Entgegnungen II

Zum Kommentar von Herrn Rossner am 25.3.2008: Was Sie schreiben, teile ich. Aber während Sie „noch hoffnungsvoll“ sind, bin ich es nicht. Es sei denn, es gelingt, die Mehrheit der wahlberechtigten Bevölkerung für die notwendigen Reformen zu überzeugen. Ich versuche, daran mitzuwirken, auch mit dieser Blog-Seite.

Zum Kommentar von Dr. Horst Weidmann am 1.4. 2008: Mein Interesse gilt der Familienpolitik ebenfalls. Ich werde mich in meinem nächsten Beitrag dazu äußern

Zum Kommentar von Michael Pfeiffer am 9.4.2008: Vielen Dank für Ihre Empfehlung in diesem Blog auch ein Unter-Thema: “SBZ-Verfolgung, -Vertreibung, -Enteignung / 1945 – 49″ einzurichten. Ich hatte das eigentlich nicht vor, weil ich seit 1990 in der FAZ (www.faznet.de) und der Berliner Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (www.jungefreiheit.de) schon so viel darüber geschrieben habe. Auch gibt es für dieses Thema schon längst spezielle Web-Seiten: www.staatshehlerei.org und www.are.org und www.webkreis.org Ich will aber gerne noch einmal darüber nachdenken, auch in diesem „Blog“ auf die schlimme Rechtsstaatswidrigkeit des „Rechtsstaates“ Deutschland aufmerksam zu machen.

Zum Kommentar von Dr Johannes Bohnen am 10.4. 2008:
Das „Oberthema dieses Blogs“ lautet bereits so, wie Sie es anregen: „Schleichender Verlust unserer Freiheit bzw. zunehmende Entmündigung des Bürgers.“ Auch „mit den richtigen Begrifflichkeiten“ und gegen die Diffamierung des Neo-Liberalismus wird das geschehen. Das Warnen vor dem Sozialismus ist darin eingeschlossen. Lafontaine, Gysi & Co betrachte auch ich “Feinde der Freiheit”. Aber die gibt es selbst in CDU/CSU und SPD.

Zum Kommentar von Ralf Paulsen am 10.4.2008 und Michael Pfeiffer am 8.4. und 11.4.2008: Auch mir ist es lieber, wenn alle, die bei diesem „Blog“ mitmachen, „Gesicht zeigen“, also mit offenem Visier diskutieren statt anonym oder unter Pseudonym. Andererseits ist die Möglichkeit, sich im Schutz der Anonymität zu äußern, ein Teil unserer Freiheitsrechte. Es kann auch einen guten Grund dafür geben und muss nicht unbedingt mangelnde Courage bedeuten. Gleichwohl ist meine Neigung, auf Anonymes zu reagieren, nicht sonderlich gvroß; ein Mitdiskutierender, der offen seinen Namen nennt, ist mir deutlich sympathischer. Noch sind wir doch nicht in einer Diktatur, wo man sich in die Anonymität begeben muss, um vor Schergenzugriff geschützt zu sein – es sei denn, die Furcht davor, es könnte wieder eine geben, besteht schon jetzt und damit auch die Angst, für das, was heute im Internet frei heraus geäußert wird und damit gespeichert und dauerhaft abrufbar in der Welt ist, eines Tages verfolgt zu werden.

Zum Kommentar von „Anonym“ am 10. 4.2008: Sie glauben, Sie hätten keinerlei Vorteil davon, wenn die (schon jetzt gewaltige) Staatsverschuldung zurückgeführt würde. Die Rückführung bedeute doch nur, Sie müssten für die Schulden tatsächlich aufkommen und die Insolvenz werde weiter verschleppt, deren Folgen Sie dann ebenfalls wieder bezahlen müssten. Aber Sie (und wir anderen Staatsbürger) müssen immer dafür aufkommen, denn: Erstens wird es, wenn die Verschuldung wirklich (und natürlich nur schrittweise) zurückgeführt wird, eine durch zu hohe Verschuldung drohende Insolvenz logischerweise gar nicht geben, sondern im Gegenteil vermieden. Zweitens kann, je mehr die Verschuldung zunimmt, ebendies die Insolvenz gerade herbeiführen. Ist die Verschuldung dann so hoch, dass sie der Staat nicht mehr bewältigen kann, besteht die Gefahr, dass er sich mit Hilfe eines Währungsschnitts dieser Last entledigt. Auch die schleichende Inflation spielt ihm dabei in die Hände. Der damit verbundene Vermögensverlust trifft dann auch Sie oder ihre Kinder und Enkel. Das sollten Sie doch wohl nicht wollen!? Drittens muss der Staat bei weiter steigender Verschuldung immer mehr Mittel für die Zinszahlungen ausgeben. Dann steht für andere Staatsaufgaben, soweit sie wirklich notwendig sind, immer weniger zur Verfügung. Das kann auch für Sie selbst nachteilig sein und nicht erst nach Ihrem Ableben eintreten. Kann und will der Staat solche notwendigen Aufgaben aber nicht einschränken, wird er sich die fehlenden Mittel bei uns Bürgern holen, also auch bei Ihnen – nämlich durch noch höhere Steuern. Wollen Sie das? Fazit: So oder so – Sie können sich nicht drücken. Auch Sie (und wir anderen) müssen für die Verschuldung immer und schon zu Lebzeiten aufkommen. Mitgefangen, mitgehangen. Ihr Egoismus hilft Ihnen dabei kein bißchen. Mit anderen Worten: Auch Sie haben von der Schuldenrückführung durchaus einen Vorteil.

Zum Kommentar von Michael Pfeiffer am 13.4.2008: Vielen Dank für den Hinweis auf die Internet-Seite DemokratieOnline. Ich habe Sie meinen „Favoriten“ hinzugefügt. Zu Ihrem Link
http://www.demokratieonline.de/modules/newbb_plus/viewtopic.php?topic_id=13&forum=4 nur so viel: Den Petitionsausschuss können Sie in Sachen „Rehabilitierung und Wiedergutmachung für die Opfer schwerster, menschenrechtswidriger politischer Verfolgung 1945 bis 1949 in der sowjetischen Besatzungszone“ vergessen. Der will einfach nicht und ist ohnehin eine lahme Ente. Vergessen Sie ihn.

