Wenn nein, dann tun Sie’s jetzt – Zum Beispiel: Die vorbildhafte Rede von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán zur Lage der Nation Ungarn und zur neuen Völkerwanderung

Nicht jeder kann alles lesen. Nicht jeder bekommt alles zu lesen. Nicht jeder will lesen, was die Haupt-Medien ihm zum Lesen vorsetzen, damit er es lesen soll. Nicht jeder weiß, wo zu lesen ist, was er vielleicht gern lesen würde. Manches, was sich zu lesen lohnt, bleibt unbeachtet, wird wegsortiert oder bewusst verschwiegen und unterdrückt. Täglich erreichen mich viele Informationen, die vielleicht nur wenige ebenfalls bekommen, die Sie so nicht überall lesen, aber die zu wissen nützlich sind. Manche stöbere ich auch selbst auf. Meist schiebe ich sie in mein Archiv, und dort gehen sie dann unter und verschwinden, obwohl ich jederzeit auf sie zugreifen könnte. Das ist eigentlich schade. Deshalb reiche ich einen Teil von ihnen in loser Abfolge auch auf diese Weise weiter. – Die Zwischenüberschriften zu den zitierten Texten sind von mir eingefügt, also im Original nicht enthalten.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat am 28. Februar in Budapest eine geradezu vorbildhafte Rede zur Lage der Nation gehalten, veröffentlicht am 1. März hier. Die Rede ist lang, trotzdem sollten Sie versuchen, sie ganz zu lesen, zumindest die zweite Hälfte, die sich mit der Völkerwanderung in unserer Zeit befasst. Für den, der diese Zeit nicht aufzubringen vermag, sind die folgenden Ausschnitte bestimmt.

2020 bis 2030 werden die Jahrzehnte der Völkerwanderung

„Das zweite und dritte Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts werden die Jahrzehnte der Völkerwanderung sein. Ein Zeitalter ist angebrochen, auf das wir nicht vorbereitet waren. Wir hatten geglaubt, derartiges könne nur in der fernen Vergangenheit oder in den Geschichtsbüchern vorkommen. Dabei können viel mehr Menschen als jemals zuvor, eine die Zahl der Gesamtbevölkerung des einen oder des anderen europäischen Landes übersteigende Masse sich in den folgenden Jahren Richtung Europa auf den Weg machen. Es ist an der Zeit, der Wirklichkeit ins Auge zu blicken! …

Was die Wirklichkeit ist

„Die Wirklichkeit ist, dass in zahlreichen europäischen Ländern in der Tiefe schon seit langem mit behäbiger Beharrlichkeit die Welt der Parallelgesellschaften ausgebaut wird. … Die Wirklichkeit ist, dass die hier Ankommenden nicht im Geringsten die Absicht haben, unsere Lebensweise zu übernehmen, da sie ihre eigene als wertvoller, stärker und lebensfähiger ansehen als unsere. Warum sollten sie diese auch aufgeben? Die Wirklichkeit ist, dass man mit ihnen nicht die in den westeuropäischen Fabriken fehlenden Arbeitskräfte ersetzen kann. … Die Wirklichkeit ist, dass wir die unleugbar vorhandenen Bevölkerungsprobleme des an Einwohnern abnehmenden und immer älter werdenden Europa mit Hilfe der muslimischen Welt nicht werden lösen können, ohne unsere Lebensweise, unsere Sicherheit und unsere Identität zu verlieren.“ …

Was in Brüssel geschieht, ist absurd

„Die Geschichte hat unsere Tür aufgestoßen, hat die Grenzen Europas, die europäische Kultur und die Sicherheit der Bürger Europas unter Belagerung genommen. … Das Problem ist, dass wir, Europäer, nicht das tun, was in unserem Interesse steht. Um das zu beschreiben, was in Brüssel geschieht, gibt es kein besseres Wort, als ‚absurd’. Es ist so, als ob der Kapitän des vor einer Kollision stehenden Schiffes nicht den Zusammenstoß vermeiden wollte, sondern damit beschäftigt wäre, festzulegen, welche Rettungsboote die Nichtraucherboote sein sollen. Als ob wir, anstatt das Leck dicht zu machen, darüber diskutieren würden, wie viel Wasser in welche Kabine fließen solle.“ ….

