Was für eine Maskerade

Maskenzwang vom 29. April an nun auch in Schleswig-Holstein – Warum die politische Führung eine Vollbremsung nicht wagt – Schutzmasken schützen kaum und können sogar selbst der Gesundheit schaden – Warum eine Maskenpflicht nicht die Lösung ist – Gefährlich, wenn man die Maske falsch benutzt, und das passiert zwangsläufig – Da nicht notwendig, wirkt der Maskenzwang wie symbolisch verpasster Maulkorb

Karikatur: Harm Bengen

Inzwischen sind wir der Maskenpflicht unterworfen. Jedenfalls dann, wenn wir ein Geschäft betreten und uns mit Taxi, Bus oder Bahn befördern lassen wollen. Die Schutzmaske soll Mund und Nase bedecken. Solchermaßen vermummt soll sie uns davor bewahren, dass wir andere Menschen durch unseren Atem mit dem Coronavirus infizieren und diese anderen uns mit ihrem Atem. Ob das stimmt und hilft, mag man glauben oder nicht. Man fühlt sich sehr geneigt, süffisant Jans Spahn zu zitieren, der am 30. Januar wusste: „Ein Mundschutz ist nicht notwendig, weil der Virus gar nicht über den Atem übertragbar ist.“ Am 11. März war er dieser Meinung weiterhin. Spahn ist immerhin unser Bundesgesundheitsminister.

Im Februar ließ der Apotheker-Bundesverband (ABDA) wissen: „Atemmasken für Gesunde sind unnötig.“ Im März vernahmen wir aus dem Robert-Koch-Institut (RKI) und von der Virologen-Koryphäe Prof. Dr. Christian Drosten, gefeiert als großer Corona-Aufklärer, Äußerungen zur Schutzmaske, die auf diese Kurzformel zu bringen waren: Für den eigenen Schutz bringe sie kaum etwas, und das Risiko, andere Menschen anzustecken, verringere sie nur leicht. Die Überschrift in der Bild-Zeitung brachte es am 23. April auf den Punkt: „Von ‚Hilft nicht‘ bis zur ‚Masken-Pflicht‘ – Warum habt ihr uns solchen Quatsch erzählt?“ (hier). Was für eine Maskerade!  

Maskenzwang vom 29. April an nun auch in Schleswig-Holstein

Einfallsreiche Heimarbeit Foto: Privat

Inzwischen aber sind immer mehr Bundesländer dazu übergegangen, die Maskenpflicht anzuordnen. Nun auch Schleswig-Holstein. Verkündet hat sie die Landesregierung am 21. April. „Kehrtwende im Norden“ lautet der Aufmacher in den Lübecker Nachrichten. Aber gelten soll die Pflicht erst vom 29. April an. Warum ganze acht Tage später, fragt man sich. Warum nicht sofort. Darüber erfuhr man nichts. Acht Tage lang durfte also das Sich-Gegenseitige-Anstecken mit dem Virus munter weitergehen. Das spricht nicht gerade dafür, dass die Landesregierung und, wer immer sie dabei beraten hat, der Maske wirklichen Schutz zutrauen, womit sie ja auch recht hätten. Daher steckt hinter der Acht-Tage-Frist eine unausgesprochene Botschaft, die sich so lesen lässt: Es geht auch ohne, aber wir müssen zeigen, dass wir etwas tun.

Warum die politische Führung eine Vollbremsung nicht wagt

Geschuldet ist die Maskerade auch der Panikmache und Hysterie, die man – aufgeheizt durch die Medien – losgetreten hat. Da mögen die Politiker nicht plötzlich eine Vollbremsung hinlegen. Immerhin würde sie bei der so übergroßen Mehrheit der Bürger das Vertrauen in die politische Führung doch arg erschüttern. Denn verängstigt, gehorsam, diszipliniert und alles glaubend, hat sie die Maßnahmen hingenommen, hat sie befolgt und an deren Sinn nicht gezweifelt. Immerhin sind mit der besonderen Gefährlichkeit dieses Virus drakonische Maßnahmen begründet worden. Immerhin haben diese Maßnahmen weite Teile der deutschen Wirtschaft lahmgelegt. Immerhin richtet dieses Lahmlegen einen gewaltigen finanziellen Schaden an: im Privatleben, im Berufsleben, in den Unternehmen, beim Fiskus, in den öffentlichen Haushalten und in der Volkswirtschaft als Ganzem. Das gesamte Ausmaß wird sich genauer erst später beziffern lassen.

