwartet. Die Alpengletscher würden schon seit Mitte des (sehr kalten) 19. Jahrhunderts schmelzen. Ein Abschmelzen des Nordpols gebe es nicht, die antarktische Eisbedeckung nehme seit Jahren pauschal zu. Der Öffentlichkeit seien diese Fakten unbekannt.

Anthropogener CO2-Einfluss zu klein, um nachweisbar zu sein

Lüdecke zitierte den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, WBGU (Ziele für den Klimaschutz 1997, Seite 8): „Wegen der hohen natürlichen Klimavariabilität ist es sehr schwierig nachzuweisen, ob der Mensch die beobachtete Klimaänderung mitverursacht hat.“ Dies werde von der Fachliteratur bis heute unverändert bestätigt. Der anthropogene Einfluss sei zu klein, um nachweisbar zu sein. 25 Prozent aller Temperaturreihen des 20. Jahrhunderts zeigten pauschale Abkühlung, keine Erwärmung. Zu den angeblichen Extremwetterzunahmen zitierte Lüdecke ferner aus dem IPCC-Bericht von 2001, Kapitel 2.7 und dem IPCC-Extremwetterbericht von 2012. In beiden Berichten: keine Zunahmen. Es gebe nur vermutete zukünftige Extremwetterzunahmen aus Klimamodellen. Bis heute über 1200 begutachtete Fachveröffentlichungen widersprächen der zukünftigen Katastrophensicht des IPCC (http://tinyurl.com/y9jrjaf), ebenso unzählige Petitionen und Manifeste von Fachexperten.6) Aber die Politik wie die deutschen Medien weigerten sich, dies zur Kenntnis zu nehmen. Die von den Medien und den Klimamodellierern aktuell geübte „Mode“, Klimamodellen mehr Aussagekraft als den Messungen einzuräumen, sei ein Rückschritt ins Mittelalter vor Galilei oder „Geisteswissenschaft an Stelle von Naturwissenschaft“.

Kein Einfluss von anthropogenem CO2 auf das Erdklima

Über die Klimazyklen der zurückliegenden 250 Jahre berichtete Prof. Dr. Carl-Otto Weiss, ehemals Direktor an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Einen Grund zur Panik sieht er nicht. Einer seiner Befunde: „Das Erdklima wird ausschließlich von Zyklen bestimmt (Dauer: mehrere 10 Jahre bis mehrere 100 Jahre). Da die CO2-Zunahme monoton und nicht zyklisch ist, muss ein Einfluss von CO2 auf das Erdklima ausgeschlossen werden.“

Fracking die bisher ungefährlichste Bergbau-Technik

Über die Bedeutung und das Potential von Schiefergas für die europäische Energieversorgung sprach Anthony Livanios, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Energy Stream CMG. Für Professor Friedrich-Karl Ewert (EIKE) ist Fracking zur Gewinnung von Erdöl und Erdgas, die man unter anderem für die Herstellung von Medikamenten brauche, „im Vergleich zum sehr opferreichen Erz- oder Kohlebergbau (etc.) die bisher ungefährlichste ‘Bergbau’-Technik“. Sein Thema lautete „Bildungsbedingungen der Kohlenwasserstoffe und ‚Hydraulic Fracturing‘ verlängern ihre Verfügbarkeit“.

Wissensdefizite bei Fracking-Risiken festgestellt

Mit dem Potential der „unkonventionellen Gasvorkommen und den Risiken des Fracking in Deutschland aus geowissenschaftlicher Sicht befasste sich Dr. Volker Wrede vom Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen. Zahlreiche Gutachten lägen vor. Die Gutachter hätten Wissensdefizite festgestellt und Fragen formuliert, die durch weitere, schrittweise Untersuchungen unter wissenschaftlicher Begleitung beantwortet werden müssten, ehe dann über eine eventuelle Gasgewinnung (mit oder ohne Fracking) entschieden werden könne. Dies betreffe sowohl die Frage, ob die vermuteten Vorkommen technisch-wirtschaftlich gewinnbar seien, wie die Frage, ob dies unter Umweltaspekten zu verantworten sei. Seine Schlussworte: „Die Erkundung der Vorkommen ist notwendig, um die erforderlichen Entscheidungsgrundlagen zu gewinnen. Zur Zeit sind aber alle Aktivitäten politisch gestoppt.

