Die Untersuchungskommission nennt die Zahl 25 000 – Die wird bestritten – Die Gründe, die für eine zehnmal so hohe Zahl sprechen – Eine Gegenuntersuchung

Vor siebzig Jahren wurde Dresden zerstört. Vom 13. bis 15. Februar legten britische und amerikanische Bomberverbände „Elbflorenz“ in Schutt und Asche. Die 1300 Flugmaschinen leisteten ganze schreckliche Arbeit. Wie Dresden vor dem Angriff und danach aussah hier. Unter der Überschrift „Am Morgen danach“ stehen in einem Bericht der FAZ vom 14. Februar (Seite 4) auch diese Sätze: „Insgesamt fordern die vier Angriffe auf Dresden 25 000 Tote. Bunker wie in anderen Städten waren in Dresden nicht gebaut, die Flugabwehr längst an die Ostfront abgezogen worden; die Bomber hatten freie Bahn.“ Weitere Menschen der Zivilbevölkerung Dresdens sind durch Tieffliegerangriffe, die es angeblich nicht gab, umgebracht worden. Die Zahl von 25 000 Toten taucht in allen Berichten auf. In Wirklichkeit sind es weit mehr gewesen. Warum wird nur diese geringere Opferzahl genannt?

Statt 25 000 eher 250 000 Tote des Bombenterrors von Briten und Amerikanern

Dass es 25 000 Bombenopfer waren, entstammt dem Bericht einer Historikerkommission. Beauftragt hatte den Bericht die Stadt Dresden im November 2004. Sie sollte den „aktuellen Forschungsstand zur Zahl der durch die Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 getöteten Menschen“ feststellen. Später wurde ihr aufgetragen, auch die Tieffliegerangriffe zu untersuchen. Im Oktober 2006 und im Januar 2007 erweiterte die Stadt den Untersuchungsauftrag nochmals. Den Bericht der Kommission hat Karin Zimmermann*) unter die Lupe genommen. Die von der Kommission ermittelte Bombenopferzahl von 25 000 ist für sie nicht plausibel. In einer eigenen Untersuchung weist sie nach, dass diese Zahl nicht stimmen kann. Allenfalls könne das die „Summe der registrierten Toten“ sein, also ohne alle jene Opfer, die nicht mehr nachweisbar seien.**)  Zwar vermag auch Frau Zimmermann, wie sie bekennt,  nicht zu belegen, wieviele Menschen durch die Luftangriffe wirklich getötet worden sind, aber ihrer Untersuchung lässt sich entnehmen, dass es mindestens 250 000 Tote waren, also zehnmal mehr. Ferner tritt sie der Behauptung entgegen, dass es in jenen drei Bombentagen keine Tieffliegerangriffe gegeben habe. Diese Behauptung sei falsch.

Das Interesse beider Kriegsparteien, die Opferzahl zu frisieren

Karin Zimmermann schreibt: „Für mich war dieser extreme Unterschied Anlass, mich mit den Methoden zu befassen, die diese Historikerkommission bei ihren Untersuchungen angewendet hat.“ Aber das Unterfangen habe sich als erheblich umfangreicher und komplexer erwiesen als von ihr vermutet. Daher ist ihre Untersuchung 39 Seiten lang geworden. Darin ist zu lesen, es habe schon 1945 ein Interesse daran bestanden, die tatsächliche Opferzahl zu frisieren, und zwar auf beiden Seiten der Kriegsparteien. Sie schreibt: „Die Absicht der Alliierten bei der Bombardierung Dresdens war es, möglichst viele Menschen zu töten, weil der Durchhaltewillen der Bevölkerung gebrochen werden sollte. Daraus ergibt sich, dass es damals im Interesse der Engländer und Amerikaner gelegen haben muss, der deutschen Bevölkerung eine möglichst hohe Anzahl von Opfern zu vermitteln.“

Den Nazi-Machthabern lag an geringer Opferzahl

Dann weiter: „Umgekehrt lag es im Interesse der nationalsozialistischen Machthaber, die Zahl der Opfer geringer anzugeben, als sie tatsächlich war. Der Durchhaltewille sollte nicht nachteilig beeinflusst werden. Hohe Verlustzahlen hätten auch auf die Schwächen der eigenen Kräfte hingewiesen. Ausnahmen davon mögen einzelne Gräueltaten gewesen sein, die durch die damalige Propaganda herausgestellt wurden, um den Widerwillen der Bevölkerung gegenüber dem Gegner zu stärken. Andererseits wird ausgeführt, dass das Propagandaministerium mit einer extrem hohen Zahl von Todesopfern im neutralen Ausland Abscheu gegen die Angriffe wecken wollte.“ Sie zitiert den Historiker Irving: „Noch immer nutzten die Deutschen die Luftangriffe auf Dresden bis zum letzten für ihre Propagandazwecke aus, wenngleich die von ihnen veröffentlichte Zahl der Toten noch immer absichtlich niedriger angegeben wurde, obwohl in Berlin schon wenige Tage nach dem Luftangriff in engeren Kreisen eine Totenzahl von über 300.000 genannt wurde…“

Das heutige Interesse an geringer Opferzahl

Aber auch die Regierung der Bundesrepublik Deutschland habe ein nachvollziehbares Interesse daran, die Anzahl der Bombenopfer möglichst gering zu halten. Als Partner im Nato-Bündnis seien immense Opferzahlen nicht hilfreich. Es sei daher zweckdienlich, sie gegenüber der Realität herunterzuspielen, um die gegenseitigen Beziehungen nicht unnötig zu belasten. Nicht anders die Stadt Dresden. Frau Zimmermann schreibt: „Wie sich aus den Äußerungen verschiedener Oberbürgermeister der Stadt Dresden und auch aus den Äußerungen des (späteren) Leiters der Historikerkommission Müller ergibt, bestand das Interesse des Auftraggebers der Stadt Dresden darin, eine möglichst kleine Anzahl von Opfern zu ermitteln, um das durch die Alliierten begangene Völkerrechtsverbrechen zu relativieren. Den jährlich in Dresden stattfindenden Demonstrationen sollte – so weit als möglich – der ‚Wind aus den Segeln genommen’ werden.“ Der ganze Zimmermann-Text hier.

