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	<title>kpkrause.de &#187; Allgemein</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
	<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 07:50:33 +0000</pubDate>
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		<title>Glauben Sie an einen guten Sinn von Strom aus Sonne und Wind?</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 07:48:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorsicht! Lieber nicht weiterlesen! Sie könnten Ihren Glauben verlieren - Argumente gegen das EEG (2)
Was sinnvoll erscheint, muss es nicht sein. Denn Sonnenstrom ist 18mal so teuer wie Strom aus Braunkohle und Kernkraft, Windstrom 3,6 bis 6mal so teuer, je nachdem, wo die Anlagen stehen: an land oder im Meer. Trotzdem wird er uns aufgezwungen.
Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorsicht! Lieber nicht weiterlesen! Sie könnten Ihren Glauben verlieren - Argumente gegen das EEG (2)</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-fareast-language: DE;">Was sinnvoll erscheint, muss es nicht sein. Denn Sonnenstrom ist 18mal so teuer wie Strom aus Braunkohle und Kernkraft, Windstrom 3,6 bis 6mal so teuer, je nachdem, wo die Anlagen stehen: an land oder im Meer. Trotzdem wird er uns aufgezwungen.<span id="more-1049"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-fareast-language: DE;">Das geschieht mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieses Gesetz ermöglicht allen Erzeugern von Strom aus Wind- und Sonnenkraft, jede erzeugte Strommenge in das allgemeine Stromnetz einzuspeisen, und zwingt alle Netzbetreiber, diesen Strom abzunehmen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Das EEG ist für die Wind- und Solarindustrie ein Selbstbedienungsladen und ein Goldesel. Deswegen werden die Landschaft und sogar das Meer mit immer noch mehr Windkraftanlagen übersät und Hausdächer mit immer noch mehr Fotovoltaik-Anlagen bestückt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-fareast-language: DE;">Das EEG legt den Preis für Strom aus Wind- und Solarkraft höher fest als für ihn am freien Markt erzielt werden könnte. Sonst wäre dieser Strom für die Hersteller nicht rentabel, sonst würde keiner diese Anlagen bauen und betreiben. Zum freien Marktpreis würden Hersteller und Betreiber für den Wind- und Sonnenstrom keine Abnehmer finden. Deshalb hat der Staat zusätzlich<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>zum staatlichen Garantiepreis noch den staatlichen Abnahmezwang für diesen Strom verordnet. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-fareast-language: DE;"> </span><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-fareast-language: DE;">Traumhaft – nur nicht für uns Stromverbraucher</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Das EEG schreibt sogar vor, dass die Stromnetzbetreiber den Wind- und Sonnenstrom abnehmen müssen, auch wenn sie dafür keinen Bedarf<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>haben. Und kann das Netz den Strom nicht aufnehmen, bekommen die Anlagenbetreiber für ihren Strom trotzdem das garantierte Geld. Traumhaft, nicht wahr? Nur nicht für uns Stromverbraucher.</span></p>
<p class="bodytext" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 3.75pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Das EEG subventioniert Menschen mit Vermögen. Es sichert ihnen für die Anlage des Vermögens in Wind- und Solarstrom eine hohe Rendite. Mit dieser Rendite belastet werden alle übrigen Menschen.</span><span style="font-size: 10pt;"><span style="font-family: Times New Roman;"> </span></span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Mit dem EEG beuten unsere Politiker alle diese übrigen aus. </span></p>
<p class="bodytext" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 3.75pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Daher ist das EEG ein sehr unsoziales Gesetz. Es ist unsozial, weil es in seiner Auswirkung eine gesetzliche Umverteilung von unten nach oben mitsichbringt. Es ist eine Umverteilung von wenig oder gar nicht betuchten Menschen zu vermögenden Menschen. Oder plakativ gesagt: von Arm zu Reich.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Die hohen Einspeisevergütungen kassieren nur etwa 1 Prozent der Bevölkerung, dafür aufkommen muss der große Rest.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt; tab-stops: right 10.0cm;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">                                                                                                                                                          </span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Wird fortgesetzt</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span></strong></p>
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		<title>Diese wochenlange Hitze</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 21:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Klimaschutzpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Also heizt CO2 unser Klima doch auf? Unsinn!
 Diese wochenlange Hitze. Immerhin ein Klasse-Urlaubssommer. Aber ist diese Hitze nicht doch ein Zeichen für eine globale Erwärmung, die, wie behauptet, herrührt vom menschenversursachten (anthropogenen) CO2-Ausstoß? Gibt es für diesen heißen Sommer in Mitteleuropa eine Erklärung, die nicht mit globaler Erwärmung durch anthropogenes CO2 begründet werden kann? Es gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;" align="center"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Also heizt CO<sub>2</sub> unser Klima doch auf? Unsinn!</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span></strong><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Diese wochenlange Hitze. Immerhin ein Klasse-Urlaubssommer. Aber ist diese Hitze nicht doch ein Zeichen für eine globale Erwärmung, die, wie behauptet, herrührt vom menschenversursachten (anthropogenen) CO<sub>2</sub>-Ausstoß?<span id="more-1005"></span> Gibt es für diesen heißen Sommer in Mitteleuropa eine Erklärung, die <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> mit globaler Erwärmung durch anthropogenes CO<sub>2</sub> begründet werden kann? Es gibt sie. Aber nicht erschrecken, denn es kommt jetzt zunächst viel Fach-Chinesisch. Der Diplom-Metereologe Klaus-Eckart Puls schreibt:</span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Hochdruck-Keile und Tröge</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">„Die mehr oder weniger ausgeprägten Mäander der (‚wetter-steuernden’) Höhenströmung nennt man wegen ihres globalen/planetaren Auftretens in der meteorologischen Fachsprache <em style="mso-bidi-font-style: normal;"><span style="mso-bidi-font-weight: bold;">&#8220;Planetarische Wellen&#8221;.</span></em><strong> </strong>Dort, wo ein &#8220;Wellenbauch&#8221; ist, entsteht ein Hochdruck-Keil; dort, wo ein &#8220;Wellental&#8221; ist, den die Meteorologen Trog nennen, haben wir tiefen Luftdruck  - beides  in ‚allen’ Höhenschichten bis zum Boden. Auf den Westseiten der Tröge, auch Rückseiten genannt (&#8230;und damit am Ostabhang der Keile) wird Kaltluft von höheren (nördlichen) Gefilden in niedere Breiten transportiert (am Boden: ‚Kaltfronten’); auf den Ostseiten der Tröge <span style="mso-bidi-font-weight: bold;">und folglich</span> an den West-Flanken der Hochkeile wird Warmluft von niederen (südlicheren) Breiten nach Norden transportiert  -  <span style="mso-bidi-font-weight: bold;">Warmluft-Advektion!</span></span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-weight: bold;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;" align="center"><strong><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Wann sich Hochdruck-Keile und Tröge verstärken</span></strong><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">In dieser Zirkulation überwiegen hemisphärisch/global &#8220;Wellen-Zahlen&#8221; von 5&#8230;6&#8230;7, seltener 3 oder 4. Bei geringeren Wellen-Zahlen (also 3&#8230;4&#8230;5) neigt die atmosphärische Strömung aus physikalischen Gründen (‚stehende Wellen’) zu einer Verlangsamung des West-Ost-Weiterwanderns, bis hin zum ‚Stillstand’  - in der Meteorologie <em style="mso-bidi-font-style: normal;">Blockierung </em>genannt. Dann  verstärken sich Hochkeile und Tröge noch, womit  sich die Zufuhr von kalter bzw. warmer Luft intensiviert, je nachdem, <span style="mso-bidi-font-weight: bold;">in<strong> </strong>welcher Region wir uns unter der Höhenströmung<strong> </strong></span>und der sich daraus ergebenden Bodenströmung befinden.</span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;" align="center"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Diese Blockierungslagen sind sehr stabil</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Genau dieses Strömungs-Muster einer Blockierungs-Wetterlage hat unseren <span style="mso-bidi-font-weight: bold;">Winter 2009/2010 </span>bestimmt, und  bestimmt nun nach dem gleichen &#8220;Muster&#8221; eben auch unseren <span style="mso-bidi-font-weight: bold;">derzeitigen Sommer.<strong> </strong></span>Diese Blockierungs-Lagen sind  - wiederum aus strömungs-physikalischen Gründen - oft sehr stabil, sie können also über Wochen (&#8230;Monate) andauern, bzw. sich regenerieren.</span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;" align="center"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Der Unterschied zwischen Hochkeil im letzten Winter und diesen Sommer</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-weight: bold;">Der einzige Unterschied  - betreffend den vergangenen Winter und den jetzigen Sommer </span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">ist der,  dass der blockierende Hochkeil im letzten Winter mehr oder weniger über dem Ostatlantik lag, mit einer  ständigen ‚vorderseitigen’ Kaltluft-Polarluft-Advektion nach Mittel- und Osteuropa (Trog), wogegen der Hochkeil  jetzt  seit einigen Wochen (und zumindest wohl noch für circa. eine Woche) über dem mittleren bis östlichen Europa liegt. <span style="mso-bidi-font-weight: bold; mso-bidi-font-style: italic;">Das  hatte und hat zur Folge, dass an der Westflanke dieses Hochkeils und gleichermaßen auf der Ostflanke (‚Vorderseite’) des ‚stationären’ ostatlantischen Tiefdruck-Troges subtropische Warmluft nach West- und Mittel-Europa geführt wird  - Ende offen.