Wie erbärmlich

Die Universität Hannover lehnt ab, was ihr Professor Stefan Homburg über den Corona-Indoktrinierungen sagt – Der Inhalt ihrer Pressemitteilung – Wie die Uni-Leitung Homburgs Äußerung verdreht – Was dagegen Homburg am 9. Mai in Stuttgart wirklich gesagt hat – Er warnt nur davor, wie leicht sich die Menschen durch Fehldarstellungen beeinflussen lassen – Homburg ist ein Mann mit ziviler Courage, die Uni ein Beispiel für Feigheit

 

Prof. Dr. Stefan Homburg Fotoquelle: Internet

Dass deutsche Professoren höchstpersönlich bei einer Demo auftreten und reden, kommt nicht eben häufig vor. Sich öffentlich dermaßen für was auch immer zu engagieren, ist Professorensache üblicherweise nicht. Das ist sehr verständlich und verdient keine Abfälligkeit. Art, Form und Örtlichkeit, sich zu äußern oder sich auch gar nicht äußern, gehört zur Meinungsfreiheit dazu. Ebenso aber hat Anspruch auf Meinungsfreiheit, wer den Mund aufmacht, sich auf eine öffentliche Demonstrationsplattform begibt und dort aufzuklären versucht. Tut einer das, sind die Herren Professoren-Kollegen gerne pikiert. Ein solcher Mann ist Stefan Homburg. Auch als Professor und anerkannt überaus kundiger Finanzwissenschaftler steht ihm dieses Recht auf Meinungsfreiheit wie jedem anderen zu.  Prof. Dr. Stefan Homburg hat sich dieses Recht genommen. Jetzt fallen Andersdenkende und Anpasser über ihn her, ganz offiziell und öffentlich auch seine Universität – die Leibnitz-Universität in Hannover. Wie erbärmlich.

Wie sich Hombergs Uni von ihm distanziert

Das Erbärmliche ist die Distanzierung von Homburg in einer Pressemitteilung vom 23. Mai. Darin heißt es unter anderem: Herr Univ.-Prof. Dr. Stefan Homburg hat sich in jüngster Zeit öffentlich und erkennbar als Hochschullehrer der Leibniz Universität Hannover zur aktuellen Corona-Krise geäußert, insbesondere zu den von der Bundesregierung und den Landesregierungen getroffenen Maßnahmen. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte dabei seine Gleichsetzung der derzeitigen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland mit denen im Deutschen Reich des Jahres 1933. …. Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover respektieren das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung sowie das Grundrecht der Freiheit von Forschung und Lehre im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Derzeit sehen sie aus diesem Grunde keine rechtliche Möglichkeit, den Äußerungen und Aktivitäten von Herrn Univ.-Prof. Dr. Stefan Homburg zu begegnen. Sie distanzieren sich jedoch dezidiert vom Inhalt der Äußerungen. …. Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover betrachten die Freiheit von Forschung und Lehre als für die Universität essenziell. Sie sehen die Gefahr, dass diese Freiheit durch die Vermischung von wissenschaftlicher Meinungsäußerung und politischer Betätigung beeinträchtigt wird.“

Am liebsten den Mund verbieten, das geht rechtlich aber nicht

Man darf daraus schließen, dass diese drei Uni-Gremien ihrem Professor Homburg am liebsten den Mund verbieten würden, aber „sehen derzeit keine rechtliche Möglichkeit“ das zu tun. Schlimmer noch und bezeichnend ist, wie sie verdrehen, was er unter Hinweis auf 1933 gesagt und gemeint hat. Gesagt hat er in Stuttgart am 9. Mai auf der großen Querdenker-Demo „7. Mahnwache Grundgesetz“ als „letzte Bemerkung“ dies:

Was Homburg am 9. Mai in Stuttgart wirklich gesagt hat

„Die ganze Sache hat für mich als Wissenschaftler einen Vorteil gehabt. Ich habe nämlich nie verstanden, was in den 1930er Jahren in Deutschland passiert ist. Und wir haben jetzt leider gesehen, wie fragil unsere demokratische Ordnung ist und wie schnell, was in den 1930er Jahren passiert ist, jederzeit wieder passieren kann. Damals hat man den Menschen gesagt „Deutschland ist ein Volk ohne Raum“, obwohl Deutschland halb so dicht besiedelt war wie heute. Vollkommener Unsinn. Aber damit wurden die Bürger dazu gebracht, dass Deutschland einen Angriffskrieg gegen Polen und Frankreich führt. Heute werden den Leuten Schauergeschichten über Corona erzählt, die ich stundenlang widerlegen könnte, dazu aber keine Zeit habe, und die Leute glauben es und sind bereit, solche Einschränkungen einfach zu akzeptieren und sogar Blockwart zu spielen, andere Menschen zu denunziere und so weiter.“ Homburgs ganze Rede hier. Seine zitierte Schlussbemerkung können sie dort ab der 19. Minute seiner 20-Minuten-Rede anhören und ansehen.

