Von einem, der ein Buch schrieb, um ihnen das Fürchten zu lehren –  Lauter „kurze Geschichten“, warum die Deutschen verschwinden werden – Wie kann sich ein ganzes Volk so einfach für dumm verkaufen lassen – Das Hauptinteresse der USA – „Die zehn Wahrheiten des Untergangs“ – Für die Deutschen ein Vulkan, keine Art Sitzheizung

 Erst jetzt im Urlaub gelesen: Die Deutschen -  Das klügste Volk auf Erden verabschiedet sich von der Geschichte.*) Der Titel dieses Buches ist anmaßend: Nein, die klügsten sind die Deutschen nicht. Bitte, wären sie es doch. Dann nämlich wäre ihnen in ihrer jüngeren Geschichte (seit 1900) Schlimmes erspart geblieben. Ohnehin: Erstens gibt es Völker, die nicht minder „klug“ sind. Zweitens ist das Wort „klug“ unzutreffend gewählt. Der Titel verkennt den Unterschied zwischen klug und intelligent: Kluge sind in der Regel intelligent, aber Intelligente nicht immer klug. Wahrscheinlich meint der Titel die technische Intelligenz der Deutschen. Hier wird man ihnen seit geraumer Zeit einen Spitzenplatz zubilligen dürfen. Aber wie lange noch? Drittens ist der Titel falsch: Verabschieden aus der Geschichte geht nicht. Selbst dann nämlich, wenn es Deutschland und die Deutschen nicht mehr gäbe: in der Geschichte hätten sie ihren Platz, da sind sie drin und bleiben drin. Aber Buchtitel sind bekanntermaßen gerne reißerisch; das verkauft sich besser. Daher muss man das Wort „Verabschiedung von der Geschichte“ nicht auf die Goldwaage legen und es wortwörtlich nehmen; es ist sinnbildlich gemeint, nämlich: Deutschland als Staat und die Deutschen als Volk werden verschwinden. Eben davon handelt das Buch. Und das ist zum Fürchten.

Die Kennedy-Rede von 1961 vor amerikanischen Zeitungsverlegern

In der Einleitung geht der in Neuseeland lebende Autor Hans-Jürgen Geese gleich medias in res. Er gibt eine Rede des einstigen amerikanischen Präsidenten John. F. Kennedy wieder. Das ist lange her, aber aktueller denn je. Gehalten hat Kennedy sie am 27. April 1961 im Waldorf-Astoria-Hotel in New York vor der Vereinigung der amerikanischen Zeitungsverleger. Ich zitiere daraus diese Passagen:

Kennedy spricht von einer „ruchlosen weltweiten Verschwörung“

„Wir haben es mit einer monolithischen und ruchlosen weltweiten Verschwörung zu tun, die ihren Einfluss mit verdeckten Mitteln ausbreitet: mit Infiltration statt Invasion, mit Umsturz statt Wahlen, mit Einschüchterung statt Selbstbestimmung, mit Guerillakämpfen bei Nacht statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen; ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert; Andersdenkende werden nicht gelobt, sondern zum Schweigen gebracht.“

Der Appell Kennedys und seine Bitte um Mithilfe

War Kennedy ein Verschwörungstheoretiker? Wohl kaum. Hätte er bloß eine Theorie zum Besten gegeben, wäre er dann – es war 1963 – ermordet worden? Ein anderer Grund für seine Ermordung und wohl ausschlaggebender war seine Presidential Order vom 4. Juni 1963, die eine frühere außer Kraft setzte. So brachte er die Herstellung von Banknoten wieder in die Gewalt des Staates zurück. Auch versah er diese staatlichen Banknoten mit einer Golddeckungsgarantie. Er hoffte, mit der Golddeckung werde sein gutes Geld das schlechte Geld der Fed ohne Golddeckung schnell verdrängen und das exklusive Kartell der Privatbanken entmachten. Darüber informiert habe ich auf dieser Blog-Seite am 25. Januar 2009 (hier). Mit seiner Rede vermittelte Kennedy, dass er und was er vom Wirken einer Hintergrundmacht in den USA wusste. Seine Rede liegt jetzt gut 56 Jahre zurück, und wer sich heute mit dieser „Verschwörung“ beschäftigt, kann nicht umhin zu erkennen, wie berechtigt Kennedys Warnung war, wie groß die von ihm damals nur skizzierte Gefahr schon geworden ist, wie sie sich über Amerika hinaus ausgeweitet und globale Ausmaße erreicht hat. An seine Zuhörer, die Verleger, hat Kennedy damals mit diesen Worten appelliert:

Die „Aufgabe, das amerikanische Volk zu informieren und zu alarmieren“

„Ich bitte Ihre Zeitungen nicht, meine Regierung zu unterstützen, aber ich bitte Sie um ihre Mithilfe bei der enormen Aufgabe, das amerikanische Volk zu informieren und zu alarmieren, weil ich vollstes Vertrauen in die Reaktion und das Engagement unserer Bürger habe, wenn sie über alles uneingeschränkt informiert werden. … Die Pressefreiheit in Amerika wurde nicht durch einen speziellen Verfassungszusatz geschützt, um die Leser zu amüsieren und zu unterhalten, nicht um das Triviale und das Sentimentale zu fördern, nicht um dem Publikum immer das zu geben, was es gerade will, sondern um über Gefahren und Möglichkeiten zu informieren, um aufzurütteln und zu reflektieren, um unsere Krisen festzustellen und unsere Chancen aufzuzeigen – manchmal sogar, um die öffentliche Meinung zu führen, zu formen, zu bilden und herauszufordern.“ Im Internet finden sie den ganzen Text der Kennedy-Rede hier und hier sowie eine Video-Aufzeichnung auf Youtube hier.