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span><span class="apple-style-span"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-weight: bold;">Dieses alles sind meteorologische Prozesse und Wetterlagen, mit irgendeiner ‚Klima-Katastrophe’ hat weder der vergangene kalte Winter noch der jetzige heiße Sommer auch nur das Geringste zu tun, und mit CO<sub>2</sub>  schon ganz und gar nicht.“</span></span><span class="apple-style-span"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-weight: bold;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;" align="center"><span class="apple-style-span"><strong><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Wetter – Witterung - Klima</span></strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span class="apple-style-span"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-weight: bold;"> </span></span><span class="apple-style-span"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-weight: bold;">Von Michael Limburg (</span></span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Europäisches Institut für Klima und Energie) las ich am 16. Juli zum gleichen Thema: „Wenn wir von Klima reden, dann ist das der Durchschnitt von <strong>lokaler</strong> Witterung über viele Jahrzehnte. <strong>Ein Klimapunkt</strong> ist der Mittelwert von 30 (!!) Jahren Witterung laut WMO (<span style="background: white; font-weight: normal; mso-bidi-font-weight: bold; mso-border-alt: none windowtext 0cm; border: windowtext 1pt; padding: 0cm;">World Meteorological Organization).</span> Es gibt nur das Wetter. Das ist real. Und das ist derzeit sehr heiß in unseren Breiten. Aus praktischen Gründen und um eventuell wiederkehrende Muster zu finden, wird das lokale Wetter zu lokaler Witterung verdichtet. Das sind dann längere Zeiträume. Übrigens - der kalte Winter und der warme Sommer werden klimatologisch zu einem einzigen Jahresmittelwert verdichtet (pro Messstation). Ob sich das ausgleicht, weiß ich nicht. Es hängt davon ab, wie lange die Hitze noch anhält. Noch längere Zeiträume werden dann von Witterung zu Klima verdichtet. Das sind reine statistische Rechenwerte. So hat Rom z.B. eine um 6° Celsius (!!) höhere jährlich Durchschnittstemperatur als Berlin. Wir sind immer noch nur lokal. Dann können die lokalen Klimawerte zu Klimazonen mit ähnlichen Bedingungen und Werten zusammengefasst werden, z.B. polare Klimazone, tropische Klimazone etc. Das ergibt alles Sinn und hat praktischen Nutzen. </span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;" align="center"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Ein Weltklima gibt es nicht</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Ein Weltklima gibt es nicht. Ebenso wenig wie eine Welttemperatur. Sie ist so aussagefähig, wie die durchschnittliche Telefonnummer von Berlin. Da meldet sich bestimmt nicht der Durchschnittsberliner, wenn sich überhaupt jemand meldet. Physikalisch sind Temperaturen Eigenschaften des Ortes an denen sie gemessen werden. Man kann nur dann physikalisch verwendbare (z.B. für Energieflüsse &amp; Energie-Bilanzen) Temperaturmittelwerte bilden, wenn die Messorte im thermodynamischen Gleichgewicht sind. Das ist auf der Erde jedoch nie der Fall. Deswegen ist das Rechnen mit Durchschnittstemperaturen in Klimamodellen physikalischer Humbug. Reine Astrologie! Gerade meldet die Neumayerstation in der Antarktis einen neuen Kälterekord seit 29 Jahren. Und wir stöhnen unter der Hitze. Das ist Wetter. Das jetzige Wetter hat mit dem Klima nichts zu tun, Ich erinnere mich an viele schöne Sommer. Schön  in diesem Sinne heißt, sie waren heiß.“</span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;"> <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-style: italic;">Auf dem ganzen Globus wärmer als sonst?</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-style: italic;"> </span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-style: italic;">In<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>einer Mitteilung der Pressestelle der </span><span style="font-family: Arial; color: black; font-size: 10pt;">GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH</span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-style: italic;"> vom 20. Juli lese ich unter anderem: „Nicht nur in Deutschland war es in den vergangenen Wochen ungewöhnlich heiß - auf dem gesamten Globus war es wärmer als sonst zu dieser Jahreszeit. Das belegen aktuelle Daten des US-Wetterdienstes NOAA.“</span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt; mso-bidi-font-style: italic;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;" align="center"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Und der strenge Winter in Südamerika?</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Dem hält der Schweizer Mathematiker, Sachbuch-Autor und Berater für System-Konzepte Werner Furrer diese Nachricht vom gleichen Tag entgegen: „<span style="mso-bidi-font-style: italic;">Strenger Winter sucht Südamerika heim. In sieben Ländern Südamerikas sind in Folge der Kälte 175 Menschen gestorben. Am schlimmsten ist die Lage im Süden Perus, wo das Thermometer in den Anden auf bis zu 23 Grad unter Null gefallen ist. Seit Beginn der vergangenen Woche sind 112 Menschen an Unterkühlung und Grippe gestorben. In Argentinien sind 16 Menschen und weitere 11 durch Kohlenmonoxidvergiftungen infolge schadhafter Öfen gestorben. Ungewöhnlich kalt ist es auch in angrenzenden Ländern. In Bolivien sind der Kälte 18 Menschen zum Opfer gefallen, in Paraguay 5, in Chile und Uruguay je 2 und in Brasilien 9 Menschen.“</span></span> </p>
<div class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="mso-bidi-font-style: italic;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><strong>Kälterekord in der Antarktis</strong></span></span></span></div>
<div></div>
<p><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center; margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="text-align: justify;"><span style="mso-bidi-font-style: italic;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="mso-bidi-font-style: italic;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="mso-bidi-font-style: italic;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Und dann noch obendrein der Kälterekord jetzt <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>in der Antarktis. Hier dazu aus diesen Tagen die dpa-Meldung aus Bremerhaven: „Während Deutschland unter der aktuellen Hitzewelle stöhnt, hat die deutsche Forschungsstation in der Antarktis einen<span class="apple-converted-space"> </span><span style="mso-bidi-font-style: italic; mso-bidi-font-weight: bold;">Kälterekord</span><span class="apple-converted-space"> </span>verzeichnet. «Mit minus 50,2 Grad Celsius ist dort der niedrigste Wert seit mindestens 29 Jahren erreicht worden», sagte der Polar-Meteorologe des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institutes (AWI), Gert König-Langlo, am Donnerstag. Normalerweise sei es in der Mitte des antarktischen Winters etwa 20 Grad Celsius wärmer als jetzt.<span class="apple-converted-space"> </span><span class="apple-style-span"><span style="mso-bidi-font-style: italic; mso-bidi-font-weight: bold;">Der</span></span><span class="apple-converted-space"><span style="mso-bidi-font-style: italic; mso-bidi-font-weight: bold;"> </span></span><span class="apple-style-span"><span style="mso-bidi-font-style: italic; mso-bidi-font-weight: bold;">Kälterekord</span></span><span class="apple-converted-space"><span style="mso-bidi-font-style: italic; mso-bidi-font-weight: bold;"> </span></span><span class="apple-style-span"><span style="mso-bidi-font-style: italic; mso-bidi-font-weight: bold;">sei aber keine Erscheinung des Klimawandels</span></span>, sondern ein regionales Wetterphänomen. Seit dem Bau der ersten Neumayer-Station des AWI vor 29 Jahren wurden nur zehnmal ähnlich niedrige Temperaturen in der Antarktis gemessen. ‚Erstmals sind wir jetzt unter die Minus-50-Grad-Grenze gerutscht,’ <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>so König-Langlo.“</span></span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align: center;">
<div style="text-align: center;"><span style="mso-bidi-font-style: italic;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="mso-bidi-font-style: italic;"> <strong>F</strong></span></span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><strong>azit aus allem: Für eine globale Erwärmung kein Beleg</strong></span></span></span></span></span> </div>
<div><span style="mso-bidi-font-style: italic;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"></span></span></div>
<div><span style="mso-bidi-font-style: italic;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"></span></span></span></div>
<p><span style="mso-bidi-font-style: italic;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"></p>
<div>
<div style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Also kurz zusammengefasst: Mit der Erfahrung, dass wir 2009/2010 einen (endlich einmal wieder) sehr kalten Winter mit viel Schnee hatten und einen nassen, ziemlich kalten Mai 2010, können wir ebenso wenig eine globale Abkühlung belegen wie mit den heißen Sommerwochen 2010 eine globale Erwärmung.</span></div>
<div style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Nachtrag vom 26. Juli 2010:</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Sollte jemand im ZDF die Illner-Sendung vom 22. Juli 2010 (&#8221;Gluthitze hier, Ölpest dort - Nimmt die Natur Rache an uns?&#8221;</span><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;">) </span><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">gesehen haben, dann einmal diesen Link anklicken:</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;"><a href="http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/EIKE_Brief_-Ewert_-ZDF_Schaechter-Illner-Sendung_22.7.10.pdf"><span style="color: #0000ff;">http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/EIKE_Brief_-Ewert_-ZDF_Schaechter-Illner-Sendung_22.7.10.pdf</span></a></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial; font-size: 10pt;">Die schon Kundigen werden diesem Brief beipflichten, die noch Leichtgläubigen und Unkundigen endlich einmal wenigstens zu zweifeln beginnen und sich besser informieren – außerhalb des Mainstreams.</span></p>
<p> </p></div>
</div>
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		<title>Wer die Freiheit aufgibt , um Sicherheit zu gewinnen …</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 08:17:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[… wird am Ende beides verlieren
