Eine „Erfurter Resolution“ entfacht den innerparteilichen Konflikt über Programm und Vorgehensweise aufs Neue / Der andere Flügel reagiert mit einer Gegenresolution – Für die Medien ein gefundenes Fressen

Eine Resolution schlägt Wellen. Zunächst innerhalb der neuen Partei, der Alternative für Deutschland (AfD. Denn aus dieser Partei kommt sie, und für diese Partei ist sie gedacht. Aber sie hat natürlich auch ihren Weg in die Medien gefunden. Sie heißt „Erfurter Resolution“. Woher kommt sie? Was steht drin? Wer hat wie darauf reagiert? Im Folgenden eine erste Zusammenstellung.

Die AfD Thüringen und andere sehen das Projekt AfD in Gefahr

Die „Erfurter Resolution“ kommt aus dem AfD-Landesverband Thüringen. Ihre ersten Sätze geben wieder, was das Motiv ist, und lauten: „Das Projekt »Alternative für Deutschland« ist in Gefahr. Wir haben im Laufe des vergangenen Jahres glänzende Wahlerfolge errungen, drohen aber den Vertrauensvorschuß der Wähler leichtfertig zu verspielen. Die Bürger haben uns gewählt, weil sie hoffen, daß wir anders sind als die etablierten Parteien: demokratischer, patriotischer, mutiger. Anstatt nun jedoch die Alternative zu bieten, die wir versprochen haben, passen wir uns ohne Not mehr und mehr dem etablierten Politikbetrieb an …“ Im weiteren Verlauf des Textes heißt es, Der provokative Umbau der AfD zu einer technokratisch ausgerichteten Partei gefährde den im Vorfeld des Bremer Parteitags mit großer Selbstdisziplin der Beteiligten gefundenen Kompromiss. Zahllose Mitglieder verstünden die AfD nämlich immer noch und gegen jede Verengungstendenz

-„als grundsätzliche, patriotische und demokratische Alternative zu den etablierten Parteien,
- als Bewegung unseres Volkes gegen die Gesellschaftsexperimente der letzten Jahrzehnte (Gender
Mainstreaming, Multikulturalismus, Erziehungsbeliebigkeit usf.),
- als Widerstandsbewegung gegen die weitere Aushöhlung der Souveränität und der Identität
Deutschlands,
- als Partei, die den Mut zur Wahrheit und zum wirklich freien Wort besitzt.

Der ganze Text der Resolution hier Beschlossen hat ihn die AfD Thüringen auf ihrem Parteitag in Arnstadt am 14. März (siehe hier). Sie fordert die AfD-Mitglieder auf, die Resolution zu unterstützen. In den ersten drei Tagen danach haben über tausend AfD-Mitglieder die Resolution unterschrieben (hier). Dieser Flügel der Partei richtet sich mit ihr an den anderen Flügel in der AfD.

Lucke warnt, Henkel giftet, Adam moderiert

Öffentlich und giftig gegen die Resolution geäußert hat sich als AfD-Vorstandsmitglied Hans-Olaf Henkel. Die Berliner Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) hat darüber berichtet. Dort liest man: Der Richtungsstreit in der AfD spitze sich zu AfD-Vize Henkel gehe mit den Verantwortlichen scharf ins Gericht und rate ihnen zum Parteiwechsel. Bereits am Montag (16.3.) habe AfD-Chef Bernd Lucke seine Partei vor Flügelkämpfen gewarnt, sei aber ebenfalls auf Distanz zur „Erfurter Resolution“ gegangen (hier). Weiter heißt es im JF-Bericht: „Am Dienstag nun schaltete sich auch Luckes Co-Sprecher Konrad Adam in die Debatte ein. Wenn die AfD beisammen bleiben wolle, müsse sie die immer noch bestehenden Gräben zwischen Ost und West überwinden, warnte Adam gegenüber dieser Zeitung. ‚Es gibt ja nicht nur die Querschüsse aus dem Osten, sondern auch die gepfefferten Antworten aus dem Westen, und welche von beiden mehr Schaden anrichten, ist noch nicht ausgemacht’, sagte Adam. Um mit ihrer Rolle als neue Volkspartei ernst zu machen, müsse die AfD die Sorgen der Bevölkerung in ihren ganzen Breite widerspiegeln.“ Der ganze JF-Bericht hier.