Europa ist das Christentum und nicht das Kalifat

„Die Völkerwanderung kann man sehr wohl aufhalten. Europa ist eine Gemeinschaft von einer halben Milliarde Menschen, von 500 Millionen Menschen. Wir sind mehr als die Russen und die Amerikaner zusammengenommen. Die Lage Europas, sein technologischer, strategischer und wirtschaftlicher Entwicklungsgrad ermöglicht es ihm, sich zu verteidigen. Es ist schon schlimm genug, dass Brüssel nicht in der Lage ist, den Schutz Europas zu organisieren, doch noch viel schlimmer als dies ist, dass Brüssel hierzu selbst die Absicht fehlt. In Budapest, Warschau, Prag und Pressburg fällt es uns schon schwer zu verstehen, wie wir dorthin gelangen konnten, dass es überhaupt eine Option werden konnte, dass der, der von einem anderen Kontinent und aus einer anderen Kultur hierher kommen möchte, ohne Kontrolle hereingelassen werden kann. …. Dies ist Europa! Europa ist Hellas und nicht Persien, Rom und nicht Karthago, Christentum und nicht das Kalifat.“ …

Wenn wir helfen, kommen sie her, wenn wir dort helfen, bleiben sie dort

„Wir erinnern uns an das wichtigste Gesetz der Hilfeleistung: Wenn wir hier helfen, dann kommen sie hierher, wenn wir dort helfen, dann bleiben sie dort. Anstatt dies einzusehen, begann man von Brüssel aus die in dem ärmeren und unglücklicheren Teil der Welt lebenden Menschen zu ermuntern, sie sollten nach Europa kommen und ihr eigenes Leben gegen etwas anderes eintauschen. … Ich habe den Eindruck, dass sich in Brüssel und einigen europäischen Hauptstädten die politische und geistige Elite als Weltbürger definiert, im Gegensatz zu der national gesinnten Mehrheit der Menschen. Ich habe den Eindruck, die führenden Politiker sind sich dessen auch bewusst. Und da es keine Chance gibt, dass sie sich ihrem Volk verständlich machen könnten, versuchen sie erst gar nicht, mit den Menschen zu sprechen.“

Das tatsächliche Problem findet sich nicht außerhalb, sondern innerhalb Europa

„Wie man das bei uns gesagt hatte: Sie wissen es, sie wagen es und sie tun es. Und dies bedeutet, dass sich das tatsächliche Problem nicht außerhalb Europas findet, sondern innerhalb Europas. An erster Stelle wird die Zukunft Europas nicht durch jene gefährdet, die hierher kommen möchten, sondern durch jene politischen, Wirtschafts- und geistigen Führer, die Europa entgegen den europäischen Menschen umzuformen versuchen. Auf diese Weise kam die bizarrste Koalition zwischen den Menschenschleppern, den zivilen Rechtsschutzaktivisten und den europäischen Spitzenpolitikern mit dem Zweck zustande, um planmäßig viele Millionen Migranten hierher zu transportieren.“ ….

Es fällt schwer, hierfür ein anderes Wort zu finden als ‚Irrsinn’

„Bis auf den heutigen Tag lassen wir ohne Kontrolle und ohne Auswahl Hunderttausende von Menschen aus Staaten herein, mit denen wir uns im Kriegszustand befinden, und auf deren Territorium auch Mitgliedsstaaten der Europäischen Union an militärischen Aktionen teilnehmen. Wir hatten nicht einmal den Hauch einer Chance, die Gefährlichen herauszufiltern. Auch heute haben wir keine Ahnung darüber, wer ein Terrorist, wer ein Krimineller, wer ein Wirtschaftseinwanderer ist und wer tatsächlich um sein Leben rennt. Es fällt schwer, hierfür ein anderes Wort zu finden als ‚Irrsinn’“. …..

Die nationale Souveränität negierend, austricksend und umgehend

„Wir müssen Brüssel aufhalten. Sie haben sich in den Kopf gesetzt, die nach Europa hereintransportierten Einwanderer unter uns zu verteilen. Verpflichtend, mit der Kraft des Gesetzes. Dies nennt man verpflichtende Ansiedlungsquote. Solch eine unglückliche, ungerechte, unlogische und rechtswidrige Entscheidung hat man in Hinblick auf 120 000 Migranten bereits getroffen, entgegen dem Beschluss des Rates der Europäischen Ministerpräsidenten. Die durch die Ministerpräsidenten vertretene nationale Souveränität negierend, austricksend und umgehend haben sie ein Gesetz durch das Europäische Parlament annehmen lassen. Diesen Beschluss stellen wir infrage und kämpfen vor dem Gerichtshof der Europäischen Union dafür, damit er für nichtig erklärt wird.“ …

Bei uns werden keine Banden Jagd auf unsere Ehefrauen und Töchter machen

In Ungarn wird es keine Stadtviertel geben, in denen das Gesetz nicht gilt, es wird keine Unruhen, keine Einwandereraufstände, keine angezündeten Flüchtlingslager geben und es werden keine Banden auf unsere Ehefrauen und Töchter Jagd machen. In Ungarn werden wir schon die Versuche im Keim ersticken und konsequent Vergeltung üben. Wir werden unser Recht nicht aufgeben, selber zu entscheiden, mit wem wir zusammenleben möchten und mit wem nicht. Deshalb müssen jene, die mit der Idee der Quote in Europa hausieren gehen, zurückgeschlagen werden und aus diesem Grunde werden wir sie zurückschlagen.“ …

Und in Deutschland?

