Offene Staatsgrenzen, aber eingezäunte Weihnachtsmärkte

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Von den zwischen 2010 und 2016 nach Deutschland Geflüchteten waren 86 Prozent Muslime – Im Jahr 2050 könnte schon jeder Fünfte in Deutschland ein Muslim sein – Prognosen mit großen Unwägbarkeiten bedeuten hohe Risiken – 60 Prozent der Afrikaner sind jünger als 25 Jahre – wohin mit ihnen? – AfD-Positionen zur Migrationskrise – Zwei Interviews zur Flüchtlingskrise mit Alice Weidel

Merkel hat für Flüchtlinge, Migranten, Asylbewerber die deutschen Grenzen geöffnet, hält sie nach wie vor geöffnet. Daher strömt es weiterhin ins Land. Und was ist die politische Reaktion? Die Grenzen schließen? Nein, stattdessen zäunen wir jetzt unsere Weihnachtsmärkte ein, bilden gleichsam Weihnachtsmarkt-Ghettos. An fast jedem deutschen Weihnachtsmarkt in Deutschland stehen jetzt Betonklötze, die die Zufahrt zu den Märkten blockieren (hier). Politische Wirklichkeit in Deutschland. Wann werden die Deutschen in Ghettos auch wohnen und leben müssen? Und wann nur noch in Ghettos – eingesperrt, um geschützt zu sein vor denen mit ganz anderen Auffassungen und aus ganz anderen Kulturen? Als Minderheit im eigenen Land? Wie lange werden sie als „die, die schon immer hier leben“, überhaupt noch geduldet sein?

Von den zwischen 2010 und 2016 nach Deutschland Geflüchteten waren 86 Prozent Muslime

Die Abwiegler*) klingen dann so: „Keine Debatte wird so hysterisch geführt wie die über Migration, Religion und Integration. Und das unabhängig von Fakten.“ Wie bitte, unabhängig von Fakten? Ist es denn nicht beängstigend, wie sich (neben Schwarzafrikanern) vor allem hereindrängende Muslime ausbreiten und mit ihnen der Islam? Gerade ist bekannt geworden, was ei­ne Stu­die des ame­ri­ka­ni­schen Pew Re­se­arch Cen­ter in Washington ergeben hat. Danach wird der An­teil der Mus­li­me in Deutsch­land und Eu­ro­pa wei­ter deut­lich stei­gen. Soll­te sich, wie die FAZ vom 30. November berichtet, der Zu­zug mus­li­mi­scher Ar­beits­mi­gran­ten und Asyl­su­chen­der nach Deutsch­land in ei­nem mitt­le­ren Tem­po fort­set­zen, dürf­te der An­teil der Mus­li­me an der Be­völ­ke­rung von der­zeit rund 6 auf et­wa 11 Pro­zent bis zum Jahr 2050 zunehmen, in Eu­ro­pa von rund 5 auf  ebenfalls 11 Pro­zent. Immerhin waren laut Studie von je­nen 1,6 Mil­lio­nen Geflüchteten, die von 2010 bis 2016 Schutz er­hiel­ten (oder ihn vor­aus­sicht­lich er­hal­ten), rund 78 Pro­zent Mus­li­me, in Deutsch­land so­gar 86 Pro­zent.

Im Jahr 2050 könnte schon jeder Fünfte in Deutschland ein Muslim sein

Würde der Re­kord­zu­zug der nach Deutschland Strebenden wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren fortdauern – das ist für die Autoren der Studie der Extremfall – dann wür­de sich der Muslim-An­teil in Eu­ro­pa ins­ge­samt von 4,9 Prozent im Jahr 2016 auf 14 Pro­zent im Jahr 2050 erhöhen, aber in Deutschland von 6,1 auf 20 Pro­zent. Da­mit wä­re dann je­der fünf­te Ein­woh­ner Deutschlands mus­li­mi­schen Glau­bens.Dieses Sze­na­rio sei al­ler­dings sehr un­wahr­schein­lich, heißt es beruhigend, denn die Zahl der Schutz­su­chen­den sei deut­lich zu­rück­ge­gan­gen. Aber wie sicher ist es, dass es beim Rückgang bleibt und sich dieser nicht nur als bloße Atempause herausstellt?  Und selbst dann, wenn al­le Ein­wan­de­rung von Mus­li­men nach Eu­ro­pa (auch je­ne der Ar­beits­mi­gran­ten) auf­hören würde, wür­de die mus­li­mi­sche Po­pu­la­ti­on in Eu­ro­pa von der­zeit 4,9 auf 7,4 Pro­zent wach­sen. Das liege, so die Studie, dar­an, dass Mus­li­me im Durch­schnitt 13 Jah­re jün­ger seien als der Rest der eu­ro­päi­schen Be­völ­ke­rung und ei­ne hö­he­re Ge­bur­ten­ra­te aufwiesen (durch­schnitt­lich ein Kind mehr je Frau). Zu­dem gehe die ab­so­lu­te Zahl der Nicht-Mus­li­me in Eu­ro­pa zu­rück.

