Auch die AfD steht zur Wahl

Für sie wollen in das neue EU-Parlament beim Wahlgang am 26. Mai dreißig Kandidaten – Bisher sitzt da nur einer – Was eigentlich will die AfD dort? – Das steht in ihrem Wahlprogramm – Es gibt davon eine Langfassung, eine Kurzfassung und eine ganz, ganz kurze: 99 Sekunden

Was die Mainstream-Medien nicht oder sooo nicht bringen, das bringen freie, unabhängige Journalisten in Eigenregie – in Online-Medien und auf Blog-Seiten. Auch gedruckte Zeitungen wie die Junge Freiheit und die Preußische Allgemeine bemühen sich darum. Ebenso tut es diese, meine, Blog-Seite. Mainstream-Medien und die fünf  linkspopulistischen Altparteien (CDU, CSU, FDP, Die Grünen, Die Linke) ächten die einzige wirkliche Oppositionspartei – die Alternative für Deutschland (AfD) – in undemokratischer, unwürdiger, sich selbst beschämender Weise. Leider sehr erfolgreich versucht das ganze linksextreme, gewalttätige Antifa-Spektrum Wahlveranstaltungen der AfD zu behindern, zu verhindern und AfD-Wahlplakate, kaum dass sie aufgehängt sind, zu zerstören*)  –  mit stiller Genugtuung und heimlicher Zustimmung der Altparteien. Das ist für die Neuwahl zum EU-Parlament am 26. Mai eine rechtswidrige, meist ungeahndete, schwere Behinderung. Aber auch die AfD steht zur Wahl. Bisher ist sie dort im Parlament äußerst dünn vertreten: nur noch mit einer einzigen Person von ursprünglich sieben.**) Etwas zum Programm der AfD sowie Links zu einschlägigen Reden einiger AfD-Führungspersonen finden Sie im Folgenden.

Für ganz eilige Wähler: Auch in 99 Sekunden geht es

Wahlprogramme von Parteien zu lesen ist zeitraubend und mühsam. Nur wenige tun sich das an. Die Alternative für Deutschland bietet auch hierzu eine Alternative: ihr EU-Wahlprogramm in 99 Sekunden. Klicken Sie hier, und schon geht’s los. Kernspruch dazu: „Freiheit statt Brüssel.“ Weitere Kurzaussagen: „Wir möchten ein Europa der Vaterländer mit so wenig Brüsseler Bürokratie wie nur möglich. Wir lehnen die Bevormundung genauso ab, wie die fixe Idee eines europäischen Superstaats mit eigener Armee. Die #EU muss endlich wieder den Bürgern dienen, statt sie auszuplündern.“ Aber die Partei kann es auch ausführlicher bieten. ***)

Das EU-Parlament reformieren

„Etwas so Absurdes wie das Wahlprogramm der Grünen, habe ich seit Jahren nicht gelesen.“ So zum Beispiel äußert sich zur EU-Wahl der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen in einer Rede, die Sie hier finden. Ein Kern seiner Rede: „Wir wollen das EU-Parlament reformieren.“ Eigentlich will die AfD dieses Parlament sogar abschaffen. Meuthen ist schon bisher im EU-Parlament – er ist jener bisher einzige – und bewirbt sich um die Wiederwahl. Er steht auf der AfD-Wahlkandidaten-Liste auf dem ersten Platz. Man nennt das Spitzenkandidat.

Den Wahnsinn stoppen

„Wir müssen diesen Wahnsinn endlich stoppen.“ Das sagt Jörg Meuthen in einem weiteren Werbe-Spot (hier).  Der Begleittext dazu: „Die AfD positioniert sich mit ihrem neuen Wahlwerbespot als einzige Wahlalternative für mehr Freiheit und weniger Bevormundung durch Brüssel, für eine Sicherung der Sparguthaben und weniger Euro-Rettung sowie für sichere Grenzen und gegen eine ungeregelte Migration nach Europa auf Kosten Deutschlands.“