Zum Kommentar von Ratio am 11.4. 2008:
Sie fragen, was ich von der (von Ihnen allerdings nur sehr kurz angerissenen) „fundamentalen geldtheoretischen Meinung“ halte. Aber hierzu möchte ich mich nicht auch noch äußern, jedenfalls zunächst nicht. Nur kurz dies: Giralgeld (Buchgeld) ist sehr wohl zusätzliches Geld. Jeder Kredit, den eine Bank einräumt, ist Geldschöpfung. Begrenzen lässt sich ihre Ausweitung mit den bekannten Notenbank-Instrumenten wie Mindestreserve und Diskontsatz. Und zur Wirkung der Geldumlaufgeschwindigkeit, die nach Ihrer Darstellung auf die Geldmenge keinen Einfluß hat, verweise ich auf folgenden lexikalischen Eintrag. Danach ist die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes „die Häufigkeit, mit der das Geld in einer bestimmten Zeit den Besitzer wechselt und umgesetzt wird. Die Geldumlaufgeschwindigkeit ist also um so höher, je schneller das Geld von der Bevölkerung wieder für den Kauf von Gütern ausgegeben wird. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes hat Einfluss auf den Geldwert. Eine Steigerung (Verringerung) der Geldumlaufgeschwindigkeit wirkt sich dabei wie eine Vergrößerung (Verkleinerung) der Geldmenge in der Volkswirtschaft aus. Die Geschwindigkeit, mit der das Geld ausgegeben wird, hängt von verschiedenen Einflüssen und Gründen wie den Zahlungsgewohnheiten, der Abwicklung von Zahlungsvorgängen (bar oder bargeldlos) oder von den zukünftigen Erwartungen an die Preisentwicklung ab. Quelle: Das Lexikon der Wirtschaft. Grundlegendes Wissen von A bis Z. 2. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus 2004. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2004.

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18 Kommentare zu „Entgegnungen II“

  1. Vielen Dank für Ihre Entgegnung an mich, sehr geehrter Herr Dr. Krause,

    Ihre Ansicht, der Pet.-Ausschuss sei „eine lahme Ente“ – und meine ö.P.-ID 572 für die Opfer kommunistischer SED-Verbrechen sei damit „im Ansatz bereits völlig aussichtlos“, kann, will und darf ich als rechtsstaatlicher Demokrat nicht teilen.

    Gründe:
    Vielleicht darf ich höflich Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, dass eine (vergleichbare) öffentliche Petition für (durch) die TÄTER DER SED-DIKTATUR zu einem sehr beachtlichen Erfolg für diese Schergen des MfS- und andere Stützen der SED-Diktatur führte (s. unten). MdB Dr. Gysi hatte ja auch in 2007 bekanntlich vor Altkadern der Stasi im Verein ISOR über die „Rentenfragen“ referiert, wie der Presse vielfach zu entnehmen war. – Wie könnte also der Pet.-Ausschuss nun den OPFERN der willfährigen SED-Schergen eine moralische Rehabilitierung und die Wiederherstellung ihrer EHRE und REPUTATION verweigern? – Meine ö.P. zielt nicht auf höhere Entschädigung oder andere materielle Vorteilsnahmen ab – sondern einzig und alleine auf die MORALISCHE Reha unschuldiger Bürger; – die ö.P. der SED- und MfS Schergen hingegen war AUSSCHLIESSLICH auf eine materielle Besserstellung (sprich: höhere Renten) ausgerichtet – und hatte Erfolg…ABER: (m)eine Bitte um eine rein moralische Rehabilitierung Unschuldiger soll von vorne herein „völlig aussichtslos“ sein? – Ich weigere mich zu glauben, dass unser Rechtsstaat TÄTER und VERBRECHER materiell begünstigt und besserstellt – aber die OPFER genau dieser STAATS-VERBRECHER niemals auch nur moralisch rehabilitieren wird.

    Bitte lesen Sie aber nachstehend die öffentliche Bekanntmachung des Petitionsausschusses über die nunmehr aktuell sehr erfolgreiche ö.P. der TÄTER (in) der SED-DIKTATUR:

    Bekanntmachung
    eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
    zu Petitionen,
    mit denen die Herausgabe von Daten über das Besoldungs- und Versorgungssystem
    im Ministerium für Staatssicherheit/Amt für Nationale Sicherheit (MfS/AfNS) gefordert
    wird, damit auf dieser Basis das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zur erneuten
    Prüfung des § 7 Abs. 1 Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetzes (AAÜG)
    angerufen werden kann.
    Zu diesem Anliegen lagen dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
    2.556 Eingaben gleichen Inhalts vor, zusätzlich wurden die Eingaben von 3.900 Unterstützern
    mitgetragen.
    Im Wesentlichen verfolgten die Petenten das Ziel, dass sämtliche Kürzungen der
    Rentenansprüche ehemaliger Mitarbeiter des MfS/AfNS aufgehoben werden.
    Das BVerfG habe in seiner Entscheidung vom 22. Juni 2004 über eine Verfassungsbeschwerde,
    die sich mittelbar gegen § 7 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Anlage 6
    AAÜG richtete, neue rechtserhebliche Tatsachen verlangt, um eine Entscheidung zu
    dieser Regelung in der Sache treffen zu können. Damit eine erneute verfassungsrechtliche
    Überprüfung der Vorschrift des § 7 Abs. 1 AAÜG durch das BVerfG herbeigeführt
    werden könne, würden neue rechtserhebliche Tatsachen, die gegen die
    tragenden Feststellungen des Gerichts sprächen und somit eine andere Entscheidung
    rechtfertigten, benötigt. Diese neuen rechtserheblichen Tatsachen ergäben sich
    nach der Meinung der Petenten aus den Unterlagen der BStU und aus den über drei
    Millionen Datensätzen des BVA, die im Zusammenhang mit der Erteilung von Entgeltbescheiden
    gespeichert worden seien.
    Auf Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses – Sammelübersicht 16/234
    (Drs. 16/5639) – hat der Deutsche Bundestag in seiner 105. Sitzung am 21. Juni 2007
    beschlossen, das Petitionsverfahren abzuschließen, weil die geltenden rechtlichen
    Regelungen sachgerecht sind und dem Anliegen bereits teilweise entsprochen wurde.
    Der Text der Beschlussempfehlung kann schriftlich unter Angabe des Aktenzeichens
    1-15-06-2002-027483 beim Deutschen Bundestag, Sekretariat des Petitionsausschusses,
    Platz der Republik 1, 11011 Berlin, angefordert werden.
    Berlin, den 12. September 2007

  2. Verehrter Herr Krause,

    der Sinn einer Insolvenzabwicklung ist, dass ein verschuldeter Privater, der nicht mehr die Kraft hat sich wirtschaftlich zu gesunden, nicht noch mehr Schulden anhäuft und noch mehr Schuldner schafft, die am Ende leer ausgehen. Das ist wirklich sehr simpel.

