Hilfe, Lübeck gehen die Flüchtlinge aus

Eine ganz Woche lang ist keiner gekommen – Österreichs Außenminister sieht das ganz anders: Wir haben die Kontrolle verloren – „Nicht wir entscheiden, wer kommt, sondern die Schlepper“ – Europa kann weder alle aufnehmen, die kommen, noch allen in ihrer Heimat helfen, die dort bleiben – Spott über des Finanzministers „grün-multikulturelle Trunkenheit“ – „Lieber Inzucht nach Schäuble-Lesart als Notzucht à la Maghreb“ – Professor Sinn warnt Deutschland vor einem finanziellem Desaster – „Die Massen-Migration ist die Revolution des 21. Jahrhunderts“ – Hinter dem Massenzustrom steckt mehr als die offiziellen Erklärungen besagen – Der britische Zerstörer und das Flüchtlingsboot

„Letzte Woche kam keiner – Lübeck gehen die Flüchtlinge aus.“ Das war die Schlagzeile der linkspopulistischen Tageszeitung Lübecker Nachrichten (LN) vom 24. Juni auf der ersten Seite ihres Lokalteils (hier). Das klingt nach großem Entsetzen und „Schreck lass’ nach“. So liest sich auch der ganze Bericht. Die Abschottung der Europäischen Union (EU) gegen die massenhafte Zuwanderung von Flüchtlingen mache sich jetzt auch in der Hansestadt bemerkbar. Meine Güte, wie schlimm für diese arme Stadt. Da hat sie achtzehn Monate unter Hochdruck nach provisorischen Unterbringungsmöglichkeiten gesucht und gefunden. Fast fünfzig wurden aufgetan: in Turnhallen, in einem aufgegebenen Praktiker-Markt, in Hotels, Pensionen, Betriebssporthallen, auf leeren Flächen auf die Schnelle mit Containern Gemeinschaftsunterkünfte  errichtet. Und nun kommt keiner mehr. Seit einer Woche. Dieses Unglück. Statt sich zu freuen, sichtlich unterschwelliges Bedauern. Das Blatt zitiert Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe: Der drastische Rückgang an Geflüchteten ändere nichts an der großen Aufgabe der Integration, vor der Lübeck weiter stehe. Politische Korrektheit gleichsam pur. So ganz anders klingt, was Österreichs Außenminister Sebastian Kurz bekannte: „Wir haben die Kontrolle verloren.“

„Nicht wir entscheiden, wer kommt, sondern die Schlepper“

Eingeräumt hat Kurz dies am 20. Juni bei einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen in Luxemburg (hier). Sein anschließender Satz lautete: „Im Moment entscheiden nicht wir als EU, wer zu uns kommt, sondern die Schlepper entscheiden.“ Daher müsse man diesen dringend die Geschäftsgrundlage entziehen. Klare Ansage dazu von ihm auch schon im März dieses Jahres: „Schlepperei lässt sich nicht ganz verhindern. Wir werden daher alles, was wir jetzt an der Westbalkanroute tun, auch entlang der Italien-Mittelmeer-Route tun müssen, damit klar ist, die Zeit des Durchwinkens der Flüchtlinge nach Mitteleuropa ist vorbei – egal auf welcher Route.“ Und so deutlich wie zutreffend bezog er gegen die bisherige Politik Stellung: „Wir mussten aufhören, jeden Flüchtling, der in Griechenland ankommt, staatlich organisiert nach Mitteleuropa zu transportieren. Damit haben wir zwar den Wünschen der Flüchtlinge entsprochen, was menschlich nachvollziehbar war. Wir haben aber auch dafür gesorgt, dass sich immer mehr Flüchtlinge auf den Weg gemacht haben.“ (Quelle hier).