Schutzmasken schützen kaum und können sogar selbst der Gesundheit schaden

Karikatur: Marian Kamennsky

Aber die Schutzmasken bringen an Schutz nicht nur wenig, sondern können auch selbst gesundheitsschädigend wirken. Auf eine Anfrage über die Auswirkungen von Schutzmasken antwortet auf der Web-Seite FragDenStaat.de das Hessische Kultusministerium unter anderem: „In einer Doktorarbeit der TU München von 2005 wurden die Auswirkungen beim Tragen u.a. von einfachen Schutzmasken untersucht. Das Fazit ist erschreckend: sofort nach Anlegen einer normalen dünnen OP Maske (ähnlich wie bei Stoffmasken) atmet man viel mehr ausgeatmetes CO2 ein. Die Auswirkungen sind so stark, dass der Doktorand die Probanden nur über einen Zeitraum von 30 min testen durfte, um sie nicht zu schädigen. Es kommt zu Müdigkeit, schnellerer Atmung, Herzunregelmäßigkeiten, Konzentrationsschwäche und schlechtere Feinmotorik. (Die Studie ist im Internet frei einsehbar). Auch Weltärztepräsident Montgomery warnt am Donnerstag, den 23.4. vor Masken. Er betont, dass bei unsachgemäßem Gebrauch die Masken gefährlich seien können. Im Stoff konzentrieren sich die Viren, beim Abnehmen berührt man dann die Gesichtshaut, somit gelangen die Viren über die Nasenschleimhaut und die Augen in den Körper – der schnellste Weg um sich zu infizieren.“ Die ganze Antwort hier.

Warum eine Maskenpflicht nicht die Lösung ist

Auf der Web-Seite quarks.de (hier liest man, das größte Problem sei: „Die Schutzwirkung für die Allgemeinbevölkerung wird überschätzt – nicht, weil die Masken überhaupt nicht schützen, sondern weil die Schutzwirkung draußen in der Regel gar nicht nötig ist.“ Und zur Frage, ob eine Maskenpflicht die Lösung sei, heißt es:

  • „Das Tragen von Masken “verführt” dazu, nicht mehr so vorsichtig zu sein; zum Beispiel weniger Abstand zu Menschen zu halten.
  • Masken müssen regelmäßig gewechselt werden, da sie durch die Atemluft feucht werden und ihre ‚Barrierefunktion‘ gegenüber dem Coronavirus dadurch abnimmt.
  • Insbesondere bei selbst genähten Masken fehlt die Anleitung, wie man eine Schutzmaske richtig nutzt, um sich nicht einer zusätzlichen Infektionsgefahr auszusetzen.
  • Bis alle Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeheime dauerhaft mit ausreichend Masken versorgt sind, erscheint es geradezu fahrlässig, eine Maskenpflicht einzuführen.“

Gefährlich, wenn man die Maske falsch benutzt, und das passiert zwangsläufig

Die Frage, ob das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske gefährlich sei, wird auf der gleichen Seite so beantwortet: Während der Nutzen nicht oder kaum belegbar ist, kann das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken auch gefährlich sein; nämlich dann, wenn man sie falsch benutzt. Und das passiert fast zwangsläufig. Viele Menschen greifen oft an die Maske, um den Sitz zu prüfen oder zu korrigieren. Oft sieht man auch Menschen, die ihre Maske zwischenzeitlich unters Kinn schieben und in einer vermeintlichen “Gefahren”-Situation wieder vors Gesicht ziehen. Dabei kann man sich das Coronavirus über eine Schmierinfektion einfangen.“ Zum Verhalten mit Schutzmaske wird an gleicher Stelle dies geraten:

  • Stets so verhalten, als ob man keine Maske tragen würde.
  • Die Maske so behandeln, als ob sie mit Viren verunreinigt wäre.
  • Die Maske nicht anfassen und nach dem Absetzen der Maske die Hände waschen. Wichtig: Berührungen im Gesicht und an der Maske vermeiden.
  • Nicht auf den Abstand zu anderen Menschen verzichten.
  • Trotz Maske in die Armbeuge husten und niesen

Da nicht notwendig, wirkt der Maskenzwang wie ein symbolisch verpasster Maulkorb

Notwendig ist der Schutzmaskenzwang also nicht. Freiwillig benutzen mag sie, wer will und sich mit ihr zusätzlich zu schützen hofft.. Die Ansteckungsrate ist in Deutschland seit Mitte März stark zurückgegangen. Seit 20. März liegt sie unter dem R-Wert 1. Das bedeutet, dass die Ansteckung zurückgeht. In dieser Lage wirkt der trotzdem verfügte Maskenzwang, als werde dem Volk ein symbolischer Maulkorb verpasst. Aber die meisten Deutschen nehmen ihn willig und obrigkeitsgläubig halt hin.

 

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