Warum hält eine solche Rede kein einziger deutscher Politiker in Deutschland? Nur einer immerhin hat Orbán kurz nach dessen Rede besucht: Bayerns Ministerpräsident und Populist Horst Seehofer. Und die deutschen Medien? Haben sie über die Rede berichtet? Im Internet findet sich so gut wie nichts über sie. Dort aufgetan habe ich nur einen Bericht von Spiegel Online. Schauen Sie sich an, was und wie dort über die Rede geschrieben wird (hier). Über den wirklichen Inhalt erfährt man nur wenig. Die Leser der FAZ (Druckausgabe) wurden über die Rede überhaupt nicht informiert.



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Kommentare


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8 Kommentare


  1. dickbrettbohrer am 8 März, 2016 11:03
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    Danke, sehr geehrter Herr Krause, für das Einstellen der Rede. Auch wenn man für Europa wenig Hoffnung hegen kann, so ist es doch tröstlich, daß man mit seinen Ängsten und Ansichten nicht allein steht.
    Wie Orban sagt: es ist Irrsinn.
    Und ich verstehe wirklich nicht, weshalb man Merkel gewähren läßt – sie bildet die Gallionsfigur. Es wäre schon viel erreicht, würde man sie abmontieren. Gibt es in ganz Europa keinen Politiker, der dazu die Initiative ergreifen will? Unser aller Zukunft steht auf dem Spiel. Ich befürchte, wir sind mitten im Krieg, nur haben es einige der humanbesoffenen Gutmenschen noch nicht bemerkt, daß ihre globalumspannende “Menschenliebe” nicht von den Einwanderern erwidert wird.

  2. Johann Braun am 8 März, 2016 12:23
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    Herzlichen Dank für die Verlinkung der Rede, die offenbar auf einer Insel gehalten wurde, die noch durchweg von Normalen bewohnt wird!

  3. Jürgen Forbriger am 9 März, 2016 20:17
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    Das “Gemerkel” hat das deutsche Volk verraten und sie ist auch nicht intelligent genug zu begreifen, was sie verbrochen hat.

  4. qed am 9 März, 2016 23:29
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    Grandios. Reden, wie wie sie in ihrer Stringenz hier seit Jahrzehnten nicht vernommen haben. Indes sind es Auguren des Geistes, die derlei längst gesehen haben. Europas Zukunft, hier dargereicht von Arvo Pärt:
    https://www.youtube.com/watch?v=TRZLxxR23K4

    Für die Katholischen unter uns:
    https://www.youtube.com/watch?v=f1CNNf9iU9Y

  5. Rainer Rietsch am 10 März, 2016 01:04
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    Unsere Bundeskanzlerin hat das GG und die Verfassung teilweise ausser Kraft gesetzt so wie den Amtseid gebrochen !

    Was gibt es da noch zu diskutieren ?

    Mehrere Rechtsbeschwerden, die diesen Umstand bei Bundesverfassungsgericht zur Annahme einer Klage vorgelegt wurden, sind abgelehnt worden ?

    Ich frage mich wie das geht !

  6. qed am 10 März, 2016 19:17
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    Nichts, Herr Rietsch.
    Sie hat sogar die Rechtsordnung außer Kraft gesetzt. Und wie es geht, zahlreiche Anzeigen und zuletzt das Rechtsbegehren Schachtschneiders abzulehnen, ist einfach: Indem man sich eine weisungsgebundene Staatsanwaltschaft hält und die Obersten Gerichte via Richterwahlausschuß ausschließlich mit konformen Parteigängern, Speichelleckern und Brown-Nosern besetzt. Ich habe mich jedenfalls schon in den 70ern über unsere Demokratten totgelacht: Schland war immer nur eine Demokratie- Simulation.
    Sicher ist nur: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.

  7. admin am 11 März, 2016 11:11
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    Für den österreichischen Oppositionsführer Heinz-Christian Strache ist Orbán „der einzige Regierungschef, der den Verstand noch nicht verloren hat”.
    hier: https://www.unzensuriert.at/content/0020238-HC-Strache-Orban-ist-der-einzige-Regierungschef-der-noch-nicht-den-Verstand-verloren?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief).

  8. Oblomow am 12 März, 2016 16:14
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    Eine hörenswerte Rede von Václav Klaus zum Wahlkampfabschluss der AfD Rheinland-Pfalz:

    https://www.youtube.com/watch?v=YhoBuJizwIk

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