Die „Feuernacht“ im Südtiroler Freiheitskampf

Vor 60 Jahren lehnten sich beherzte Südtiroler Idealisten in Wort und Tat gegen die Unterjochungspolitik Italiens in ihrer Heimat auf – Was die Freiheitskämpfer des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS) wollten und nicht wollten, und was sie bewirkten – Ihr Ziel bleibt aufrecht, denn ihr Recht auf Selbstbestimmung besteht fort – Wann und ob es erreicht wird, ist offen

Ein Gastbeitrag von Reinhart Olt, Wien

Ein Reisebus verlässt Innsbruck. Die Insassen begeben sich auf „Exkursion“ nach Verona. „Pro arte et musica“ heißt ihr Programm, auf das sie Günther Andergassen, Hochschullehrer am Salzburger Mozarteum, mitnimmt. Doch sie sind keine

Foto: SHB-SSB

gewöhnlichen Ausflügler, ihre Fahrt am 10. Juni 1961 dient der Tarnung. Auch Herlinde Molling, die an diesem Tag ihr Sport-Coupé  mit dem Münchner Kennzeichen M-LE 333 gen Süden chauffiert, um in Vilpian, einem Ort zwischen Bozen und Meran, auf ihren Mann Klaudius zu treffen, der zu besagter Reisegruppe gehört, ist nicht wirklich zum Vergnügen unterwegs. Im Kofferraum transportiert sie Sprengstoff. Sprengstoff führen auch die „Exkursionsteilnehmer“ in Rucksäcken mit sich. Auf Almhütten, Waldlichtungen, selbst in einem Gasthof mitten in Bozen trifft man sich mit Landsleuten aus dem südlichen Teil Tirols und übergibt ihnen die portionierten „Mitbringsel“.

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Verschwörungstheorien als Totschlag-Argument

Ein Gastbeitrag von Daniel von Wachter: Sollte man Verschwörungstheorien über das Neue Coronavirus mit Skepsis betrachten? – Wie Medien auf Aussagen des renommierten Wissenschaftlers Bhakdi reagiert haben – Ist das Corona-Virus eine Biowaffe? Nein, dafür ist es nicht besonders gefährlich genug – Die Existenz von Verschwörungen auszuschließen, ist irrational und ein Fehler – Wer glaubt, alle Verschwörungstheorien seien falsch, wird Verschwörungen nie entdecken – Was versteht man unter einer Verschwörungstheorie? – Der Glaube, dass Behörden „seriöse“ Quellen seien, sitzt tief – Wie beurteilt man Verschwörungstheorien richtig? So, wie jede andere Theorie auch – Sich nur von solchen Argumenten beeinflussen lassen, die man versteht – Wie das Wort „Verschwörungstheorie“ funktioniert – So wird man empfänglich für irrationale Beeinflussung-– Gebraucht wird Willensstärke – Die Wirkung „Verschwörungstheorie“ ausschalten, damit Argumente wirken können

Karikatur Jan Tomaschoff

Die Freiheitsbeschränkungen halten uns weiter gefangen. Die Maßnahmen gegen die (vor allem zu schnelle) Ausbreitung des Corona-Virus‘ Covid-19 sind ein tiefer, staatlich verordneter Eingriff in unsere Grundrechte. Zwar werden inzwischen Lockerungen empfohlen und mögliche Schritte in die Normalität ausgebreitet, aber mehr noch nicht. Dabei haben derweilen etliche weitere kritische Mediziner die offiziellen Reaktionen und Darstellungen infrage gestellt. Eine Zusammenstellung findet sich hier.

Ebenfalls zu Wort gemeldet hat sich jetzt der Professor für Philosophie Daniel von Wachter.*) Er ist Direktor und Leiter der Internationalen Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein (hier). Neben der Frage, wie gefährlich das Neue Coronavirus (NCoV) ist, stellt sich von Wachter „die erkenntnistheoretische Frage, wie stark ein Laie was über die Wirkung und die Gefährlichkeit des NCoV glauben soll“. Er fragt: „Kann ein Laie in einer Angelegenheit wie der Coronavirusdebatte die Wahrheit herausfinden?“ Er hat dazu (Stand 11. April) eine längere Abhandlung geschrieben mit dem Titel „Eine philosophische Untersuchung des Neuen Coronavirus“. Herr von Wachter hat mir diesen Text als Gastbeitrag angeboten. Dessen Länge würde aber den Rahmen dieser Web-Seite sprengen. Jetzt (Stand 13. April) hat er daraus einen Abschnitt über die Rolle des Begriffs Verschwörungstheorie herausgegriffen und in verkürzter Form dargestellt. Hier dessen Text als Gastbeitrag. Der Titel stammt von mir, die Zwischenüberschriften sind ebenfalls von mir.

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In diesen Tagen

Allgemeines Getöse auf Seiten der Guten Parteien – Bündnis der Guten Parteien für eine verfassungswidrige Abberufung des missliebigen Ministerpräsidenten – Der Landtag pariert und entmachtet sich selbst – Im Befehlsmodus der Bundeskanzlerin, Parlamente als Akklamationsorgane – Erosion des Rechtsstaates hauptsächlich aus zwei Gründen – Die Pöbelhaftigkeit unserer Parlamente und des politischen BetriebsDem Niedergang der Demokratie und des Rechts folgt historisch zwangsläufig die Gewaltherrschaft

Ein Gastbeitrag von Dr. iur. Menno Aden

In diesen Tagen haben wir im Thüringer Landtag mit der Wahl eines Überraschungskandidaten der FDP etwas erlebt, was mit seinen Folgen (z. B. Rücktritt der CDU-Vorsitzenden) weit über den konkreten Fall hinausweist. Man hat ein Epochengefühl – hier zeigte sich eine Krankheit unseres Staates, und wir zweifeln, ob sie zu heilen ist.*)

Allgemeines Getöse auf Seiten der Guten Parteien

1. Die AfD-Fraktion war nach allen Regeln des Verfassungsstaates befugt, an der Wahl des Ministerpräsidenten mitzuwirken. Da Personalentscheidungen geheim sind, war auch nicht einmal sicher, ob die für den FDP- Kandidaten abgegebenen Stimmen wirklich von der AfD stammten. Theoretisch konnten die Guten Parteien (= alle, die nicht AfD sind, also auch die Linkspartei!) für diesen gestimmt haben. Nicht wahrscheinlich, aber möglich. Die Tatsache, dass der FDP-Kandidat eine Mehrheit mit den Stimmen der Bösen Partei (= AfD) errungen hatte, führte zu einem allgemeinen Getöse auf Seiten der Guten Parteien.

Bündnis der Guten Parteien für eine verfassungswidrige Abberufung des missliebigen MP

Die Verfassung zeigt einen sehr einfachen Weg, um einen missliebigen Ministerpräsidenten zu entfernen – die Abwahl. Dieser Weg wurde aber von den Guten nicht eingeschlagen. Der neu gewählte Ministerpräsident wurde beschimpft, verdächtigt usw. und zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Es entstand ein Bündnis aller Guten Parteien, welche sich auf eine verfassungswidrige Abberufung des Ministerpräsidenten einigten – Boykott, Drohungen, Diffamierungen. Ein Telefonanruf aus Afrika, wo sich die völlig unzuständige Bundeskanzlerin gerade befand, verbot den Vollzug dieser Wahl.

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