Minister Kurz sieht Bedrohungsszenarien

Anfang Mai hatte Kurz im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) eine schlagkräftigere Rolle der EU entlang der südlichen Grenzen Europas gefordert. Dabei gab er zu erkennen, dass er darunter auch den Einsatz von Militär versteht: „Im Süden haben wir dem IS-Terror viel zu lange zugesehen. Als Europa sollten wir wesentlich schlagkräftiger werden, was unsere Außen- und auch Verteidigungspolitik betrifft. Wir sollten aktiv werden, bevor ein solcher Flächenbrand überhaupt entsteht.“ Die Europäische Union habe ein Interesse daran, dass es rund um Europa einen Gürtel der Stabilität gebe. Die österreichische Neutralität sei kein Hindernis für sein Land, sich an solchen Missionen zu beteiligen. „Wenn ich mir die Bedrohungsszenarien ansehe, dann engt das die Neutralität nicht ein. Es gibt keine Neutralität gegenüber dem Terrorismus. Insofern haben wir alle Handlungsmöglichkeiten, die wir brauchen, um ein ordentlicher Partner zu sein.“ (Quelle hier).

Nicht das australische Modell eins zu eins

Kurz hat keine Scheu auszusprechen, was deutsche Politiker mit Kanzlerin Merkel an der Spitze (in für Deutschland schädlicher Weise) nicht aussprechen oder so nicht aussprechen, weil sie offenkundig ganz andere Ziele verfolgen. Wohl ist Kurz mit seiner Bemerkung, die in die EU Flüchtenden auf Inseln unterzubringen, zu Recht auf Protest gestoßen – Österreich hat bekanntlich keine Inseln, aber vor allem das arme Griechenland hat viele – doch stellte er auch klar, was er mit Stichworten wie „australisches Modell“ und „Internierung“, wie Medien sie in ihren Überschriften zugespitzt hätten, wirklich meine: „Aus meiner Sicht geht es nicht darum, das australische Modell eins zu eins zu kopieren. Das ist nicht alles unterstützenswert.“ Mit seiner pointierten Formulierung wolle er eine Debatte anstoßen. „In unseren Demokratien, wie wir sie in Europa haben, spielen Medien natürlich eine ganz wichtige Rolle. Und mediale Diskussion ist oftmals auch notwendig, um alte Denkmuster zu verlassen. Was ich auslösen möchte, ist eine Debatte darüber, ob wir mit dem Status quo wirklich zufrieden sein können. Ich bin es nicht.“ So hat es die FAZ am 13. Juni berichtet (hier).

Schlepper sollen keinen Erfolg mehr haben

Im gleichen FAZ-Bericht verweist Kurz auch auf die Debatte nach der von Österreich organisierten Schließung der Balkan-Route. Da sei er ebenfalls ins „unmenschliche, rechte Eck“ gestellt worden – eine Woche später hätten die 28 EU-Mitgliedstaaten aber genau diesen Ansatz beschlossen. Kurz hebt seine humanitäre Absicht hervor: „Es geht nicht darum, dass Flüchtlinge auf einer Insel sind, sondern dass illegale Migrationsrouten gestoppt und legale Migrationsrouten eröffnet werden sollen. Vor allem, um das Sterben im Mittelmeer zu beenden.“ Ferner geht es ihm darum, zu einem funktionierenden europäischen Asylsystem zu gelangen und die Situation unter Kontrolle zu bringen: „Das funktioniert dann, wenn es nicht mehr von Erfolg gekrönt wird, sich illegal auf den Weg nach Europa aufzumachen. Und wenn man die Möglichkeit bietet, mit Resettlement-Programmen auf legalem Weg nach Europa zu kommen. Solange es so ist, dass derjenige in Mitteleuropa ankommt, der den Schlepper nimmt, und alle anderen keine Chance haben durchzukommen, werden viele den Schlepper nehmen. Die Schlepper werden Profit machen, und es werden weiterhin jede Woche Hunderte ertrinken.“

Europa kann weder alle aufnehmen, die kommen, noch allen in ihrer Heimat helfen, die dort bleiben