Die AfD als letzte Chance

Die AfD sei für Deutschland und Europa die letzte Chance, meint der ehemalige Bergmann Guido Reil, den die Partei auf den zweiten Platz ihrer Kandidatenliste gewählt hat. Eine seiner Reden können Sie sich hier ansehen und anhören – darin auch eine Feststellung wie diese: „Wir kriegen keine Halle. Die Hallenbetreiber sagen: ‚Wenn wir euch reinholen, hauen uns die die Halle kaputt. Das haben wir von der Polizei, das haben wir schriftlich, das machen wir nicht.’ Wir werden fertiggemacht, überall. Was ist aus unserem Land geworden, was ist aus unserer Heimat geworden.“

„Wir sind die Vorkämpfer …“

„Wir sind die Vorkämpfer, und wir sind die Eisbrecher gegen die verkrusteten Strukturen, die dafür sorgen, dass mittlerweile nahezu jeder Politikbereich in unserem Land am Ende ist und sich in eine falsche Richtung entwickelt.“ Das sind Worte von Maximilian Krah. Seine ganze Rede hier.  Der promovierte Jurist steht auf Platz 3 der AfD-Liste zur  Wahl ins EU-Parlament.

„Wir sind keine Europa-Feinde …“

„Wir sind keine Europa-Feinde, aber wir sind EU-kritisch, und in der Europäischen Union, in der Kommission, auch im Parlament gibt es einigen Reformbedarf“, sagt der Historiker und Oberstleutnant der Reserve Lars Patrick Berg in einem Interview hier. Berg will keinen EU-Einheitsstaat: Noch jedes Experiment, alles und jeden gleichzumachen, ist in der Geschichte krachend gescheitert, sagte er in seiner Bewerbungsrede in Magdeburg auf der EU-Wahlversammlung der AfD. Er plädiert für Freiheit, Souveränität und Subsidiarität in der EU. So hatten dies die wohl meisten Deutschen ursprünglich auch verstanden und haben wollen. Aber jetzt ist zuviel Fremdbestimmung daraus geworden. Bergs ganze Bewerbungsrede hier. Er steht auf dem AfD-Listenplatz 4. Alle anderen AfD-Kandidaten, insgesamt dreißig, finden Sie hier.

Diese EU-Wahl nicht geringschätzen

„Schätzen Sie die Europawahlen bitte nicht gering! Gehen Sie wählen, und zwar nicht wegen des tatsächlich ziemlich machtlosen Parlaments, sondern wegen der enormen Symbolik und der mittelfristigen Folgen dieser Wahl.“ Das rät den deutschen Wählern der andere AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland, der sich selbst um ein Mandat im EU-Parlament aber nicht bewirbt. Gauland beantwortet auch die an die AfD gestellte Frage „Warum lassen Sie sich in ein Parlament wählen, das Sie abschaffen wollen?“ Seine Antwort und die ganze Rede können Sie hier hören.

Zurück zum Europa der Vaterländer

„Wir holen uns unser Europa der Vaterländer wieder zurück.“ So verspricht es Alice Weidel, neben Gauland die Fraktionsvorsitzende der 92-köpfigen AfD im Bundestag. Die EU sei aufgebläht, arrogant und teuer. Sie verschleudere so viel Fördergelder, dass die Mitglieder gar nicht nachkämen, sie abzurufen. „Wir als Bundestagsfraktion fordern deshalb eine radikale Kürzung des EU-Budgets.“ Es sind Sätze aus ihrer Rede auf einer EU-Wahlkampfveranstaltung der AfD in Pforzheim. Die ganz Rede hier und eine weitere in Niedersachsen hier. Weidel wie Gauland sind jüngst Opfer von AfD-Mobbing geworden. Ein Restaurant in Berlin will beide nicht bewirten – aus politischen Gründen, wie der Wirt sie wissen ließ. Es ist das italienische „Bocca di Bacco“ (Quelle hier). Verhungert sein werden die beiden nicht; es gibt Alternativen.

______________________________________

*) Beispiele hier,  hier, hier und hier.

**) Warum nur noch einer, ist hier erläutert.

***) Das vollständige EU-Wahlprogramm der AfD ist als Langversion hier zu lesen, als Kurzversion hier und das Grundsatzprogramm von 2016, beschlossen in Stuttgart, hier.

Print

Schreibe einen Kommentar