F u n d s a c h e
„Eine Zivilisation wird nicht von bösen Menschen zerstört, sondern von schwachen Menschen, die das Gute nicht verteidigen.“
(G. K. Chesterton – Im Original: „A civilization is not destroyed by wicked men; it is destroyed by weak men who cannot defend what is good.”) Als „Merksatz der Woche“ notiert von Fritz Goergen am Ende seines Beitrags vom 11. Februar 2026 „Auf München beim MSC freut sich Merz, auf seine Regierung niemand“ in Tichys Einblick hier.
Gilbert Keith Chesterton (1874 – 1936) war ein englischer Schriftsteller und Journalist. Er schrieb Essays, Gedichte, Theaterstücke, Erzählungen und Romane. Er gilt als einer der glänzendsten Stilisten der modernen englischen Literatur, in der er gleichwohl stets ein Außenseiter blieb. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören „Der Mann, der Donnerstag war“ und „Die Geschichten von Pater Brown“. Außerdem war er ein streitbarer Intellektueller, führte Debatten zu ethischen, sozialen, historischen, aber auch (wirtschafts-)politischen Fragen mit George Bernard Shaw (seinem besten Freund, mit dem er allerdings selten einer Meinung war), H. G. Wells oder Bertrand Russell.
Bekannt ist Chesterton aber auch durch sein Zaun-Gleichnis (Chesterton’s Fence), das kurzgefasst lautet: „Entfernt keinen Zaun, bevor ihr wisst, warum er überhaupt aufgestellt wurde.“
„Die Lehre von Chesterton’s Fence ist, dass das, was bereits existiert, wahrscheinlich Zwecken dient, die nicht sofort ersichtlich sind. Zäune entstehen nicht zufällig. Sie werden von Leuten gebaut, die sie geplant haben und einen Grund hatten zu glauben, dass sie jemandem nützen würden. Bevor wir eine Axt an einen Zaun bringen, müssen wir zuerst den Grund für seine Existenz verstehen. Der ursprüngliche Grund war vielleicht kein guter, und selbst wenn, könnte sich etwas geändert haben, aber wir müssen uns dessen bewusst sein. Andernfalls riskieren wir, unbeabsichtigte Folgen (unintended consequences) zu entfesseln, die sich wie Wellen auf einem Teich ausbreiten und jahrelang Schaden verursachen.“ (Näheres hier: Chestertons Zaun: Eine Lektion im Denken)
Andere Buchtitel von ihm lauten Heretics (1905) Orthodoxie (1908), What’s Wrong with the World (1910),The Everlasting Man (1925).
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