Prognosen mit großen Unwägbarkeiten bedeuten hohe Risiken

Die Autoren selbst räumen laut FAZ ein, dass die Pro­gno­sen nur als gro­ber Richt­wert ge­se­hen wer­den sollten,  schließ­lich sei die Stu­die mit gro­ßen Un­wäg­bar­kei­ten be­haf­tet, al­lein schon, was die Daten­ba­sis an­gehe. So kön­nten sie die Zahl der Mit­te 2016 in Eu­ro­pa le­ben­den Mus­li­me (25,7 Mil­lio­nen) nur schät­zen. Nicht al­le Staa­ten würden den mus­li­mi­schen An­teil der Be­völ­ke­rung genau er­fassen. Man fragt sich, welchen Wert eine solche Studie dann hat, welchen Sinn sie dann macht. Wenn Prognosen große Unwägbarkeiten enthalten, enthalten sie auch hohe Risiken. Wenn hohe Risiken bestehen, ist auch mit dem schlimmsten Fall zu rechnen. Dann müssen Regierung und Abgeordnete alles tun, um ihn zu vermeiden. Und wie sicher dürfen wir uns überhaupt sein, dass die Studie nicht den Zweck verfolgt, Deutsche und andere Europäer die für unsere Gesellschaft und Kultur tatsächlich hochgefährliche Lage verharmlosend darzustellen? (FAZ vom 30. November 2017, Seite 1 und 2). Ergänzend hierzu in der Internet-Zeitung Die Freie Welt „Immer mehr Bürger wehren sich gegen die zunehmende Islamisierung Deutschlands“ (hier).

Die Sichtweise des Abwieglers

Und wie sieht das der schon zitierte Abwiegler? Ironisch, um die Ängste lächerlich zu machen, spricht er vom „unweigerlich am Horizont dräuenden Kalifat Mitteleuropa“ und schreibt, die Ergebnisse der Studie  aus Washington „kommentieren unsere Freunde in der Filterblase am rechten Rand umso lieber als Bestätigung des ‚großen Austausches’. “  Dabei hätten die Wissenschaftler der Studien doch nur drei hypothetische Modelle der Zuwanderung nach Europa verglichen. Der „Aufreger“ 2050 schon 20 Prozent Muslime in Deutschland „stammt aus dem Maximal-Szenario, das jedes Jahr einen Zustrom wie auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise annimmt“. Die „Zahlenspiele“ stellten die Forscher ohne Rücksicht auf die Wahrscheinlichkeit des Szenarios an. Nun sei die Zahl in der Welt. Ja, das ist sie, aber leider alles andere als abwegig. Wer die Geschehnisse auch außerhalb der Mainstream-Medien verfolgt, weiß das. Journalisten wie Sternberg sollten es ebenfalls wissen.

60 Prozent der Afrikaner sind jünger als 25 Jahre – wohin mit ihnen?

Im Bericht der FAZ vom Gip­fel­tref­fen der Afri­ka­ni­schen Uni­on und der Eu­ro­päi­schen Uni­on in Abid­jan war am gleichen Tag zu lesen: „Mehr als 60 Pro­zent der über 1,2 Mil­li­ar­den Ein­woh­ner Afri­kas sind der­zeit, wie der Prä­si­dent der El­fen­bein­küs­te, Al­as­sa­ne Ouat­ta­ra, in Er­in­ne­rung rief, jün­ger als 25 Jah­re. Die Ar­beits­lo­sen­ra­te liegt nach Schät­zun­gen der Afri­ka­ni­schen Uni­on (AU) un­ter Ju­gend­li­chen bei knapp ei­nem Drit­tel. Zu­dem rech­nen Fach­leu­te der Ver­ein­ten Na­tio­nen da­mit, dass sich die Be­völ­ke­rung des Kon­ti­nents in den kom­men­den 30 Jah­ren auf 2,5 Mil­li­ar­den Men­schen ver­dop­peln wird. Dass die Mi­gra­ti­on Rich­tung Eu­ro­pa wei­ter zu­neh­men wird, ist da­her sehr wahr­schein­lich.“ FAZ vom 30. November 2017, Seite 2). Viele Muslime sind auch unter diesen Afrikanern. Ergänzend hierzu der Beitrag in der Internet-Zeitung Die Freie Welt „Millionen von Afrikanern wollen kommen“ (hier). Zusätzlich fast 46 000 Flüchtende hat die Merkel-Regierung in den letzten Jahren sogar eingeflogen (hier). Lesen Sie hier, was einer Frau in Schweden an Grauenhaftem im August 2016 geschehen ist.