Die Freiheit hat es schwer, gerade auch in Deutschland. Immer mehr Freiheit kommt abhanden – auf schleichende Weise, unmerklich. Zu viele Menschen nehmen den schrittweisen Verlust gar nicht richtig wahr oder verschließen davor die Augen. Für dargebotene „soziale“ Sicherheit und Gleichheit, die ihnen politische Scheinheiligkeit offeriert und eigennützig sogar aufnötigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>… wird am Ende beides verlieren</strong></p>
<p>Die Freiheit hat es schwer, gerade auch in Deutschland. Immer mehr Freiheit kommt abhanden – auf schleichende Weise, unmerklich. Zu viele Menschen nehmen den schrittweisen Verlust gar nicht richtig wahr oder verschließen davor die Augen. Für dargebotene „soziale“ Sicherheit und Gleichheit, die ihnen politische Scheinheiligkeit offeriert und eigennützig sogar aufnötigt lassen sie sich Freiheitsrechte allzu willig abkaufen. Sie wissen oder beherzigen nicht: Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. Das „Forum Freiheit 2010“ in Berlin vom 17. Juni nahm den Niedergang der Freiheit wieder ins Visier. Eine Nachlese.<span id="more-978"></span></p>
<p><strong>Freiheit diskreditiert als Störfaktor für Wachstum</strong></p>
<p>Günter Ederer, der Wirtschaftspublizist, hat „die Freiheit in der Welt noch nie so bedroht gefühlt wie jetzt“. Freiheit werde nicht mehr als Grundvoraussetzung einer friedlichen, prosperierenden Welt wahrgenommen. Man betrachte sie zunehmend als eine verzichtbare Idee. Im politischen Alltag werde sie als effizienzstörend ausgeklammert. In den Vereinigten Staaten sei Sicherheit mittlerweile wichtiger als Freiheit, Amerika habe sich teilweise zu einem Polizeistaat entwickelt. China und viele andere Staaten zeigten, dass wirtschaftliches Wachstum, sogar rasantes, ohne wesentliche Freiheitsrechte wie Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, freie Wahlen und unabhängige Gerichtsbarkeit möglich sei. Das nähre, auch für Europa, die gefährliche Vorstellung, Demokratie und Freiheit würden den wirtschaftlichen Aufschwung nur stören.</p>
<p><strong>Bei CDU und FDP in Sachen Freiheit schon schwere Gen-Defekte</strong></p>
<p>Was Ederer für Europa konstatiert, sieht er besonders auch in Deutschland vorherrschen: Gleichheit, identifiziert mit sozialer Gerechtigkeit, ist wichtiger als Freiheit. Freiheit werde zunehmend gleichgesetzt mit Ausbeutung, mit rücksichtslosem Kapitalismus. Regierungen und Gesetze würden vor allem daran gemessen, ob sie „sozial gerecht“ seien, wobei die soziale Gerechtigkeit durch Umverteilung erreicht werden solle.</p>
<p>Bei keiner Partei im deutschen Parlament vermag Ederer zu erkennen, dass die Freiheit für sie der wichtigste Grundpfeiler ihrer Politik ist. SPD und CDU/CSU hätten sich der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet. Für die Linke sei Freiheit ein Wert unter „ferner liefen“. Die Grünen hielten es für akzeptabel, die Freiheit zugunsten einer ideologisch begründeten Umweltpolitik massiv einzuschränken. Bei der FDP spiele die Freiheit zwar in Sonntagsreden und auf Kongressen die entscheidende Rolle, aber in der Tagespolitik sei davon nichts erkennbar. Bei ihr und der CDU macht Ederer schon schwere Gen-Defekte aus: „Sie wollen mit sozialer Gerechtigkeit Wahlen gewinnen, verlieren aber immer mehr Stimmen.“</p>
<p><strong>Die FDP soll mehr Zähneknirschen und Lautstärke zeigen</strong></p>
<p>Carlos A. Gebauer von der Hayek-Gesellschaft gab sich gegenüber der FDP ironisch milde: Man dürfe mit ihr nicht zu hart ins Gericht gehen, mit dem Seitenwechsel von der Opposition in die Regierungskoalition sei das schon ein eigenes Erlebnis. Auch sei die FDP die einzige auf Freiheit ausgerichtete Partei. Aber dass sie in der Koalition „mehr Zähneknirschen und Lautstärke“ zeige, das wünscht er sich durchaus.</p>
<p><strong>„Je größer die Wahlenthaltung, umso weniger Mandate“</strong></p>
<p>Auch wenn Vera Lengsfeld, einstige …. und heute freiheitliche Publizistin, Ederer nur begrenzt zustimmen mochte, schlug sie doch mit folgenden Kernsätzen für die Freiheit in die gleiche Kerbe wie er: „Die Menschen heute haben nach Staatsdirigismus nicht gerufen, aber die Politik behauptet es, um ihn zu machen. Siebzig Prozent der Bürger bekommen schon Staatsgelder. Politiker schnüren stets Pakete und spannen Schirme auf, damit die Leute sich behütet fühlen. Politik ist nur noch auf Machterhalt aus. Freiheit ist wichtiger als soziale Sicherheit. Die Menschen müssen fähig sein, für sich selbst zu sorgen.“ Spontanen Beifall gab es, als sie sagte: „Politik hat die Aufgabe, die Freiheit zu schützen und nicht zu beschneiden.“ Sie verwies auf den großen Trend zur Wahlenthaltung. Aber die Enthaltung interessiere die Parteien nicht, denn auf die Postenverteilung habe sie keinen Einfluss. Ebenfalls unter Beifall verlangte sie, je größer die Wahlenthaltung sei, umso mehr Mandate müssten wegfallen. Das schmerze die Parteien und zwinge sie ernsthaft zu einer Politik gegen die Politikverdrossenheit der Bürger.</p>
<p><strong>Regieren gegen die Bevölkerung</strong></p>
<p>Zur Lage der Freiheit im europäischen Finanzsektor sprach der Ordnungstheoretiker und Publizist Michael von Prollius. In den politischen Reaktionen auf die von den Regierungen verursachte Finanz- und Schuldenkrise sieht er eine ernsthafte Bedrohung. „Die Regierungen in Europa haben geltende Verträge, Verfassungen und Gesetze mit Füßen getreten.“ Die deutsche Regierung scheine von Prinzipientreue und ökonomischer Vernunft weiter entfernt zu sein denn je. Die Unsicherheit auf den Märkten sei zeitgleich im selben Maße gewachsen wie Volkes Zorn. „Die Regierung gegen die Bevölkerung – das ist das Thema, das unsere Zeit prägt.“ Nach von Prollius bedrohen nicht Spekulanten, sondern unverantwortlich wirtschaftende Regierungen Europa. Er zitierte den angesehenen Ökonomen und Ordnungstheoretiker Juergen B. Donges: „Die Politiker sind das Problem, nicht böse Spekulanten und Rating-Agenturen, wie es landauf landab heißt.“</p>
<p><strong>Die Politik außer Kontrolle geraten</strong></p>
<p>Prollius stellte fest: „Die politischen Bemühungen zur Krisenbekämpfung zielen auf das Herz einer freien Gesellschaft: das Privateigentum. Verstaatlichung, Einschränkung der Verfügungsrechte, Umverteilung in nie da gewesenem Ausmaß, Rettung der Bankrotteure, Belohnung gescheiterter Spekulanten und Unternehmer mit dem Geld lebender und ungeborener Steuerzahler, diese konsequente Politik gegen den Markt und die Steuerzahler ist erschreckenderweise unser politischer Alltag.“ Die Politik sei außer Kontrolle geraten und die Kluft zwischen politischer Klasse und Bevölkerung groß.</p>
<p><strong>Nötig ist gutes Marktgeld statt schlechtes Staatsgeld</strong></p>
<p>Die Krise ist für Prollius eine Geldsystemkrise, nicht eine Krise der Finanzmärkte: „Unser Geld wird von einem staatlichen Monopol produziert. Unser Geld wird beliebig vermehrt. Das staatliche Monopol hat ein Schneeballsystem geschaffen. Die Geldsystemfrage ist derzeit noch ein Tabu, wird aber angesichts der einzigartigen Verschuldung auf die tagespolitische Agenda rücken. Wir brauchen gutes Marktgeld statt schlechtes Staatsgeld.“</p>
<p><strong>Europa und Euro am Scheideweg</strong></p>
<p>Europa und den Euro sieht Prollius am Scheideweg: entweder Vertiefung und Vereinheitlichung, Weichwährung und ein bürgerfernes Brüssel-Europa oder aber alternativ echte Haushaltssanierung, Strukturreformen, politische Selbstbeschränkung, Prinzipientreue und Rückbesinnung auf die historischen Stärken Europas. Freiheit und Verschiedenheit, nicht Zentralismus und Gleichmacherei seien die wichtigsten Errungenschaften des Abendlandes. Zur Zukunft der Freiheit habe er volles Zutrauen. Die besseren Ideen würden sich durchsetzen. „Das wird aber nicht einfach so geschehen, sondern erfordert unsere tatkräftige Mitwirkung.“</p>
<p><strong>Freiheit rechtzeitig verteidigen, also stets</strong></p>
<p>So ist es. Wird Menschen nach einer Diktatur die Freiheit beschert, genießen sie das Glück, das Freiheit beschert, zunächst in vollen Zügen. Aber dann wird sie ihnen mit der Zeit selbstverständlich, und es erlahmt ihre Bereitschaft, beginnenden Aushöhlungen der Freiheit entgegenzutreten. Wo Menschen sich sicher wähnen, immer frei zu sein, Freiheit dauerhaft zu haben, wiegen sie sich in falscher Gewissheit. Sie werden zu bequem und zu schwach, diese Freiheit rechtzeitig, also stets, zu verteidigen. Dann hat es die Freiheit schwer, sich gegen ihre Gegner zu behaupten. Kurt Biedenkopf hat einmal gesagt: „Freiheit ist nicht nur ein Recht. Freiheit ist eine permanente Aufgabe, ein dauerhafter Prozess.“ Und von Roland Baader stammt der Satz: „Der einzige, der Deine Freiheit bewahren kann, bist Du selber. Alle anderen wollen sie Dir nehmen.“</p>
<p><em>Weitere Vorträge und Diskussionen gab es zu zwei speziellen Themen: zur Lage der Freiheit im Gesundheits- und im Bildungswesen. Federführend für die Tagung zeichnet die Frie4drich A. von Hayek-Gesellschaft und der Freie Verband Deutscher Zahnärzte. Finanziell beteiligt sind das Liberale Institut Potsdam und die Privatärztliche Verrechnungsstelle. Assoziierte sind das Liberale Institut Zürich, das Magazin eigentümlich frei, die Zivile Koalition, der Bund Freiheit der Wissenschaft, das Institut für Unternehmerische Freiheit, das Netzwerk Bildungsfreiheit und die Vereinigung Familie ist Zukunft.</em></p>
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		<title>Die nützlichen Spekulanten</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 17:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie tragen für andere, was diese vermeiden wollen: das Risiko
Spekulationen gelten als verwerflich, Spekulanten als anrüchig. Aber alle Menschen pflegen zu spekulieren. Sie spekulieren darauf, dass sich ein Geschäft bezahlt macht, dass sie einen Kredit zurückzahlen können, dass sich die Ausbildung lohnt, dass der gewählte Beruf das Auskommen sichert, dass ihre Ehe glücklich wird, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie tragen für andere, was diese vermeiden wollen: das Risiko</strong></p>