Die Grünen-Partei in Dresden will lieber ein buntes Straßenfest

Der Opfer des Bombenterrors vor siebzig Jahren nicht würdig gedenken mag die Partei Bündnis 90/Die Grünen in Dresden. Ihr Fraktionschef im Dresdner Stadtrat, Thomas Löser, tritt stattdessen für ein buntes Straßenfest ein. Zum Gedenken an die Zerstörung der Stadt solle alljährlich ein “Fest wie Dresden ist bunt” stattfinden. Die Berliner Wochenzeitung Junge Freiheit (hier) zitiert ihn dazu so: „Das Gedenken am 13. Februar schaut jedes Jahr zurück und zementiert den Opfermythos und die Selbstbezogenheit der Stadt.“ Dresden könne den diesjährigen 70. Jahrestag der Zerstörung „als Anlass nehmen, um auch nach vorn zu schauen“. Ein „derart aufgeladenes Gedenken“ wie in der sächsischen Landeshauptstadt brauche es nicht. „Schön wäre es, wenn ein Fest wie ‘Dresden ist bunt’ ein jährlich wiederkehrendes Ereignis würde, für ein weltoffenes und demokratisches Dresden.“ Die Originalnachricht der Sächsischen Zeitung über Lösers absurdes Vorhaben hier.

Ein Zeugnis seelischer Verkommenheit

Dresden ist nicht die einzige deutsche Stadt, die britische und amerikanische Bomber in ein Ruinenfeld verwandelt haben. Zahlreichen anderen Städte in Deutschland geschah das gleiche Furchtbare. Absichtlich Wohngebiete bombardieren, Bürgerhäuser zerstören, Städte auslöschen, Zivilpersonen obdachlos machen, sie töten ist völkerrechtswidrig. Es sind Kriegsverbrechen. Unermessliches Leiden haben sie ausgelöst, Leiden von Menschen, die nicht zur kämpfenden Truppe gehörten. Was Grünen-Politiker Löser angesichts dieser schrecklichen Tatsache vonsichgegeben hat, zeugt von seelischer Verkommenheit. Möge es ihm erspart bleiben, persönlich jemals Gleiches zu erleben.

„Im Höllenfeuer aus Menschenhand“

Zum damaligen Feuersturm in Dresden gibt es diesen Videofilm. Die Inschrift des Dresdner Schriftstellers Max Zimmering an der Gedenkstätte in Dresdens Heidefriedhof lautet: „Wie viele starben? Wer kennt die Zahl? // An Deinen Wunden sieht man die Qual // Der Namenlosen die hier verbrannt // Im Höllenfeuer aus Menschenhand. – Dem Gedenken der Opfer des Luftangriffs auf Dresden am 13.–14. Februar 1945“.

Wie Dresden der Zerstörung vor siebzig Jahren gedachte hier.

Was Bundespräsident Joachim Gauck in Dresden sagte hier.
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*) Karin Zimmermann, Jahrgang 1941, ist eine sachkundige couragierte Frau, die sich mit zahlreichen politischen Themen befasst und sich öffentlich dazu äußert. Sie wurde zusammen mit Mutter, kleiner Schwester und ihren Großeltern am 26. Juni 1945 vom elterlichen Bauernhof in Morrn (Kreis Landsberg an der Warthe, Ostbrandenburg) vertrieben. Sie war damals drei Jahre alt. Sie schreibt: „Meine Familie – eine normale Bauernfamilie – hatte mit den Untaten des nationalsozialistischen Regimes nichts zu tun. Im Gegenteil. Ich verfüge über die Erklärung einer ehemaligen Dorfbewohnerin von Morrn, wonach mein Großvater als Bürgermeister von den Nationalsozialisten abgesetzt wurde, weil er ihnen nicht ‚linientreu’ genug war.“

**) Aus der Tageszeitung Die Welt vom 3. März 1995 (Seite 8): „Als die Städte zu Krematorien wurden” “(…) Professor Dietmar Hosser vom Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz hält es für wahrscheinlich, daß oberirdisch Temperaturen bis zu 1600 Grad geherrscht haben. (…) Am Dresdner Altmarkt fanden sie in ausgegrabenen Kellern drei Meter unter Straßenniveau Verfärbungen des Sandsteins von Weißbeige nach Rot. Partienweise ist der Stein verglast. (…) Der Berliner Archäologe UweMüller: Wir können daraus erkennen, daß Temperaturen von 1300 bis 1400 Grad und Sauerstoffmangel geherrscht haben…, daß oberirdisch sogar noch weit höhere Temperaturen von bis zu 1600 Grad geherrscht haben…, daß von den Menschen nur Asche übrig blieb.“

 

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15 Kommentare


  1. Ralf Modrow am 15 Februar, 2015 13:25
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    Lieber Hr. Krause, ich möchte zuallererst meine aufrichtige Hochachtung Ihnen gegenüber ausdrücken. Als Nachkomme ehemaliger {mütterlicherseits noch lebender} Fluchtvertriebener aus Masuren gehen mir einige Artikel sehr nahe, so auch dieser.

    Auch wenn ich DD nur aus der Ferne kenne, ist die damit vebundene Geschichtsklitterung {und die auch daraus instrumentierte Moraldiktatur} mir solch ein Dorn im Auge, daß ich mir die Mühe machen werde, einige alte Bibliothekare mit der Recherche zu besuchen, um Belege für das wahre Ausmaß des genozidalen Frevels in DD zu finden.

    Mein Vater hat uns eine bescheidene Bibliothek hinterlassen, als er uns vor 20 Jahren viel zu früh verließ. Darin befinden sich mehrere damals schon alte Duden/Lexika, deren ‘Wert’ wir damals noch nicht erkannten. Auch ich besitze einen Brockhaus aus meinem Geburtsjahr {’60}, der noch im Karton im Keller meiner werten Mutter wartet. Zeit, die Dame mal wieder zu besuchen.

    Meine Wenigkeit selbst lebt zZ. in Berlin, einem Eldorado an alten Schriften wie sicher auch DD & Leipzig. Gleich schräg gegenüber residiert das nächste Buchantiquariat. Ich selbst bin eigentlich so gar kein Bücherwurm – die beste Voraussetzung für die literarische Spurensuche …

    So ich erst 2010 ‘aufgewacht bin’, merke ich bei solchen Themen, daß das Erwachen an sich noch lange dauern wird.

    Mit den besten Empfehlungen
    Ralf M.