Thüringer Wortführer Höcke weist Henkel zurecht

Björn Höcke, einer der beiden Wortführer der Resolution, reagierte auf Henkels Angriff empört: „Wenn ein Europaabgeordneter einen Fraktionschef zum Parteiaustritt auffordert, ist das etwas Ungeheuerliches.“ Weiter sagte er: „Wenn die AfD auf Distanz zu den etablierten Parteien bleibt, kann sie zu einer Volkspartei werden. Wenn sie sich zu früh gemein macht, wird sie nur im einstelligen Bereich zur Mehrheitsbeschafferin werden. Der letzte Weg bringt Versorgungsposten für einige Karrieristen, der erste Weg die Möglichkeit, unser Land auf das richtige Gleis zu setzen. Mir fällt die Wahl nicht schwer.“ (Quelle: hier).

Thüringer Wortführer Poggenburg schreibt einen Offenen Brief

Andrê Poggenburg, der andere Wortführer, wendet sich gegen Henkel in einem Offenen Brief und schreibt unter anderem: „Die “Erfurter Resolution” ist als Appell an die Bundesspitze und als Sammlungsbewegung an die Basis der AfD gerichtet. In ihr wird auf das seit langem spürbare, persönlich und regional verschieden intensiv wahrgenommene Abrücken vom eigentlichen Grundgedanken einer wirklich alternativen Partei hingewiesen. Die Resolution mündet in die Forderung nach einer tatsächlich couragierten, alternativen Politik.“ (Der ganze Brief hier).

Der andere AfD-Flügel antwortet mit einer „Deutschland-Resolution“

Der andere Parteiflügel hat mit einer Gegenresolution reagiert und sie „Deutschland-Resolution“ genannt. Der Anfang lautet: „So geht’s nicht weiter! Reden wir nicht um den heißen Brei herum: wer die sogenannte Erfurter Resolution unterschreibt, dem passt die Richtung der AfD nicht. Der will eine andere AfD, eine AfD der flachen Parolen und der schrillen Töne. Der will die Partei auf Provokation und Protest verengen. … Wir lassen uns nicht Feigheit und Verrat an den Interessen unseres Landes vorwerfen. Wer solche Vorwürfe erhebt, überschreitet Grenzen und spaltet die Partei. Wir brauchen weder Flügelkämpfe noch wolkige Phrasen aus dem Arsenal rechter Splitterparteien.“ Der ganze Text hier. Erstunterzeichner sind unter andere die EU-Abgeordneten Bernd Kölmel, Ulrike Trebesius, Joachim Starbatty und Hans-Olaf Henkel. Auch darüber hat die Junge Freiheit berichtet (hier). Die Gegenresolution fordert ebenfalls zum Unterzeichnen auf.

Eine Bürgerstimme: Auf der AfD ruhen alle unsere Hoffnungen

Eine Stimme aus dem Publikum (Lutz Radtke, Bad König) kommentiert: „Vielleicht ist das, was sich gerade in der AfD abspielt, sogar von historischer Mission. Gewiß, man soll behutsam mit diesem Begriff umgehen. Aber wie ist denn unsere Situation in Deutschland? Die Alt-Parteien haben unser Land in ein ziemliches Schlamassel geführt, das wir – trotz schönfärberischer Formulierungen – in immer schärferer Form erleben. Aber es gibt nichts zu beschönigen und nichts zu verschweigen – wir müssen da wieder raus. Und das so schnell als möglich, soweit das überhaupt noch möglich ist. Alternativen müssen her! Seit zwei Jahren gibt es sogar eine Partei, die sich so nennt – die “Alternative für Deutschland” (AfD). Auf ihr ruhten und ruhen unsere Hoffnungen auf eine bessere deutsche Politik, eine “alternative” Politik. Haben wir die bekommen? Nein, bestenfalls in Ansätzen, nicht in der gebotenen Entschlossenheit und Konsequenz. Das sehen auch starke Kräfte innerhalb der AfD so. Sie haben sich hinter der “Erfurter Resolution” versammelt. Dafür werden sie, was nicht verwundert, angegriffen. Bestimmte Führungskräfte der Partei wollen keine Änderungen, sie wollen den (alten) Kurs fortsetzen, der geradewegs in Richtung Mainstream führt. Das aber muß verhindert werden!“