Die FAZ kommentierte: „Die Vorstellungen des österreichischen Außenministers Sebastian Kurz führen mittenhinein in das Dilemma der europäischen Flüchtlingspolitik. Die Idee, dass das Asylrecht verwirkt haben solle, wer versuche, „illegal“ nach Europa zu gelangen, darf nicht in letzter Konsequenz auf eine Abschaffung des Asylrechts hinauslaufen. Die Verwirklichung des Vorschlags, Flüchtlinge zunächst einmal auf einer Insel festzusetzen, kommt de facto einer Internierung gleich. Mit Abschreckung will Kurz versuchen, den Wanderungsstrom nach Europa zu bremsen. Gleichzeitig beteuert Kurz stets, er sei dafür, weiter Schutzbedürftige in Europa aufzunehmen. Es gibt keinen Grund, ihm nicht zu glauben. Der Widerspruch liegt nicht in seinen Worten, sondern in der Realität: Das menschliche Mitgefühl mit den Menschen etwa aus Syrien fordert, ihnen zu helfen, der gesunde Menschenverstand hingegen sagt, dass auch das reiche und – allen Unkenrufen zum Trotz – noch immer starke Europa weder alle aufnehmen kann, die hierherkommen wollen, noch allen in ihrer Heimat helfen kann.“ (FAZ vom 6. Juni 2016, Seite 8).

Aus Österreich ein bedenkenswerter Anstoß

Ein FAZ-Leser schrieb: „Die Vorschläge des österreichischen Außenministers Sebastian Kurz (F.A.Z. vom 6. und 7. Juni) sollten nicht unreflektiert mit Ablehnung bedacht werden. Sie beruhen auf einer grundsätzlich neuen Situation. Das bisherige Asylrecht ist von den Realitäten überholt und nicht mehr zielführend. Denn es zeichnen sich weltweite Migrantenströme ab, auf die nur in einigen Fällen der Asylgedanke anwendbar ist. Europa und die Nationalstaaten müssen sich aufraffen und ein für hiesige Bürger akzeptables und effizientes Migrantenrecht schaffen, das grundsätzlich Vorrang vor einem nachgeschaltetem Einwanderungsrecht hat und den Herkunftsländern die eigene Verantwortung für ihre Landsleute belässt. Ein Migrantenrecht muss unterlegt werden von mobilen Kontroll- und Abwehrbefugnissen der Zielländer mit schnellen spezialisierten Einsatzkräften im vorgelagerten Raum (zum Beispiel an der nordafrikanischen Küste). Man wünscht sich hierzu einen europaweiten detaillierten Modellwettbewerb, zu dem jetzt aus Österreich ein bedenkenswerter Anstoß gegeben wurde. Ein lähmendes Beharren auf Illusionen und ein Festhalten an überholten Wunschvorstellungen führten schon immer zu gefährlichen und immer schwerer beherrschbaren Stimmungslagen im Innern und zu fatalen außenpolitischen Abhängigkeiten.“ (Bernd Beaucamp, Aachen, in: FAZ vom 16. Juni 2016, Seite 15).

Was vernünftig wäre, ist in der Realität schwer durchsetzbar

Gewiss ist es besser, dass vor Armut Flüchtende, die in Massen zu uns kommen, bleiben, wo sie herkommen und ihnen unsere Hilfe dort gegeben wird statt hier. Gewiss ist es besser, dass von Krieg und Verfolgung Bedrohte – echte wie auch vorgebliche – in Ländern Zuflucht finden, die ihrer Denkwelt und Kultur entsprechen und die ihren Gewohnheiten näher sind als die westeuropäische und von christlichem Denken bestimmte Hochkultur. Einer meiner Bekannten schrieb mir: „Maximal 50 Euro im Monat braucht ein ‚Flüchtling’ in oder nahe seiner Heimat zum Überleben. Hier kostet er monatlich mindestens 1500 Euro. Für einen ‚Flüchtling’ in Deutschland könnten also mindestens 30 in oder nahe der Heimat versorgt werden. Selbst wenn wir dafür nur die Hälfte dessen ausgäben, was wir für einen ‚Flüchtling’ hier aufwenden, könnten immerhin noch 15 Menschen statt nur eines Menschen versorgt werden.“ Er wollte mit einem „Rechenexempel“ an die Vernunft appellieren. Natürlich ist das vernünftig. Die Absicht und die Versuche dafür gibt es auch schon, jedenfalls wurde über sie berichtet. Aber die Flüchtenden wollen in oder nahe ihrer Heimat doch gerade nicht bleiben. Und wenn sie schon hier sind, wollen sie nicht wieder zurück. Manche Länder weigern sich auch, sie auf- oder wieder zurückzunehmen. „Rückführungsabkommen funktionieren kaum“ hieß es in der FAZ vom 11. Juni 2016, Seite 1).