    Was den Staat angeht, so ist er per se keine Institution, die sorglich mit den Einnahmen umgeht. Es gibt auch praktisch keinen demokratischen Staat, der seine Schulden brav abbaut. Die Schulden werden mehr, nicht weniger. Der Staat ist insolvent. Er verschafft sich immer mehr Gläubiger und er hat keine Mittel sich legal zu sanieren, dazu müsste er sich ja selber zurückschrumpfen. Jeder Euro mehr, den man in das Monster Staat steckt, ist ein weiterer Euro, der vom Monster verschlungen wird. Ich weiß, dass ist hart sich einzugestehen, wenn man den den Staatsbetrieb gewöhnt ist. Aber die Schulden des Staates sind sowieso nur durch künftige Steuereinnahmen „gedeckt“. Es ist naiv anzunehmen, die Jungen würden das alle klaglos hinnehmen und die Raubzüge der Nazi-und SED-Nachfolger, den Rentenbetrug, die Folgen der Politik der 68er und der Einheit mittragen. Die Leistungsfähigen wandern doch jetzt schon massenweise aus. Inflation ist unvermeidbar. Ich weiß nicht, ob man in 10-20 Jahren mit Bürgerkrieg und ähnlichem rechnen muss. Ich fürchte eher ja. Die Rechnung wird nicht aufgehen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Aber das ist sowieso keine politische Option.

  3. RE: II.

    …zu (meinen) öffentlichen Petitionen an den Deutschen Bundestag:

    Sehr geehrter Herr Dr. Krause,

    ich habe just am heutigen Tage noch eine weitere öffentliche Petition in den Deutschen Bundestag eingebracht; – ob auch diesmal eine öffentliche Freischaltung/Publizierung erfolgt – bleibt abzuwarten. Hierbei geht es um die Wiedergutmachung unsäglicher kommunistischer Verbrechen in der SBZ/DDR, die jedem anständigen Menschen „das Blut in den Adern gefrieren lassen“; – es geht nämlich um den Raub von Leichen, -um Störung der Totenruhe, -um Missachtung von Bestattungsverfügungen, -um Entweihung und Schändung von Gräbern, -Grüften, -Familienkapellen, -Mausoleen; -es geht um freie Religionsausübung; -es geht um christlich-abendländische Werte und Kultur im Rechtsstaat BRD! – Werden Sie meine nachstehende ö.P. ggf. mitzeichnen und weiterempfehlen, falls eine öffentliche Publizierung durch den Pet.-Ausschuss erfolgen sollte?
    _________
    Der Deutsche Bundestag möge beschließen….
    die im Zuge des kommunistischen Klassenkampfes in der SBZ/DDR entwendeten und fremdbestimmten Leichname in ihre angestammten Erbbegräbnisstätten würdig umzubetten.

    Begründung:
    Im Zuge der totalitären Durchsetzung der sog. „demokratischen Bodenreform in der SBZ/DDR“ in der Zeit von 1945 – 1949 – und der sich hieran anschließenden Aufsiedlung durch Neusiedler in den 1950er Jahren – erfolgten massive Übergriffe auf die Familienkapellen, Grüfte, Mausoleen – d. h., Erbbegräbnisstätten – der zwangsenteigneten Familien auf deren vormaligen Gütern.
    Im Jahre 2006 wurden mir diese Gräberschändungen vom seinerzeitigen Innenminister des Landes Mecklenburg–Vorpommern wie folgt öffentlich (unter „kandidatenwatch“) bestätigt; – ich zitiere Innenminister a.D. Dr. Gottfried T: „…Viele Spuren aus jener Zeit sind in 40 Jahren DDR zerstört worden. Leider gehört dazu auch an einigen Orten der Umgang mit den Särgen aus den Familiengruften. Aber es gibt glücklicherweise auch Beispiele, wo Bürger vor Ort die Totenruhe mit Tatkraft geschützt haben.“ (Zitat Ende) – Es wurden nachweislich Leichname vieler Generationen aus diesen teilweise uralt angestammten Familiengrabstätten entwendet – und sodann völlig fremdbestimmt (in der Regel) auf dem nächsten Ortsfriedhof – und oftmals anonym – regelrecht verscharrt. Das heißt konkret, der kommunistische Klassenkampf in der SBZ/DDR machte selbst vor den Gräbern und den Toten des erklärten Klassenfeindes nicht halt. Die durch die SED-Kommunisten zuvor zwangsvertriebenen und mit Kreisverweisung bestraften Alteigentümer bzw. Familienangehörigen hatten faktisch keinerlei reale Chance, dieser menschenverachtenden Fremdbestimmung ihrer ehrbaren Toten beizuwohnen. Die Beisetzungsbestimmungen der Verstorbenen und die Totenruhe wurden durch diese Gräberschändungen eklatant mit Füßen getreten. Nach m.E. herrschender Ansicht wurde durch diese kommunistischen Willkürmaßnahmen das Pietätsgefühl der Angehörigen und der Zivilgesellschaft durch das fortwirkende Persönlichkeitsrecht der Verstorbenen – über den Tod hinaus (postmortales Persönlichkeitsrecht) – massiv als Rechtsgut im Kernbestand verletzt. Die vollzogene vorsätzliche Störung der Totenruhe stellt nach geltendem Recht der BRD einen expliziten Straftatbestand dar. Die zwangsvertriebenen Angehörigen dieser geraubten bzw. geschändeten Toten haben in der BRD ferner einen grundgesetzlich garantierten Anspruch darauf, ihre Religion in den angestammten Familienkapellen, Grüften, Mausoleen etc ausüben zu dürfen; diese freie Religionsausübung ist ferner universell durch den UNO-Pakt über bürgerliche und politische Rechte (Art.18) festgeschrieben. Ein wahrer Rechtsstaat muss seine Toten ehren – und die intimen (geschändeten und entweihten) Erbbegräbnisstätten gehören m. E. eindeutig in die Hände der betroffenen Familien!

  4. zu „Noch sind wir doch nicht in einer Diktatur, wo man sich in die Anonymität begeben muss, um vor Schergenzugriff geschützt zu sein“

    Es gibt zwar noch keine Schergen, die mich verhaften und deportieren wollen, aber mit Diskriminierung, Denunzierung, üble Nachrede, Verächtlichung und Missbrauch von persönlichen Daten habe ich schon heute zu tun. Das hat weniger mit Diktatur zu tun als mit Demokratie, wobei mir der eigentliche Unterschied nicht ganz klar ist.

  5. zu Michael Pfeiffer:

    Sehr geehrter Herr Pfeiffer, ich finde die Beiträge von Dr. Krause interessant und ich finde die ANtworten der Mit-Blogger interessant. Aber ehrlicherweise habe ich den Eindruck, dass Sie mit Ihren Petitionen usw. hier auf dieser Seite verfehlt sind. Ich verstehe, dass Sie die Öffentlichkeit suchen und in der Sache haben Sie RECHT, RECHT, RECHT!!! Aber irgendwie passen Ihre Beiträge hier nicht her.