  2. Laurentius am 16 Februar, 2015 15:06
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    Sehr geehrter Herr Krause,

    herzlichen Dank für diesen Artikel. An der Wissenschaftlichkeit des Faches Geschichte zweifle ich seit geraumer Zeit. Ich bin vor einigen Jahren durch Erzählungen eines betagten Onkels auf eine Gruppe gestoßen, die in den besagten 12 Jahren mit großem Erfolg Widerstand geleistet haben und sogar Großkundgebungen friedlich aber erfolgreich verhindert haben. Es müßte dazu einige Akten der Geheimpolizei geben. Ich habe daraufhin mit sog. Historikern Verbindung gesucht, die angeblich in diesem Bereich besonders forschen. Ich habe nur Desinteresse und Absagen geerntet.
    Seit ich Konrad Löw gelesen habe (Adenauer hatte recht), ist mir alles klar geworden.

  3. Christian Winterhager am 21 Februar, 2015 22:11
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    Sehr geehrter Herr Krause,

    es ist schon erstaunlich, mit wie wenig Fachkenntnis hier alle möglichen absurden nazikompatiblen Behauptungen aufgestellt werden. Wie zum Beispiel die Totenzahlen von Dresden.
    Da sind es einmal 300.000, dann wieder “mindestens 250.000″, manchmal auch “nur” 200.000, jedoch erscheint den meisten in diesen Kommentaren zu Ihrem Artikel die Zahl 25.000 als völlig unwahrscheinlich.

    Diese Meinung kann nur jemand haben, der Null Ahnung von der Arbeit der Historiker in den letzten 60 Jahren zu diesem Thema hat. Oder überhaupt wie der Blogger Reinhard Lütkemeyer aus Bad Godesberg die Meinung vertritt, “Die genaue Zahl der Bombenopfer konnte nie ermittelt werden. Jüdische pseudowissenschaftliche Propagandaschriften aus neuerer Zeit sprechen deshalb verharmlosend von nur 25.000 Opfern.”

    Lütkemeyers Website “scusi” http://scusi.twoday.net/) wurde schon mal von Reinhard Mohr in Spiegel-Online (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,632499,00.html) explizit als antisemitisch bezeichnet.

    Anscheinend vertrauen Sie, Herr Krause, ähnlich wie Lütkemeyer bei ihren “Recherchen” lieber dem britischen Holocaustleugner David Irving, der die Tagebücher der Anne Frank als Fälschung bezeichnete und bei seiner Behauptung über 202.040 Tote in Dresden seinerseits einer Fälschung aufgesessen war. Den von ihm als Beweis über Jahrzehnte immer wieder vorgelegten “Tagesbefehl Nr.47″ des höheren SS- und Polizeiführers Dresden hatte nämlich das Goebbelsche Propagandaministerium passend korrigiert:

    “In Ehlichs Abschrift betrug die damals aktuelle Zahl der Todesopfer 20.204, die Zahl der insgesamt erwarteten Opfer 25.000 und die der kremierten Leichen 6.865. Offenbar hatte irgendjemand, wahrscheinlich aus Goebbels’ Propagandaminsterium, das Dokument grob gefälscht, indem er einfach an jede dieser drei Zahlen eine Null anhängte.”

    Einer der besten Kenner der Luftangriffe auf Dresden, der Historiker und Zeitzeuge Götz Bergander, hatte diese Fälschung schon 1977 aufgedeckt. Irving hat jedoch immer wieder versucht, die Opferzahlen in Dresden nach oben zu “korrigieren”, sogar nachdem er die obige Fälschung in einer neuen Ausgabe seines Buches “Der Untergang Dresdens” zugeben mußte. Seine Halsstarrigkeit kostete ihn schließlich 2 Millionen Pfund Gerichtskosten für den Verleumdungsprozesses, den er im Frühjahr 2000 in London gegen die amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt und ihren Verlag Penguin Books angestrengt hatte. Seitdem ist er ein vom Gericht bestätigter “Antisemit und Holocaustleugner”.

    Und, liebe Freunde dieses Blogs, selbst wenn ihr nichts von der ganzen Problematik um die Opferzahlen wißt, dann hättet ihr euch wenigstens den Abschlußbericht der Historiker-Kommission der Stadt Dresden durchlesen können, die Ende 2008 ihr Ergebnis veröffentlichte:

    “Im Ergebnis der Untersuchungen der Kommission sind bislang 18.000 Dresdner Luftkriegstote nachgewiesen worden, die den Luftangriffen zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 zuzuordnen sind. Die Kommission geht von maximal 25.000 Menschen aus, die während der Februar-Luftangriffe in Dresden ums Leben gekommen sind. ”

    18.000 sind also definitiv nachgewiesen worden! Und wer saß in dieser Historikerkommission ?

    Götz Bergander, Berlin, selbst Zeitzeuge der Bombardierung Dresdens und Autor der Publikation “Dresden im Luftkrieg”,
    die Luftkriegsexperten Dr. Horst Boog, Steegen, und Dr. Helmut Schnatz, Koblenz,
    Wolfgang Fleischer vom Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden,
    der Amtsleiter des Stadtarchivs Dresden Archivdirektor Thomas Kübler,
    Prof. Dr. Rolf-Dieter Müller vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr Potsdam,
    Dr. Rüdiger Overmans, Freiburg, als ehemaliger Mitarbeiter dieses Institutes und
    Dr. Alexander von Plato , Leiter des Bereiches “Oral History” an der Fernuniversität Hagen.
    Weiterhin gehören zur Kommission Matthias Neutzner als Vertreter der Interessengemeinschaft “13. Februar 1945″ e.V.,
    der am Stadtmuseum Dresden tätige Wissenschaftler Friedrich Reichert,
    die Dresdner Historikerin Nicole Schönherr vom Frauenstadtarchiv und Zeitzeugenarchiv Dresden und
    Dr. Thomas Widera vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden.
    Die wissenschaftliche Leitung hatte Prof. Müller übernommen.

    ====> Und das sollen alles jüdische Geschichtsverfälscher sein?

    Und noch ein letztes zu den ach so schlimmen Tieffliegerangriffen in Dresden. Erstens gibt es auch über dieses Thema Untersuchungen von Historikern, die garantiert mehr von der Sache verstehen als ein Klaus Peter Krause (z.B. Helmut Schnatz: Tiefflieger über Dresden? Legenden und Wirklichkeit, Mit einem Vorwort von Götz Bergander).

