Die Angst der Mittelschicht

Sie fürchtet sozialen Abstieg, verliert Vertrauen in die Zukunft und sucht, sich von der Unterschicht abzuschirmen

Die Mittelschicht arbeitet fleißig, ist tüchtig, strebsam, beständig, will vorankommen. Sie ist die Hauptgruppe der Bevölkerung, sie trägt die Wirtschaft, ist nicht rebellisch, der Staat kann sich auf sie verlassen. Doch seit einigen Jahren gärt es in ihr. Sie hat Sorgen, und die Sorgen nehmen zu. Die Lebenshaltung ist schwerer zu finanzieren, die gestiegene Steuer- und Abgabenlast drückt immer mehr. Sie spürt, dass sie an Boden verliert. Was einst sicher schien, ist es nicht mehr. Ältere Angestellte verlieren ihren Arbeitsplatz, viele bangen um ihn, junge Leute finden keinen. Das Inkassounternehmen Creditreform registriert in Deutschland seit 2005 einen ständigen Anstieg der Privatinsolvenzen, 6,5 Millionen Menschen seien überschuldet. Die Mittelschicht bröckelt ab. Angst breitet sich aus, Angst vor dem sozialen Abstieg. Das war auch der Titel einer Reportage  im Fernsehsender Arte am 22. Februar 2011 um 20.15 Uhr.*

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