Das Bundesamt: Konkrete Rückführungen bleiben schwierig

Dazu findet sich auf der Web-Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) – im Amtsdeutsch und diplomatisch verbrämt – diese Bemerkung: „Weitere Barrieren in der unmittelbaren Kooperation zwischen den europäischen Staaten und den Herkunftsländern wurden schließlich beim Thema Rückkehr und Rückführung deutlich. Auf der einen Seite werden intensive Bemühungen unternommen, um die Reintegration von Rückkehrenden sowohl vor der Ausreise als auch nach der Ankunft zu unterstützen. Dabei wird zunehmend versucht, zu Kooperationen mit Entwicklungsagenturen zu kommen. Auf der anderen Seite bleiben sowohl die Verhinderung irregulärer Migration als auch konkrete Rückführungen schwierig. Hier können intensive Kooperationen, wie sie zum Beispiel Spanien mit Marokko pflegt, hilfreiche Ansätze bieten.“ Siehe hier. Also gilt es, das unkontrollierte und massenhafte Kommen zu unterbinden.

Schäubles groteske Inzucht-Äußerung

Grotesk ist, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble glaubt, angesichts immer größerer Hürden für Migranten eindringlich vor einer Abschottung warnen zu müssen: „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputtmachen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe.“ In Deutschland trügen Muslime zu Offenheit und Vielfalt bei: „Schauen Sie sich doch mal die dritte Generation der Türken an, gerade auch die Frauen. Das ist doch ein enormes innovatorisches Potential.“ (FAZ vom 9. Juni 2016, Seite 2). Im Kommentar dazu monierte das Blatt zu Recht: „Deutschland ist wohl das letzte Land, das in Gefahr geriete, durch ‚Inzucht’ qua Abschottung zu ‚degenerieren’, selbst wenn Wolfgang Schäuble meint, zu solchen Worten greifen zu müssen. Die Kritik an der auch von ihm verantworteten Flüchtlingspolitik entzündet sich mitnichten an der Weltoffenheit Deutschlands, sondern an einem unkontrollierten Zustrom von Migranten. Das ist auch ein Sicherheitsproblem, wie zuletzt die Festnahme mutmaßlicher IS-Terroristen gezeigt hat, die zum Teil als Flüchtlinge einreisten und sich wohl zu einem großen Anschlag in Düsseldorf verabredet hatten.“ (FAZ vom 10. Juni 2016, Seite 8).

Spott über des Finanzministers „grün-multikulturelle Trunkenheit“

Harscher und ironisch-süffisant sowie unter der Überschrift „Nicht ganz dicht“ kommentierte die Berliner Wochenzeitung Junge Freiheit (JF): „Wolfgang Schäuble gilt in seiner Partei, dem Merkel-Akklamationsverein CDU, als Vordenker. Warum, erschließt sich von außerhalb des polit-medialen Heißluftgebläses nicht ohne weiteres. Als der Bundesfinanzminister und Bundespräsident in Lauerstellung nun der Zeit ein Interview gegeben hat, muß er sich jedenfalls in einem Stadium verschärfter grün-multikultureller Trunkenheit befunden haben. … Ohne muslimische Einwanderung hätten wir wahrscheinlich ganz einfallslos bloß weiter nur die besten Autos und Maschinen der Welt gebaut und unsere Ärzte, Ingenieure und Fachkräfte selbst ausgebildet, statt uns mit den wirklich wichtigen Fragen zu beschäftigen – schweinefleischfreie Kindergartenküchen, Einhaltung allahgefälliger Bekleidungsvorschriften, Einrichtung von Gebetsräumen in Schulhäusern oder ramadan-konforme Einteilung von Arbeits- und Unterrichtszeiten, zum Beispiel.