<p>Spekulationen gelten als verwerflich, Spekulanten als anrüchig. Aber alle Menschen pflegen zu spekulieren. Sie spekulieren darauf, dass sich ein Geschäft bezahlt macht, dass sie einen Kredit zurückzahlen können, dass sich die Ausbildung lohnt, dass der gewählte Beruf das Auskommen sichert, dass ihre Ehe glücklich wird, dass ihre Kinder wohlgeraten … Sie setzen darauf, dass alles, was sie anpacken, gelingt. Spekulieren ist Alltäglichkeit. Dieses Spekulieren stört niemanden. Alle können es, alle tun es. Also auch die Akteure an den Finanzmärkten, die Händler an den Warenmärkten, die Exporteure, die Importeure, die Sparer, die Investoren. Alle sind sie Geschäftemacher, alle Spekulanten.<span id="more-879"></span>  </p>
<p>Auch die jüngste allumfassende Finanzkrise ist Spekulantenwerk, allerdings ein Spekulantenwerk ganz anderer, eines der wirklich gefährlichen Art. Der Eindruck, hier sei es geradezu kriminell zugegangen, ist keineswegs abwegig. Folglich war auch der politische Ruf nach einer globalen Spekulationssteuer auf alle Finanzgeschäfte schnell zur Hand. Warum sie eine untaugliche Idee ist, habe ich erläutert (siehe meinen Beitrag vom 25. Januar 2010). Nur kurz kam dabei zur Sprache, dass eine solche Steuer nicht nur derartige für die Allgemeinheit hochgefährlichen Spekulationen treffen (und noch nicht einmal verhindern) würde, sondern auch die nützlichen. </p>
<p><strong>Spekulanten erfüllen eine wichtige Aufgabe</strong></p>
<p>Die nützlichen  Spekulationen sind sogar notwendig. Trotzdem hat das Wort Spekulant einen  schlechten Klang: Spekulanten gehen windigen Geschäften nach, bereichern sich auf Kosten anderer, streichen unverdiente (weil vermeintlich leistungslose) Gewinne ein, fügen damit ordentlichen Leuten Verluste zu. Man sieht sie als Hasardeure, Spielernaturen, Nichtstuer und Drohnen, die anständige Leute ausbeuten. Aber wer so denkt, verkennt, was sie leisten. Sie übernehmen und tragen für andere  das Risiko, das anderen zu hoch ist. Damit erfüllen sie für Märkte und Wirtschaft eine wichtige Aufgabe, sind geradezu unentbehrlich.</p>
<p><strong>Der Bedarf, das Preisrisiko zu vermeiden</strong></p>
<p>Das Risiko besteht darin, dass Preise steigen und fallen. Es birgt die Gefahr, dass man etwas zu teuer kaufen oder zu billig verkaufen muss. Wegen dieser Gefahr hat sich das Kaufen und Verkaufen im voraus, aber zur späteren Lieferung entwickelt: das Geschäft auf Termin, das Termingeschäft. Landwirte zum Beispiel, die sich dem Preisdruck entziehen wollen,  wenn die neue Weizenernte schlagartig auf den Markt drängt, können mittels Termingeschäft ihren Weizen schon im März verkaufen, wenn er gerade erst ausgesät ist, nämlich „auf Termin“, zum Beispiel für Lieferung im September, und zwar zu dem im März am Markt  herrschenden Terminpreis. Damit sichern sie sich einen festen Erlös und eine klare Kalkulationsgrundlage. Auf der anderen Seite haben die Mühlen als Verarbeiter von Weizen ebenfalls einen Preissicherungsbedarf. Folglich versuchen sie, Weizen im voraus „auf Termin“ zu kaufen.</p>
<p><strong>Wer das Preisrisiko übernimmt</strong></p>
<p>Aber Landwirten und Müllern allein fällt es schwer, den geeigneten Vertragspartner zu finden. Auch fehlt es an Mut, zu große Verkaufs- und Kaufrisiken einzugehen. Hier schlägt die Stunde der Spekulanten. Als Risikoträger springen Leute ein, die Geld haben, gleichsam „Spielkapital“, das sie notfalls auch verlieren können.  Es sind Leute, die Ware kaufen, die sie selbst gar nicht haben wollen, und Ware verkaufen, die sie gar nicht  besitzen.</p>
<p><strong>Börsen erleichtern die Risikoteilung</strong></p>
<p>Erleichtert wird die Risikoteilung durch Waren-Terminbörsen. Hier läuft das Handeln und Spekulieren in organisierter Form nach festen Regeln ab. Außerdem wurden Standardkontrakte entwickelt. Sie lauten auf eine bestimmte Ware in bestimmter Menge und bestimmter Qualität. Damit sind die Waren vertretbare Sachen und die Kontrakte handelbar wie Wertpapiere.<br />
Kauft ein Spekulant einen solchen Kontrakt, dann hat er damit das Recht erworben, die betreffende Ware in der bestimmten Menge zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erhalten. Zugleich hat er sich damit verpflichtet, die Ware zum vereinbarten Preis abzunehmen. Doch bevor es dazu kommt, pflegt er den Kontrakt wieder zu verkaufen, und zwar zu dem dann geltenden Preis – also entweder mit Gewinn oder mit Verlust. Das geschieht zum Beispiel  dann, wenn ihm das Risiko zu groß wird oder wenn er einen Preisgewinn realisieren will.</p>
<p><strong>Wo das Risiko übergeben wird</strong></p>
<p>Der Käufer kann ebenfalls ein Spekulant sein oder aber ein Händler oder Verarbeiter, der die Ware wirklich geliefert haben will. So kommt es, dass alle Preisveränderungen bis zum Verkauf an einen wirklichen Abnehmer auf die Kappe der Spekulanten gehen. Für diese Zeit nehmen sie dem Produzenten wie dem Verarbeiter das Preisänderungsrisiko ab. Wird es ihnen zu hoch, können sie den Kontrakt jederzeit wieder verkaufen und das Risiko anderen Spekulanten aufladen, wenn diese es noch für tragbar halten. Ort der Risikoübergabe ist die Warenterminbörse.</p>
<p><strong>Auch das Wechselkurs-Risiko übernehmen Spekulanten</strong></p>
<p>Das Bedürfnis nach Sicherheit und Risikominderung haben nicht nur Produzenten und Verarbeiter von Rohstoffen. Wer für seine Geschäfte Fremdwährungen braucht oder erlöst, will sich dem Wechselkursrisiko entziehen. Und die Gefahr rascher und ausgeprägter Schwankungen von Zinssätzen weckt das Verlangen nach abgesicherten Preisen für Geld und Kapital an den Finanzmärkten. So hat sich die Technik des Warentermingeschäfts auf die Devisen- und Finanzmärkte ausgedehnt. Auch hier sind die Spekulanten zur Stelle, um jenen, die nach Sicherheit streben, den Hedgern (von to hedge: absichern), das Risiko abzunehmen. Und je größer die Zahl der Spekulanten, desto größer für die Hedger das zur Risikoübernahme bereite Angebot. Es ist also falsch, die Spekulantenzahl klein zu halten, sondern gut, möglichst viele Spekulanten zu haben, denn um so nützlicher sind sie.</p>
<p><strong>Die unsichtbare, aber vorzügliche Tücke</strong></p>
<p>Natürlich lassen sich die Spekulanten das Risiko nicht umsonst aufladen und schon gar nicht aus Nächstenliebe oder etwa aus dem Bedürfnis heraus, für Markt und Wirtschaft eine nützliche Rolle zu spielen. Ihr Preis ist der hohe Gewinn, den sie sich aus Preisveränderungen erhoffen. Und das Schöne ist, dass diesen Preis andere Spekulanten entrichten müssen, nämlich jene, die falsch spekuliert und verloren haben: So gerecht geht es an solchen Märkten zu. Sie entrichten diesen Preis in Form ihres Verlustes. Sie nehmen den Preis in Kauf, weil ihre Spekulation auch aufgehen und den erhofften Gewinn abwerfen kann. Es ist also purer Eigennutz, der die Spekulanten antreibt. Aber aus dem Motiv Eigennutz entsteht ungewollt und meist in Unkenntnis des Zusammenhangs das „Produkt“ Gemeinnutz, also ein Nutzen für Wirtschaft und Allgemeinheit. So paart sich, wo es Märkte mit Spekulanten gibt, Nutzen mit Gerechtigkeit. Das ist die heimlich, weil für die meisten nicht sichtbare, aber vorzügliche Tücke jener Einrichtung, die freier Markt heißt.</p>
<p><strong>Mit Besteuern oder Verbieten wäre nichts gewonnen</strong></p>
<p>Alles dies ist zu bedenken, wenn unkundige,  aber hibbelige Politiker die Spekulation mit einer Steuer bestrafen oder eindämmen wollen. Spekulation gar zu verbieten, wäre noch törichter. Das Verbot  würde auch wenig nützen; es würde umgangen, denn das menschliche Bedürfnis nach Spekulation lässt  sich ebenso wenig verbieten wie Hunger und Durst. Es ist vernünftiger, die Spekulation nicht  in die Illegalität und Schattenwirtschaft zu drängen, sondern ihr, wie es an allen Börsen geschieht, Regeln zu geben und sie legal dort wirken zu lassen, wo viel Licht ist, Scheinwerferlicht: an Märkten, die für alle offen sind.</p>
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		<title>Kreativ und dynamisch</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 22:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Unternehmer, die schöpferisch zerstören
Am Anfang steht die Idee. Dann wird es schwer: Die Idee muss umgesetzt werden. Dazu gehört Risikobereitschaft. Dann viel, viel Durchhaltevermögen. Menschen, die alle drei Voraussetzungen in sich tragen, sind nicht die Mehrheit, im Gegenteil, sind Einzelgänger, Querdenker, ein winzige Minderheit, sind also sehr, sehr selten. Aber so selten nun auch wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unternehmer, die schöpferisch zerstören</strong></p>
<p>Am Anfang steht die Idee. Dann wird es schwer: Die Idee muss umgesetzt werden. Dazu gehört Risikobereitschaft. Dann viel, viel Durchhaltevermögen. Menschen, die alle drei Voraussetzungen in sich tragen, sind nicht die Mehrheit, im Gegenteil, sind Einzelgänger, Querdenker, ein winzige Minderheit, sind also sehr, sehr selten. Aber so selten nun auch wieder nicht. <span id="more-872"></span>Das zeigt das Buch über die kreativen Zerstörer. Es stellt solche Einzelgänger in geballter Ladung vor. Hier reiht sich eine Erfolgsgeschichte an die andere, also gute Geschichten am laufenden Band - gute und erfolgreiche jedenfalls für die Zerstörer sowie für deren Kundschaft, auch für die Wirtschaft allgemein und damit für Land und Volk. Es sind Geschichten über 44 unternehmerische Menschen mit 42 Unternehmen.</p>
<p><strong>Von Doc Morris bis Fielmann</strong></p>
<p>Viele kennen den Arzneimittelversand DocMorris als Schrecken der herkömmlichen Apotheken, wenige seinen Gründer Ralf Däinghaus, viele den Internet-Marktplatz für Gebrauchtwagen   Autoscout24 als Umstürzler im Autohandel, wenige die beiden Gründer Nicola Carbonari und Nikolas Deskovic, viele das Erfrischungsgetränk Bionade, wenige den Erfinder und Unternehmensgründer Peter Kowalsky.  Wie sie begannen, was sie wurden, was sie sind, das liest man hier. Man liest es auch von Heiner Kamps, dem anfänglichen Unruhestifter im Bäckerhandwerk, und seiner Bäckereikette mit dem Backen im Laden, einer Kette, die sich schlicht mit dem Firmenschild Kamps begnügt, von Arndt Kwiatkowski mit dem Immobilienscout24, von Theo Müller und seiner Müller-Milch, von Günter Fielmann und seinen Fielmann-Brillen oder von Joachim Hunold mit der Air Berlin.</p>
<p><strong>Gestalten, die Gestalter sind</strong></p>
<p>Sie und die übrigen anderen 35 Gründer sowie die vielen sonstigen, die im Buch nicht genannt sind, haben die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch die der Wirtschaftsgeschichte ein gutes Stück mitgeprägt. Es sind Gestalten, die Gestalter sind. Es sind Akteure, die man – nach dem französischen Wort für Unternehmer –  auch in Deutschland und anderswo Entrepreneure nennt. Es sind Menschen, die jenen Unternehmergeist verkörpern, die für das wirtschaftliche Geschehen die notwendige Antriebskraft liefern, die eine ganze Branche „aufmischen“, die im Teig einer jeden Volkswirtschaft die gärende Hefe sind und die mit ihren Innovationen für Entwicklungsschübe zu sorgen pflegen, kurz: die dynamischen Unternehmer. Sie stoßen üblicherweise auf Widerstand und kommen doch zum Erfolg.</p>