  6. M.P. an f.k.:

    …mag sein, darum sollte man ja auch über WICHTIGE Themen diskutieren; – Ihre Beiträge langweilen mich allerdings – und irgenwie versuche ich darum immer – diese anonymen „Seifen-Bloggys“ zu überspringen; das gelingt leider mir (und anderen) aber nicht immer.

  7. Zur Geldvermehrung alias „Geldschöpfung“

    Sehr geehrter Herr Dr. Krause,

    danke für Ihre Antwort. Nun bin ich juristisch, ökonomisch und bilanztechnisch ja durchaus bewandert und kenne die von Ihnen wiederholte Ansicht zur angeblichen Geldvermehrung („Geldschöpfung“). Was alle für richtig halten, ist meistens falsch, sagte mal jemand. Gehen Sie ruhig mal davon aus, daß ich mich auskenne und gerade aus diesem Grunde anderer Meinung bin, schon aus rein logischen Gründen – unabhängig übrigens auch davon, was man konkret unter „Geld“ versteht.

    Jeder Kredit, den eine Bank einräumt, ist Geldschöpfung.

    Sicher. Das wird überall behauptet. Dafür gibt es aber keine brauchbare Begründung. Die kann es nicht geben, da diese Annahme den Denkgesetzen widerspricht. Jeder der folgenden Gedanken ist eigentlich schon für sich allein zur Widerlegung ausreichend.

    Durch Verleih oder Vermietung – von was auch immer – entsteht kein neues Wirtschaftsgut. Es verlagern sich nur die Gebrauchsmöglichkeiten. Ein Mieter kann Wohnung oder Auto nutzen, ein Kreditnehmer das ihm überlassene Kapital. Der Vermieter/Darlehensgeber ist insoweit ausgeschlossen. Mehr Geld oder sonstige Güter entstehen durch Leihgaben nicht, nur schuldrechtliche Forderungen insbesondere auf Rückerstattung, die zu Mißverständnissen Anlaß geben.

    Keine Gütermenge/Geldmenge kann sich durch Gebrauchsüberlassungen (Kredite) erhöhen. Das ist logisch nicht möglich und somit absolut unmöglich.

    Die „Geldschöpfungstheorie“ scheitert auch daran, daß niemand (von was auch immer) mehr verleihen kann als er selbst hat. Er kann zwar mehr versprechen, einhalten und erfüllen kann er solche Versprechen nicht. Das gilt natürlich auch für Geld. Geld unterliegt den gleichen juristischen und ökonomischen Gesetzen wie jedes andere der Gattung nach bestimmte (vertretbare) Wirtschaftsgut. Kauf und Tausch werden völlig gleich behandelt (§ 515 BGB).

    Wenn eine Geschäftsbank durch Geldverleih Geld vermehren könnte, könnte das auch jeder von uns. – Glauben Sie im Ernst, daß Sie oder ich das können? Wie bitte soll das genau gehen?

    Angenommen ich leihe Ihnen 5.000.- Euro. Habe ich damit mein Geld vermehrt? Sie sind jetzt zwar liquider (und ich weniger). Sie sind aber nicht „reicher“ (und ich bin nicht ärmer) weil sie das Geld zurückzahlen müssen. Wo entsteht denn hier mehr Geld?

    Wie sieht die „Geldschöpfung“ denn bilanzmäßig aus?

    Wunderbare Vermehrung der Aktiva anstelle bloßen Aktivtauschs auf Geberseite und schlichter Aktiv-Passiv-Mehrung auf Nehmer-Seite? Also bitte, wie bucht man denn so seltsame Geschäftsvorfälle wie „Geldschöpfungen“? Könnten Sie mir den Buchungssatz nennen? Kein mir bekannter Ökonom geht darauf ein.

    Schon der Ausdruck „Geldschöpfung“ ist eher poetisch und unwissenschaftlich. Wie dem auch sei: Durch Kreditvergaben ist Geld ebensowenig zu „schöpfen“ wie durch Auto-Vermietungen Autos zu „schöpfen“ sind.

    Auch wenn ich Sie mit diesen wenigen Bemerkungen zu einem wahrlich kolossalen Irrtum nicht auf Anhieb überzeugen konnte, werden Sie hoffentlich einsehen, lieber Herr Dr. Krause, daß Ihre Position sehr begründungsbedürftig ist.

    Daß die meisten Ökonomen das so und nicht anders gelernt haben, reicht nicht aus.

  8. Nachtrag.
    Sie schreiben, sehr geehrter Herr Dr. Krause:

    Giralgeld (Buchgeld) ist sehr wohl zusätzliches Geld.

    Das widerlegt oben Gesagtes zwar nicht, aber ich sollte doch ausdrücklich drauf eingehen. Sozusagen ein konkreter Anwendungsfall.

    Unter „Buchgeld“ versteht man fällige oder betagte Forderungen die auf Geld gerichtet sind. Forderungen auf Geld sind kein Geld. Ebensowenig wie – sorry – auf Autos gerichtete Forderungen Autos sind.

    Der Terminus „Buchgeld“ stört mich zwar nicht, ist hier aber hochgradig irreführend. Analog müßte man von „Buchautos“ oder allgemein „Buchwaren“ reden.

    Ich verkenne nicht, daß „Buchgeld“ echtes Geld mehr oder weniger ersetzen kann. Buchgeld ist insofern aber kein zusätzliches Geld, sondern Geld-Ersatz, da es nur anstelle des Bargelds und nicht gleichzeitig mit dem Bargeld des Schuldners also quasi doppelt verwendet werden kann. Buchgeld muß voll und ganz durch Geld des Schuldners gedeckt sein.

    Buchgeld wird meist nur zahlungshalber, ausnahmsweise auch an Erfüllungs Statt übertragen (Zession). Normalfall ist bargeldloser Zahlungsverkehr durch Zession solcher Forderungen, deren Schuldner anerkannt zahlungsfähig sind also über das nötige Kleingeld verfügen (Banken). Haben sie es nicht und können sie es sich auch nicht termingerecht besorgen, sind sie konkursreif, das Buchgeld als Geldersatz unbrauchbar.

    Buchgeld kann summenmäßig auch niemals höher sein als die Summe des insgesamt vorhandenen Geldes. Höhere Ansätze können in der Praxis nur irrtümlich, also fälschlich vorkommen, wenn man z.B. nicht weiß, daß der Schuldner insolvent (geworden) ist. Notleidende Forderungen sind direkt oder indirekt abzuschreiben.

    Buchgeld entsteht i.a. durch Kreditvergabe, die in der Gebrauchsüberlassung von Bargeld oder wiederum Buchgeld bestehen kann. Die Überlassung von Geld erhöht die Geldmenge nicht. Ebensowenig, verzeihen Sie, wie die Überlassung (Vermietung) einer Wohnung den Wohnungsbestand erhöht.