Wie die Uni-Leitung Homburgs Äußerung verdreht

Aber was macht die Uni Hannover aus Homburgs Warnung? Sie schreibt in ihrer Pressemitteilung: „Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover respektieren das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung sowie das Grundrecht der Freiheit von Forschung und Lehre im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. … Sie distanzieren sich jedoch dezidiert vom Inhalt der Äußerungen. Das betrifft insbesondere die Gleichsetzung der derzeitigen Verhältnisse mit denen des Jahres 1933. Das Jahr 1933 war in Deutschland unter anderem durch die Machtübernahme durch die NSDAP mit einem Fackelzug durch das Brandenburger Tor, den Reichstagsbrand, die Einrichtung des ersten Konzentrationslagers in Dachau, Bücherverbrennungen sowie die Einführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums geprägt. Allein das letztgenannte Gesetz hat viele Kolleginnen und Kollegen an den deutschen Hochschulen, meist aufgrund ihrer jüdischen Herkunft, um ihre berufliche Existenz gebracht und sie und ihre Familien in tiefes Unglück gestürzt. Dies öffentlich mit den Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2020 gleichzusetzen, ist nach Ansicht von Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover eine unerträgliche Verharmlosung der Geschehnisse im Jahr 1933.“ (Die vollständige PM der Uni vom 23. Mai hier).

Homburg warnt nur davor, wie leicht sich die Menschen durch Fehldarstellungen beeinflussen lassen

Homburg dagegen weist nur auf die Fragilität der demokratischen Ordnung heute hin und warnt davor, wie leicht die Menschen durch falsche Darstellungen beeinflussbar sind und dazu gebracht werden können, ihnen zu glauben und die Folgen zu tragen. Mehr nicht. Gleichgesetzt hat Homburg nur, wie leicht sich Menschen beeinflussen lassen, wenn Politik ein bestimmtes Ziel verfolgt. Sein Vergleich ist berechtigt. Nicht er verharmlost das Nazi-Regime, sondern die Uni-Leitung will die andere Meinung über die Anti-Corona-Maßnahmen nicht gelten lassen. Sie sieht sogar die Gefahr, dass die Freiheit von Forschung und Lehre „durch die Vermischung von wissenschaftlicher Meinungsäußerung und politischer Betätigung beeinträchtigt wird“. Das ist sehr gewagt. Besteht diese Gefahr nicht für alle Professoren, die sich politisch betätigen oder nur für Unbotmäßige wie einen Homburg? Und sollen sich Professoren dann lieber überhaupt nicht politisch betätigen, also das passive Wahlrecht nicht ausüben, nicht Abgeordneter und Minister werden dürfen? Das verstieße doch wohl glatt gegen ein wesentliches Grundrecht, das Professoren ebenso zusteht wie jedem anderen Bürger auch.

Homburg ist ein Mann mit ziviler Courage, die Uni ein Beispiel für Feigheit

Wer sich in die politische Arena begibt, steht nicht außer Kritik. Er nimmt sie in Kauf und muss mit ihr leben. Aber er hat Anspruch auf Achtung. Diffamierung ist nicht Achtung. Sie ist auch nicht Kritik, sie ist Diffamierung. Homburg ist ein Mann mit ziviler Courage. Eine Stimme der Vernunft im politischen Machtspiel mit der Corona-Instrumentalisierung und im links-grünen Corona-Nebelgewaber. Er fühlt sich als Bürger mit seinem Wissen dazu verpflichtet, andere über das zu informieren und aufzuklären, was politische Führung und hörige Medien ihm nicht mitteilen. Homburg ist mit seiner akademischen Position als Professor ein mutiger Mann. Die Leitung der Uni Hannover dagegen ist ein Beispiel für Feigheit und Mitschwimmen im politisch links-grün beherrschten Mainstream, der nur gelten lässt, was allein er für richtig und notwendig hält. Das ist nicht Meinungsfreiheit, das ist versuchte Meinungsdiktatur. Davor warnt implizit auch Homburg. Eine solche Diktatur hat es in Deutschland zweimal gegeben: 1933 bis 1945 und in der SBZ mit nachfolgender DDR von 1945 bis 1989/90. Das sollte reichen. Eine dritte – eine links-grüne der Altparteien – müssen wir verhindern.

PS. Video-Interviews mit Professor Homburg hier und hier und hier.

Print

2 Kommentare zu „Wie erbärmlich“

  1. Hannover?
    Die Zentrale der Niedersachsen-Politmafia…
    Die Liste der Politmafiosi ist lang, die von Hannover aus ihre krude Ideologie der ganzen Welt aufdrücken wollten und wollen. Unschivonderleyen soll als abschreckendes Beispiel reichen.

  2. Wer hätte das gedacht?
    In diesem Zusammenhang sollte man vielleicht nicht mehr von offiziellem Mainstream, sondern eher von Banal- oder Einheitsmeinung reden.
    Wie auch immer – die offiziellen Stellen der Bundes- und Landes- Regierungen, natürlich auch der Unis (… die früher doch meist so gerne Avantgarde sein wollten) befleißigen sich mittlerweile einer linkshysterischen Einseitigkeit, dass Honecker & Co. – gäbe es sie und die DDR heute noch – mit Freuden die innerdeutsche Grenze geöffnet hätten, da sie den – nunmehr nur noch von Antifa und Marxisten dominierten – Westen für den real existenten Kommunismus gehalten hätten.
    Klingt nach spätem Sieg der Ideale á la Honecker und Lenin.
    Andererseits gilt nach wie vor: Jedes Volk hat exakt jene Regierung, welche es sich verdient hat.

Schreibe einen Kommentar zu egon samu Antworten abbrechen