Der Feind heute zeigt sich nicht mehr

Autor Geese kommentiert, an seine Leser gewandt, die Rede folgendermaßen: Kennedy „sagte alles, was Sie wissen müssen, um die heutige Zeit zu verstehen.“ Nun ist es mit seinem Buch Geese, der den Deutschen erklärt, wie sie zu verstehen sei, welche Gefahr ihnen und dem Land droht, der sie darüber informiert, was sich in und mit und gegen Deutschland abspielt. Der Feind heute zeige sich nicht mehr. Er „dringt lautlos und unbemerkt zuerst einmal in deinen Kopf ein, besetzt deine Gedanken und deinen Geist und betäubt dann dein Herz“. Das sei bereits geschehen. Wer dieser Feind sei? Geese: „Das musst Du selbst herausfinden. Sollte Dir das nicht gelingen, werde ich den Namen des Feindes am Ende des Buches offenlegen.“ Gleich zu Beginn warnt er die Leser: „Glauben Sie nichts von dem, was in diesem Buch steht. Überprüfen Sie alles selbst. Wissen ist eine Holschuld.“ Dann legt er los.

Lauter „kurze Geschichten“, warum die Deutschen verschwinden werden

Die ersten beiden Teile des Buches vermitteln, wie der Autor die Dinge sieht, also was in die falsche Richtung läuft und zum Verschwinden der Deutschen führt. So gibt es  jeweils „eine kurze Geschichte“ der Demokratie, des Gehorsams in Deutschland, der Gewerkschaften, der Wirtschaft, der deutschen Kunst, sich in den eigenen Fuß zu schießen, der Konsumgesellschaft, der Freiheit, der Bundeswehr, der Qualifikation der aktuellen Bundesregierung, des Bundesverfassungsgerichts, des Bildungssystems, der Medien, der Wiedervereinigung, der Banken, der Revolutionen, der Europäischen Union und Europas, der wichtigsten Ereignisse im 21. Jahrhundert und „eine kurze Geschichte der Friedenspolitik der USA“ – die freilich keine ist, denn seit ihrer Gründung 1776 „sind sie in etwa 200 Kriegen, Interventionen, Putschen, Geheimdienstaktionen (CIA) aktiv gewesen“, ohne in all den Jahren jemals selbst angegriffen worden zu sein.

Wie kann sich ein ganzes Volk so einfach für dumm verkaufen lassen

Das geschieht trotz des Ernstes der lageschilderung in sehr lockerer, also sehr lesbarer Sprache, gleichsam im volkstümlichen, unterhaltsamen Plauderton, gespickt mit ironischen und sarkastischen Tönen, zuweilen auch unnötig schnodderig. Die Deutschen kommen dabei gar nicht gut weg: „Mindestens 90 % der Deutschen sind so verblödet oder eingeschläfert oder manipuliert, eingelullt, siechen im Dämmerschlaf vor sich hin, dass sie nicht einmal merken, was da vor sich geht.“ Oder an anderer Stelle: „Was für eine armselige Besetzung in der Regierung. Was für eine armselige Besetzung im Volk. Was für ein armseliges Volk. Wie kann sich ein ganzes Volk so einfach für dumm verkaufen lassen!!!“ Schmeichelhaft ist das nicht gerade, aber Geese begründet sein Urteil ausführlich. Zur „Willkommenskultur“ in Sachen Massen-Migration und zum Multikulti-Schwärmen mahnt er die Deutschen: „Ihr könnt nicht allein die Welt retten. Ihr seid auf dem besten Wege, euch selbst zu vernichten. Im Namen unserer Vorfahren rufe ich euch auf, rettet unser aller Vaterland. Wir haben nur dieses eine.“

Das Hauptinteresse der USA

Im dritten und letzten Teil des Buches geht es um die Zukunft und das Ende Deutschlands. Den Anfang macht „eine kurze Geschichte der Kreativität der USA, Vorfälle zu inszenieren, um militärische Ziele durchzusetzen“ – auch mit Anschlägen gegen sich selbst. Dem schließt sich eine weitere „kurze Geschichte „des Ablaufs unseres Untergangs“ an. Ausführlich zitiert er hierzu Dr. George Friedman, den Gründer der „Denkfabrik“ Stratfor Global Intelligence und engen Berater der amerikanischen Armee, der auch dies von sich gegeben hat: „Das Hauptinteresse der USA, für das wir immer wieder Krieg geführt haben – im Ersten und Zweiten Weltkrieg und auch im Kalten Krieg – waren die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland, weil vereint, sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse besteht darin, sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintreten  wird.“ (Seite 213).

„Die zehn Wahrheiten des Untergangs“

Abschließend zählt Geese „die zehn Wahrheiten des Untergangs“ auf: (1) Wir leben in einer digital manipulierten Scheinwelt. (2) Die besoffene Toleranz und der Mangel an Moral zerstören das Volk. (3) Das Wirtschaftssystem ist am Ende. (4) Der Kasinokapitalismus ist das letzte Hurra des Kapitalismus. (5) Krieg ist der größte und effektivste und kreativste und profitabelste und daher unerlässlichste ‚Wirtschaftsbereich’ der Vereinigten Staaten von Amerika. (6) Deutschland ist eine Sklavenkolonie der USA. (7) Deutschland befindet sich bereits im Dritten Weltkrieg. (8) Die totale Verblödung der Regierung und die daraus folgende Notwendigkeit, unbedingt auf einen IQ unter 100 zu drücken, um die Herrschaft aufrechterhalten zu können. (9) Die Neue Weltordnung. (10) Wir leben in einer Pathokratie – Psychopathen regieren die Welt.