Wer mehr für Strom ausgeben muss …

… hat weniger Geld für andere Käufe übrig
Dieser Kaufkraftschwund ist eine stets verschwiegene Folge des EEG

Die Netto-Einkommen der Geringverdiener und Rentner sind nach Angaben des statischen Bundesamtes in den letzten zehn Jahren um 10 bis 20 Prozent gesunken. In der gleichen Zeit haben sich die Strompreise für die privaten Haushalte verdoppelt. Damit sind die Stromkosten für die unteren Einkommensgruppen von allen ihren Ausgaben diejenigen, die am schnellsten und stärksten steigen.


Auf Strom ist heute jeder angewiesen

Dies wiegt umso schwerer, weil heute jeder auf Strom angewiesen ist und nicht mehr auf ihn verzichten kann. Er braucht Strom für die Beleuchtung, zum Kochen und Waschen, für den Kühlschrank, das Radio, den Fernsehapparat, das Internet und die vielen Haushaltsgeräte. Ohne Strom laufen selbst die Gas- und Ölheizungen nicht, denn ihre Zündung und die Umwälzpumpen laufen nur mit Strom. Diesen Strombedarf haben die einzelnen Haushalte alle in nahezu gleicher Weise. Hier an Strom zu sparen, ist ihnen ohne einen wesentlichen Verlust an Lebensqualität kaum möglich. Geringverdienern bleibt sogar die Möglichkeit versperrt, stromsparende effizientere Geräte zu nutzen, weil ihnen das Geld fehlt, sie zu kaufen. Sie müssen also für Strom sogar noch relativ mehr ausgeben als die Besserverdiener.

Was die einen an Umsatz gewinnen, geht anderen an Umsatz verloren

Wer mehr für Strom ausgeben muss, hat weniger Geld für andere Ausgaben übrig. Seine Kaufkraft für diese anderen Güter (Waren und Dienstleistungen) nimmt ab. Das geht zu Lasten jener Unternehmen und Branchen, die diese Güter anbieten. Ihnen entgeht an Umsatz, was das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Betreibern von Windkraft- und Fotovoltaikanlagen, deren Finanzierern, deren Zulieferern sowie dem Fiskus an Mehreinnahmen verschafft. Diese Folge des EEG wird regelmäßig verschwiegen. Ebenso, dass in diesen Unternehmen und Branchen durch den Kaufkraftschwund Arbeitsplätze verloren gehen. Stets liest man nur davon, wie viele Arbeitsplätze durch Windkraft- und Fotovoltaiknutzung entstanden sind. Aber das sind subventionierte Arbeitsplätze. Solche Arbeitsplätze kann man auch schaffen, indem man allen Arbeitslosen eine Schaufel in die Hand drückt, sie Löcher damit graben lässt, die Löcher anschließend von ihnen wieder zuschütten lässt und ihnen dafür Geld gibt.

Bis 2020 wird sich der deutsche Strompreis nochmals verdoppeln

Die Ursache für den hohen Strompreis in Deutschland, der deutlich über dem Weltdurchschnitt liegt, sind Steuern und öffentliche Abgaben. Sie machen, wie der Bürgerservice der CDU-Bundesgeschäftsstelle mitgeteilt hat, rund 46 Prozent des Strompreises aus. Der größte Anteil daran, nämlich 17 Prozentpunkte, geht auf das Konto der Umlage nach dem EEG. Mit dem geplanten Ausbau der regenerativen Energien und auch dem ausschließlich dadurch bedingten Ausbau des Stromnetzes mit einigen tausend Kilometern neue Stromleitungen, wird dieser Anteil weiter stark steigen und bis zum Jahr 2020 den Strompreis abermals verdoppeln auf dann mehr als 50 Cent/kWh. Das wird die Verarmung der Geringverdiener zusätzlich vorantreiben.

Eine Umverteilung von unten nach oben

Gewinner sind die Besserverdiener, die in regenerative Anlagen investieren können. Sie kassieren mit den gesetzlich festgelegten hohen Einspeisevergütungen hohe Renditen, die nach dem EEG zwanzig Jahre lang garantiert werden. Verlierer sind die Geringverdiener, die die hohen Renditen der Anleger mit immer höheren Strompreisen bezahlen. So etwas pflegt man Umverteilung zu nennen, allerdings ist das eine von unten nach oben. Sie ist das Gegenteil von dem, was Politiker üblicherweise bekunden, nämlich eine Umverteilung von oben nach unten zu wollen. Verlierer sind aber auch die Arbeitnehmer, die durch den Kaufkraftverlust der Geringverdiener (geringere Nachfrage) ihren Arbeitsplatz verlieren, und die Beschäftigten in den energieintensiven Industrien (Stahl-, Metall-, Glas, Zement- Kunststoff- und Düngerherstellung), deren Betriebe schließen oder in Länder mit geringeren Energiekosten abwandern müssen.

Zu hohe Energiekosten sind ein schwerer Wettbewerbsnachteil

Allgemein wird die Bedeutung der Energiekosten erheblich unterschätzt: Pauschal über alle Güter haben sie an den Gesamt-Produktionskosten bereits einen Anteil von 20 Prozent. Damit sind sie schon so hoch wie die Lohnkosten mit ebenfalls 20 Prozent. 60 Prozent entfallen auf die Kosten für Material und Dienstleistungen. Zu hohe Energiekosten sind für die deutsche Wirtschaft ein schwerer Nachteil im Wettbewerb mit Importgütern. Sie kleinzureden, mag viele Bürger beruhigen, wird ihnen aber nicht helfen.

Die Subvention durch das EEG beenden

Mit dem EEG entwickelt sich sozialer Sprengstoff. Daher fordert die Anti-EEG-Bewegung (NAEB), die staatlich festgesetzten Einspeisevergütungen für Wind- und Sonnenkraftstrom abzuschaffen. Diese Forderung bedeutet nicht, sich von den regenerativen Energien zu verabschieden. Es gibt für sie Anwendungen zur Stromnutzung, die marktgerecht sind und sich ohne Subvention durchsetzen. Die Zwangsversorgung unseres nationalen Stromnetzes mit regenerativer Energie gehört nicht dazu, sie ist kontraproduktiv und sogar gefährlich. Daher nochmals die Aufforderung:

Dieser Energiepolitik die rote Karte zeigen

Über die drastische Stromverteuerung, den Kaufkraftschwund, den Wettbewerbsnachteil, die Arbeitsplatzverluste reden die Politiker und andere EEG-Profiteure lieber nicht. Aber wir sollten es. Sie sollten es. Zeigen Sie den Politikern und deren abenteuerlichen Energiepolitik die rote Karte zum Platzverweis. Machen Sie mit bei der deutschen Anti-EEG-Bewegung, abgekürzt Naeb. Auch ich gehöre ihr an. Sie fordert, die gesetzlichen Einspeisevergütungen für Wind-, Voltaik- und Biogas-Strom abzuschaffen. Die Betreiber erneuerbarer Energien sollten nur diejenigen Preise erhalten, die an der Leipziger Strombörse ermittelt werden. Nähere Informationen über die Anti-EEG-Bewegung finden Sie hier: http://www.naeb.info/naeb2.htm

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