Die Wortmeldung einer AfD-Kreisvorsitzenden

Zu Wort gemeldet hat sich auch Dr Christina Baum. Sie ist eine Kreisvorsitzende der Partei und hat die „Erfurter Resolution“ als eine der ersten unterzeichnet. Sie schreibt unter anderem: „Wie waren doch gleich unsere von allen bejubelten Slogans? „Mut zur Wahrheit“ zum Beispiel, der sich in dem Satz unseres ursprünglichen Programms zur Bundestagswahl wiederfindet, indem es heißt: ‚Wir setzen uns dafür ein, dass auch unkonventionelle Meinungen im öffentlichen Diskurs ergebnisoffen diskutiert werden, solange die Meinungen nicht gegen die Werte des Grundgesetzes verstoßen.’ Und dann liest man in der Zeitung, dass sich Vertreter des Bundesvorstandes für ihre Mitglieder ob der wilden Verschwörungstheorien schämen! ‚Wir haben Unvernünftige, Unanständige und Intolerante in unseren Reihen’, sagte Herr Henkel dem ‚Spiegel’. … Will der Bundesvorstand tatsächlich alle diese Menschen vor den Kopf stoßen?“

„Ist das wirklich die alternative Politik?“

Weiter schreibt Frau Baum: „Neue Mitglieder werden per Beschluss des Bundesvorstandes ohne Begründung abgelehnt. Das ist nichts anderes als Gesinnungsauswahl bereits bei der Aufnahme von Neumitgliedern. Der Bundesvorstand entscheidet also, welche Menschen mit welcher politischen Einstellung zur AfD passen und welche nicht! Dieses Vorgehen verhöhnt geradezu eine weitere Forderung aus dem Bundestagswahlprogramm: ‚Wir fordern mehr direkte Demokratie auch in den Parteien. Das Volk soll den Willen der Parteien bestimmen, nicht umgekehrt!’ Kurz darauf entsteht bundesweit eine ganz spontane Bewegung aus dem Volk heraus und die AfD hat nichts anderes zu tun, als sich von dieser zu distanzieren bis hin zum Verbot der Teilnahme bei angedrohten Parteiausschluss. Ist das wirklich die alternative Politik und die alternative Partei, die man uns versprochen hat? Bernd Lucke forderte am Wochenende auf dem Landesparteitag in Hannover die Auflösung der “Initiative bürgerliche AfD”. Ich frage mich allen Ernstes: Was ist in diesen Mann gefahren, der für mich einmal ein Held war? Gerade das bürgerliche Lager hat in diesem Land überhaupt keinen Ansprechpartner mehr. Sie sind es, die alle Hoffnung auf die AfD setzen.“ Frau Baums ganze Stellungnahme hier.

Wie kann man beide Parteiflügel mit einer Kurzformel unterscheiden?

Die „Erfurter Erklärung“ (Flügel 1 der AfD) und die „Deutschland-Erklärung“ (Flügel 2 der AfD) haben die innerparteiliche politische Auseinandersetzung zu einer unschönen Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit werden lassen – für die Medien ein gefundenes Fressen. Als Bezeichnung für den Flügel 1 liest man meist “konservativer” Flügel und für Flügel 2 “liberaler Flügel”. Aber beide Flügel sind beides: liberal und konservativ zugleich. Das also ist ihr Unterscheidungsmerkmal nicht. Ohnehin ist Flügel 1 eher der liberale Flügel und Flügel 2 der konservative. Nach meiner Wahrnehmung lässt sich die Unterscheidung aber ganz gut auf diese Kurzformel bringen: Flügel 1 = der alternativ progressive Flügel, Flügel 2 = der alternativ vorsichtige Flügel. Konservativ und liberal ist dagegen eine Irreführung.

Die „Erfurter Resolution“ will beide Flügel zusammenhalten

Flügel in Parteien sind auch nichts Besonderes. Alle Parteien haben sie. Die harsche Reaktion des vorsichtigen AfD-Flügels scheint eine Abspaltung in Kauf nehmen zu wollen. Aber den Initiatoren und Unterstützern der „Erfurter Resolution“ geht es darum, beide Flügel zusammenzuhalten und die Partei von beiden profitieren zu lassen. Flügel in einer Partei sind nichts Besonderes, sondern ganz normal. Das ist sogar gut für ein Partei. Es fördert die Vielfalt der Vorstellungen, der Vorschläge, der Argumentation, belebt die Diskussion, bringt die Partei voran. Kluge Politik ist es, zwischen Parteiflügeln Brücken zu bauen, aber überhaupt nicht, bestehende abzureißen.

