Mit Vollgas ins Elektroauto-Dilemma

Ein gelungener Leitartikel von Holger Appel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Karikatur aus dem Jahr 2016

Autofahren mit elektrischem Strom? Mit einer dicken schweren Batterie? Mit einer nur kurzen Reichweite? Also Strom tanken alle 250 Kilometer? Und teurer als die Benziner und Diesel? Diesen Luxus soll und mag sich leisten, wer glaubt, partout das Klima retten zu müssen – und zu können. Also Verirrte. Oder wer Elektroautos aus anderem Grund bevorzugt, also aus Liebhaberei. Aber bitte nur die, nicht wir alle. Schon gar nicht mit staatlichem und ökofanatischem Zwang. Einen gelungenen Leitartikel dazu gibt es von Holger Appel in der heutigen (1. April) Druckausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) auf der ersten Seite. Kein April-Scherz. Überschrift: „Mit Vollgas ins Elektroauto-Dilemma“. Solche Beiträge wie diese machen das Blatt immer noch lesbar. Hier als Kostprobe der Anfang des Appel-Kommentars:

„Wer heu­te ein Elek­tro­au­to kauft, fin­det al­les pri­ma. Lan­ge La­de­zei­ten, kur­ze Reich­wei­ten, ho­he Prei­se und kar­ge Aus­stat­tung stö­ren frü­he Kun­den nicht. Aber das sind nicht die Kun­den von mor­gen. Die sind kei­ne En­thu­si­as­ten, die sich mit Är­ger­nis­sen und Ein­schrän­kun­gen ab­fin­den. Die Kun­den von mor­gen wol­len zu­ver­läs­si­ge in­di­vi­du­el­le Mo­bi­li­tät, die un­ter al­len Um­stän­den funk­tio­niert, die be­quem ist, prak­tisch in der Hand­ha­bung und be­zahl­bar. Das Elek­tro­au­to im Jah­re 2019 er­füllt kei­nes die­ser Kri­te­ri­en, und ob es die­se je­mals er­fül­len wird, dar­über zer­strei­tet sich jetzt so­gar die Au­to­in­dus­trie selbst.“

Wiedergeben kann ich aus Copyright-Gründen nur einen solchen kleinen Ausschnitt. Einen elektronischen Link zum gesamten Text kann ich ebenfalls nicht bieten. Nur diesen mit Bezahlschranke: hier.

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