<p><strong>Besseres an die Stelle des Zerstörten</strong></p>
<p>Selten wird das Wort eines Ökonomen zu einem geflügelten Wort. Dem großen österreichischen, später amerikanischen Ökonomen Joseph A. Schumpeter (1883-1950) ist das mit dem Begriff  der creative destruction in seinem Buch Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung von 1911/1926 gelungen. Das Zerstörerische bekommt in diesem Fall einen positiven Klang, weil es in schöpferischer Weise an die Stelle des Zerstörten  Besseres setzt. Wie der Begriff „Anmaßung von Wissen“ mit dem Namen Friedrich A. von Hayek verbunden ist, auch er ursprünglich Österreicher, so ist es das Wort von der „schöpferischen Zerstörung“ mit dem Namen Schumpeters. Unzeitgemäße Unternehmen und überkommene Wirtschaftsstrukturen werden in die Hintergrund geschoben, verlieren ihre Lebenskraft, werden verdrängt. Neue Produkte ersetzen alte oder neue Produktions- oder Handelsstrukturen treten an die Stelle alter Verfahren. </p>
<p><strong>Triebfedern für wirtschaftlichen Umschwung</strong></p>
<p>Auch die heute so gängigen Begriffe „dynamische Unternehmer“ und „Innovation“ gehen auf Schumpeter zurück. Das Dynamische kennzeichnet derartige Unternehmer als kraftvolle Triebfedern für wirtschaftlichen Aufschwung in einem Unternehmen, einer Branche, einer Volkswirtschaft. Und Innovation heißt Erneuerung. Ein Kapitel in Schumpeters Buch Business Cycles von 1939 trägt die Überschrift „Theorie der Innovation“. Mit der deutschsprachigen Ausgabe des Buches 1961zog der Begriff auch in den deutschen Sprachgebrauch ein. Innovation bedeutet Erfindungen anwenden, Ideen in die Tat umsetzen: in neue Produkte, in neue Dienstleistungen oder in neue Verfahren. Alles dies zusammen mit der schöpferischen Zerstörung wird durch die im Buch vorgestellten Unternehmer mit den von ihnen geschaffenen Unternehmen verkörpert. </p>
<p><strong>„David gegen Goliath, Gut gegen Böse“</strong></p>
<p>Schumpeter habe die Entrepreneure, schreibt Herausgeber Nikolaus Förster in seiner Einführung, als Helden beschrieben: „David gegen Goliath, Gut gegen Böse. Das sehen nicht alle so, vor allem nicht die, die zu den Verlierern gehören, die lange spöttisch auf die Newcomer heruntergeschaut haben – bis es zu spät war.“ Dann folgen die Porträts als Kernstück des Buches, jedes mit einem Foto des beschriebenen Entrepreneurs bebildert. Sie sind zuvor als Serie in der Financial Times Deutschland erschienen. Entsprechend journalistisch flott sind sie geschrieben, folglich leicht lesbar. Der Umfang von nur vier bis sechs Buchseiten überfordert die Lesergeduld nicht, im Gegenteil, man erführe gerne mehr als geboten wird. Zuweilen fehlen in den Beiträgen Jahresangaben. Im Tageszeitungsartikel mögen sie entbehrlich gewesen sein, im Buch sind sie es nicht; hier hätten sie in die Texte nachträglich eingefügt werden sollen.</p>
<p><strong>Schumpeters Gedanken umkreisend</strong></p>
<p>Anschließend geben David Schumacher und Hanna Grabbe einen Ausblick mit dem Titel „Die neuen Kombinierer“. Es folgen sechs Kommentare von Marion A. Weissenberg (Das Feuer des Kapitalismus), von Hermann Simon (Kampf gegen die Mehrheit),  von Graham Horton (Von U-Booten und Stinktieren), von Horst Hanusch (Schumpeter lebt), von Harald Hungenberg, Andreas König und Albert Enders (Anleitung zur Zerstörung) sowie von Christoph Meinel (Die Mauer muß weg). Alle sechs umkreisen Schumpeters Gedanken von der schöpferischen Zerstörung aus verschiedener Sichtweise. Eine Biographie Schumpeters von Constantin Gillies schließt das Buch ab. Aber gemessen am bewegten und wechselvollen Leben Schumpeters ist sie nur bruchstückhaft und daher arg kurz geraten. Kurze Filme in der beiliegenden  DVD zeigen die Akteure  in Bewegung und Ton. </p>
<p>In seinem Buch  &#8220;Capitalism, Socialism and Democracy&#8221; (1942) stellte Schumpeter die These auf, der Kapitalismus werde durch seine eigenen Erfolge zugrundegehen. Es entstehe eine neue Schicht aus Intellektuellen, Bürokraten, Professoren und Journalisten, die von den Früchten des Kapitalismus lebten. Damals klang das wohl abwegig. Heute nicht mehr. </p>
<p>Nikolaus Förster (Hrsg.): Die kreativen Zerstörer der deutschen Wirtschaft. Wie Ideen Märkte verändern. FinanzBuch Verlag GmbH, München 2009. 290 Seiten. 34,90 Euro.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie Gutmenschen Vermögen vernichten</title>
		<link>http://kpkrause.de/?p=791</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 22:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Finanzkrise aus der Sicht von Hans-Olaf Henkel
Ausgestanden ist die globale Finanz- und Wirtschaftskrise noch lange nicht. Zwei Zentralbanken warnten dieser Tage sogar vor einer neuen Spekulationsblase. Der Internationale Währungsfonds warnte ebenfalls: Die Finanzstabilität  bleibe in vielen Staaten zerbrechlich.  Er sieht die Reparaturarbeiten bei weitem  noch  nicht als beendet an. Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Finanzkrise aus der Sicht von Hans-Olaf Henkel</strong></p>
<p>Ausgestanden ist die globale Finanz- und Wirtschaftskrise noch lange nicht. Zwei Zentralbanken warnten dieser Tage sogar vor einer neuen Spekulationsblase. Der Internationale Währungsfonds warnte ebenfalls: Die Finanzstabilität  bleibe in vielen Staaten zerbrechlich.  Er sieht die Reparaturarbeiten bei weitem  noch  nicht als beendet an. Eine Normalisierung der Kreditvergabe stehe noch aus. Normale Verhältnisse herrschen nur politisch. Leider, denn diese Normalität besteht darin, dass die staatliche Verschuldung in immer noch höhere Höhen vorstößt und dass zu verfehlter Wirtschafts-  und Sozialpolitik noch mehr Verfehlungen hinzukommen.<span id="more-791"></span> </p>
<p><strong>Die Politiker als „Abwracker“</strong></p>
<p>Auch Hans-Olaf Henkel wird nicht müde, die Verfehlungen auszubreiten und zu geißeln. Sein  jüngstes Buch „Die Abwracker“ ist nun schon sein (seit 1998) siebentes Sachbuch, das diese übelschwere Thematik mit den anderen sechs in vielfältigen Variationen umkreist. Der Titel klingt reißerisch, ist aber wohl nicht wie sonst meistens die marktschreierische Erfindung des Verlages zum Fördern des Verkaufs. Denn Henkel selbst verwendet das Wort auch im Text. Und mit der staatlich gezahlten Abwrackprämie für Autos 2009 haben sich die Politiker der „Großen Koalition“ von CDU/CSU und SPD den Namen Abwracker sogar ausdrücklich verdient. Aber wohl noch treffender hätten Autor und Verlag als Titel auch „Die Vermögensvernichter“ wählen können. </p>
<p><strong>Kämpfer  gegen die Sozialisten in allen Parteien</strong></p>
<p>Henkel, Jahrgang 1940, ist alles andere als ein Unbekannter. Er war Vorsitzender von IBM Deutschland, dann von IBM Europa, sechs Jahre lang Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), war und ist Aufsichtsrat in vielen Unternehmen, ist also in Sachen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kundig und kompetent. Als streitbarer Kämpfer für Freiheit und marktwirtschaftliches Regelwerk und gegen die Sozialisten in allen Parteien und Gruppierungen erweist er sich auch in diesem Buch. </p>
<p><strong>Nur scheinbar schwierige Zusammenhänge</strong></p>
<p>Bekannt dafür, dass er aufs Korn nimmt, was wo fehlläuft,   sowie unumwunden und unverblümt ausspricht, was andere verschweigen, unterdrücken, unterlassen oder falsch oder auch gar nicht wahrnehmen, führt er den Leser durch haarsträubende Geschehnisse und nur scheinbar schwierige Zusammenhänge. Wer vielleicht meint „Davon verstehe ich nichts, zu kompliziert“, dem hilft Henkel kenntnisreich auf die Sprünge und macht es ihm verständlich. Und so, wie er als Vortragender rhetorisch zu glänzen weiß, so auch als Schreiber: Der Lesende hat es leicht bei ihm.</p>
<p><strong>Aus der Sicht und dem Erleben als Privatmann und Aufsichtsrat</strong></p>
<p>Zu einem großen Teil arbeitet Henkel in dem Buch auf, was auch andere schon getan oder   zumindest versucht haben, nämlich die seit 1929 größte Finanzkrise, die abermals in den    Vereinigten Staaten ihren Ursprung hat und dann andere Staaten mit sich riss.  Aber das geschieht auf eine sehr eigene und persönliche Art, aus eigenem Erleben anhand von Beispielen, also sehr konkret, anschaulich und kurzweilig. Im Vorwort schreibt Henkel: „Ich werde berichten, wie ich die Krise als Privatmann und Aufsichtsratsmitglied großer Unternehmen erlebt habe &#8230; Nicht nur das,   was sich abspielte, will ich schildern, sondern auch, wie Akteure und Betroffene es erlebt haben.“ </p>
<p><strong>Exkurse von Ackermann bis Armut in Deutschland</strong></p>
<p>Zutreffend benennt Henkel als den Auslöser und den an der Katastrophe Schuldigen die Vereinigten Staaten. Er läßt noch einmal Revue passieren, was zur Finanzkrise geführt hat, wie sie   ablief und was für schlimme Folgen sie hat. Dabei geht er immer wieder über das Geschehen der eigentlichen Finanzkrise hinaus und nutzt es zu informativen Abstechern. Diese Exkurse befassen sich beispielsweise mit den Bankvorständen Josef Ackermann und Ken Lewis, den Ökonomen Josef Schumpeter und David Ricardo, der deutschen Standortschwäche, der geringen Nettoumsatzrendite in Deutschland, die zur Abwanderung von Unternehmen ins Ausland führt, mit der Gewährträgerhaftung für öffentlich-rechtliche Banken, mit dem menschlichen Herdentrieb, dem Einfluss der Massenpsychologie und der vorgeblichen Armut in Deutschland.</p>
<p><strong>Der wahre Schuldige: der US-Gesetzgeber</strong></p>
<p>Wer glaubt, an der Immobilienblase in Amerika seien gierige Banker schuld, dem wird dieser Glaube im ersten Kapitel ausgetrieben. Ihre Ursache hat sie in einem amerikanischen Gesetz (Community Reinvestment  Act), das die Vergabe von Subprime-Krediten den amerikanischen Banken geradezu abzwang. Eindrucksvoll schildert Henkel, wie absurd das mit den Subprime-Krediten so    Gutgemeinte war, wie abenteuerlich und verhängnisvoll. Auch die Jahrzehnte früheren gesetzlichen Vorschriften zur positiven Diskriminierung (affirmative action) haben mitgewirkt und natürlich das zu billige Geld als Folge der amerikanischen Niedrigzinspolitik. </p>
<p><strong>Das Verhängnisvolle des Gutgemeinten</strong></p>