„Lieber Inzucht nach Schäuble-Lesart als Notzucht à la Maghreb“

Der JF-Kommentator Michael Paulwitz weiter: „Seltsam nur, daß Europa in den Jahrhunderten der ‚Inzucht’, so ganz ohne außereuropäische Einwanderung, zum führenden Kontinent der Welt aufgestiegen ist, während es heute, nach einigen Jahrzehnten der Befruchtung durch afrikanisch-orientalische Masseneinwanderung, eher im Windschatten Asiens segelt. Den jungen Frauen und Mädchen, die in Köln, Berlin, Darmstadt, Kassel oder auch im örtlichen Schwimmbad orientalische Rituale ganz eigener Art kennenlernen durften, wäre ein wenig mehr Abschottung vielleicht auch ganz recht gewesen. Lieber Inzucht nach Schäuble-Lesart als Notzucht à la Maghreb, sozusagen. Aber da hätten sie den alten Fuchs sauber falsch verstanden: ‚Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt.’ Das leuchtet ein: Nur wer sich nicht ‚abschottet’, bleibt immer schön offen, und wer nach allen Seiten offen ist, ist nicht ganz dicht.“ Der ganze Kommentar hier.

Deutschland ist Spitze – in der UN-Flüchtlingsliste

Auf der Web-Seite Unser Mitteleuropa (hier) ist zu lesen: „Ende April 2016 hielten sich in Deutschland (nach BAMF-Angaben) mehr als 1,5 Millionen Menschen mit laufenden oder abgeschlossenen Asylverfahren in Deutschland auf. Dazu kommen jene 300 000, die noch keinen Asylantrag gestellt haben. Insgesamt leben also offiziell mehr als 1,8 Millionen Asylzuwanderer in unserem Land. Angesichts der vielen untergetauchten „Flüchtlingen“ dürfte die Zahl weitaus höher liegen. Damit liegt Deutschland nun weltweit mit an der Spitze der UNHCR-Liste, nur die Türkei nahm mehr Flüchtlinge auf als wir. Unter den Top 10 findet sich kein anderes europäisches Land, nach uns folgen vor allem Nachbarstaaten von Konfliktländern.

Professor Sinn warnt Deutschland vor einem finanziellem Desaster

Die Gründe liegen auf der Hand, unsere Willkommenskultur hat sich herumgesprochen, Frau Merkels Einladung wirkt. Nur zahlen will keiner für die Politik der offenen Grenzen, wie man am Streit zwischen dem Bund und den Ländern sieht. Doch die Rechnung für diese planlose und unverantwortliche Politik wird jemand begleichen müssen und es trifft, wie immer, den normalen Steuerzahler.“ Professor Hans-Werner Sinn hat vor einem finanziellem Desaster für Deutschland gewarnt. Jeder Zugewanderte koste mindestens 450.000 Euro (hier).

Afrika nennt Merkel die größte Herausforderung für die EU-Migrationspolitik

Wenn wir den Massenzustrom von Muslimen und Schwarzafrikaner nach Schäubles Vorstellungen  gefälligst als Segen empfinden sollen, dann setzt er sich über alle jene Deutschen und vermutlich deren Mehrheit hinweg, die diesen Zustrom nicht wollen, weil sie zu Recht deren unheilvolle Folgen fürchten. Apropos Schwarzafrikaner: zur wahren geographischen Größe Afrikas gegenüber der von Europa, China und den USA siehe hier das Schaubild.  Vor dem CDU-Wirtschaftsrat räumte Kanzlerin Merkel ein, Afrika sei die größte Herausforderung für die europäische Migrationspolitik. Geschehe dort nichts, sei die Wanderung nach Europa nicht in den Griff zu bekommen. Die FAZ kommentierte das so: „Doch selbst wenn die EU noch so viele Milliarden Euro nach Süden pumpte: Wie und wann sollte sich in Afrika selbst langfristig etwas ändern? Das müsste sich wenigstens die CDU-Vorsitzende fragen. Die Kanzlerin wäre dann die Antwort auf die Frage schuldig, wie die Dinge trotzdem in den Griff zu bekommen sind.“ (FAZ vom 23. Juni 2016, Seite 8).  

