Zerstörungswut gegen Beatrix von Storch

 Unbekannte zertrümmerten nachts die Scheiben ihres geparkten Autos

Die gewalttätigen Angriffe gegen die neue Partei Alternative für Deutschland (AfD) und deren Kandidaten für die Bundestagswahl reißen nicht ab und steigern sich. Ein jüngstes Beispiel jetzt kurz vor dem Wahlsonntag: Als die Berliner AfD-Politikerin Beatrix von Storch*) gestern Vormittag (Donnerstag, 19. September) ihr Auto besteigen wollte, waren dessen Scheiben zertrümmert. Sie hatte es am Vorabend nahe ihrer Wohnung in Berlin-Mitte abgestellt. Für Berlin-Mitte ist Frau von Storch AfD-Direktkandidatin. Auf der Berliner Landesliste steht sie auf Platz 2 hinter dem Ökonomieprofessor Joachim Starbatty, der den ersten Listenplatz einnimmt.

Der Verdacht auf politischen Beweggrund liegt nahe

Die Polizei ist verständigt, Strafanzeige gestellt. Die Täter sind wie üblich unbekannt und werden es vermutlich bleiben. Der Verdacht auf einen politischen Beweggrund für die Straftat liegt auf der Hand; im Auto hatten Plakate der Partei gelegen. Beatrix von Storch ist in Berlin und im Bundesgebiet ein bekanntes Gesicht – nicht erst durch ihr Mitwirken in der AfD und ihre Kandidatur, sondern schon als Sprecherin der bundesweiten Bürgerbewegung Zivile Koalition. Die neue Partei ist auf bestem Weg, in den nächsten Bundestag zu kommen. Wenn ihr das übermorgen am Wahlsonntag gelingt, wird dies ein politisches Beben auslösen.

AfD in der linksradikalen Szene geradezu verhasst

Die etablierten Altparteien sind inzwischen alarmiert und in größter Sorge, der Außenseiter AfD könne ihr Politkartell aufbrechen. Zunächst hatten sie (und die ihnen folgsamen Medien) die AfD durch Nichtbeachten niederhalten wollen, dann durch herablassendes Belächeln, dann durch Verdächtigungen als extrem rechts und schließlich – ziemlich spät, als ihnen unübersehbar die große AfD-Gefolgschaft bewusst wurde und gefährlich zu werden droht – durch Angreifen der Partei und abwertende Äußerungen im Wahlkampf. Geradezu verhasst ist die AfD in der linksradikalen Szene, darunter vor allem bei den „antifaschistischen“ und „autonomen“ Sektierern, Spinnern und Hetzern (Kurzbezeichnung: Antifa). Es sind militante extreme Gruppen und Grüppchen, die vor Gewalttätigkeiten nicht zurückschrecken und damit unselig an die SA (Sturmabteilung der „Braunhemden“) erinnern, der paramilitärischen Organisation der Nationalsozialisten in der Hitler-Zeit Deutschlands. Ob Personen aus diesem Umfeld die Straftat am Storch-Auto begangen haben, ist als Vermutung nicht abwegig, aber auch nicht bewiesen.

AfD-Plakate zerstört, tätliche Gewalt gegen Bernd Lucke

Es versteht sich, dass politische Auseinandersetzungen nicht mit Gewalt ausgetragen werden dürfen, sondern nur mit Worten und Argumenten. Nicht alle halten sich daran. Gerade die neue Partei Alternative für Deutschland erlebt es – augenscheinlich als einzige. Sehr viele ihrer Plakate sind zerstört worden, noch bis zuletzt auch die erneuerten. Darüber berichtet habe ich bereits (https://kpkrause.de/2013/08/12/wenn-argumente-fehlen/). Gegen die Übergriffe auf AfD-Wahlveranstaltungen hat die AfD in Berlin-Kreuzberg am 25. August mit einem Umzug demonstriert.**) Berichtet darüber hat die Online-Zeitung Die Freie Welt hier: http://www.freiewelt.net/reportage/afd-aktion-gegen-linke-gewalt-10008199/. Bei einer Wahlveranstaltung im Freien am 25. August in Bremen ist AfD-Bundessprecher und Spitzenkandidat Bernd Lucke tätlich angegriffen und vom Podium gestoßen worden. Es gibt davon eine Video-Aufnahme, die hier anzusehen ist: https://youtube.googleapis.com/v/Lrl602ognzY%26source=uds%26autoplay=1  Die Täter haben der Partei damit nicht wie beabsichtigt geschadet, sondern zusätzlich öffentliche Wahrnehmung verschafft und ihr folglich geholfen. Aber die Tat wird dadurch alles andere als geadelt. Auf solche Wahlhilfe angewiesen ist die Partei nicht.

