Den CO2Schwindel und den Klimaschutz-Betrug erkennen – Das jüngste Buch von Wolfgang Thüne

Nur zwei schlichte Worte: Sapere aude. Was sich auf Latein so bewundernswert knapp ausdrücken lässt, dafür braucht die Übertragung ins Deutsche in der Formulierung von Immanuel Kant neun Worte: „Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Dieser Appell gilt für alles und jeden. Ihm zu folgen, wäre daher gerade auch gegenüber jener grotesken Politik dringend geboten, die vorgibt, das „Klima schützen“ zu müssen und dies mittels CO2-Verringerung sogar zu können. Vor allem sollten ihm jene Mitmenschen folgen, die der (staatlichen, politischen und medialen) Obrigkeit unterworfen sind und ihr zu vertrauensvoll folgen. Wem es hier für die Verstandesnutzung an der nötigen Sachkunde fehlt, kann sich diese verschaffen. Im jüngsten Buch des Meteorologen und Geographen Wolfgang Thüne wird sie ihm geboten. Das „sapere aude“ – der Leitspruch der Aufklärung – leitet auch Thüne selbst.

Gehirnwäsche mit Hilfe willfähriger Medien

Alles im Buch rankt sich um die Behauptung, die Menschheit verursache mit ihrem Ausstoß von CO2 eine katastrophale Erwärmung des Erdklimas. Thüne nennt es das „Klimagespenst“, vor dem sich alle fürchten sollen. Er legt nicht nur offen (wie auch schon andere vor und neben ihm), dass die Behauptung ein global angelegter Riesenbetrug ist, sondern erklärt, wann und wie er zustande kam, welche Interessen dahinter stecken, wie den Menschen Angst eingejagt wird, um sie für die geplante Ausbeutung, Reglementierung und Beherrschung gefügig zu machen, warum sie sich das überhaupt gefallen lassen, doch auch, wie sie mit Hilfe willfähriger Medien einer regelrechten Gehirnwäsche unterzogen werden und wie gnadenlos der Kampf um die Gedankenhoheit geführt wird. Der Physiker Ralf D. Tscheuschner nennt den Betrug in seinem Nachwort zum Buch den „größten, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und pädagogischen Skandal aller Zeiten“. Thüne selbst sieht in ihm „ein weltpolitisches Werkzeug, mit dem das politische, soziale und wirtschaftliche Klima in der Welt umgestaltet und eine neue Weltordnung errichtet werden soll“.

Das Klima schützen kann der Mensch nicht

Thüne stellt klar, dass nicht das Klima das Wetter macht, sondern das Wetter das Klima, Ursache und Wirkung also vertauscht werden, und dass der Mensch das Klima ebenso wenig zu „schützen“ vermag wie auch das Wetter, sondern dass er sich nur „vor“ dem Wetter schützen kann und nur „vor“ einem Klima wie beispielsweise in den Tropen, indem er sich dort lieber leicht bekleidet und nicht in einen Pelzmantel hüllt. Aber die Akteure der CO2-Verteufelung und der Klimapolitik hätten es verstanden, dass das Wort „Klimaschutz“ allseits als Schutz „des“ Klimas begriffen werde und ein solcher Schutz möglich sei. Meteorologisch jedoch ist Klima, so erfährt der Leser, nichts weiter als das „mittlere Wetter“ an einem Ort während einer festgesetzten Periode von dreißig Jahren, also ein Temperaturdurchschnitt. Nach einem solchen statistischen Durchschnitt richtet sich das Wetter genau so wenig wie sich die Lebensdauer eines einzelnen Menschen nach der statistischen mittleren Lebenserwartung aller Menschen richtet.

Wissenschaftler als Erfüllungsgehilfen und Angstpropduzenten

Das Buch ist dick, bietet viel Stoff, enthält gelehrte Abschweifungen, philosophische Betrachtungen, verlangt folglich vom Leser Durchhaltevermögen, denn Thüne greift weit aus. Man liest vom Menschen als einer Kreatur der Natur, von der Angst als Führungs- und Verführungsinstrument, von Fallstricken menschlicher Erkenntnis, von Zivilisationskrankheit und Bewusstseinsspaltung, vom Beginn der Experimentalphysik mit Galilei, von Ursachen des Klimawandels, die unklar sind, von diffusen und unklaren Klimadefinitionen, von menschlicher Ohnmacht und Macht des Wetters, vom Klimaschutz als Bürgerpflicht, vom immergleichen Theater der Klimagipfelspiele sowie von Wissenschaftlern als Angstproduzenten und aktiven Erfüllungsgehilfen der Klimapolitik. Aber dies sind nur einige Beispiele aus der Fülle des Gebotenen.