    Und zweitens kann man sich auch einfach den Artikel

    “Warum gab es keine Tiefflieger über Dresden?

    Obwohl zahlreiche Zeitzeugen das Gegenteil glauben, sind sich seriöse Historiker sicher: Am 13. und 14. Februar 1945 flogen alliierten Jäger keine Angriffe auf das bombenzerstörte Dresden. ”

    von Sven Felix Kellerhoff in der Zeitung “Die Welt” vom 22.05.13 durchlesen. Wer dann immer noch glaubt, daß mindestens 200.000 Deutsche in Dresden umgekommen sind, kann sich ja als Hilfsredakteur beim Panzerarchiv (http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=2506) bewerben. Da trifft er dann auf Gleichgesinnte.

  4. admin am 22 Februar, 2015 12:13
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    Sehr geehrter Herr Winterhager,
    Sie haben offensichtlich nicht den ganzen Text von Karin Zimmermann gelesen, über den ich berichte. Hier daher noch einmal der Link zur Zimmermann-Untersuchung http://kpkrause.de/wp-content/Bombardierungg-Dresden-Untersuchung-Karin-Zimmermann.doc
    Klaus Peter Krause

  5. Christian Winterhager am 22 Februar, 2015 14:37
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    Die von Herrn Krause als besonders kompetente und sachkundige couragierte Frau bezeichnete Karin Zimmermann erwähnt in ihrer “Untersuchung” über die Bombardierung Dresdens mehrfach auch David Irving (Seiten 18, 27 und 44).

    Natürlich nur als Kronzeugen für ihre Behauptung, daß die Historikerkommission in Dresden aus unfähigen, von der Stadt Dresden extra ausgewählten Personen bestand, allesamt US-Bewunderer, die die Anzahl der Toten auf jeden Fall unter die 25.000 drücken wollten.

    Frau Zimmermann vergaß zu erwähnen, was über Irving bekannt ist, möglicherweise hält sie es auch für Wikipedia-Greuelmärchen:

    “.. ist ein britischer Geschichtsrevisionist und Holocaustleugner. Er verfasste etwa 30 Bücher über die Zeit des Nationalsozialismus, darunter 1963 ein Buch über die Luftangriffe auf Dresden, das ihn bekannt machte.

    1977 leugnete er Adolf Hitlers Initiative am Zweiten Weltkrieg und sein Wissen vom Holocaust bis 1943. Dadurch verlor er allmählich sein bisheriges Ansehen als seriöser Sachbuchautor. Seit 1988 bestreitet er öffentlich den Vernichtungszweck der Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz. Er wurde deshalb in mehreren Staaten strafrechtlich verurteilt und erhielt Einreiseverbote.”

    Irving, der in mehreren seiner Bücher behauptet hatte, Anne Franks Tagebücher seien eine Fälschung, obwohl das BKA bereits 1980 in einem Gutachten ein für alle mal die Echtheit geklärt hatte, verstieg sich im Prozess gegen den Verlag Penguin Books und die amerikanische Religionswissenschaftlerin Deborah Lipstadt zu der Behauptung, dass „auf dem Rücksitz von Senator Edward Kennedys Auto in Chappaquidick mehr Frauen starben als in den Gaskammern von Auschwitz.“
    ——————-
    Diese Tatsachen sind seit langem bekannt. Warum geht Frau Zimmermann mit keinem Wort auf die erwiesene Fragwürdigkeit von Irvings Ausführungen zum Thema Dresden ein?

    Und warum stellen Sie selbst, Herr Krause, keinerlei kritische Fragen zum Thema “David Irving” in Zimmermanns Untersuchung?

    Sie haben, um bei Ihren Worten zu bleiben, offensichtlich weder die Bücher von Götz Bergander noch die Ausführungen von Helmut Schnatz (incl. seiner neueren Nachträge zum Thema) gelesen. Hier noch einmal die Links:

    http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article116309516/Warum-gab-es-keine-Tiefflieger-ueber-Dresden.html

    http://www.dresden.de/media/pdf/infoblaetter/Schnatz_Nachtraege_Tiefflieger_100314.pdf

    http://www.welt.de/kultur/history/article13806270/Das-Raetsel-der-Tieffliegerangriffe-auf-Dresden.html

    http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article113572177/Dossier-berichtet-ueber-Tiefflieger-Angriffe-auf-Dresden.html

  6. admin am 22 Februar, 2015 18:35
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    Hier als zusätzliche Entgegnung zu Christian Winterhager noch ein Ausschnitt aus “Die Feuerhölle von Dresden” von Norbert Knobloch aus dem Jahr 2013:

    Erhard Mundra, Mitglied im Vorstand des „Bautzen-Komitee e. V.“, hielt in einem Artikel für die Zeitung DIE WELT (Seite 8) am 12. Februar 1995 fest:

    „Laut einer Mitteilung des ehemaligen Generalstabs-Offiziers des Verteidigungsbereiches Dresden, Oberstleutnant der Bundeswehr a. D. Eberhard Matthes, seinerzeit Verwaltungs-Direktor der Stadt Dresden, wurden 35.000 Tote voll, 50.000 Tote teilweise und 168.000 Tote nicht identifiziert.“4)

    Doch ca. noch einmal soviel Tote konnten überhaupt nicht erfaßt werden, weil von ihnen nicht mehr als ein Häuflein Asche übrig war. (Die Zahl ergibt sich aus der Einwohnerzahl abzüglich der Zahl der erfaßten Toten und der Zahl der Überlebenden) Ex-Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer bestätigte diese Zahlen:

    „Der Angriff auf die mit Flüchtlingen überfüllte Stadt Dresden am 13. Februar 1945 forderte allein mindestens 250.000 Tote.“ (Deutschland Heute, hrsg. vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Wiesbaden 1955, S. 154)5)

    Die Stadt Dresden gab 1992 eine zurückhaltende offizielle Meldung heraus: „Gesicherten Angaben der Dresdner Ordungs-Polizei zufolge wurden bis zum 20. März 1945 202.040 Tote, überwiegend Frauen und Kinder, geborgen. Davon konnten nur etwa 30 % identifiziert werden. Einschließlich der Vermißten dürfte eine Zahl von 250.000 bis 300.000 Opfern realistisch sein…“ (Bearbeiter: Mitzscherlich, Zeichen: 0016/Mi, Datum: 31. 7. 1992)6)