 

AfD-Positionen zur Migrationskrise

Zur Migrationskrise hat die AfD am 20. November ein Video mit bildlichen Darstellungen samt Fakten und Lösungsvorschlägen veröffentlicht. Die Pressemitteilung dazu zitiert den AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer: „Der Ansturm von Menschen aus Asien und Afrika nach Europa reißt nicht ab. Im Gegenteil: Die Ereignisse an Spaniens Küsten am Wochenende verdeutlichen, dass der Andrang weiter steigt. Die Jamaika-Sondierungen sind wesentlich an dem Thema gescheitert. Noch immer werden die Probleme von den meisten deutschen Politikern verharmlost, relativiert oder ganz und gar verschwiegen und geleugnet. Die AfD hat die Problematik der Migrationskrise in einem Video zusammengefasst, nennt die Zahlen und erklärt Zusammenhänge. Am wichtigsten ist jedoch, dass auch die Lösungsvorschläge der AfD vorgestellt werden, um zu verdeutlichen, wie wir den Problemen begegnen und sie bewältigen können. Ich empfehle daher allen, auch und gerade den gescheiterten Jamaika-Sondierern, sich unsere Vorschläge genau anzusehen. Später sagen zu können, wir haben es Euch ja gesagt, wäre für uns ein schwacher Trost, wenn dafür unser Land in den Abgrund ginge.“

Zwei Interviews zur Flüchtlingskrise mit Alice Weidel

Das Video finden Sie hier, ein Interview mit Alice Weidel vom 18. September 2017 zum Thema  „Die Flüchtlingswelle hinterlässt SpurenKriminalität durch Zuwanderung“ hier. In einem Interview vom 10. September 2017 (hier)äußert sich Alice Weidel unter anderem ebenfalls zu diesem Thema und stellt die AfD-Position dar. Frau Weidel sprach damals als Spitzenkandidatin der AfD für die Bundestagswahl. Heute sitzt sie im Bundestag und ist neben Alexander Gauland die Vorsitzende der AfD-Fraktion dort.

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*)  Jan Sternberg in den Lübecker Nachrichtenvom 1. Dezember, Seite 2, in der Rubrik „Speakers’ Corner“. Sternberg ist Hauptstadtkorrespondent in Berlin.

 

PS. Wenn ich über die AfD schreibe, müssen Sie als Leser wissen, dass ich dieser Partei seit ihrer Gründung 2013 angehöre – erstmals einer Partei überhaupt. Ich bin überzeugt, dass unser Land diese neue Partei dringend braucht, und möchte daran mitwirken, dass eine für Deutschland und Europa ruinöse Politik beendet wird. Ich glaube, dass ich innerhalb der Partei meine Vorstellungen darüber zunächst besser zur Geltung bringen kann als außerhalb. Ich habe am Grundsatz- und auch am Wahlprogramm der AfD mitgearbeitet. Nicht alles darin deckt sich mit meinen Vorstellungen. Aber das sind, gemessen am großen Ganzen, Marginalien. Neutral bin ich in Sachen AfD demnach nicht, wohl aber unabhängig und um Objektivität bemüht. Das Urteil darüber muss ich dem Leser überlassen.

 

 

6 Gedanken zu “Offene Staatsgrenzen, aber eingezäunte Weihnachtsmärkte

  1. Ist es nicht bedenklich, wenn ich mich dabei ertappe, daß ich rechne – jetzt bin ich 63, meine Lebenserwartung wird also noch ca. 20 – 25 Jahre betragen, wenn ich dann die Scenarien zur Bevölkerungsentwicklung lese, checke ich: wird mich das noch relevant betreffen? Und dann mache ich einen Haken dran, Gott sei Dank, das erlebe ich wohl nicht mehr. Ich finde das schlimm, daß ich soweit runtergekommen bin, ist aber so.
    Deutschland ist meine Heimat, ich lebe schon immer hier. Ich habe eine nationale Identität, und die geht sicherlich nicht kaputt, wenn ich im Straßenbild gefühlt überwiegend nichtdeutsche Passanten sehe. Allerdings frage ich mich, wo denn die ganzen Deutschen unterwegs sind, daß ich sie im öffentlichen Raum kaum sehe. Alle schon zurückgezogen, verschanzt in den eigenen vier Wänden? Ich bin besorgt, wie soll das weitergehen?