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*)  Beatrix von Storch (Foto): https://kpkrause.de/wp-content/2013-08-09-Beatrix-von-Storch-Foto.doc

**)  Ein Foto von der Veranstaltung hier: https://kpkrause.de/wp-content/Demo-Foto-25.8.2013-in-Berlin-gegen-Plakatzerstörung.doc

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3 Gedanken zu “Zerstörungswut gegen Beatrix von Storch”

  1. Lieber Herr Dr. Krause,
    danke für Ihren Beitrag. Die Attacken der Anarchos schaden ihnen nur selbst. Aber diese Dumpfbacken begreifen es nicht. Wir müssen damit leben, sie genauso beobachten wie sie uns beobachten und sie verklagen, wo immer dies möglich ist. Die drei Angreifer auf Prof. Dr. Lucke in Bremen, die „Herren“ Sebastian Hirsch, Marcus Mattick und Jan-Ole Röbbeling werden bei der dortigen Staatsanwaltschaft wegen „Besonders schwerer Fall des Landfriedensbruch“ unter Aktenzeiche 285 Js 45316/13 angeklagt. Ich hoffe, ich war nicht der einzige, der nicht mehr bereit ist, solche Kriminelle zu dulden. Man sollte, falls es eine öffentliche Verhandlung geben sollte, daran teilnehmen.
    Bleiben Sie tapfer und gesund.
    Ihr Wolfgang Haars

  2. Werter Herr Krause,
    mit Ihrem Verdacht gegenüber der Antifa und anderen der „linksradikalen Szene“, „antifaschisten und autonome Szene“ ect. als vermutliche Täter bei den Angriffen und Ausfällen gegen die AfD und Frau v. Storch liegen Sie sicherlich genau richtig!
    Und dann kommt Ihr erstaunlicher Salto Mortale rückwärts und sie vergleichen diese Methoden mit denen der SA!
    Damit outen Sie sich als historischer Analphabet oder bloßer Schwätzer.Ist ihnen das nicht klar?
    Haben Sie keine Angst davor als mindestens unseriös zu erscheinen wenn Sie die SA in die linksradikale Ecke stellen?
    Wie ist es nur möglich, dass Ihnen bei dem selrsamen Vergleich nicht sofort die Komintern und die roten Schläger- und Mörderhorden der Weimarer Rpublik einfielen? Internationalisten und Kommunisten vom Schlage Erich Mielke z.B.? (Polizistenmorde).
    Das wäre doch geschichtlich korrekt gewesen, finden sie nicht auch?
    Zumal diese linksradikalen Horden damals, genau wie heute, unser Land in ein Schlachtfeld verwandelten – physisch und psychisch! Warum fallen Ihnen diese Parallellen nicht sofort ein?
    Die SA kämpfte, fast auf verlorenem Posten, damals gegen genau die selben Internationalisten (Globalisierer) wie wir sie heute bereits wieder als die neue Komintern, nun als Kapintern, im Rahmen der NWO erleben.
    Auch wenn es sich heute gut macht Rundumschläge gegen alles was sich irgendwie Rechts anhört auszuteilen, stimmig wird es auf keinen Fall.
    denken Sie doch bitte noch mal drüber nach.
    C.Pichlo

  3. Sehr geehrter Herr Pichlo,
    vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis; die roten Schlägerhorden hätte ich in der Tat ebenfalls erwähnen sollen. Aber verglichen habe ich nicht die Linksradikalität als Gemeinsamkeit zwischen Antifa und SA, sondern die Gewalttätigkeit gegen politische Gegner. Solche gewalttätigen Übergriffe gegen politische Gegner gehörten, jedenfalls später, zu den Hauptaufgaben der SA. Näheres hierzu finden Sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung (selbst wenn man gegen Wikipedia Vorbehalte haben kann). OB links- oder rechtsradikal spielt in meinem Zusammenhang keine Rolle. Gewalt ist Gewalt – von wem auch immer. Klaus Peter Krause

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