    Mit dem Buchgeld ist es im Prinzip nicht viel anders als mit dem (echten) Geld. Wie echtes Geld den Tauschhandel bloß erleichtert und im übrigen wert- und bedeutungslos ist, so erleichtert man sich mit Buchgeld den Tausch noch etwas weitergehend indem man sich den vor allem bei großen Summen lästigen physikalischen Transport, das Abzählen usw. von Geld erspart.

    Fazit:
    Geld und Buchgeld sind sehr praktische, aber theoretisch belanglose Vereinfachungen für den Tauschhandel. Beides ist ohne JEDE Relevanz für die Grundfragen nationalökonomischer Theorie. Wer damit mehr verknüpft und hineingeheimnisst und dabei notwendig gegen elementare Regeln der Logik verstößt, dem fehlt der rechte Durchblick.

    Meine fraglos nobelpreisverdächtige Meinung. 🙂

    Entgegnung: Sie mögen vom Buchgeld halten, was Sie wollen. Aber Buchgeld ist insofern doch „echtes“ Geld, weil man mit einem von der Bank eingeräumten Kredit von seinem Konto per Überweisung auf ein anderes Konto eine Rechnung oder was immer sonst bezahlen kann, ohne eine Banknote in die Hand nehmen zu müssen. Eben darum ist jede Vergabe eines Kredits, der dann auch in Anspruch genommen wird, ein Geldschöpfung wie das Drucken von Banknoten. Leider nicht (mehr) nobelpreisverdächtig. :-))

  9. „Noch sind wir doch nicht in einer Diktatur, wo man sich in die Anonymität begeben muss, um vor Schergenzugriff geschützt zu sein – es sei denn, die Furcht davor, es könnte wieder eine geben, besteht schon jetzt und damit auch die Angst, für das, was heute im Internet frei heraus geäußert wird und damit gespeichert und dauerhaft abrufbar in der Welt ist, eines Tages verfolgt zu werden.“
    Diese Ausführung kann ich leider nicht unwidersprochen stehen lassen.
    Ich betrachte mich als Verfolgten der Bundesrepublik Deutschland und habe mich folgerichtig auch bei der Menschenrechtskommission wegen Zerstörung meiner bürgerlichen Existenz um 1995 und nachfolgend beschwert. Bisher hat der GH die Sache nicht angenommen und wird es vermutlich auch nicht.
    Auf Grund der Negativerfahrung, die andere in noch schlimmerer Weise erlebt haben als ich, rate ich inzwischen Jedermann der arbeitswillig ist, dieses Land zu verlassen und sich in einen Rechtsstaat zu begeben. Die Bundesrepublik ist weit davon entfernt.
    Welche Länder das sein sollen ist allerdings schwer zu beantworten. Dazu könnte die Schweiz gehören. Viele meiner ärztlichen Berufskollegen sind jedenfalls bereits in die Schweiz ausgewandert. Bisher habe ich keine Negativrückmeldungen erhalten.

    Zur „fraglos nobelpreisverdächtige Meinung“.
    Die Beiträge gehen nicht auf das eigentliche Problem ein. Das Problem ist nicht die Vergabe von Krediten, sondern die Vergabe von ungedeckten Krediten, die durch NICHTS gedeckt sind und auch keine Chance auf Rückzahlung der Schuld haben.
    Das ist bei den Bundesanleihen der Bundesrepublik Deutschland und sämtlichen Industriestaaten des Westens offensichtlich der Fall.
    Damit möchte mir bitte jeder angehende Nobelpreisträger mitteilen, welcher auszahlbare Gegenwert für die Bundesanleihen der Industriestaaten stehen.
    Konnte man früher noch argumentieren, da steht angeblich das Volksvermögen, welches durch Steuerzahlungen gedeckt sein soll, dagegen, wie z. B. das Staatseigentum an der Deutschen Post oder der Deutschen Bahn, so hat der Staat inzwischen weitgehend die in seinem Eigentum befindlichen Werte veräußert und bietet keine Sicherheit mehr für die Kredite des Staates an seine Bürger.
    Auch das Argument, die Kredite von heute sind die Steuern von Morgen, zieht inzwischen nicht mehr.
    Das liegt einfach daran, dass die Abgabenquote bei mir als selbständigen Ärzt bereits einschließlich Pflichtversicherung bei mehr als 2/3 des Einkommens angekommen ist. Es lohnt sich nicht mehr zu arbeiten, wenn ich überwiegend nur noch für andere arbeiten muss. Damit ist die Rüßckzahlung über Steuern mehr als fragwürdig.
    Wer kurz vor der Rente steht, nimmt das vielleicht noch wenige Jahre in kauf, die Jüngeren werden das Land verlassen und sich nicht weiter freiwillig ausplündern lassen.
    Fazit: Der Staat nimmt Kredite bei Bürgern auf, die für das verliehen Geld gearbeitet haben (Rente).
    Er kann die geliehenen Gelder jedoch weder über Sachwerte, noch über Steuern jemals zurückzahlen.

    Auch unberücksichtigt ist das Problem der Geldschöpfung über die Geldmengenausweitung, sprich „fiat money“ System.
    Der Gott des Geldes spricht: Es werde Geld und es wird Geld gedruckt um damit Wähler zu kaufen.
    Wer die Möglichkeit hat sich auf einem (Staats-)Konto jeden beliebigen Betrag ohne Gegenleistung zu schöpfen, ist nicht der Erfinder einer neuen Ökonomie, sondern ein Betrüger, weil Falschgeldhersteller.
    Das trifft inzwischen für alle Industriestaaten zu. Das Ganze ist ein großer Schwindel zu lasten der Vermögenden, die in Ihrer Einfältigkeit einem solchen Staat ihr Vermögen überlassen.
    Es wird sich demnächst in hole Entschuldigungen der dann gerade amtierenden Politiker und vermutlich in Nostandsgesetze auflösen, die Streichung von ein paar Stellen vor dem Komma auf jedem Konto inbegriffen.

    Wer einmal die DDR ertragen musste, kennt noch den Honeckerspruch: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“.
    Ochs und Esel sind zwar gegangen worden (einschließlich der „böse Wolf“), der Sozialismus hat gerade deshalb und nur deshalb unter Frau Merkel entgültig gesiegt.
    Ein später Triumpf für Herrn Honecker und Genugtuung für seine noch lebende Frau.
    Dann herzlichen Glückwunsch! Sie sind die Gewinner!