    Der ganze Knobloch-Bericht ist hier zu lesen: http://www.mmnews.de/index.php/politik/12065-die-feuerhoelle-von-dresden

    Klaus Peter Krause

  7. Christian Winterhager am 22 Februar, 2015 21:01
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    Sehr geehrter Herr Krause,

    der von Ihnen wohlwollend zitierte Norbert Knobloch schreibt nicht nur Stuß über “Die Feuerhölle von Dresden”, sondern
    auch über “Kapitalismus als Kannibalismus” (http://der-klare-blick.com/?p=36270). Wer sich durch diese Aneinanderreihung von unlogischen und haarsträubend dummen Behauptungen durchquält, wundert sich am Ende nicht mehr, daß in Knoblochs “Die Feuerhölle von Dresden” die Anzahl der Toten in Dresden 1945 um einiges höher wird als in manchen rechtsradikalen “Panzer-Archiven”:

    “In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 verbrannten in Dresden mindestens 500.000, wahrscheinlich aber
    eine Million
    unschuldiger, ahnungs- und schutzloser deutscher Zivilisten – Alte, Kranke, Frauen, Kinder, Babies – lebendig in einer von Briten und Amerikanern inszenierten Feuerhölle.”

    1 Million Zivilisten! Und wer wird von Knobloch – genau wie bei Karin Zimmermann – wieder als besonders wertvoller Kronzeuge angeführt? Natürlich: der britische Holocaustleugner David Irving. Und genauso wie Karin Zimmermann findet man auch bei Knobloch nicht einen einzigen Hinweis auf die dubiose Vergangenheit dieses “Historikers”, über den folgendes bekannt ist
    (http://www.independent.co.uk/news/world/europe/david-irving-sparks-row-over-holocaust-propaganda-1782545.html):

    Nach den Opferzahlen des Holocaust gefragt, erklärte er, er sei nicht an Zahlen und überhaupt nicht am Holocaust interessiert. Dieser sei nur eine „Marginalie“ des Zweiten Weltkriegs gewesen, den Hitler nicht gewollt habe. Churchill sei in der Hand der Juden gewesen, habe den Krieg gewollt und ebenfalls viele unschuldige Menschen getötet. Auf die Frage, ob er Antisemit sei, antwortete er, er versuche, es nicht zu sein, doch dies sei sehr schwer.

    Abgesehen mal von den wirklich unterirdisch dummen und stark esoterisch angehauchten Ausführungen des Herrn Knobloch zum Thema Kapitalismus: warum empfehlen Sie, Herr Krause, mir immer wieder die Lektüre von "Untersuchungen" bzw. Texten von Leuten, die nichts daran finden, ausgerechnet einen Holocaustleugner wie David Irving für ihre Behauptungen als Zeugen ins Feld zu führen, obwohl der ja schon selbst eingestanden hat (in einem Leserbrief in der Times vom 7. Juli 1966), sich in der Zahl der Toten von Dresden geirrt zu haben? Warum? Weil Ihnen dieser Mann und seine Haltung sympathisch ist?

  8. admin am 23 Februar, 2015 11:25
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    Sehr geehrter Herr Winterhager,
    ich habe Ihnen nach dem Grundsatz audiatur et altera pars zur Gegenäußerungen breitesten Platz eingeräumt, wie er sonst in Kommentaren auf Blog-Seiten nicht üblich ist. Daher werde ich Ihre neuerliche Gegenäußerung um die Knobloch-Zitate kürzen. Wer sich dafür interessiert, wird dadurch um nichts gebracht, denn er kann sie über Ihren Link dorthin nachlesen.

    Sie reiten weiterhin auf Irving herum und versuchen den Eindruck zu erwecken, als sei dieser in der Zimmermann-Untersuchung die Hauptstütze. Das trifft nicht zu. Frau Zimmermann zitiert Irving nur einmal mit diesem einen Satz: Noch immer nutzten die Deutschen die Luftangriffe auf Dresden bis zum letzten für ihre Propagandazwecke aus, wenngleich die von ihnen veröffentlichte Zahl der Toten noch immer absichtlich niedriger angegeben wurde, obwohl in Berlin schon wenige Tage nach dem Luftangriff in engeren Kreisen eine Totenzahl von über 300.000 genannt wurde…“ Ihre Quelle nennt sie in Fußnote 74, nur eine von insgesamt 200. Es handelt sich um Irvings Buch „Der Untergang Dresdens“, auf Deutsch erschienen 1990 im Ullstein-Verlag. Ullstein ist mir als seriöser und nicht als windiger Verlag bekannt. Frau Zimmermann zitiert Irving ergänzend und der Vollständigkeit halber. Irving nicht zu erwähnen, wäre eine nicht akzeptable Unterlassung gewesen. Was immer Irving an Äußerungen vorzuwerfen ist, darf nicht dazu missbraucht werden, alles als falsch hinzustellen, was Irving geschrieben hat. Sie aber tun das.

    Vergleichbares gilt für diesen Norbert Knobloch.

    Zu jenen Quellen, die Sie zitieren, hat sich Frau Zimmermann in ihrer Untersuchung geäußert, sie sind ihr also durchaus bekannt.

    Sie sind jetzt ausgiebig zu Wort gekommen. Um Ausuferungen zu vermeiden, möchte ich weitere Äußerungen von Ihnen nicht mehr freischalten. Überlassen wir das Urteil den übrigen Lesern.

