Wie sich die Deutschen verabschieden

Von einem, der ein Buch schrieb, um ihnen das Fürchten zu lehren –  Lauter „kurze Geschichten“, warum die Deutschen verschwinden werden – Wie kann sich ein ganzes Volk so einfach für dumm verkaufen lassen – Das Hauptinteresse der USA – „Die zehn Wahrheiten des Untergangs“ – Für die Deutschen ein Vulkan, keine Art Sitzheizung

 Erst jetzt im Urlaub gelesen: Die Deutschen –  Das klügste Volk auf Erden verabschiedet sich von der Geschichte.*) Der Titel dieses Buches ist anmaßend: Nein, die klügsten sind die Deutschen nicht. Bitte, wären sie es doch. Dann nämlich wäre ihnen in ihrer jüngeren Geschichte (seit 1900) Schlimmes erspart geblieben. Ohnehin: Erstens gibt es Völker, die nicht minder „klug“ sind. Zweitens ist das Wort „klug“ unzutreffend gewählt. Der Titel verkennt den Unterschied zwischen klug und intelligent: Kluge sind in der Regel intelligent, aber Intelligente nicht immer klug. Wahrscheinlich meint der Titel die technische Intelligenz der Deutschen. Hier wird man ihnen seit geraumer Zeit einen Spitzenplatz zubilligen dürfen. Aber wie lange noch? Drittens ist der Titel falsch: Verabschieden aus der Geschichte geht nicht. Selbst dann nämlich, wenn es Deutschland und die Deutschen nicht mehr gäbe: in der Geschichte hätten sie ihren Platz, da sind sie drin und bleiben drin. Aber Buchtitel sind bekanntermaßen gerne reißerisch; das verkauft sich besser. Daher muss man das Wort „Verabschiedung von der Geschichte“ nicht auf die Goldwaage legen und es wortwörtlich nehmen; es ist sinnbildlich gemeint, nämlich: Deutschland als Staat und die Deutschen als Volk werden verschwinden. Eben davon handelt das Buch. Und das ist zum Fürchten.

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