<p>Dies zeigt, wohin gutgemeinte, aber ökonomisch unsinnige Gesetze, künstlich niedrige Zinsen und Politiker, die gegenüber  wirtschaftlichen Zusammenhängen und Folgen blind sind, führen, nämlich in den Abgrund. Daran freilich, daß sich die Finanzkrise so ungehemmt entfaltet hat, haben Banker durchaus ebenfalls  einen Schuldanteil. Zuviele von ihnen ließen sich, wie Henkel schreibt, von Sorglosigkeit und Selbstüberschätzung, von Vertrauensseligkeit und regelrechter Dummheit leiten.</p>
<p><strong>Kollektives Ausschalten der Vernunft</strong></p>
<p>Henkel sieht das Entstehen einer Blase (auch) als Folge menschlichen Herdentriebs und als „kollektive Übereinkunft, die Vernunft kurzerhand auszuschalten“. Man liest: „Sowohl das Wachsen einer Blase wie deren Platzen ist ein psychologisches Phänomen, bei dem sich alle aus  unerfindlichen Gründen gleich verhalten – und leider gleich falsch.“  Auch gebe es nicht nur die inflationäre Blase, die wachse und wachse, sondern auch die deflationäre Blase, die schrumpfe und schrumpfe. „In beiden Fällen schaukelt sich eine Bewegung auf – eine Dynamik, der sich keiner   mehr entziehen kann, sobald sie die Masse erfasst hat. Gemeinsam geht es aufwärts und dann, im Hui, wieder abwärts.“  </p>
<p><strong>Der unbedingte Wille zur Tugend als Krisenauslöser</strong></p>
<p>Als Täter in seinem Fadenkreuz hat Henkel die sogenannten Gutmenschen. Zu Recht. Er findet sie unter den Politikern, den Ideologen und den Intellektuellen. Er schreibt: „Vor Menschen, die Gutes   tun habe ich großen Respekt – Gutmenschen dagegen erwecken nur den Anschein Gutes zu tun, indem sie andere, etwa durch moralischen Druck, dazu zwingen, Dinge zu tun, die sie selbst für gut halten.“ Das Gutmenschentum manifestiere sich in ihren Gesetzen. Zu seiner Diagnose gehöre auch die Entdeckung, daß die Krise nicht durch dieses oder jenes Laster ausgelöst worden sei, sondern durch das Gegenteil: durch den unbedingten Willen zur Tugend. Er knöpft sich die Moralprediger und „Moralisten vom Dienst“ vor. Er beklagt das Moralisieren der Deutschen über die Wirtschaft.  Er stellt fest, dass die Marktwirtschaft verunglimpft wird,  daß sie in Talkshows schlechte Karten hat und der Kapitalismus geradezu krankgebetet wird  </p>
<p><strong>„Der Neo-Sozialismus hat sich fast überall breitgemacht“</strong></p>
<p>Henkel beschreibt, dass und warum „wir neo-sozialistisch regiert werden“. Der Neo-Sozialismus   habe sich nicht nur im linken Parteispektrum breitgemacht; unbemerkt dominiere er fast die gesamte deutsche Politik. In der galoppierenden Schuldenwirtschaft, wie sie in Deutschland (und anderswo)  eingerissen sei, sieht Henkel ein untrügliches Zeichen für das Wirken dieses Neo-Sozialismus’: „Verteile Wohltaten jetzt – lass andere später dafür zahlen!“  Das gesamte Staatswesen lebe seit langem auf Pump. „Wir leben über unsere Verhältnisse. Doch nicht nur das: Wir leben auch über die Verhältnisse unserer Kinder. Und leider werden diese dereinst über ihre Verhältnisse bezahlen müssen.“ Er beleuchtet kritisch die Schwäche der Deutschen für den Staat als Retter und „für Leitfiguren, die ihnen den Weg zeigen“,  ebenso, wie sie es hinnehmen, wenn ihnen Politiker und Medien Sündenböcke präsentieren und die wahren Schuldigen davonkommen.</p>
<p><strong>Hintergründe zu Firmenübernahmen</strong></p>
<p>Abstecher führen den Leser auch zur Übernahme von Aventis (früher Hoechst) durch den französischen Sanofi-Konzern. Henkel berichtet und plaudert über Hintergründe, die teils so nicht allgemein bekannt sind, zumindest aber manchen Leser seines Buches bisher nicht bekannt waren. Andere Übernahmen leben ebenfalls noch einmal auf – so, wie sich allein durch die Finanzkrise Continental an VDO und Schaeffler an Continental („Conti“) verschluckt hat.  Sehr eindrucksvoll schildert er die Übernahme von Continental durch das Familienunternehmen INA Holding Schaeffler KG und wie sich die anfangs über den Deal  allgemein anerkennende Stimmung unversehens gedreht hat und umschlug  in plötzliche vorwurfsvolle Ablehnung,  weil die Finanzkrise, für Schaeffler unverschuldet, dazwischen gekommen war. </p>
<p><strong>Populistische Hetze gegen Frau Schaeffler</strong></p>
<p>Er verteidigt die verwitwete Firmenchefin Maria-Elisabeth Schaeffler gegen die damalige  Verfolgung als sachlich völlig unbegründet und perfide. Und man liest, was der Auftritt von Frau Schaeffler in Kitzbühel in Wahrheit war, wie die Medien und Politiker, darunter Olaf Scholz und Jürgen Trittin, diesen Auftritt ruchlos verfälscht und populistisch ausgeschlachtet haben und wie er zur feindseligen öffentlichen Hetze gegen Frau Schaeffler mißbraucht wurde. </p>
<p><strong>Wie Ken Lewis gezwungen wurde, Merrill Lynch zu übernehmen</strong></p>
<p>Was Henkel beschreibt, ist stets durchmischt mit persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen, weil er viele Akteure und Aktionen aus eigener Anschauung kennt. Und so schildert er auch die verbalen Entgleisungen des Conti-Vorstandsvorsitzenden Manfred Wennemer gegenüber Frau Schaeffler       und wie er bei dem Conti-VDO-Schaeffler-Geschehen über das eine oder andere sowie über den einen oder anderen ins (negative) Staunen und Wundern geriet, so über Hubertus von Grünberg und über Manfred  Wennemer   Aber er verteidigt Josef Ackermann gegen öffentliche Angriffe auf dessen 25-Prozent-Rendite-Ziel und auf dessen Weigerung, Staatsgeld anzunehmen. Man liest wie Ken Lewis mit seiner Bank of America gegen seinen Willen gezwungen wurde, Merrill Lynch zu übernehmen </p>
<p><strong>Der Staat als „Heilsbringer auf Pump“</strong></p>
<p>Henkel handelt auf seine unverblümte Weise ab, wie der Staat die IKB rettete, dann auch die Landesbanken retten mußte, dann Privatbanken wie die Commerzbank, Mercedes Benz Bank, BMW Bank, Volkswagen Bank und zum „Heilsbringer auf Pump“ wurde.  Er beschreibt Thomas Middelhoffs ruinierendes Wirken bei Arcandor (Karstadt-Quelle-Konzern), den Schildbürgerstreich Abwrackprämie als staatliche Vernichtung von Volksvermögen, nennt die Schuldigen politischer Fehlentscheidungen (unter andrem Merkel, Steinmeier, Müntefering, Seehofer). Er zeigt, wie sich Politiker im Fall Opel, General Motors und Magna als Arbeitsplatzretter aufspielten und der Untergang eines Unternehmens wie Borgward 1960/61, das der Staat nicht gerettet hat,  für die Volkswirtschaft keine Katastrophe bedeutet.</p>
<p><strong>Dreizehn Vorschläge für eine „retro-liberale Wende“</strong></p>
<p>Für Henkel ist die Finanz- und Wirtschaftskrise „weit dramatischer, als man uns glauben machen will“. Henkel will zurück zu „Ludwig Erhards Erfolgrezepten“. Denn nicht die Marktwirtschaft oder der verunglimpfte Neoliberalismus hat versagt, sondern die Politik. Er beschließt sein Buch mit dreizehn Korrekturvorschlägen für eine „retroliberale Wende“. Den Vorwurf, sie seien nicht neu, schmettert er zu Recht ab: Was begründet, sachlich geboten und vernünftig ist, muß nicht neu sein. Allerdings sind die Vorschläge sehr allgemein gehalten. Aber die Gefahr, sich zu sehr in Einzelheiten, die Sache der Gesetzgeber sind, zu verlieren, rechtfertigt es.</p>
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		<title>Die Angst vor zuviel Freiheit</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 19:38:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>

		<category><![CDATA[Leistungsbereitschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Angst entspringt die Sehnsucht nach Sicherheit 
Geängstigt haben sich die Menschen schon immer und vor allem Möglichen. Den Deutschen gar wird nachgesagt, geradezu Angsthasen zu sein. Besonders hervor tun sie sich auch mit der Angst vor dem Aufbruch zu wirklichen Reformen. Sie haben einfach zuviel Angst vor dem Risiko solcher Reformen. Das ist jene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Angst entspringt die Sehnsucht nach Sicherheit </strong></p>
<p>Geängstigt haben sich die Menschen schon immer und vor allem Möglichen. Den Deutschen gar wird nachgesagt, geradezu Angsthasen zu sein. Besonders hervor tun sie sich auch mit der Angst vor dem Aufbruch zu wirklichen Reformen. Sie haben einfach zuviel Angst vor dem Risiko solcher Reformen. Das ist jene Angst, die der Feind der Freiheit ist.<span id="more-769"></span> </p>
<p>Vor zu viel Freiheit scheinen die Deutschen ohnehin Angst zu haben, denn sonst müssten sie sich für wirkliche Reformen gewinnen lassen, die mehr Freiheit bescheren würden. Aber Reformversuche, die wieder mehr Freiheit bringen sollen, machen ihnen stets sofort Angst. Prompt werden sie angegriffen, zerpflückt, über Ausschüsse, Gutachten oder Kommissionen aufs Abstellgleis geschoben, verwässert, blockiert. Deshalb wird (und will) die neue Koalition im Bund nichts zustandebringen, was den Namen Reform wirklich verdient – aus Angst vor der Angst ihrer Bürger. </p>
<p>Der Angst entspringt die Sehnsucht nach Sicherheit. Das nutzen politische Führer und Parteien zum Wählerfang. Denn viele und zu viele Menschen suchen für ihre Sicherheit nicht Selbstverantwortung, Selbsthilfe und Selbstvorsorge, sondern allumfassende Behütung durch den Staat. Mit Eingriffen in Wettbewerb und Marktgeschehen, mit immer mehr Gesetzen, immer mehr staatlicher Regulierung, immer mehr Überwachung und Kontrolle trotz aller schönen Datenschutzbekundungen wird sie ihnen beschert. Mehr Staat bedeutet weniger Freiheit. Das gilt auch für den Schutz vor Gefahren wie Krankheit, Altersarmut und Arbeitslosigkeit. Vor die Wahl gestellt, mehr Sicherheit oder mehr Freiheit zu wollen, entscheiden sich die meisten für mehr Sicherheit.  Und suchen sie beim Staat. Davon, dass die Menschen Angst haben und für alles Sicherheit wollen, lebt die Politik. </p>
<p>Daher machen ihnen Politiker Hoffnungen, selbst wenn es absehbar falsche Hoffnungen sind.  Paart sich die Sehnsucht nach Sicherheit mit Neid und Mißgunst, bietet die Politik auch dafür etwas an, nämlich immer mehr Gleichheit und Gleichmacherei. Damit zerstört sie die Leistungsanreize, sich aus der Masse hervorzuheben. Wenn sich Leistung nicht mehr lohnt, verkümmert sie, bleibt sie aus. Das hat Folgen - für die Wirtschaft, für die Gesellschaft. Nachteilige Folgen.</p>
<p>Wieviel Unsicherheit ist der Mensch bereit hinzunehmen, um sich die Freiheiten zu bewahren, die er braucht? Wie die Menschen darauf antworten, beleuchtet auch ihr Staatsverständnis und ihr Verhältnis zum Staat. </p>