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Wenn ich über die AfD schreibe, müssen Sie als Leser wissen, dass ich ein Mitglied dieser Partei bin, erstmals einer politischen Partei überhaupt, und daher befangen sein kann. Aber ich bin zugleich auch journalistischer Beobachter, der in dieser Rolle sich bemüht zu registrieren, was zu registrieren eine journalistische Aufgabe ist.



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Kommentare


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7 Kommentare


  1. Sorge um Demokratie am 19 März, 2015 23:21
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    Ich meine auch dass der konservative und der liberale Flügel der AfD zusammenhalten muessen, obwohl sie in einer funktionierenden Demokratie in zwei verschiedene Parteien gehoeren. Deutschland hat zur Zeit aber keine funktionierende Demokratie, daher muessen all diejenigen, die dem Einheitsbrei der Altparteien und ihrer Medien etwas entgegensetzen wollen, zusammenhalten, um überhaupt über 5 % zu kommen. Die meisten Waehler (also die überhaupt noch zur Wahl gehen) wollen Stabilitaet und haben Angst, unangenehm aufzufallen, bis hin zum inneren Zensor, der noch in der Wahlkabine von den Wortfuehrern der Gesellschaft vorgegeben wird. Diesen aengstlichen Durchschnittswaehler gewinnt man nur mit einer breit aufgestellten Alternative.

  2. Hans Unland am 20 März, 2015 14:50
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    Traurig, das mit ansehen zu müssen. Ich hatte große Hoffnung in einen allfälligen Politikwechsel der BRD durch die AfD gesetzt. Die “Erfurter Resolution” enthält aus meiner Sicht sehr diskussionswürdige Punkte. Doch statt sich damit auseinanderzusetzen, pflügt der Herr Henkel das Papier mit falschen Anschuldigungen unter. Und dann setzt man in einer (wie soll man das nennen?) Trotzreaktion noch die “Deutschland-Resolution” dagegen, die jeder Diskussionsbereitschaft Hohn spricht.

    Bernd Lucke, Hans-Olaf Henkel & Co. sollten sich einmal ehrlich äußern, was sie vorhaben. Wollen sie die AfD entgegen der ursprünglichen Planung in eine angepasste stromlinienförmige Partei umwandeln, damit sie kompatibel für mögliche Koalitionen wird? Oder wollen sie dem Namen “Alternative für Deutschland” gerecht werden?

    Nach letzterem sieht es mir im Moment wirklich nicht mehr aus. Oder giert man etwa schon nach den Mustöpfen der EU und der BRD?

    MfG
    Hans

  3. Rudolf Best Jun. am 20 März, 2015 19:23
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    Ich fühle mich als nur Wähler, intensiver Positivkommentierer (bislang) und Nichtmitglied von der AfD powered by Lucke und Henkel in den letzten Wochen und Monaten an der Nase herumgeführt. Beide genannten Herren wollen in Deutschland und EURU&pa nichts verändern, nicht die Bohne. Sie wollen wie parteienüblich auf keinen Fall auch nur irgendeine klare Position einnehmen, sondern mit Wischiwaschi im Trüben auf Dummenfang gehen und die Fangprämie zur Parteifinanzierung gewinnen. Die Alternative ist ihnen dabei so gleichgültig wie Deutschland, was sie beides im Namen führen, und ebenso ersetzen wie die CDU ihr C durch ein fettes I….(slam). Sie, die Luckejubler wollen sein, wie alle etablierten Blutegel der anderen Parteien, Posten an den Fresströgen besetzen und sich anbiedern in der Hoffnung, dermaleinst die AfDP für das absaufende Unions-U-Boot mit Taufnamen ‘Alternativlosigkeit’ unter seiner letzten Kommandeuse abgeben zu dürfen. Wenn sie sich da mal nicht täuschen. Die Parteienlandschaft ist längst so LINKEsverGRÜNEt, dass die BK’in ihrem finalen Traum vom Politkuschelbettchen mit den GRÜNEn und der ebenfalls finalen Zerstörung Deutschlands, sowie der Eatblierung der EUDSSR schon so nah sein darf. Spätestens seit Parteifize Bouffier in Hessen schon mal das Schäferstündchen mit den noch immer ungereinigten klammheimlichen Pädophoben, und von keinerlei Abscheu und Ekel geplagt, einübt. Es gäbe noch vieles zu sagen, aber die AfD Basis wäre gut beraten, ihren Häuptlingen zwecks Stärkung des Rückgrats und des Verstandes zu bestellen: “Gott bietet jedem die Wahl zwischen Wahrheit und Schlaf. Nimm, was du möchtest. Beides kannst du nicht haben”*.
    *Ralph Waldo Emerson (1803-82)