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1) Veranstalter dieser 8. Konferenz Internationalen Klima- und Energiekonferenz (IKEK-8) und der früheren sieben Konferenzen ist das Europäische Institut für Klima und Energie e.V., das sich abgekürzt EIKE nennt. Michael Limburg ist dessen Vize-Präsident.

2) Quelle für das Beispiel hier.

3) Limburg gab auch einen Überblick, womit alles begann, und darüber, wie es weiterging. Zuerst gab es das Stromeinspeisungsgesetz, in Kraft getreten am 1. Januar 1991. Seine Autoren waren Matthias Engelsberger (CSU) und Wolfgang Daniels (Grüne). 1991 standen in Deutschland rund 1000 Windkraftanlagen, 1999 waren es schon 10 000. Bundesumweltministerin von 1994 bis 1998 ist Angela Merkel (CDU) gewesen, danach hat bis 2005 Jürgen Trittin (Die Grünen) das Amt gehabt. Am 1. Januar 2001 folgte das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Die Autoren: Michaele Hustedt, Hans-Josef Fell (beide Bündnis 90/Die Grünen), Hermann Scheer und Dietmar Schütz (beide SPD). 2001 waren rund 11 500 Windkraftanlagen aufgestellt und 2013 rund 24 000. Am 1. Februar 2002 trat die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft.

4) Kaznacheev ist Direktor des Zentrums für Ressourcen-Ökonomie der Russischen Akademie der Volkswirtschaft, Managing Partner der Khaznah Strategies Ltd. und war Berater der der russischen Präsidialadministration.

5) Auf einer ppt-Folie seines Vortrags fasst Kaznacheev das so zusammen:
- “The third package of sanctions is putting pressure on Russia’s economy through inflating borrowing costs for companies and the government, increasing capital outflows and causing a depreciation of the Russian rouble.
- Sanctions are sending a signal to Putin: the West is ready to engage in a protracted and tough positional confrontation with Russia.
- “Smart sanctions” are structured to minimise their effect on the interests of the European countries. So far this has been successful: sanctions did not provoke an increase of oil (or gas) prices.
- Oil price pressure. To the contrary, oil prices have been gradually declining since July. And the Russian economy is hyper-sensitive to such a decrease.
- Further sanctions may include, for example, limiting Western companies’ portfolio and direct investments in Russia. In the energy sector new sanctions could target the oil refining industry.
- The long-term impact of sanctions is unclear. Applying “smart sanctions” could become more difficult. Ultimately both sides will pay the price although perhaps not in equal measure.”

6) Prominente Kritikersind die Physik-Nobelpreisträger Ivar Giaever und Robert Laughlin, die Physiker Freeman Dyson, Edward Teller, Frederick Seitz, Robert Jastrow und William Nierenberg (hier). Ferner:

- Heidelberger Appell (ab 1992): 72 Nobelpreisträger, mehr als 4000 Wissenschaftler aus 106 Ländern (hier).

- Oregon Petition (ab 1999): bis heute 31.500 akademische Unterzeichner (hier).

- Leipziger Manifest (ab 1995): 80 Klimawissenschaftler + 25 Meteorologen (hier).

- U.S. Senate Minority Report (2008): 700 Klimawissenschaftler  (hier).

- Schreiben an Kanzlerin Angela Merkel (2007): 338 Wissenschaftler und engagierte Bürger (hier).



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3 Kommentare


  1. Dr. Heinz Schütte am 29 Oktober, 2014 15:29
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    Zu dem Absatz: “Womit die Menschen für die “Energiewende” geködert werden”.

    Leider hat Herr Limburg in seinem ansonsten umfassend recherchierten Vortrag den zugrunde liegenden Energieaufwand für die “Erneuerbaren Energien” vergessen zu erwähnen, der als Folge des “Kosten-Energie-Äquivalenzgesetzes” (KEÄG) dazu führt, dass die Errichtung und der Betrieb von EE-Anlagen einen wesentlich höheren CO2-Ausstoß verursachen als die Erzeugung von Strom in konventionellen Kohlekraftwerken. Diese unter Fachleuten wohlbekannte Faktenlage stellt die von der Politik verkündete Begründung für die “Energiewende” exakt auf den Kopf und entlarvt die “Energiewende” als eklatanten Betrug. Herr Dr. Krause hat das KEÄG in seinem Blog-Beitrag “Was für eine Schande für die Klimaschützer” vom 23. August 2014 ausführlich beschrieben und kommentiert. Die zugrunde liegende Veröffentlichung finden Sie unter http://www.kosten-energie-aequivalenzgesetz.com .