    Klaus Peter Krause

  9. Nonkonformer am 24 Februar, 2015 22:57
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    Hier mein Urteil als sachkundiger Leser zu den unerträglichen Äußerungen des Herrn Winterhalter:
    Sie, Herr Krause, und die Autorin Frau Zimmermann haben völlig recht, es ist einfach unglaublich, was diese “Experten” festgestellt haben wollen, wie müssen sie erpreßt worden sein! Besonders der bisher untadelige Dr. Horst Boog, der anscheinend verspätet dazu stieß, war bei mir bisher als Luftkriegsexperte über jeden Zweifel erhaben, was hat ihn dazu bewogen, dieser Fälschung zuzustimmen? Man kann es leider nicht beweisen, aber glauben Sie mir, gerade Herr Boog muß genötigt worden sein, hier mit zu unterschreiben, weil er große Glaubwürdigkeit (bisher)besaß. Der Vorsitzende, der Herr Prof. Müller,ist schon bei der Mitverfassung der Militärgeschichte des Zw.WKes im MGFA/Potsdam unrühmlich aufgefallen, hat er doch die Ermordungen Deutscher (Zivilisten) durch die Sowjetarmee auf 100000 bis zum Ende am 8.5.45 heruntergerechnet, dabei wurden von der Roten Armee allein schon in Ostpreußen weit mehr als diese Zahl ermordet, immer nach dem Motto des Geheimvertrages v. 21.5.45, “die Deutschen dürfen nichts in den Medien zum Nachteil der Siegermächte und ihrer Verbündeten transportieren”, der sog. Medienvorbehalt, der bis 2099 gelten soll. Fragen Sie mal GenMaj a.D. Hans-Gerd Komossa, der dies in seinem Buch über den MAD, deren Kommandeur er war, veröffentlichte. (2005)
    Seither ist der Pensionär völlig von der Bildfläche verschwunden, mußte für die zweite Auflage beim österr. Ares-Verlag noch eine “Änderung” vornehmen, da ja eine Zensur bei uns bekanntlich nicht stattfindet. Ein dt. Verlag fand sich nicht. Dämmerts? Egon Bahr hat den ersten Bestandteil des ominösen Vertrages, die Kanzlerakte, in der ZEIT bestätigt, (Willy Brandt), und den dritten Teil, daß der dt. Goldschatz bis 2099 verpfändet ist, können Sie ja auch darin bestätigt sehen, wie schwierig es für die Bundesbank ist, größere Teile heimzuholen, es gelingt einfach nicht. Auch Peter Gauweiler scheiterte bei seinem Vorhaben, erst recht Martin Hohmann, der dies auch (unfreiwillig?) aufdecken wollte.

  10. Heinrich Wilhelm Bergüber am 4 März, 2015 15:33
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    Eine Frage an den Herrn Ch. Winterhager (wenn er denn wirklich so beim Namen zu nennen sein mag):
    Was für’n Jahrgang ist er denn und in welchem Teil dieses Landes hat er unter welchen Umständen welche “politische korrekte” Schulbildung sich angedeih’ werden lassen?

    Sehr geehrter Herr Krause, meinen Respekt für Ihre Ausführungen zum Thema “Der Untergang Dresdens”, einschließlich der Quellennachweise. Gegen weichgespülte, obrigkeitshörige und duckmäusernde Hirne ist schwierig anzukommen. Es ist doch gegenwärtig mehr als offensichtlich, daß jeder, welcher anderer Meinung ist als die, durch die öffentlich-rechtlichen Medien, der Masse der Printmedien vertreten und verbreitet – bis hin und einschließlich des unseren Kindern zur “Verfügung” gestellten Unterrichtsmaterials – diffamiert wird u.a. als Verschwörungstheoretiker, Rechtsextremist, von der Demokratie Abgehängter, zu kurz Gekommener, als Ausländerfeind, Antisemit bis hin zu Putinversteher und und und.
    Personen wie der sich mit Ihnen den Disput liefernde Herr Winterhager haben es nicht begriffen und werden weiterhin ihre Mühe haben zu begreifen, daß die Geschichte geschrieben wurde und wird von den Siegern und Besatzern – besonders die der Deutschen.
    Es ist nicht erlaubt zu hinterfragen warum unsere Geschichte permanent reduziert wird auf die Geschehnisse des 2. Weltkrieges; Es ist nicht im Interesse der die Hirne polierenden die Entwicklungen und Geschehnisse, welche zum Ersten Weltkrieg und Zweiten Weltkrieg führten zu hinterfragen und dabei historisch korrekte und auch juristisch haltbare Antworten zu erhalten (z.Bsp.: das Deutsche Kaiserreich hat den 1.Weltkrieg nicht begonnen, sondern ist seinen Vertragsverpflichtungen im Rahmen des gegenseitigen Beistandsabkommens gegenüber Österreich-Ungarn nachgekommen; kein ausländischer Soldat hat während des 1.Weltkrieges deutschen Boden betreten und dennoch wurde NUR das Deutsche Reich als alleiniger am Krieg Schuldiger ausgemacht und zum Versailler Vertrag gezwungen; dieser “Vertrag” war, ist und bleibt die Ursache für das Aufkommen des Nationalsozialismus und die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler durch Paul von Hindenburg.
    Wer waren denn die Kriegstreiber? Wer wollte seit dem bestehen des Deutschen Reiches dieses samt seinem sich langsam ein Nationalbewußtsein formendes Volk von der Landkarte streichen, verdrängen, vernichten?
    Es gibt ausreichend Quellen und Literaturverzeichnisse derer sich jeder, der neugierig genug ist mehr zu erfahren als die bundesrepublikanische, offizielle und den Eroberern ergebene Geschichtsschreibung hergibt, bedienen kann, ohne daß diese als Holocaust-Leugner, Nationalsozialismusverehrer, Rechtsextremister, Ausländer- und Judenhasser, Antisemiten, Verschwörungstheoretiker etc. klassifiziert und diffamiert werden können.
    Immerhin: Persil hat / hatte drei Weismacher. Für manchen unter uns waren und sind diese drei ausreichend um auszubleichen.
    Vielleicht hat der Herr Winterhager ja außer die Opferzahlen Dresdens bezweifelnd und in Abrede stellend wenigsten eine rechtskräftige und juristisch haltbare Aussage darüber, welche Staatsangehörigkeit er besitzt. Sollte er der Antwort nachhecheln und sich des Adjektives d e u t s c h bedienen, möge er doch so unerträglich nett sein und Ihnen, Herr Krause, sowie den anderen gewogenen Lesern seiner Beiträge, dieses Land uns auf der Landkarte zeigen. Vielleicht findet er gar eine Antwort darauf, warum dieses Land unauffindbar ist. Im Gegensatz zu dem, der sich mit der Staatsangehörigkeit Ö s t e r r e i c h oder I t a l i e n ausweisen kann. Überaus neugierig wäre ich auch auf seine fundierten und juristisch haltbaren Aussagen und Ausführungen zu den Themen Friedensvertrag, dem nicht bestehenden mit den seit dem 01.09.1939 sich im Kriegszustand mit “Deutschland” befindlichen Ländern, dem Besatzungszustand unseres Landes, der angeblich vollzogenen Wiedervereinigung zum 31.08.1990, der dem Volk der Deutschen gegebenen und von diesem per Volksentscheid beschlossenen Verfassung und letztlich die Hintergründe – immer verbunden mit der Frage nach dem WARUM – für die Aussagen Deutschland sei ein Einwanderungsland und die gegenwärtige laufende Einwanderungswelle.

