Missvergnügen mit der Windkraft

Wenn der Wind nicht mitspielt wie im ersten Halbjahr 2021 – Dumm auch dies: Der Sonnenschein-Strom mag keine Wolken und Regen

Fakten sind überaus lästig.  Wenn sie gar Wunschvorstellungen stören, dann ganz besonders. Eine politische Wunschvorstellung ist die fatale fixe Idee von der Klimaschutzpolitik. Damit besonders  hervor tut sich Deutschland mit seiner Energiewende-Politik, als solle die Welt daran genesen. Deren Hauptbestandteil ist die Stromerzeugung durch Windkraft. Dumm nur, wenn der Wind nicht so recht mitspielt. Wehen nämlich muss er schon, damit die Drehflügel-Anlagen die Windenergie in elektrische Energie umwandeln können. Da sie häufig stillstehen oder sich nur träge bewegen, wird es damit nix. Das gleiche gilt für den Sonnenschein-Strom. Der nämlich mag keine Wolken und Regen. Man kann sich das Missvergnügen der Befürworter vorstellen, wenn sie jüngst lesen mussten „Die Erzeu­gung erneu­er­ba­rer Ener­gi­en hält in diesem Jahr nicht, was sie im vergan­ge­nen zu verspre­chen schien.“ Ja, so ist das mit diesem Alternativ-Strom, und so wird es immer sein – unabhängig davon, ob die deutsche Landschaft mit immer mehr solcher Anlagen zugebaut und ruiniert wird.

Nach dem Rekord 2020 jetzt lange Gesichter

War 2020 noch als Rekordjahr für Alternativ-Strom bejubelt worden, gibt es jetzt, 2021,  bisher lange Gesichter dazu. 2020 waren nämlich in Deutschland  bereits 50 Prozent des Brutto-Stromverbrauchs durch Wind, Sonnenschein und andere nicht fossile Energiequellen gedeckt worden. Im ersten Halbjahr 2021 ist dieser Anteil auf 43 Prozent zurückgegangen, und auch im zweiten waren es nur 45 Prozent. Deut­lich wind­stil­ler und ärmer an Sonnen­scheinstun­den ist es vor allem im ersten Quartal gewesen. So teilen es der  Ener­gie­ver­band BDEW und das Zentrum für Sonnen­en­er­gie- und  Wasser­stoff-Forschung Ba­den-Württemberg (ZSW) mit (hier und hier). Auch den Grund nannten die beiden – so jedenfalls nach Angaben der FAZ (hier): „Verant­wort­lich hier­für war vor allem das Wetter.“ Ach nee – als sei das eine völlig neue Erkenntnis. Vielleicht sollte man den Mitarbeitern der beiden Einrichtungen verraten: Es wird immer das Wetter sein, wenn es mit Wind und Sonne nicht so recht klappt.

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