  4. Karl Holzer am 21 März, 2015 06:41
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    Worum geht es Höcke und dem “Erfurter Flügel” eigentlich? Die Resolution hört sich ja für viele in der AfD nicht schlecht an. “Mut zur Wahrheit” “Abgrenzung zu verkrusteten, korrupten, undemokratischen etc. etablierten Parteien, “basisdemokratisches Ziel”, also eine Parteipolitik der AfD, welche eher “revolutionäre Alternative” als Teil des deutschen Parteiensystems sein möchte.
    Nun gibt und gab es allerdings Parteitage und Programmkommissionen, in welchen engagierte Mitglieder und Funktionäre Vorschläge und Anträge stellen konnten. Auch nach “basisdemokratischer Logik” sind Mehrheiten erforderlich, was sonst? Man weiß nun allerdings, dass die innerparteilichen Kritiker von Lucke & Henkel keine Mehrheiten z.B. in Bremen gewinnen konnten. Man könnte ja nun denken:”Normaler demokratischer Prozess”, doch nicht für die “Lucke-Henkel-Gegner”. Diese konstruieren die (nur heimlich populistische) “Erfurter Resolution”, die viele naive Mitglieder und natürlich alle Gegner der Lucke-Henkel Politik (Gauland, Höcke & Co) unterzeichneten. So sollten doch noch Mehrheiten gegen Luckes Politik gewonnen werden, was in Bremen misslang. Gebracht hat es der AfD weder die geheuchelt angestrebte “Vielfalt”, sondern “Frohlocken” beim politischen Gegner und den Medien, für welche “Flügelkämpfe” interessanter und wichtiger sind, als ein sachlich ausdiskutiertes Parteiprogramm. Man muss deshalb der Kritik Henkels zustimmen, der allen “Lucke-Politik-Gegnern” nahelegt, die AfD zu verlassen und sich in den “rechten Splitterparteien” zu engagieren, aus welchen viele der Höcke-Gauland- Anhänger gekommen sind.

  5. Walter Roth am 21 März, 2015 10:48
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    Hallo zusammen…..

    Ich bin Schweizer und habe gerade als Schweizer ein grosses, ja fundamentales Interesse das sich Deutschland von den Irrwegen des linken Partei-un-wesens erholt.
    Ich erinnere mich noch an ganz andere Zeiten, damals als es noch einen Franz Josef gab und man die Bundestagsdebatten im Fernsehen nur schon wegen dessen Rhetorik gern sehen mochte.

    Die AfD wurde hier in der Schweiz sehr begrüsst, denn wir Schweizer erleben seit 30 Jahren wie die Demokratie in Deutschland ausgehöhlt wird.

    Nun aber hat sich der Kopf, oder das Gesicht der AfD nicht als Alternative erwiesen, sondern als etwas was akzeptiert werden möchte weil man ja gar nicht so schlimm ist ……wie “die anderen” zu Anfang behaupteten.

    Man will also seinen Platz einnehmen unter den anderen, aber nicht etwa durch Leistung und kämpferisch erworbenen Respekt, sondern eben durch nicht zu sehr auffallen.

    So sehen das inzwischen viele Schweizer die euch gerne eine “SVP-DE” wünschen würden.

    Nachdem ich nun sah, dass Lucke in ganz machtbewusster Manier die Partei nun auf seinen Kurs gebracht hat, denke ich, wird sie nie zur zündenden Alternative werden, denn schon sein Regelement ist heute weiter von Demokratie entfernt denn zuvor. Und gerade solche Dinge wie der 3-er Vortsnd gefiel mit sehr. Das waren Details die neu und frisch daherkamen.

