Aber die Gegenbewegung formiert sich

Bisher ist es der Klimaschutzbewegung gelungen, ihr Bedrohungsszenarium den Bürgern als politisch und global wirksames Meinungsmonopol aufzuzwingen. Gegenmeinungen werden unterdrückt oder diffamiert. Erst allmählich setzte eine Gegenbewegung ein, und inzwischen formiert auch sie sich.

So hat Anfang März 2008 in New York ihre erste internationale Konferenz stattgefunden. The 2008 International Conference on Climate Change vereinte nicht etwa irgendwelche geistig verwirrte Querköpfe, sondern rund 750 Wissenschaftler, Berater und Politiker aus aller Herren Länder. Ein Jahr später, ebenfalls im März, fand diese Konferenz unabhängiger Klimawissenschaftler in New York ein zweites Mal statt, jetzt mit mehr als 800 Teilnehmern, darunter auch Ökonomen, Politiker und Journalisten. Vorgetragen und diskutiert wurde hier frei von staatlichen und privatwirtschaftlichen Interessen. Thema war der aktuelle Stand der Wissenschaft zum Thema anthropogene Erwärmung des Erdklimas. Im Juni dieses Jahres hatte es eine erste Klimakonferenz der Kritiker der staatlichen Klimaschutzpolitik auch in Berlin gegeben. Jetzt am 4. Dezember veranstalten sie in Berlin eine zweite.

Unterschlagen von Fakten, Ausgrenzen missliebiger Wissenschaftler

Sie und die Wissenschaftler jener beiden Konferenzen in New York wehren sich gegen die Hysterie im Umgang mit dem möglichen Klimawandel in der veröffentlichten Meinung, gegen die Einseitigkeit in der Darstellung seiner Ursachen und Folgen, gegen das Unterschlagen von Fakten, gegen das Ausgrenzen unabhängiger und deswegen mißliebiger Wissenschaftler, gegen die Vorstellung, der Mensch könne die Erwärmung aufhalten oder verlangsamen, sowie gegen die Maßnahmen, ebendies dennoch zu versuchen. Und sie lehnen sich dagegen auf, wie die Klimaerwärmung politisch instrumentalisiert und missbraucht wird, um die Menschen zu kommandieren, umzuerziehen und deren Freiheit auch noch auf diese Weise einzuschränken.

Die Meinungsdikttur des IPCC

Ihre unbeirrbaren Gegner sitzen in dem Gremium, das sich Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) nennt und zu den Vereinten Nationen gehört, hochstilisiert zum „Weltklimarat. Von diesem Gremium geht die indoktrinierende Botschaft um den Erdball, dass die Menschheit zuviel Kohlendioxid (CO2) ausstoße, dass dieses Gas die Erde wie Glas in einem Treibhaus umgebe, dass daher die Erde aufgeheizt werde, dass dieser Treibhauseffekt das Klima auf der Erde gefährlich und mit katastrophalen Folgen erwärme und dass daher das (bisherige) Klima zu schützen sei. Mit diesem (ebenfalls von Wissenschaftlern unterstützten) Meinungsdiktat beherrscht es die Klimadebatte in selbstherrlicher Weise. Die globale Meinungsherrschaft macht das IPCC, gestützt von den meisten medialen Mitläufern, zu einer politisch schwer einnehmbaren Festung. Zuviele Menschen glauben an die gängige IPCC-Botschaft, und die meisten Politiker folgen ihr ebenfalls, befördern sie sogar.

Der Konflikt, der die Freiheit der Menschen bedroht

Das Thema menschenverursachtes CO2 und Klimaschutz hat sich mehr und mehr zum grundsätzlichen ideologischen und politischen Konflikt unserer Gegenwart entwickelt. Doch handelt es sich nur an der sichtbaren Oberfläche um einen Konflikt in Sachen Schutz der Umwelt, vielmehr geht es um einen Konflikt, der die Freiheit der Menschen bedroht, nur wird der Konflikt mit Hilfe des Umweltthemas ausgetragen. Aber dies und die Folgen daraus zu erkennen, fällt den meisten Menschen zu schwer, weil man doch schwerlich dagegen sein kann, die Umwelt zu schützen. Eben das macht den Konflikt so gefährlich. Er ist mit seiner Ideologie, einer Ersatzreligion, ähnlich gefährlich wie der Kommunismus, der den Menschen seligmachende Gleichheit verheißt und ebenfalls mit der Freiheit kollidiert.