    Niemand muß irgend jemandem sympathisch sein. Wohl aber sollte hinterfragt werden dürfen und die Bereitschaft vorhanden sein, die Freiheit des Andersdenkenden ebenso anzuerkennen, wie die eigene. Leider fehlt es daran in diesem Land, trotz anders lautender Beteuerungen.

    Meine vor 4 Jahren verstorbene Großmutter (geb. 1911) hat den Angriff / die Angriffe auf Dresden selbst erlebt und das damit einhergehende Unheil.
    Das schreibt
    Mit heimatlichem Gruß
    Heinrich Wilhelm Bergüber, verheiratet, 3 erwachsene Kinder

  11. Christian Hinterlader am 12 Juli, 2015 23:54
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    Ich danke Christian Winterhager dafür, daß er die Sau beim Namen nannte. Denn wer es fertig bringt, Dresden gerade einmal ~20.000 Opfer zu attestieren, darf lebtags nicht ins Vergessen geraten. Nicht allein wegen Dresden. Ich sage nur: Kinderlandsverschickung!
    Perfide geplant durch Geistesgestörten des Hauses Tavistock, u.a. durch Margaret Mead, die sich offenbar, neben der Mordbrennerei, auch noch für Feminismus aufrieb.

    „Obit anus, abit onus“? Nein. Nachtragend sind wir freilich nicht, doch Nietzsche paßt hier mitnichten. Da ich im Rahmen meiner Recherche zu Unluky Lucke, respektive bzgl. dessen neuerlicher Chuzpe, namentlich Fehlstart 0815 (o.ä.), hier gelandet bin, hätt ich aber noch nen passenden Schopenhauer, mit welchem ich mich verabschieden möchte.

    Anbei ein herzlicher Gruß an Herrn Krause!
    Die souveräne Abfertigung des eingangs genannten I.M. hiesiger Scheinstaatssicherheit ist vorbildlich. Ihr Blog wirkt angenehm aufgeräumt, hervorragend sei insbesondere Ihre Art gelobt, Sachverhalte darzulegen. Auf manch einem Blog benötigt man erst ein Aufräum-Werkzeug, um überhaupt erst einmal deren Texte Lesbarkeit herzustellen. Nicht so hier! 10 Punkte auf der Erika Neuland Skala, Herr Krause!

    In diesem Sinne,
    Danke fürs Vorbild — und: weitermachen!

    Hochachtungsvoll,
    AN, Chemnitz

    „Und dies ist die Erzählung von Zarathustras Gespräch mit dem Feuerhunde:
    Die Erde, sagt er, hat eine Haut; und diese Haut hat Krankheiten. Eine dieser Krankheiten heißt zum Beispiel: ‘Mensch’. Und eine andere dieser Krankheiten
    heißt ‘Feuerhund’: über d e n haben sich die Menschen viel vorgelogen und vorlügen lassen.
    Dies Geheimnis zu ergründen ging ich über das Meer, und ich habe die Wahrheit nackt gesehen, wahrlich! Barfuss bis zum Halse.
    Was es mit dem Feuerhund auf sich hat, weiß ich nun, und insgleichen mit den Auswurf- und Umsturz-Teufeln, vor denen sich nicht nur alte Weibchen fürchten.
    Heraus mit dir, Feuerhund, aus der Tiefe! rief ich, und bekenne, wie tief diese Tiefe ist! Woher ist das, was du da heraufschraubst?
    Du trinkst reichlich am Meere: das verrät deine versalzte Beredsamkeit!
    Fürwahr, für einen Hund aus der Tiefe nimmst du deine Nahrung zu sehr von der Oberfläche!
    Höchstens für den Bauchredner der Erde halte ich dich; und immer, wenn ich Umsturz- und Auswurfteufel reden hörte, fand ich sie gleich dir: gesalzen, lügnerisch und flach.
    Ihr versteht zu brüllen und mit Asche zu verdunkeln! Ihr seid die besten Großmäuler und lerntet sattsam die Kunst, Schlamm zu heiß zu sieden.
    Wo ihr seid, da muss stets Schlamm in der Nähe sein, und viel Schwammichtes, Höhlichtes, Eingezwängtes: das will in die Freiheit.
    ‘Freiheit’ brüllt ihr alle am liebsten; aber ich verlernte den Glauben an ‘große Ereignisse’, sobald viel Gebrüll und Rauch um sie herum ist.
    Und glaube mir nur, Freund Höllenlärm! Die größten Ereignisse – das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillesten Stunden.

    Nicht um die Erfinder von neuem Lärme: um die Erfinder von netten Werten dreht sich die Welt, unhörbar dreht sie sich …“

  12. Volker Brückmann am 31 Januar, 2016 03:38
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    Sehr geehrter Herr Krause!

    Ich bin auf der Suche nach der Opferzahl dieses Genozids aus der Luft auf Ihre Seite gestoßen.
    Was Sie und Frau Zimmermann darlegen, ist für mich hieb- und stichfest und ich danke Ihnen beiden herzlich.

    In diesem Land steht seit 71 Jahren eine “Waage ohne Gegengewicht” – die amerikanische Re-education, die sich, wie geplant, zur Self-education entwickelte, tatkräftig unterstützt durch die “Frankfurter Schule”, hat die Deutschen zu Menschen mit einer pathologischen Büßermentalität werden lassen.

    “Der Sieg über ein Land ist erst dann vollständig, wenn die Kriegspropaganda der Sieger Eingang in die Schulbücher des besiegten Landes gehalten hat und sie von den nachfolgenden Generationen als unbestreitbare Wahrheit geglaubt wird.”
    Walter Lippmann, US-Journalist

    Die Opferzahl wider besseren Wissens auf 25 000 zu beschränken und das auch noch “wissenschaftlich” zu “belegen”, ist eine Entwürdigung all derer, die in diesem Inferno einen unvorstellbar qualvollen Tod fanden.