Schon die Kinder werden ideologisch manipuliert

Den Klimaschutz sieht Thüne in die religiöse Dimension gehoben. Die Umweltbewegung als neue „Ökoreligion“ mache über die sieben großen Weltreligionen einen Führungsanspruch geltend. „Sie hat den Klimaschutz zum Schöpfungsschutz deklariert, und alle haben untertänig genickt.“ Es gibt einen geologischen Exkurs in die Klimageschichte. Die Medien stehen, wie Thüne zu Recht wahrnimmt, im Spagat zwischen Information und Manipulation. Tatsächlich ist es schlimmer: Sie unterdrücken Tatsachen und schon die Kinder werden ideologisch manipuliert, indoktriniert und zu Klima-Gutmenschen erzogen. Im Dienst der Klimarettung spielen auch die Nachrichtendienste ihre Rolle.

Gibt es einen CO2-Treibhauseffekt oder nicht?

In Widerspruch setzt sich Thüne zu anderen heftigen Kritikern der „Klimaschutzpolitik“, wenn es darum geht, ob CO2 ein „Treibhausgas“ ist und auf die Erde einen wärmenden Effekt hat (natürlicher Treibhauseffekt). Für Thüne gibt es solchen Effekt überhaupt nicht: „Der natürliche Treibhauseffekt, den die Klimaexperten zum Glaubenssatz erhoben haben … ist in Wirklichkeit ein intellektuelles Artefakt, das allen physikalischen Erkenntnissen Hohn spricht. Der natürliche Treibhauseffekt ist gänzlich unnatürlich.“ Für die anderen Kritiker ist der Treibhauseffekt des CO2 sogar relativ stark, denn das natürliche CO2 sei (nach dem Wasserdampf) das zweitstärkste Treibhausgas, aber der zusätzliche Treibhauseffekt durch das anthropogene CO2 sei dagegen sehr klein und unbeachtlich.

Aber der anthropogene CO2-Treibhauseffekt ist unbeachtlich

Es geht nämlich nach Ansicht dieser anderen Kritiker der Klimaschutz-Agiteure nicht um den Treibhauseffekt durch das natürlich entstehende CO2 an sich, sondern um den zusätzlichen Treibhauseffekt, den das zunehmende CO2 aus Industrie und Landwirtschaft bewirke. Doch das natürliche CO2 absorbiere bereits so gut wie alles spezifische Infrarot, so dass seine Konzentrationserhöhung durch anthropogenes CO2 daher zur weiteren Erderwärmung nur noch ganz wenig beitrage. Selbst wenn sich der CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre verdoppeln würde, ergebe der zusätzliche Treibhauseffekt nur eine Erwärmung zwischen 0,7 und 1,2 Grad Celsius (Klimasensitivität des CO2). Das sei unbedenklich. Um eine solche Erwärmung überhaupt zu erreichen, müsste man alle fossilen Reserven an Erdöl, Kohle und Gas verbrennen, was kaum geschehen werde. Es sei wie mit einer Pudelmütze: Eine wärme gut, zwei übereinander wärmten auch, aber nicht doppelt so gut. Oder mit anderen Worten: Der anthropogene Treibhauseffekt, wie ihn die Klimaschutz-Agiteure behaupten, ist ganz unbeachtlich.

Wetter und Klima kümmert es nicht, was Menschen tun

Tatsache ist ohnehin: Warm- und Kaltzeiten hat es in unregelmäßigen Zeitabständen in der langen Erdgeschichte schon immer gegeben – ganz ohne anthropogenes Kohledioxid. Was immer also die politisch Herrschenden und anderen Profiteure der „Klimaschutzpolitik“ gegen das als Giftgas hingestellte CO2 und die vorgeblich menschenverursachte Klimaerwärmung tun (mit Gesetzen, Anordnungen, Zwangsdämmungen, Ethanol-Beimischungszwang für Benzin, Stromerzeugung mittels Wind, Sonne und „Biogas“, mit Abgaben, Steuern, CO2-Zertifikatehandel, Preisanstieg und vielen hundert Milliarden unnötigen Kosten), diese Vermessenheit wird gegen das Erdklima nichts, aber auch gar nichts ausrichten. Denn die Klimaverhältnisse auf der Erde werden vom Wetter bestimmt. Und das Wetter ist – mit Thünes Worten – „ein unabwendbares Naturereignis, mit dem der Mensch leben, an das er sich anpassen, dem er sich fügen und unterordnen muss. Am irdischen Wetterverhalten wird sich nichts ändern. Das Wetter wird der Menschheit das bleiben, was es schon immer war, ein Rätsel.“

Wolfgang Thüne: Propheten im Kampf um den Klimathron. Wie mit Urängsten um Geld und Macht gekämpft wird. CCS new media. Oppenheim 2011. 591 Seiten. 24,80 Euro. (ISBN 978-3-00-035070-2.)



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