Was die Klimaschützer unterschlagen

Die vorgeblichen Klimaschützer unterschlagen, dass der Anteil des menschenverursachten (anthropogenen) Kohlendioxids in der Erdatmosphäre gegenüber dem des dort naturbedingt vorhandenen CO2 verschwindend gering ist. Sie unterschlagen, dass sich das Klima mit dem Verringern des anthropogenen CO2-Ausstoßes überhaupt nicht schützen lässt. Sie unterschlagen, dass die entscheidende Rolle für Klimaveränderungen der Sonnenaktivität zukommt.
Es ist sicher vernünftig, die für die Atemluft schädlichen Autoabgase, darunter den von Kohlendioxid und anderen Schadstoffen, so gering wie möglich zu halten. Das ist es aber nicht deswegen, um den Wandel zu einem wärmeren oder kälteren Klima zu verhindern oder abzumildern, also nicht um “das Klima zu schützen”. Denn für die Untauglichkeit dieser Klimaschutzbegründung gibt es zu viele Wissenschaftler, Abhandlungen und sachkundige Bücher, die darlegen, warum Kohlendioxid erstens in der Atmosphäre nicht wie ein Treibhaus für die Erde wirken kann, warum zweitens ein höherer CO2-Gehalt der Atmosphäre für einen (in der Erdgeschichte schon immer erlebten) Klimawandel nicht verantwortlich ist und warum daher drittens Kohlendioxid für das Klima auf der Erde so gut wie keine Rolle spielt.

Zusammenstoß zwischen Schwindlern und Aufklärern

Aber alle diese kritischen Stimmen sind zu wenigen Menschen bekannt, denn sie dringen nicht durch; die politischen, fiskalischen und ökonomischen Interessen von Politikern, politischen Parteien, Medien, Verbänden und einigen Wirtschaftszweigen sind derweilen zu groß, zu einflussreich und (noch) zu mächtig, als dass die gegenteiligen Stimmen der sachkundigen Aufklärer und Nichtangepassten in der breiten Öffentlichkeit Gehör finden und diesen Interessen dann schaden. Die Auseinandersetzung ist wie ein Zusammenstoß zwischen Schwindlern und Aufklärern. Einst durfte die Erde nur als Scheibe gelten. Nun wird den Menschen eingeredet, sie könnten die Erde vor einem Klimawandel schützen.

In Wirklichkeit wird der “Klimaschutz” als Vorwand genutzt, den Bürgern für den Fiskus und die anderen Nutznießer noch mehr Geld abzupressen, ein Vorwand, gegen den sich die Bürger mangels Information und Macht nicht wehren können - oder (noch) nicht zu wehren wagen.



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  • Zur Person

      Geboren 1936 in Rostock. Vater Rechtsanwalt und Notar, Mutter gelernte Sportlehrerin und Haus- frau. Aufgewachsen in Bützow
      und Neustrelitz. 1945 Flucht nach Schwerin. 1946 von Schwerin
      nach Lübeck zur väterlichen Ver- wandtschaft. Dort Weiterbesuch der Volksschule, dann Katharin- eum-Gymnasium bis 1957 zum Abitur. Bis 1959 kaufmännische Lehre als Industriekaufmann und anschließend Studium der Wirt- schaftswissenschaften in Kiel und Marburg. Abschluß als Diplom- Volkswirt mit Promotion zum Dr. rer. pol.

      Gleich danach zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dort Wirt- schaftsredakteur von 1966 bis Ende 2001, davon seit 1991
      knapp elf Jahre verantwortlich
      für die FAZ- Wirtschaftsbericht- erstattung. Daneben von 1994
      bis Ende 2003 auch Geschäfts- führer der Fazit- Stiftung, die die Mehrheit an der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH und
      der Frankfurter Societäts-Druck- erei hält. Seit 2004 als selb- ständiger Journalist, Publizist und Autor tätig.
      Verheiratet seit 1966. Ehefrau Lehrerin. Kinder: Zwei Söhne,
      eine Tochter.