  10. …vielleicht noch ein etwas „länglicher“ Nachsatz zu Ihrer folgenden „Entgegnung“ an mich – sehr geehrter Herr Dr. Krause:….“Den Petitionsausschuss können Sie in Sachen „Rehabilitierung und Wiedergutmachung für die Opfer schwerster, menschenrechtswidriger politischer Verfolgung 1945 bis 1949 in der sowjetischen Besatzungszone“ vergessen. Der will einfach nicht und ist ohnehin eine lahme Ente. Vergessen Sie ihn.“

    Sehen Sie es doch einmal so, Herr Dr. Krause :

    > wenn jede Schlacht aus (vermeintlich) aussichtsloser Position niemals gewagt worden wäre – dann wäre die Menschheit um großartige SIEGE dieser vermeintlich bereits besiegten tapferen Helden betrogen worden :

    Ich stütze mich ja auch nicht alleine auf diese öffentliche Petition ab: – eine Beschwerde vor dem UN-Menschenrechtsausschuss ist seit ca. 2-Jahren an unseren (Ihnen bekannten) RA Dr. G. aus Bad E. mandadiert und in Vorbereitung; -unser Antrag auf StrReha wurde durch unseren RA Dr. G. aus Bad E. vor der Generalstaatsanwaltschaft in Schwerin zum Ruhen gebracht – bis über eine seit geraumer Zeit anhängige Beschwerde unseres RA Dr. G. aus Bad E. vor dem BVerfG entschieden wird; -(weitere) Beschwerden sind offenbar vor dem EGMR noch anhängig – wie man so hört; — und ein einziges „Puzzle-Teil“ in diesem „Stratego-Spiel“ ist meine öffentliche Petition ID=572. – Diese ö.P. wird in absehbarer Zeit durch den Deutschen Bundestag öffentlich „beschieden“ werden – und bietet allen Volljuristen, Professoren und Rechtsstaatlern eine (ggf.) weitere Angriffsfläche für (ggf.) weitere rechtsstaatliche Aktionen.

    Sehen Sie es doch einmal so, sehr geehrter Herr Dr. Krause:

    > Man kann sich wie ein Opfer-Lamm abschlachten lassen; – man kann aber auch aus (vermeintlich) unterlegener Position KÄMPFEN ! – So hat u.a. z.B. der (von mir markenrechtlich geschützte) Kampfstier GORDITO am 26.07.1869 in der Kampfarena von El Puerto de Santa Maria (Spanien) -21- Pferde der Lanzenreiter (Picadores) im Freiheitskampf getötet – und wurde begnadigt (indulto). – In meiner mütterlichen- und auch der väterlichen Familie kämpft man (von einigen Verrätern abgesehen) um die EHRE und die FREIHEIT – wie Sie sicherlich auch der folgenden Ansicht in „Zeichen und Andeutungen“ entnehmen können:

    http://www.gutshaeuser.de/wappen/plessen.html

    Bitte schauen Sie sich doch auch tatsächlich einmal die ehrbaren Mitzeichner/Unterstützer meiner ö.P.=572 an :
    http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_signatures.asp?PetitionID=572

    …da finden Sie u.a. den Türken M.S., der über mehr als 16-Jahre gegen die BRD um seine Menschen-Rechte unermüdlich gekämpft hatte – und letztlich vor dem EGMR obsiegte;
    …da finden Sie einen sehr bekannten Filmemacher und Professor – dem man nunmehr offenbar das Wort und die historische Wahrheit in Forschung und Lehre verbieten will;
    …da finden Sie auch unseren ehrbaren RA Dr. G. aus Bad E. – der NIEMALS AUFGIBT – und gegen Lügen und Verrat tapfer ankämpft;
    …da finden Sie Frauen und Männer des gedemütigten Adels, -Mittelständler und Heimatvertriebene, die um elementare Fragen des ANSTANDS und der CHRISTLICH/-ABENDLÄNDISCHEN KULTUR und EHRE kämpfen.

    Warum sollten alle diese Menschen – und ich selbst – einen gerechten Kampf aufgeben – der noch lange nicht verloren ist – und vielleicht gerade erst beginnt, Herr Dr. Krause ?

    Glauben Sie etwa, man könne einer „lahmen Ente – mit einer migrierten SED-Vorsitzenden an der Spitze“ vielleicht nicht (ggf.) ganz gewaltig die „Federn rupfen – wenn Unschuldige nicht moralisch rehabilitiert werden sollen“ ?

    >>>Wo bleibt Ihr berühmter „Bull-Fighting-Spirit ?“ – für den ich Sie persönlich so schätze – und sogar aufrichtig bewundere ???

    (Ein anonymer hiesiger Schreiber hat aber völlig Recht: „JA ! Ja ! JA !“ – Die Opfer des Staats-Unrechts brauchen MULTIPLIKATOREN – IN JEDER NUR ERDENKLICHEN FORM ! – Auch hier bei Ihnen, Herr Dr. Krause :

    Entgegnung (2. Mai 2008): Gewiss, Herr Pfeiffer, machen Sie weiter. Mein Wort von der „lahmen Ente“ soll doch nur sagen, das Sie von diesem Petitionsausschuss nicht bekommen, was Sie von ihm erwarten. Wie Sie nicht aufgeben, tue ich es doch ebenfalls nicht. Klaus Peter Krause

  11. Geldmengen

    @ Wallraff der 24. am 18 April, 2008 07:30

    Was Sie zur Frage der Geldvermehrung durch Notenbanken und damit mittelbar des Staates ausführen ist ganz auch meine Meinung.

    Hier geht es von Anfang an allein um die angebliche Möglichkeit der „Geldschöpfung“ durch Private, insbesondere Geschäftsbanken.

    Meine These lautet, daß ALLEIN die Notenbanken für Veränderungen der Geldmengen (Inflation/Deflation) verantwortlich sind – niemand sonst. Auch keine Umlaufgeschwindigkeit, die allenfalls Einfluß auf den Geldwert, keinesfalls auf die Geldmenge hat. Der Geldwert, nicht die Geldmenge, wird vor allem durch Veränderungen der Gütermengen beeinflußt.

    Ungedeckte Kredite ändern die Geldmenge als solche allerdings nicht. Das geschieht beim Staat erst in einem logisch zweiten Schritt, wenn nämlich zur Herstellung der Deckung die Notenpresse angeworfen wird. Womit wir dann wieder bei der Ausgangsfrage sind.

    Bin gespannt, was Herr Dr. Krause zum Thema sagen wird.

  12. Verehrter Dr. Krause, Sie schreiben..

    Entgegnung: …

    Buchgeld ist insofern doch “echtes” Geld, weil man mit einem von der Bank eingeräumten Kredit von seinem Konto per Überweisung auf ein anderes Konto eine Rechnung oder was immer sonst bezahlen kann, ohne eine Banknote in die Hand nehmen zu müssen. Eben darum ist jede Vergabe eines Kredits, der dann auch in Anspruch genommen wird, ein Geldschöpfung wie das Drucken von Banknoten. Leider nicht (mehr) nobelpreisverdächtig. :-))

    Sie verwechseln da schon im Ansatz die „Kleinigkeit“, setzen es auch selbst in „“, daß „Buchgeld“ kein Geld ist.