    Nun ja, auch in der SVP gibt es eine Parteilinie, aber hier nimmt man sie nicht so stark als Zwang wahr, vielleicht weil bei und mittels Initiative die Mitglieder beschäftigt sind und wissen, dass sie sogar …gegen den Segen der Parteigremien …..aber mit der Partei, etwas bewegen können. gerade die Junge SVP hat das sehr schön gezeigt, ja sie zwang die Mutterpartei schon einige male zum mitziehen, wo sie gedachte das Thema lieber Kräftesparend auszusitzen. Ich empfand das immer als Zeichen guter Demokratie.

    Höre ich da einen Starbatty oder gar Henkel, nein, solche Flachmänner sollten gehen.

    Schade, für mich sind die Dinge so ärgerlich, das ich wohl dem zerfall Deutschlands lieber zuschauen würde, …..wäre ich denn Deutscher, mit der Hoffnung, dass so ein Zerfall einen Neustart besser ermöglicht wie dieser Apparatschik der da eine pseudo Alternative anführt.

    Kann natürlich sein, das die Menschen in einem Land in dem die Demokratie nur noch ein sehr kümmerliches Niveau hat, schon das bisschen eines Lucke als “Alternative” wahrnehmen.

    Hoffen wir nicht.

  6. Wolfgang Frommann am 21 März, 2015 21:18
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    Leider verdreht Herr Lucke die Erfurter Resolution und/oder er will sie nicht verstehen! Die Erfurter Resolution ist ein Notruf, ein Hilferuf!

    Er hat sie zur Kenntnis genommen und anschließend die paar Hinweise wohin die Partei aus Sicht der Unterzeichner steuert,
    seiner ihm eigenen Rhetorik gehorchend, herausgegriffen und auf seine Person bezogen und diese dann in den Vordergrund gestellt.

    Gleichzeitig den Delegierten BPT gekippt, aus Kalkül und Geld eingefordert.

    (Es gibt Hallen die viel preiswerter sind als Bremen. Aber dies ist eine andere Baustelle.)

    Nur Menschen zu verbinden geht anders; eine Diskussion -eine Sachdiskussion, eine Einladung zur Richtungsdiskussion, die sogar prima in die Programm- und Wahlkampfdiskussion zZt passen würde, findet nicht statt!

    Herr Lucke hat gewählt, den Weg der Macht: Der BUParteitag soll entscheiden: Lucke oder Lucke!

    Und noch ein Hinweis:
    Flügelkämpfe treten immer und überall auf! Allein in der Familie (wer verheiratet ist, kennt dies) sind diese vorhanden, es gibt zum Glück unterschiedliche Meinungen und somit Flügel in größeren Vereinigungen. Voltaire wird ein Merkspruch zugesprochen, der nicht von ihm stammt, aber trotzdem ein gutes demokratisches Miteinander beschreibt: Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

  7. Nonkonformer am 24 März, 2015 01:35
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    Ich finde es symptomatisch, wenn hier nur einer für Henkel & Co. Stellung ergreift, Leser Karl Holzer.
    Ich halte es – ohne Mitglied der AfD werden zu wollen – mit den anderen Befürwortern der Erfurter Resolution, wie der Schweizer Blogger meint, sie sei ein Hilfeschrei! Es ist wirklich so, daß Lucke, aber vor allem Henkel, Starbatty u. Kölmel solche Weicheier
    oder lächerliche Renegaten sind, die ruhig in den Systempaqrteien mitmachen sollten, dort werden sie eher Anerkennung finden!
    Die AfD wird sein als erfolgreiche neue Partei mit vielen Themen mit Standort rechts von der Mitte – oder sie wird als Henkel & CO. Parteilein sein, das bald wieder vergeht. Henkel mit seinen extremen Hetz=
    reden u. -Schreiben gegen andersdenkende Parteimitglieder sollte als Warnschuß mit einem Ausschluß beschieden werden, was er sich schon geleistet hat, auch gegen Gauland, markiert ihn als
    von außen geschickten Zerstörer dieser hoffnungsvollen Neugründung!

  8. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------

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