„Völkersterben von seiner schönsten Seite“

Der Abgang der Deutschen, beschrieben 2011 von Deniz Yücel in der taz

„Super, Deutschland schafft sich ab!  In der Mitte Europas entsteht bald ein Raum ohne Volk. Schade ist das aber nicht. Denn mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird.“ Das stand 2011 in der linksextremen tageszeitung (taz). Das hat dort am 4. August Deniz Yücel geschrieben. Den hat die Türkei aus der Untersuchungshaft gerade freigelassen. Weitere Auszüge aus dem Yücel-Beitrag:

Ein erster: „Besonders erfreulich: Die Einwanderer, die jahrelang die Geburtenziffern künstlich hochgehalten haben, verweigern sich nicht länger der Integration und leisten ihren (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben.“

Ein zweiter: „Noch erfreulicher: Die Ossis schaffen sich als Erste ab. Während im Westen die Zahl der Minderjährigen in den vergangenen zehn Jahren um 10 Prozent gesunken ist, ging sie im Osten um 29 Prozent zurück. Die Sandys, Mandys und Jacquelines pfeifen auf das neue deutsche Mutterkreuz („Elterngeld“) und tragen nach Kräften dazu bei, dass den ostdeutschen Volkssportarten Jammern, Opfersein und Ausländerklatschen in absehbarer Zeit der Nachwuchs ausgehen wird.“

Ein dritter: „Nun ist schon so manches Volk ohne das gewalttätige Zutun anderer von der Bühne der Geschichte abgetreten: Die Etrusker wurden zu Bürgern Roms, die Hethiter gingen im anatolischen Völkergemisch auf, die Skythen verschwanden irgendwo in den Weiten der Steppe. Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite.“

Der Schluss: „Nun, da das Ende Deutschlands ausgemachte Sache ist, stellt sich die Frage, was mit dem Raum ohne Volk anzufangen ist, der bald in der Mitte Europas entstehen wird: Zwischen Polen und Frankreich aufteilen? Parzellieren und auf eBay versteigern? Palästinensern, Tuvaluern, Kabylen und anderen Bedürftigen schenken? Zu einem Naherholungsgebiet verwildern lassen? Oder lieber in einen Rübenacker verwandeln? Egal. Etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal.“

Ernst gemeint? Satire? Egal, beides ist schlimm genug. Aber glänzend geschrieben. Als Pflichtlektüre zum Aufrütteln empfohlen. Den ganzen Beitrag von damals finden Sie hier. Wie Jürgen Liminski die Freilassung von Yücel beurteilt und wem sie Yücel wohl letztlich verdankt, lesen Sie hier

Ernst Thälmann und die Deutschen

Ernst Thälmann, der Kommunistenführer in der Weimarer Republik, hatte noch eine andere Einstellung zu Deutschland und dem Volk der Deutschen: „Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk, und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation, eine ritterliche, stolze und harte Nation.“ Das schrieb er aus dem Nazi-Kerker in Bautzen noch Anfang 1944 (Quelle hier). Verhaftet hatten die Nazis diesen Patrioten 1933, ermordet im KZ Buchenwald 1944.

Wird Yücel seine antideutschen Tiraden fortsetzen?

 Der kritische Beobachter Lutz Radtke kommentierte: „Er ist frei und die Medien jubeln. Ob Deniz Yücel seine antideutschen Tiraden jetzt fortsetzen wird? Und es gibt noch andere Fragen: Wie kommt solch ein Mensch an die deutsche Staatsbürgerschaft? Bekommt man die so ganz einfach, ohne nach der Identifikation mit dem Staat zu fragen, in dem man fortan leben und arbeiten möchte? Doch nicht etwa Staatsbürgerschaft als Geschenk ohne Wert, sozusagen? Er war bei der ‚TAZ’, zuletzt bei der ‚Welt’. Hat die Verlagsleitung vor der Einstellung des neuen Mitarbeiters nichts von ihm gelesen, nicht nach Vorleben und Orientierung gefragt? Ist es so einfach, ‚Welt-Journalist’ zu werden? Der Mann ist frei. Das ist ok. Ob die Doppelte Staatsbürgerschaft auch ok ist – diese Frage muss immer wieder gestellt werden. Immer wieder aufs Neue. Frau Merkel will unbedingt daran festhalten – so, wie an vielem Anderen, das sie auch schon verdorben hat.“

Nachtrag vom 22. Februar 2018: „Ernst gemeint? Satire? Mit diesen beiden Fragezeichen hatte ich die Beurteilung dem Leser überlassen. Heute sehe ich auf welt.de einen Beitrag von Sascha Lehnartz über Yücel und die AfD vom 21. Februar. Sie finden ihn hier. Darin nennt Lehnartz den Yücel-Beitrag „Super, Deutschland schafft sich ab“ in der taz von 2011 eine Satire und verteidigt Yücel: „Dass es sich dabei um eine Satire handelt, ist eigentlich jedem klar, der die Titelzeile liest.“ Demnach also nicht ernst gemeint. Nun ja, Satire darf alles, heißt es. Sie darf aber auch missverstanden und ernstgenommen werden. Damit muss Deniz Yücel nun leben. 

 

 

 

 

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4 Kommentare zu “„Völkersterben von seiner schönsten Seite“”

  1. Daß solch einem erbärmlichen und verachtenswerten kleinen Schmierfink, der allen Deutschen zum Hohn von einem Minister dieses Landes und führenden Politiker der ehemaligen Volkspartei SPD noch als „deutscher Patriot“ tituliert wurde (es wäre interessant zu erfahren, wie weit fortgeschritten die Schizophrenie bei diesem Polit-Darsteller eigentlich schon ist?!), der von Mainstream-Medien und Block-Parteien hofiert wird, auf Grund seiner öffentlichen Äußerungen in bezug auf das deutsche Volk und insbesondere auf Herrn Sarrazin nicht schon längst die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt wurde, kann sich einem klar denkenden Menschen nicht erschließen, spricht aber Bände!

  2. Ich weiß wirlich nicht, was solche Menschen denken! Ein bisschen Dankbarkeit für die Aufnahme und den Pass eines Landes, indem man als Ausländer gut und gerne lebt, wäre angebracht. Ich kann nur hoffen, dass Yücel durch die Behandlung, die ihm in seinem Herkunftsland widerfahren ist, aufgewacht ist und erkannt hat, was Deutschland für ein erhaltenswertes Land ist!
    http://wort-woche.blogspot.de/2018/02/deniz-yucel-wurde-von-deutschland.html

  3. Ich weiß wirklich nicht, was solche Menschen denken! Ein bisschen Dankbarkeit für die Aufnahme und den Pass eines Landes, indem man als Ausländer gut und gerne lebt, wäre angebracht. Ich kann nur hoffen, dass Yücel durch die Behandlung, die ihm in seinem Herkunftsland widerfahren ist, aufgewacht ist und erkannt hat, was Deutschland für ein erhaltenswertes Land ist!
    http://wort-woche.blogspot.de/2018/02/deniz-yucel-wurde-von-deutschland.html

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