    Voltaire sagte: “Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.”

    Herzliche Grüße!

    Volker Brückmann

  13. J. Petschick am 15 Juni, 2016 09:36
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    Ich danke für die durchaus interssante und sprachlich gewählte Diskussion in diesem Blog … Ja sicher, genaue Opferzahlen zum Thema DD, Februar ´45, sind sicher schwer festzustellen und bleiben für alle Zeit wohl auch nur zu schätzen. Als geborener (Nord)Sachse [Jg.1968] kann ich mich noch an Erzählungen meines Großvaters erinnern, dass die Feuersbrunst Dresdens nächtelang den Nachthimmel auch aus 50 km Entfernung erhellt hat. In Anbetracht der militärischen Bedeutungslosigkeit Dresdens (d.h. keine FLAK, kein Divisionsstandort, keine wesentliche Rüstungsindustrie) und der damaligen Flüchlingstrecks – einerseits aus Schlesien / Ostpreußen, Pommern usw., anderersetis aus Ostsachsen zwecks ziviler Flucht vor der nahenden, gefürchtetetn Roten Armee war die Stadt sicherlich mit Menschen überfüllt. Man kann nur schätzen, ob durch diese “Kurzzeitgäste” 700000 oder gar 1 Mio. Menschen sich dort aufhielten … Dresden liegt in einem Talkessel. Wenn man hier massiv Brandbomben auf ein mit Menschen überfülltes historisches (gut brennbares) Stadtzentrum in mehreren Angriffswellen abkippt, gibt es kein Entrinnen. Abertausende Opfer sind mit größter Sicherheit zu erwarten (ähnlich wie damals auch bei der Brandbombardierung Hamburgs) – und waren von den angloamerikanischen / kanadischen Generalitäten auch absolut erwünscht! Warum dieses kaltblütig geplante Kriegsverbrechen offiziell so lasch / selten erwähnt wird, dürfte klar sein – siehe obige Beiträge. Jedenfalls reicht es meiner Meinung nach nicht aus, sich lediglich auf die identifizierten / aktenkundig belegten Toten zu berufen. Wenn beispielsweise eine komplette Familie auf der Straße bei über 1000°C verbrannte – wer will aus dem Häufchen Asche hernach noch feststellen, wieviele Menschen das waren: 2 oder 4 oder 10? Wo sind denn dann noch “Akten” übrig, die den Verbleib der genannten Familie überhaupt nachvollziehen lassen? Mithin erscheinen mir 25 000 Todesopfer deutlich zu niedrig. Auch wenn es schwer ist, alleinig über das Internet sich ausführlichere (und nicht auf “correctness” [scheußliches neudeutsches Wort] gefilterte) Informationen zu diesem Thema zu verschaffen – dieser Zeitraum wird in vielen Beiträgen / websites erstaunlich häufig “aus Versehen oder schamhaft?” vergessen oder mit lediglich einem Halbsatz abgetan – 50000 bis 200000 Opfer halte ich für realistischer, zumal die reguläre Stadbevölkerung 1945 wohl ca. 600 000 betragen haben dürfte.

    Mit freundlichen Grüßen

    J. Pet.

  14. Wolfram am 15 Februar, 2017 12:27
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    Jedes Opfer ist eins zuviel.
    In seinem Buch “Wer hat Hitler gezwungen Russland zu überfallen?” https://yadi.sk/i/Mmjsdx12s5RyM
    beschäftigt sich Starikov auf S. 270 – 274 mit den Bombenangriffen und zitert auch Chamberlain, der gesagt hat:”Was andere auch tun, unsere Regierung wird niemals so niederträchtig sein, Frauen und ziviele Bürger nur deshalb zu überfallen, um sie zu terrorisieren.”
    Genau das ist jedoch geschehen, nicht nur in Dresden.
    Ich wurde 1947 ganz in der Nähe von Dresden geboren und kann mich noch sehr gut an die Zerstörungen erinnern. Auch mit Menschen, die diese barbarischen Angriffe erlebt haben, habe ich gesprochen. Die in der Geschichte der Sieger wiedergegebene Zahl, auch wenn sie von den Besiegten genannt wurde, halte ich ich für deutlich zu niedrig.

  15. Renee Lehmann am 6 Juni, 2017 17:46
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    Ich verfolge nun seit einiger Zeit ihre Debatte über die Vorgänge der sinnlosen Zerstörung Dresden bzw. der bis heute anstehenden Diskussion um die geschätzten Höhe der Todesopfer. Nach meiner eigenen Recherche bleiben bis heute noch offene Fragen in Bezug auf die Veröffentlichung der “Historikerkommision”, die ich genau unter die Lupe genommen habe. Fest steht, dass nur der (noch) vorhandene Bestand der Todeslisten aus den bereits genannten Dresdner Archiven verwendet wurde. Ein weiterer, viel umfassender Aktenbestand ging in den ersten Tagen nach dem Einmarsch der Russen verloren. Hinzu kam der Raub der von einem Hanns Voigt erfassten Bestand an Eheringen der Todesopfer.
    ich selbst bin im Besitz einer Sterbeurkunde vom 30.April 1945 aus der Bezirksverwaltung IV (Plauen). Es trägt die Nr. 472/1945 und ist auf den Namen Franz Otto Schmidt ausgestellt, der in der besagten Angriffsnacht am 13./14. Februar in der Nachtigalstraße 8 durch Fliegerangriff gefallen ist. Seine Wohnhaftadresse war in Dresden, Altplauen 15. Ein zweites Exemplar in den Archiven ist mir nicht aufgefallen. Laut der Historikerkommision hat es einen Franz Otto Schmidt nicht gegeben.
    Einen weiteren Beweis über die Unvollständigkeit der Historikerkommission liefert der Historiker Wolfgang Schaarschmidt in seinem Buch DRESDEN 1945. Auf der Seite 127 nennt er den berühmten Fotografen Richard Peter sen., der auf der Rückseite einer seiner Originalfotografien die Anzahl der Toten im Keller eines bekannten Lokal am Altmarkt benennt und erwähnt, weitere schon in den Monaten vorher mit ähnlich hohen Todesopfern betreten zu haben, ohne die Adressen zu erwähnen. Auch diese Quellenlage hat die Historikerkommission nicht zur Kenntnis genommen.

  16. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------

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