    Buchgeld ist, wie ich zutreffend ausführte eine FORDERUNG auf Geld.

    Buchgeld ist ebensowenig Geld wie eine Forderung auf ein Auto ein Auto ist.

    Sagte ich das nicht schon? Geht diese simple Tatsache in keinen Kopf, nicht mal IHREN rein??

  13. Der Niedergang unseres Bildungswesens

    Nein, wir sind nicht Hilflos!

    Wir können etwas tun, die Geschichte kennt Beispiele, lehrt uns, wie es gemacht wird.

    Meine Familie stammt aus Schlesien. Insofern bin ich mit der preußischen Geschichte etwas besser bewandert, als vielleicht mit der Badens. Wenn ich jetzt einige Namen nenne, dann werden Sie sofort wissen, was ich meine:
    von Scharnhorst, Reichsfreiherr vom und zum Stein, York Graf von Wartenburg, von Gneisenau, von Clausewitz, von Boyen – sie alle waren preußische Reformer. Ihre Namen kennt man noch. Sie zieren das Tor mancher Bundeswehrkaserne. Doch was ist mit dem preußischen König jener Tage, Friedrich Wilhelm III.? – „Unser Demel sitzt in Memel.“Dieses Spottlied ist alles, was man noch von ihm kennt. Warum das so ist, kann schnell erklärt werden. Der König war kein Freund der Reformen. Während die große Staats- und Militärreform vom Kabinett des Königs immer wieder hinausgezögert wurde, eilte Napoleon von Sieg zu Sieg. Unterstützung fanden die preußischen Reformer jener Zeit hauptsächlich bei Königin Luise. Sie setzten die neuen reformerischen Ideen und Pläne in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereichen, also im Militär, auf ihren Gütern, in der Verwaltung einfach umsetzten – ohne König und Kabinett.

    Das ist auch unser Ansatz. Wir wollen nicht auf die Reform von oben warten, wir wollen die Reform von unten. Es ist in Deutschland nicht verboten eine Schule zu gründen! Es ist auch nicht verboten, in dieser Schule moderne europäische Bildung zu kreieren. Wir wollen das Notwendige selbst tun und dafür sorgen, dass sich die Erkenntnisse und Erfahrungen schnell verbreiten und weithin Anwendung finden .

    An dieser Stelle scheinen mir einige vertiefende Informationen zu unserem Verein angebracht. Unser F.E.L.S. e.V. wurde 2001 als Zusammenschluss von Eltern und Pädagogen gegründet und dient der Förderung und Entwicklung von Lehr- und Lernsystemen sowie Strukturen des Schulwesens in Deutschland. Er versteht sich als politisch und konfessionell unabhängiger Verein. Seit 2001 haben wir einen markanten Erkenntnisprozess durchlaufen. Zunächst glaubten wir, durch Massenmitgliedschaft – ähnlich dem ADAC – politisches Gewicht erlangen zu können und arbeiteten in Lehrplankommissionen und Lehrbuchgremien mit. Etwa 2004 begannen wir uns Partner zu suchen und mit Unterstützung der Wirtschaft und Wissenschaft entwickelte unser Verein das Projekt für eine EU-Modellschule. Darin sollen die modernen Ansprüche der Gesellschaft an die Bildung verwirklicht werden. Die Pädagogen im „Pädagogischen Lenkungskreis“, der „Giftküche“ unseres Vereins, arbeiten dazu mit Vertretern der Personalabteilungen großer europäischer Firmen und Wissenschaftler verschiedener Universitäten zusammen. Schließlich war es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Erkenntnis, dass wir selbst den Aufbau einer derartigen Schule in die Hand nehmen müssen. Im November 2006 beschloss der Vorstand des Vereins deshalb die Gründung der Domus Baccalaurea Schulgesellschaft mbH als Investitions- und Betriebsgesellschaft für eine EU-Modellschule. Unser Ziel ist die Schaffung eines modernen, europaweit beispielgebenden Gymnasiums mit einem Netzwerk von Partnern aus Wissenschaft, Industrie, Handwerk und Politik. aus dem die künftigen Absolventen für ihre persönliche Entwicklung und berufliche Weiterentwicklung direkt profitieren können. Daneben beeinflussen die Beteiligung an der wissenschaftlichen pädagogischen Arbeit und die Fortbildungsangebote für alle interessierten Lehrer unmittelbar die Reform des Schulwesens.
    Das Echo, das wir auslösen ist vielfältig. Ohne die Unterstützung von Wirtschaftsberatungsunternehmen, Rechtsanwaltskanzleien, Ministern, Landräten und Bürgermeistern kann ein solches Projekt nicht zu dem Reifegrad entwickelt werden der es gestattet, Partner für die Finanzierung anzusprechen. Insider wissen, ich spreche hier genauso von Businessplänen, Prüftestaten und Grundstücksfragen, wie von den Schulgesetzen der Länder, pädagogischen Leitlinien und Stundentafeln. Noch nie sind wir auf direkte Ablehnung gestoßen. Im Gegenteil! Immer wenn wir unser Projekt vorstellen lösen wir bei unseren Gesprächspartnern sofort Erinnerungen an die eigene Schulzeit und an die Erfahrungen mit Kindern und Enkeln aus. „Es ist höchste Zeit, dass sich etwas ändert!“, darin ist man sich schnell einig. Die Krux ist nur, dass die gesamte geschilderte Arbeit ehrenamtlich geleistet wird und die Sachkosten aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden gedeckt werden müssen. Extrem enttäuscht waren wir von Stiftungen großer und bekannter Wirtschaftsunternehmen wie Bayer Science & Education Foundation, Robert Bosch Stiftung, Bertelsmann Stiftung, Hertie Stiftung und andern. Gern plakatieren sich diese Stiftungen mit Bildungsprojekten, geben sich als Unterstützer innovativer Ideen und sind auch an den Details unseres Pädagogischen Projektes sehr interessiert. Aber immer wenn wir die Frage nach direkter finanzieller Unterstützung stellten wurde uns nach sehr, sehr langen inhaltlicher Prüfungen bedauernd mitgeteilt, dass unser Vorhaben eben gerade nicht den Förderrichtlinien oder Satzungsschwerpunkten entspicht. Aber natürlich weiterhin viel Erfolg und bla, bla, bla…
    Wir werden unser Ziel weiter verfolgen und weiter Mitstreiter suchen. Natürlich tut jede Spende gut und sei sie noch so klein. Darüber hinaus suchen wir in Ihrem Forum Menschen, die sich für unsere „Reform von unten“ begeistern lassen und die ihren Sachverstand und Ihre Erfahrungen einbringen wollen.
    Sie finden uns auch unter: http://www.fels-schulreform.de
    Sprechen Sie mit uns.

