Auch ein Blogger hat …

Anspruch auf ein bisschen Urlaub

Daher tauche ich kurz einmal ab und steche in See, wenn auch nicht mit der Absicht, dort unterzugehen. Damit aber das vorübergehende Verschwinden nicht so ganz sang- und klanglos geschieht, habe ich zum Stichwort Urlaub ein paar Sprüche herausgefischt.

Mark Twain zum Beispiel hat gewarnt: „Zeitungsredakteure sollten keinen Urlaub nehmen. Entweder sinkt in ihrer Abwesenheit die Auflage, oder sie steigt; beides ist gleich schlimm.“

Nun, ich bin kein Zeitungsredakteur mehr, also kann ich getrost mal abhauen.

Irgendwo aufgegabelt habe ich die Bemerkung „Wenn man anfängt, seinem Passfoto ähnlich zu sehen sollte man in den Urlaub fahren.“

Na ja, streng genommen, bin ich dann eigentlich noch nicht so richtig urlaubsreif.

Von Dieter Hildebrandt stammt die Bemerkung „Urlaub ist die Fortsetzung des Familienlebens unter erschwerten Bedingungen.“

Folglich lasse ich die Familie lieber da, wo sie ist: zuhause.


Wilhelm Busch hat gereimt: „Froh schlägt das Herz im Reisekittel, vorausgesetzt, man hat die Mittel.“

Stimmt. Also habe ich fleißig gespart – was sich unser Staat leider nicht zum Vorbild nimmt.

Robert Musil meinte: „Manche Menschen reisen hauptsächlich in den Urlaub,
um Ansichtskarten zu kaufen, obwohl es doch vernünftiger wäre, sich diese Karten kommen zu lassen.“

Ich mache die Fotos lieber selbst. Also muss ich fahren.

George Bernhard Shaw hat gelästert: „Ein Dauerurlaub ist eine gute vorläufige Definition der Hölle.“

Mag sein, aber es gibt schlimmere Höllen als Dauerurlaub.

Auf mich trifft die Binsenweisheit von Michel de Montaigne zu: „Die meisten reisen nur,
um wieder heimzukehren.“

Das wird dann so gegen Ende August sein.

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