„Die Massen-Migration ist die Revolution des 21. Jahrhunderts“  

Ivan Krastev urteilt: „Die Massenmigration ist die Revolution des 21. Jahrhunderts – und sie bringt eine Konterrevolution hervor, die das Wesen der Europäischen Union gefährdet.“ Die Flüchtlingskrise verändere die europäische Politik und bedrohe das europäische Projekt in ganz anderer Weise als die Finanzkrise oder der Konflikt mit Russland.“ (FAZ vom 22. Februar 2016, Seite 6). Krastev ist Leiter des Centre for Liberal Strategies (CLS) in Sofia und Fellow des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (IWM). Nach einer Statistik des UN-Flüchtlingshilfswerks sind insgesamt 65,3 Millionen Menschen auf der Flucht (Stand vom Jahresende 2015). In den vergangenen fünf Jahren sei die Zahl der Menschen auf der Flucht rasant gestiegen, heißt es in dem dazugehörigen Bericht. (FAZ vom 20. Juni 2016, Seite 1).

Hinter dem Massenzustrom steckt mehr als die offiziellen Erklärungen besagen

Aber immer mehr Deutsche lesen und meinen inzwischen zu wissen, dass hinter dem Massenzustrom mehr steckt, als sie offiziell von ihrer politischen Führung und von den Mainstream-Medien („Lücken-Presse“) zur Erklärung erfahren. Sie stört nicht, dass diese anderen, die „wahren“ Hintergründe (Stichwort u.a. Neue Weltordnung) als verschwörungstheoretische Konstrukte abgetan werden. Sie empfinden sie durchaus als plausibel. Ich beschränke mich auf diesen Hinweis, sonst wird dieser Beitrag noch länger. Im Internet ist alles zu finden (unter anderem hier). Ich zitiere aus einem einschlägigen Beitrag nur dies: „Weltpolitik ist weitgehend ein Intrigenspiel im Gewande der Diplomatie, in dem Machtsüchtige durch Täuschen und Lügen die Ausdehnung ihrer Herrschaft vorbereiten, um sie dann mit militärischen Mitteln zu vollenden. Von Friedrich Nietzsche ist der Ausspruch überliefert: ‚Ein Politiker teilt die Menschheit in zwei Klassen ein: Werkzeuge und Feinde. Das bedeutet, dass er nur eine Klasse kennt: Feinde.’ (‚Wille zur Macht’).“

Der britische Zerstörer und das Flüchtlingsboot

Zuguterletzt ein aufgelesenes Stück sarkastischen Humors: A British Navy Destroyer stops four Muslims in a row boat, rowing towards Brighton on the South Coast of Britain. The captain gets on the loud hailer and shouts, „Ahoy, small craft, where are you heading?“
One of the Muslims stands up and shouts, „We are invading England!“
The crew of the Destroyer all start laughing and when the captain finally stops laughing, he gets back on the loud hailer and says, „Just the four of you?“
The Muslim stands up again and shouts, „No, we’re the last four. The other six millions are already there!“ (Quelle mir unbekannt). Politische Witze bringen unterhaltsam auf den Punkt, was Politiker anrichten und ihre Wähler auszulöffeln haben.

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4 Kommentare zu “Hilfe, Lübeck gehen die Flüchtlinge aus

  1. Die EU-Armada der Organisation „Sophia“ und Frontex sollen den Schleusern in Libyen das Handwerk legen. Ein Bericht für das englische Oberhaus hat ergeben, dass dies nicht gelingen wird. Im Gegenteil, durch ihre rettungsbereite Anwesenheit steigt der Anreiz für immer mehr Flüchtlinge, sich in seeuntüchtigen Booten auf einen Weg von maximal 40 km zu machen, für den Seenotrettungsfall zu sorgen, um dann durch das Tor der Rettung nach Europa zu kommen.
    Rettung als integrierter Bestandteil der Schleuserwege.

    Die Ideen des Herrn Kurz werden keine Chance haben, weil UN und EU die Massenmigration wollen. Daher ist der ganze Aufwand, das Schleusernetzwerk zu zerschlagen, reines Theater zur Täuschung der Bevölkerung.