    Dr. Heinz Schütte

    Dr. Heinz Schütte

  2. Dr. Heinz Schütte am 30 Oktober, 2014 20:34
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    Zu Limburg, 7 Bill €-Prognose

    Herr Limburg begibt sich mit seiner 7 Bill €-Vorhersage auf das gleiche dünne Eis wie einstmals die Weltretter vom Club of Rome und die Waldsterbens-Propheten, deren Prophezeiungen in kürzester Zeit durch Fakten widerlegt waren. Grund dafür ist die Tatsache, dass ausnahmslos sämtliche Vorgänge in der uns bekannten Welt durch Rückkoppelungen gesteuert werden, die jegliche Vorhersage in die Zukunft prinzipiell unmöglich machen. Solche Zukunftsprognosen sind deshalb für eine seriöse Argumentation absolut ungeeignet, weil sie beliebig angreifbar sind. Das gilt auch für die Prognose von Herrn Limburg, die deshalb bei einer Diskussion der Merkel´schen Energie-Politik in keiner Weise hilfreich ist. Es ist auch gar nicht nötig, eine solche Prognose zu erstellen. Alle diesbezüglichen Fakten aus dem Jahr 2013, die jedermann zugänglich sind, reichen aus, die Energie-Politik von Frau Merkel auch schon im Jahr 2013 als absoluten Irrsinn zu entlarven. Deutschland hatte 2013 einen Primärenergie-Bedarf von 3,56 Billionen Kilowattstunden (kWh). Bei angenommenen, durchschnittlichen Gestehungskosten des eingesetzten Primär-Energie-Mix von 3 Cent/kWh ergibt das für 2013 einen Betrag von 107 Mrd € Gesamt-Primärenergiekosten. Der Bundesrechnungshof nennt Zusatzkosten, verursacht durch das “Erneuerbare Energien Gesetz” (EEG), in Höhe von 50 Mrd € für 2013. Die aufzubringenden Energiekosten für die deutsche Wirtschaft erhöhen sich demnach durch das “EEG” um den Faktor 1,5 !!! Das allein ist schon für eine auf einer Industrie-Produktion beruhenden Volkswirtschaft tödlich. Aber es kommt noch schlimmer. Diese 50 Mrd € müssen allein von den Stromkunden getragen werden. Etwa 16% der eingesetzten Energie-Menge war 2013 elktrischer Strom, das sind 570 Milliarden kWh, sodass diese 50 Mrd € zu Mehrkosten von 8,77 Cent/kWh führen. Bezogen auf die Herstellkosten in einem Kohlekraftwerk in Höhe von 3,5 Cent/kWh haben sich die Herstellkosten für Strom für das Jahr 2013 damit um den Faktor 3,5 !!! erhöht. Diese Zahlen allein genügen,um die “Energiewende” als eine für die deutsche Wirtschaft tödliche Gefahr für jedermann verständlich zu darzustellen. Statt über das Jahr 2050 zu spekulieren, hätte Herr Limburg auf die durch die Medien sorgfältig von der Öffentlichkeit ferngehaltenen Folgen des “Kosten-Energie-Äquivalenzgesetzes” (“KEÄG”) hinweisen können. Durch das KEÄG ist nachgewiesen, dass mit jeder erzeugten Kilowattstunde Strom aus Windenergie die 3-fache Menge an CO2, aus Solarenergie die 7-fache Menge an CO2 erzeugt wird wie in einem Kohlekraftwerk! Das ist der totale Merkel´sche Irrsinn – und nicht etwa im Jahr 2050 sondern schon heute.

    Dr. Heinz Schütte

  3. wolfgang port am 27 April, 2015 22:21
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    google: target2 mechanismus : plünderung der bundesbank,prof.garber –g: geolitico.de merkekels motiv für den kalten krieg–zu geolitico.de kann man auch schreien: iwf europa–oder: zerstörung nationaler identität—-europas betrogene wähler—oder:eu droht weimar-schcksal–google: manfred julius müller soziale marktwirtschaft und globalisierung nicht möglich—- googl:bevölkerungsexplosion wird durch hungersnot gestoppt?—g:youtube gold ist weg–g:youtube weltgeldbetrug–g: youtube prof. schachtschneider – auszug–g:euro ist nicht zu retten-g:esm rettungsschirm scheitert

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