  2. Sie bringen es auf den Punkt.
    Offene Grenzen und abgeschottete Weihnachtsmärkte.
    Absurder geht es nun wirklich nimmer.
    Da fehlt nicht mehr viel dann müssen die Bürger
    der Europäischen Nationen von früh bis spät
    über irgendwelche Kontrollen und Kontrollpunkte
    stolpern. Eine Frage der Zeit dann tangiert das zunehmend das Wirtschaftliche und Gesellschaftliche
    leben.Das ist faktisch Ausnahme, Kriegszustand.
    Was hat das noch mit einem freien friedlichn offenen Leben und Gesellschat am Hut???
    Absurder depperter geht es denn wohl kaum!!!

  3. Die Ursachen für diese mittlerweile permanenten, gelenkten „Flüchtlings“ströme sind ganz einfach in den Auswirkungen der Geopolitik dominierender Länder, besser gesagt Imperien bzw. deren Lenker, die man auch als globalen Geld„adel“ bezeichnen könnte, zu suchen.

    Wenn sich in dieser Beziehung je etwas ändern soll, dann liegt dort der Schlüssel dafür.

  4. @ rainer

    „…daß ich rechne – jetzt bin ich 63…. Und dann mache ich einen Haken dran, Gott sei Dank, das erlebe ich wohl nicht mehr.“

    Mutlos darf man nie werden. Wer kämpft kann verlieren wer nicht kämpft hat schon verloren. Es wird nicht ruhig bleiben und Krisen werden schon viel früher kommen! Man sollte darauf vorbereitet sein. Versuchen Sie die Meinung Ihrer Nachbarn zu erfahren, leisten Sie Überzeugungsarbeit und bilden Sie Gemeinschaften. Notfalls wechseln sie den Wohnort.
    http://deinfluchtrucksack.de/krisenvorsorge-handbuch-download/
    http://krisenvorsorge-treffen.de/

    „Deutschland ist meine Heimat, ich lebe schon immer hier.“

    So denkt die weit überwiegende Mehrheit im Land seien Sie sicher. Leider lassen sich auch kluge Mitbürger immer noch von ihrem täglichen Quantum an „Glotze“ einlullen. Auch für junge Menschen muss es eine Zukunft geben. Wo will man denn hin? Selbst wenn man die Sprache perfekt beherrscht und gute Freunde dort hat wird man im Ausland – auch dort können Krisen einstehen – nie wirklich zur (Solidar-) Gemeinschaft gehören. So ticken Menschen nun mal und das hat seinen guten Grund. Man muss erkennen, dass seitens der Systemmedien Gehirnwäsche betrieben wird und wer ihre Auftraggeber sind. Letztere betrügen auch die angelockten Fremden denn dauerhaft freie Logie, von den Sozialkassen bezahlt, gibt es nur im Märchen. Wem widerstanden werden muss ist also klar.
    https://www.youtube.com/watch?v=EuS1rUDqOl4

    Auch unsere Vorfahren mussten ungefragt kämpfen. Damit sollte man sich täglich trösten.
    Warum sollte es uns besser gehen?

    @ Hans von Atzigen

    Meine Antwort auf Ihren Kommentar:
    http://kpkrause.de/2017/11/15/wie-der-euro-gesunden-konnte/#comment-200749
    Ich denke mal @ Klaus Kolbe sieht es ähnlich.

  5. @ Äolus Windig am 3 Dezember 2017 um 16.41 Uhr

    Ich denke mal @ Klaus Kolbe sieht es ähnlich.

    So ist es, Herr Windig!
    Die ganze Angelegenheit jedoch ist sehr komplex und würde den Rahmen sprengen, wollte man die Hintergründe und alles, was zur jetzigen Situation geführt hat, hier aufführen.
    Man kommt aber nicht umhin (um das Ganze verstehen zu können), sich diese zu erlesen. Lektüre darüber gibt es genug. Die entscheidenden Player dabei sind das britische Empire und, als Nachfolger quasi, das nordamerikanische Imperium, das aber auch schon (um mit Peter Scholl-Latours Worten zu sagen) auf tönernen Füßen steht. Will es seinen Status als einzige Weltmacht halten, muß es mit allem ihm zu Gebote stehenden Mitteln versuchen, den Status seiner Währung als Weltleitwährung zu bewahren – verschiedene Arten der Destabilisierung ganzer Regionen werden da eingesetzt, und auch Krieg kann nicht ausgeschlossen werden.
    Über die Bedeutung der City of London könnte man streiten. Manch einer sieht nicht die Wallstreet, sondern die City als die dickere Spinne im Netz. Dazu müßte man aber Genaueres über die Besitzanteile an den Federal-Reserve-Banken wissen.

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