    Es wäre ja auch widersinnig, den gut arbeitenden Schleusern wirklich das Handwerk legen zu wollen, wenn z.B. die Bevölkerungsabteilung der UN in einem erst kürzlich bekannt gewordenen UN-Bericht für die EU-Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien einen Zustrom von Migranten aus Nahost und Nordafrika fordert, um bei der Alterung der Gesellschaft Wirtschaftswachstum zu erzielen und von Deutschland die Öffnung für 11,4 Millionen Migranten verlangt, auch wenn das innerhalb Deutschlands zu sozialen Spannungen führen werde.

    Oder wenn Frans Timmermans, Erster Vizepräsident der EU-Kommission, das EU-Parlament auffordert, die Anstrengungen zu verstärken, „monokulturelle Staaten auszuradieren.“ Der Prozess zur Umsetzung „multikultureller Diversität (Vielfalt)“ sei bei jeder Nation weltweit zu beschleunigen. Die Zukunft der Menschheit beruhe nicht länger auf einzelnen Nationen und Kulturen, sondern auf einer vermischten Superkultur. Europäische Kultur und europäisches Erbe seien lediglich soziale Konstrukte. Europa sei immer schon ein Kontinent von Migranten gewesen und europäische Werte bedeuteten, dass man multikulturelle Vielfalt zu akzeptieren habe, sonst stelle man den Frieden in Europa in Frage. Die Masseneinwanderung von moslemischen Männern nach Europa sei ein Mittel zu diesem Zweck. Kein Land solle der unvermeidlichen Vermischung entgehen, vielmehr sollen die Zuwanderer veranlasst werden, auch „die entferntesten Plätze des Planeten zu erreichen, um sicherzustellen, dass nirgends mehr homogene Gesellschaften bestehen bleiben.“
    Vgl.:

    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/04/02/globale-planung-der-massenmigration/

  2. Die FAZ kommentierte das so: „Doch selbst wenn die EU noch so viele Milliarden Euro nach Süden pumpte: Wie und wann sollte sich in Afrika selbst langfristig etwas ändern? Das müsste sich wenigstens die CDU-Vorsitzende fragen. Die Kanzlerin wäre dann die Antwort auf die Frage schuldig, wie die Dinge trotzdem in den Griff zu bekommen sind.“

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    Zunächst mal vorweg: Diese Kanzlerin hat noch nie ein Problem gelöst, sondern sie hat diese meist potenziert in dem sie diese mit immensen Summen zeitlich verschoben hat.

    „Wie und wann sollte sich in Afrika selbst langfristig etwas ändern?“

    Meines Erachten ein praktisch unlösbares Problem. Die einzige – aber nur theoretische Möglichkeit (stark vereinfachend dargestellt)– wäre die Durchführung von weitgehend privatwirtschaftlich konzipierten Projekten ohne Einflussmöglichkeiten und Gewinnabschöpfung der dortigen unfähigen und korrupten „Eliten“. Die Steuereinnahmen aus diesen Projekten müssten wiederum ohne Einflussmöglichkeiten und Gewinnabschöpfung der dortigen „Eliten“ in weitere wirtschaftlich sich rechnende Projekte gesteckt werden. Aber u. a. aufgrund unüberwindbarer ideologischer Hürden (Kolonialismus) sowie der Geld- und Machtgier der dortigen „Eliten“ nicht durchführbar.

    Als einzige Maßnahme für Europa wird letztendlich nur die „Schließung“ der Grenzen bleiben. Diese wird in jedem Fall kommen, natürlich viel zu spät. Wie gesagt: Diese Kanzlerin hat noch nie ein Problem gelöst, sondern sie hat diese meist potenziert in dem sie diese mit immensen Summen zeitlich verschoben hat.

  3. Als Frankfurter (Hessen) freue ich mich immer wieder, von Ihnen zu hören – Geboren, aufgewachsen und als Katharineer (kann man das so schreiben ?!) schlägt mein Herz höher, wenn ich „Lübeck“ höre.

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