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		<title>Weihnachten ist auch Lesezeit</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 12:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Damit Deutsch für Deutsche nicht zur Fremdsprache wird
Als ich neulich zuhause in meinen übervollen Bücherregalen Platz  für die Neuzugänge suchte und folglich aussortieren wollte, was dort entbehrlich schien, fiel mir auch eine alte Ausgabe von Thomas Manns „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ in die Hände. Was man so tut, wenn man wieder zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Damit Deutsch für Deutsche nicht zur Fremdsprache wird</strong></p>
<p>Als ich neulich zuhause in meinen übervollen Bücherregalen Platz  für die Neuzugänge suchte und folglich aussortieren wollte, was dort entbehrlich schien, fiel mir auch eine alte Ausgabe von Thomas Manns „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ in die Hände. Was man so tut, wenn man wieder zur Hand nimmt, was man einst gern gelesen hat, und zumal dann,  wenn es sich – wie hier - um einen großen Klassiker handelt, den man höchst ungern vom Regal woandershin verbannt, das tat auch ich: Ich habe darin geblättert, ließ hier und da die Augen über ein paar Textstellen streifen und blieb an einer dieser Stellen hängen.<span id="more-753"></span></p>
<p>Es war jene, wo Felix Krull eine längere Mußezeit vor sich liegen sieht, weil er darauf warten muss, ob er seinen Militärdienst abzuleisten hat, oder ob er davonkommt und ob er dann gleich nach Paris reisen kann, wo er das Hotelfach lernen soll, was sein Pate Felix Schimmelpreester so fürsorglich-praktisch vorgeschlagen und, ohne mit Widerspruch zu rechnen oder ihn zu dulden, wenn er denn gekommen wäre, in die Wege geleitet hat. </p>
<p><strong>„Dem höheren Jüngling zum stillen Wachstum“</strong></p>
<p>Wir, die wir das Buch kennen, wissen,<br />
Felix Krull kommt davon, er selbst aber weiß es an dieser Stelle noch nicht. Er hängt herum und sinnt darauf, sich die Warte- und Mußezeit, „wie sie“ – so lesen wir – „dem höheren Jüngling zu stillem Wachstum so willkommen, so notwendig ist“, zu vertreiben. Und eben dann folgt jener Satz, über den ich ins Nachsinnen geriet und den ich Ihnen nun nicht vorenthalten will: </p>
<p><strong>„Ein Geschenk der Freiheit und des äußeren Müßiggangs“</strong></p>
<p>„Bildung wird nicht in stumpfer Fron und Plackerei gewonnen, sondern ist ein Geschenk der Freiheit und des äußeren Müßiggangs; man erringt sie nicht, man atmet sie ein; verborgene Werkzeuge sind ihretwegen tätig, ein geheimer Fleiß der Sinne und des Geistes, welcher sich mit scheinbar völliger Tagdieberei gar wohl verträgt, wirbt stündlich um unsere Güter, und man kann wohl sagen, dass sie dem Erwählten im Schlafe anfliegt.“</p>
<p>Nun ja, schön wär’s schon, wenn das mit der Bildung immer so ginge, nämlich dass sie im Schlaf zu haben sei. Aber dass Bildung (zumindest auch) ein „Geschenk der Freiheit ist und des äußeren Müßiggangs“ – wohlgemerkt: nur des äußeren, nicht auch des inneren –  ist eine kluge und, wie mir scheint, nach wie vor zutreffende Bemerkung. Freiheit und Muße schaffen den Raum für eine Bildung, die man sich selbst aneignet, zumindest selbst aneignen kann. </p>
<p><strong>Lesefähigkeit macht auch zukunftsfähig</strong></p>
<p>Wir alle wissen: Bildung bedeutet Zukunftsfähigkeit. Sie ist das unerlässliche Fundament eines Staatswesens, einer Gesellschaft, die bestehen bleiben, die weiterkommen will. </p>
<p>Ein wesentlicher Bestandteil der Bildung ist das Lesen, das Lesen-können, die Lesefähigkeit. Richtiger muss man wohl sagen: Es ist der wesentliche Bestandteil. Aber Voraussetzung für die Lesefähigkeit ist die Sprachfähigkeit. Und bereits mit ihr hapert es: </p>
<p>Schon 1992 hat eine Untersuchung ergeben, jedes fünfte deutsche Kind zwischen dreieinhalb und vier Jahren leide unter Sprachschwächen. Die gleiche Untersuchung hat zehn Jahre später, also 2002, festgestellt, die Sprachfähigkeit sei nicht besser, sondern eher noch schlechter geworden. Es gebe zuviele „sprachlose Familien“ mit berufstätigen Eltern. Väter und Mütter kämen zu wenig dazu, mit ihren Kindern zu reden. </p>
<p><strong>Wo Kinder lesen lernen</strong></p>
<p>Aber Lesen lernen Kinder gerade und vor allem zuhause. Ein FAZ-Leser schrieb der Zeitung hierzu: „Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, hat uns die Schule zwar die Fertigkeit beigebracht, wie man Buchstaben, Wörter und Sätze entziffert. Lesen gelernt aber haben wir aus Kinderbüchern, die uns zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt wurden. Bei schlechtem Wetter hockten wir in einem stillen Winkel und schmökerten wieder und wieder in unseren Büchern. Etwas älter geworden, waren es Abenteuergeschichten, jugendgerechte Darstellungen aus Natur und Technik, die uns in den Bann zogen… Irgendwann riskierten wir Kinder einen Blick in die lokale Zeitung. Einige Jahre darauf griffen wir auch zu überregionalen Zeitungen, die im Elternhaus auf dem Tisch lagen. Natürliche Neugier war der Antrieb für unseren Lesehunger.“ (Prof. Dr. Wilhelm Schwier am 20. Mai 2003)</p>
<p>In dem Bericht über die zuvor erwähnte Untersuchung findet sich dieser  plakative Satz: „Wer nicht richtig sprechen lernt, lernt auch nicht richtig lesen. Er versagt in der Schule und später auch im Beruf.“ </p>
<p>So kann bei Deutschen das Deutsche auch selbst zur Fremdsprache werden. </p>
<p><strong>Lesehunger wecken und stillen</strong></p>
<p>Damit dies bitte nicht geschieht, sollte gelesen werden. Vor allem Kinder sollten lesen und vorgelesen bekommen. Lesen und Vorlesen bringt mehr als nur Fernsehen konsumieren. Dafür zu sorgen, ist eine Aufgabe für Eltern und Großeltern, auch für andere Verwandte und für Freunde. Diese Aufgabe besteht in zweierlei: Erst müssen sie den Lesehunger der Kinder wecken, dann ihn stillen. Ideal geeignet dafür ist Weihnachten: Bücher als Geschenk wecken ihn, mit dem Vorlesen oder Selber-Lesen wird er gestillt. Also Bücher schenken. Und dann: Lesen, lesen, lesen. In der Warte- und Mußezeit. Wie bei Tomas Mann’s „Felix Krull.“ </p>
<p><strong>Ich wünsche allen meinen Blog-Lesern schöne Weihnachten und genug Muße auch für das Lesen.</strong></p>
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		<title>Grandios gescheitert - ein Segen</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 12:21:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der große Flop von „Flopenhagen“
Eine Sicherheitskonferenz beschloss, Katzen Schellen umzuhängen, um die Mäuse zu retten. Eine Klimakonferenz beschloss, das Wetter zu verbessern, um die Menschen zu retten. Zwischen beiden Konferenzen besteht eine gewisse Ähnlichkeit.
Mit diesen drei Sätzen beginnt eine Stellungnahme des Diplom-Chemikers Dr. Hans H. Penner (76351 Linkenheim-Hochstetten) zum großen Flop der Riesen-Klimakonferenz in Kopenhagen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der große Flop von „Flopenhagen“</strong></p>
<p>Eine Sicherheitskonferenz beschloss, Katzen Schellen umzuhängen, um die Mäuse zu retten. Eine Klimakonferenz beschloss, das Wetter zu verbessern, um die Menschen zu retten. Zwischen beiden Konferenzen besteht eine gewisse Ähnlichkeit.<span id="more-749"></span></p>
<p>Mit diesen drei Sätzen beginnt eine Stellungnahme des Diplom-Chemikers Dr. Hans H. Penner (76351 Linkenheim-Hochstetten) zum großen Flop der Riesen-Klimakonferenz in Kopenhagen, die am 18. Dezember zuende gegangen ist. Da für die Klimaschutz-Verbohrten kurz und schmerzhaft ist, was er schreibt, will ich Ihnen, den Lesern dieses Blogs, den ganzen Wortlaut der Stellungnahme nicht vorenthalten  - anstelle eines eigenen Kommentars, nur die Zwischenüberschriften sind von mir. Hans H. Penner also schreibt weiter:</p>
<p><strong>Angela Merkel und die Naturgesetze</strong></p>
<p>Physik hat Angela Merkel in der DDR sicher nicht studiert, weil sie Naturgesetzen keine Beachtung schenkt. Wenn Frau Merkel die Lufterwärmung auf 2 Grad einstellen will, muss sie den Kernreaktor der Sonne justieren. Wenn die Globaltemperatur seit 11 Jahren sinkt und das Max-Planck-Institut für Meteorologie für die nächsten 10 bis 20 Jahre mit einer Kaltphase rechnet, müsste nach der Klimatheorie der Bundeskanzlerin die Kohlendioxid-Emission zunächst erhöht werden, um die Globaltemperatur konstant zu halten. </p>
<p><strong>Diese winzige Dosis anthropogenes CO2</strong></p>
<p>Laut Umweltbundesamt betragen die technischen Kohlendioxid-Emissionen nur 1,2 Prozent der biologischen Emissionen. Die Kohlenstoff-Verbrennung fügt der gigantischen Atmosphäre nur homöopathische Mengen an Kohlendioxid zu. Man stellt sich vor, dass das Kohlendioxid der Luft die Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche absorbiert und dadurch aufgeheizt wird. Allerdings ist die Absorption der Infrarot-Strahlung schon längst praktisch gesättigt. Eine vielleicht in 200 Jahren zu erwartende verdoppelte Kohlendioxid-Konzentration würde eine Temperatursteigerung von höchstens 0,7 Grad bewirken. </p>
<p><strong>Jetzt umsehen nach anderen Methoden zur Enteignung der Bürger?</strong></p>
<p>Das Bekanntwerden der Fälschungen von Daten des Weltklimarates verdeutlicht, dass es überhaupt nicht um das Klima geht. Es geht um die globale Umverteilung von Geld: &#8220;Ende September habe ich mich mit Fonds-Managern getroffen, die zusammen 13 Billionen Dollar verwalten. Auch sie halten Klimaschutz für eine gute Investition&#8221; verrät uns der große Verschwörungstheoretiker Nicholas Stern (Focus 49/2009). Nachdem der &#8220;Klimaschutz&#8221; Einzug in die Kabarette hält und die &#8220;Flopenhagen-Konferenz&#8221; (Deutschlandfunk) das Ende der Klimakonferenzen herbeigeführt hat, wird man sich nach anderen Methoden zur Enteignung der Bürger umsehen müssen. Wer und was kommt nach Merkel? </p>
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		<item>
		<title>Nach der Mauerfall-Feierei</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 11:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Rechtsstaat]]></category>

		<category><![CDATA[Rechtsverstoß]]></category>

		<category><![CDATA[Wiedervereinigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der stets vergessene, unverzeihliche Fehler
Gefallen, die Mauer, vor zwanzig Jahren. Die Feiern von gestern haben wir hinter uns, das Gedenken, die Veranstaltungen, die Reden. Auch der vielen Fehler beim wirtschaftlichen Wiederaufbau in den  „neuen Bundesländern“ wurde gelegentlich gedacht. Aber gerade da fehlte etwas.