    Ihr Dr. Jürgen Schäfer
    Vorsitzender des F.E.L.S. e.V.

  14. Wer wurde enteignet?Ein Auszug aus dem Verfassungsgerichts Urteil gibt Auskunft!() Demgemäß ergingen im September 1945 in allen Ländern und Provinzen der SBZ Rechtsakte zur Bodenreform. Vereinzelt wurden darüber Volksabstimmungen durchgeführt. Vorreiter war die Provinz Sachsen, die bereits am 3. September 1945 eine Verordnung über die Bodenreform erließ. Betroffen war der gesamte landwirtschaftliche Grundbesitz einschließlich des lebenden und des toten Inventars der 10 1. Kriegsverbrecher, Kriegsschuldigen, Nazi-Führer, aktiven Verfechter der Nazi-Partei und der führenden Personen des Hitler-Staates, darunter aller Personen, die in der Periode der Naziherrschaft Mitglieder der Reichsregierung, des Reichstages, einer deutschen Länderregierung oder eines Landtages waren; 11 2. feudal-junkerlichen Boden- und Großgrundbesitzer über 100 ha; 12 3. des Staates, soweit er nicht landwirtschaftlichen oder wissenschaftlichen Forschungsinstituten, Versuchs- oder Lehranstalten gewidmet ist. 13 Insgesamt wurden 7.112 Güter enteignet, die größer als 100 ha waren. Außerdem wurden 4.278 Betriebe unterhalb der 100 ha-Grenze, die vermuteten Kriegsverbrechern und nationalsozialistischen Funktionären gehörten, sowie 2.309 Areale sonstiger Art, die sich in der überwiegenden Zahl der Fälle in Staatsbesitz befanden, enteignet. Aus dem enteigneten Grundbesitz wurde ein Bodenfonds von rund 3,22 Mio. ha Land gebildet. Der Bodenfonds umfasste damit rund ein Drittel der gesamten bodenwirtschaftlichen Nutzfläche der nachmaligen DDR. Aus dem Bodenfonds wurden 2,1 Mio. ha Land in Grundstücken an landlose oder landarme Bauern, Landarbeiter, Flüchtlinge und Umsiedler verteilt, wobei der zugeteilte Boden 5 ha, bei schlechter Bodenqualität bis zu 10 ha nicht überschreiten sollte .Quelle Bundesverfassungsgericht

  15. m Oktober 1948 ergab eine Meinungsumfrage, daß 57% der Deutschen noch immer glaubten, daß der Nationalsozialismus „eine gute Idee“ war, die „schlecht ausgeführt wurde“. Der Unrechts- und Verbrechens Charakter des NS-Regimes war nicht mehr zu leugnen, doch beharrte man darauf, daß die Mehrheit des Volkes lediglich verführt worden sei. Mit der Anerkennung der Schuld tat man sich dementsprechend schwer, und die Versuchung, zumindest nach Mitschuldigen zu su-chen, war groß. Selbst Erich Kästner, dessen Bücher im Mai 1933 verbrannt worden waren und der schon am 8. Mai 1945 kritisch anmerkte, daß „die Unschuld grassiert wie die Pest““, klagte in seinem Tagebuch über die „Mitschuld“ der alliierten Sieger an der Katastrophe: „Wer hat denn, als längst der Henker bei uns öffentlich um-ging, mit Hitler paktiert? Das waren nicht wir. Wer hat denn Konkordate abgeschlossen? Handelsverträge un-terzeichnet? Diplomaten zur Gratulationscour und Ath-leten zur Olympiade nach Berlin geschickt? Wer hat denn den Verbrechern die Hand gedrückt statt den Opfern? Wir nicht, meine Herren Pharisäer!“ Das war sachlich nicht falsch, und ist seitdem oft genug wieder- holt worden.() Was auch immer man jedoch über andere europäische und außereuropäische Mächte sagen mag, die Verantwortung für die nationalsozialistische Schreckensherrschaft und die von ihm verübten Verbrechen lag und liegt bei den Deutschen und niemandem sonst. Das NS-System war keine Fremdherrschaft in Deutsch-land, obwohl bis heute immer wieder so geredet wird, als seien „die braunen Horden““ von außen in das Land eingebrochen. Zwar erhielt die NSDAP bei den Wahlen im Übergang von der Weimarer Republik zum „Dritten Reich“ keine absolute Mehrheit, doch erfolgten die „Machtergreifung“ und die „Gleichschaltung“ des politischen und gesellschaftlichen Lebens im Bündnis mit den konservativ-nationalen Eliten und unter dem Beifall fast aller, die nicht unmittelbar bedroht waren. Die NSDAP brachte es bis 1945 auf über acht Millionen Parteimitglieder, und Millionen von Menschen, die sich als „unpolitisch“ verstanden, waren darüber hinaus in den nationalsozialistischen Massen- und Berufsverbänden organisiert. Quelle Professor Dr. Reinhard Rürup

  16. F.Ebert Stiftung:Auf Befehl des Volkskommissars des Innern der UdSSR, Berija, vom 18. April 1945 wurden die NKWD-Bevollmächtigten an den Fronten angewiesen, während des Vorrückens der Roten Armee auf deutschem Boden das Hinterland der sowjetischen Militäreinheiten von feindlichen Elementen zu säubern. Die Personen, die bei sog. terroristischen und Diversionsakten gestellt wurden, sollten standrechtlich hingerichtet, bestimmte Kategorien von Deutschen verhaftet und in die Gefängnisse und Sonderlager des NKWD gebracht werden, die auf deutschem Territorium, zum Teil auf dem Boden ehemaliger Konzentrationslager, eingerichtet wurden. Zu diesen Kategorien gehörten: 1. die Mitglieder von Organisationen und Gruppen, die von der deutschen Führung und den deutschen Abwehrorganen zur Spionage und Diversionstätigkeit im Rücken der Roten Armee zurückgelassen worden waren; 2. Personen, die illegale Sender, Waffenlager und illegale Druckereien betrieben; 3. aktive Mitglieder der NSDAP; 4. die Gebiets-, Stadt- und Kreisführer der faschistischen Jugendorganisationen; 5. Mitarbeiter der Gestapo, des „“SD““ und anderer deutscher Repressivorgane; 6. Leiter der Verwaltungsorgane auf Gebiets-, Stadt- und Kreisebene sowie die Redakteure von Zeitungen und Zeitschriften und Verfasser antisowjetischer Literatur.

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