Gewiss spielte vieles eine Rolle, warum in dem sozialistisch ruinierten Teil Deutschlands [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der stets vergessene, unverzeihliche Fehler</strong></p>
<p>Gefallen, die Mauer, vor zwanzig Jahren. Die Feiern von gestern haben wir hinter uns, das Gedenken, die Veranstaltungen, die Reden. Auch der vielen Fehler beim wirtschaftlichen Wiederaufbau in den  „neuen Bundesländern“ wurde gelegentlich gedacht. Aber gerade da fehlte etwas.<span id="more-697"></span></p>
<p>Gewiss spielte vieles eine Rolle, warum in dem sozialistisch ruinierten Teil Deutschlands der sich selbst tragende Aufschwung noch immer nicht eingetreten ist, warum sich für zuviele Menschen statt des erhofften Wirtschaftswunders ein wirtschaftlicher Zusammenbruch einstellte: die zu schnelle Währungsunion, der gutgemeinte, aber falsche Umstellungskurs von DDR-Mark auf D-Mark, die zu raschen, marktfernen Lohnsteigerungen, eine falsche Steuerpolitik, die missratene Rückführung der verstaatlichten („volkseigenen“) Betriebe durch eine unfähige und teils auch korrupte Treuhandanstalt &#8230; </p>
<p><strong>Die Verweigerung der Eigentumsrückgabe</strong></p>
<p>Aber ein entscheidender Fehler wird nie erwähnt wird, und auch jetzt geschah es nicht: Die Wiedervereinigungspolitiker und ihre Parteien haben diese Betriebe, die die Kommunisten den Eigentümern nach 1945 entschädigungslos entrissen haben, von 1990 an nicht schlicht an die Eigentümer wieder zurückgegeben, sondern wollten sie meistbietend verhökern, um mit dem Erlös die Kosten der Wiedervereinigung zu bestreiten. </p>
<p><strong>Über 200 Milliarden Euro in den Sand gesetzt</strong></p>
<p>Das aber ging gründlich in die Hose. Wirklich ernsthafte Investoren blieben aus oder wurden, wenn sie „Alteigentümer“ waren, ausgesperrt, Glücks- und Raubritter, auch Betrüger trieben ihr Unwesen, die meisten Betriebe wurden plattgemacht, und die Treuhand hat aus dem Verkauf des Hehlergutes statt eines großen Gewinns nach den einstigen Angaben des früheren  Bundesbankpräsidenten Karl Otto Pöhl einen Verlust von 270 Milliarden DM (138 Milliarden Euro) eingefahren. Nach Helmut Schmidt waren es sogar noch weit mehr. In einem Interview des Fernsehsenders Phönix  widersprach er Pöhls Zahl: „Nein, es waren 400 Milliarden.“  Umgerechnet also 204,5 Milliarden Euro.</p>
<p><strong>Rückkehrwillige Eigentümerfamilien ausgesperrt</strong></p>
<p>Die meisten Betriebsstätten von Mittelstand und Industrie haben in der DDR weiter bestanden. Auch 1990 gab es sie noch. Nur waren sie durchweg veraltet und heruntergewirtschaftet. Doch hat sie der Staat nicht den rückkehrwilligen Eigentümerfamilien anvertraut, sondern sie an andere Personen verscherbelt, die sich vielfach nur an den im Osten gewährten Subventionen bereichern oder die Betriebe ausschlachten wollten oder auch beides. Oder er gab sie in die Hände von westdeutschen Unternehmen, die sie häufig nur deshalb übernahmen, um sie letztlich stillzulegen, sich auf diese Weise ostdeutsche Konkurrenz vom Leib zu halten und „den Osten“ nur als neuen Absatzmarkt auszuschlachten.</p>
<p><strong>Opferbereitschaft und Heimattreue nicht genutzt</strong></p>
<p>Törichter und verantwortungsloser hätte der Staat nicht handeln können. Von Anfang an haben seine Politiker und Parteien nicht wahrhaben wollen, wer die Wirtschaft entscheidend trägt und prägt: Die wichtigste Säule der Wirtschaft sind nicht die Großunternehmen, sondern die Unternehmen des wirtschaftlichen Mittelstands. Ungenutzt ist auch die große Opferbereitschaft und Heimattreue dieser Mittelständler geblieben, die anders als die vielen von der Treuhand gehätschelten Glücksritter nicht auf den schnellen Gewinn oder den großen Reibach aus waren, sondern entbehrungsreiche Aufbaujahre hinzunehmen sich nicht gescheut hätten.</p>
<p><strong>Enteignungsopfer mindestens 1,8 Millionen Menschen</strong></p>
<p>Aus dem Kreis der Opfer des Vermögensraubes sind rund 625 000 Rückgabeanträge registriert worden. So geht es aus dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 3. März 2000 an das Bundesverfassungsgericht hervor (Geschäftszeichen: VA5-O1314 VB-8/95). Dahinter stehen  bis zu 625 000 Familien. Würde jede dieser Familien nur aus 3 Mitgliedern bestehen, beläuft sich die Zahl dieser Opfer auf mindestens 1,875 Millionen Menschen. Was sie hätten zurückbekommen müssen, waren Betriebsgrundstücke und Betriebe von Industrie, Gewerbe, Handwerk und Handel,  Agrar- und Forstland, Häuser, Villen, Gutshäuser, Herrensitze, Schlösser. Die bloße Zahl der insgesamt beanspruchten Vermögenswerte in den neuen Bundesländern hat das Finanzministerium damals mit 2,5 Millionen angegeben. Unter den Enteignungsopfern waren etwa ein Drittel landwirtschaftliche Grundbesitzer - als &#8220;Junker&#8221; diffamiert - und zwei Drittel überwiegend mittelständische Betriebsinhaber aus Handwerk, Handel und Gewerbe. Die früher genannte Zahl von insgesamt 18 000 Enteignungsfällen ist weit untertrieben. Sie stammt aus einem DDR-Weißbuch von 1953 und diente erkennbar der Verharmlosung.</p>
<p><strong>Hunderttausend fehlende Unternehmen</strong></p>
<p>Am 21. August 2005 hat Cornelia Pieper, Generalsekretärin der FDP und Bundestagsabgeordnete, im Fernsehen bei „Sabine Christiansen“ bedauert, dass in den neuen Bundesländern 100 000 Unternehmen fehlen. Die fehlen dort aber schon seit 1990. Diese Lücke hätte sich zu einem großen Teil, wenn nicht gar zum größten, schließen lassen. Aber die Regierung, der Bundestag, die Gerichte, die Parteien, die Mehrheit der Medien haben dies verhindert: mit der Weigerung, den einst vertriebenen und verfolgten Unternehmerfamilien ihr geraubtes Eigentum, die Betriebe, zurückzugeben.  Tausende Mittelstandsunternehmer wären zurückgekehrt, hätten ihr Eigentum wieder in Besitz genommen und die Unternehmen wieder aufgebaut.</p>
<p><strong>Was eine DDR-Bürgerin an Frau Merkel schrieb</strong></p>
<p>Am 25. August 2005 schrieb die einstige DDR-Bürgerin Karin Rohde-Höfig an die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, die Bundeskanzlerin werden wollte: „Sie kennen die Entwicklung  nach dem Krieg im Westen Deutschlands, das sogenannte Wirtschaftswunder. So hätte es auch im Osten nach der Wiedervereinigung aussehen können. Die Motivation der verunglimpften „Alteigentümer“, ihre Investitionsbereitschaft in der alten Heimat wurde regelrecht mit Füßen getreten! Altkader und „Rote Barone“ hat man dagegen gehätschelt und ihnen mit Samthandschuhen zu Wohlstand verholfen. Prima, nun haben Sie den Salat!“ </p>
<p>Dann schrieb Frau Rohde, wieviele  Raubopfer als Investoren ausgesperrt wurden: „Haben Sie sich einmal Gedanken darüber gemacht, um welche Dimension es sich dabei handelt? Ich bin Ihnen dabei gern behilflich: 7136 Großgrundbesitzer, 4278 bäuerliche Betriebe unter 100 Hektar, 610 000 Fabriken, mittelständische Unternehmen, Privatpersonen; dazu kommen 70 000 Siedler, die durch die BRD enteignet worden sind. Alle haben Familien, Kinder, Enkel, Freunde und Sympathisanten. Das ist also eine  ganz simple Rechenaufgabe. Sie reisen kreuz und quer durch Deutschland, bemühen sich um jede Stimme, diskriminieren aber Tausende von potentiell konservativen Wählern. Das ist Ihr Problem. Im Jahre 2002 fehlten Ihrer Partei nur 6.000 Stimmen, von wem wohl?“</p>
<p><strong>Eigentumsrückgabe verweigert mit Lug und Trug</strong></p>
<p>Mit der Wiedervereinigung haben Politiker, Behörden und Gerichte brutal verhindert, dass die vertriebenen Familien dieses Mittelstands zurückkehren und sich am Wiederaufbau beteiligen konnten. Mit Lug und Trug hat ihm die einstige Kohl-Regierung die Rückgabe seines von den Kommunisten geraubten Eigentums verweigert. Somit fehlt in den fünf neuen Bundesländern, heute „Ostdeutschland“,  der wirtschaftliche Mittelbau in seiner vollen Breite nach wie vor. Versuche, trotzdem an die Stätten früheren wirtschaftlichen Wirkens zurückzukehren, wurden und werden von den staatlichen Stellen, einstigen DDR-Sozialisten und borniert-angepassten „Wessis“ mit ignorant-verbohrter Verbissenheit ungemein erschwert oder ganz unterbunden. </p>
<p><strong>Abbau-Ost statt Aufschwung-Ost</strong></p>
<p>Wer über sein ihm zustehendes Vermögen nicht verfügen darf, kann nicht investieren. Die schlimme Folge: Häuser verfallen, Grundstücke bleiben ungenutzt und verkommen,  Unternehmen in Handwerk, Handel und Gewerbe werden nicht gegründet, Betriebe nicht errichtet oder nicht wieder aufgebaut, Arbeitsplätze nicht geschaffen, Einkommen nicht ermöglicht, Steuereinnahmen verhindert.  Auch so wurde der Aufbau Ost zum Abschwung Ost – und noch nicht einmal zu einem neuen Aufbau-West.                                      </p>
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