Subventionierter „Bio-Strom“ aus dem Ackerbau ist ökonomisch und moralisch verfehlt

Geister, die man ruft, wird man schwer wieder los oder auch gar nicht. Seit auch Nahrungsmittelrohstoffe dafür verwendet werden, um daraus Energie zum Heizen, für Strom und als Motor-Treibstoff zu gewinnen, ist so ein Geist in der Welt. Seit der Staat diese „Bio-Energie“ aus Pflanzen oder pflanzlichen Reststoffen („Biomasse“) direkt und indirekt massiv subventioniert, lässt er sich kaum in die Geisterwelt zurückverbannen. Geboten wäre das durchaus.

Nahrungsmittel durch den Staat künstlich verteuert

Verwendet man zur Erzeugung von „Bio-Energie“ Agrarprodukte wie Ölsaaten, Zuckerrüben, Mais oder Weizen, werden sie ein Konkurrenzprodukt für Nahrungs- und Futtermittel zur menschlichen Ernährung. Damit entsteht zugleich eine Anbauflächenkonkurrenz: Wo der Landwirt Mais als Energierohstoff anbaut, kann er nicht zugleich Mais als Nahrungsmittel erzeugen. Doch ist der Anbau von Energierohstoffen wegen der Subventionierung für ihn lukrativer. Folglich schränkt er die Produktion von Nahrungsrohstoffen ein oder gibt sie ganz auf, es sei denn, dass deren Preise steigen. Das tun sie dann auch, denn Nahrungsmittel werden wegen der Flächenkonkurrenz zunächst einmal knapper, sind aber lebensnotwendig. So werden sie durch staatlichen Eingriff künstlich verteuert.

Enorme volkswirtschaftliche Kosten

Diese auch global wirksame Folge wurde schon gleich befürchtet und kritisiert, kaum dass Politiker und einschlägige Interessenverbände die Flasche mit dem Geist dieser „Bio-Energie“ entstöpselt hatten. Am 20. Januar hat sich zu diesem Problem auch der deutsche Forschungs- und Technologierat Bioökonomie (BioÖkonomieRat) zu Wort gemeldet. In seinen jüngsten „Empfehlungen“ kritisiert er, dass durch die Subventionierung „enorme volkswirtschaftliche Kosten entstehen“. Er verweist vor allem auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das für private Haushalte und Unternehmen die Energiekosten hochtreibt.

Bei den herkömmlichen Stromlieferanten bleiben

Zu Recht auch verlangt der BioÖkonomieRat, dass die Ernährung Vorrang haben muss vor dem Ausbau der „Bio-Energie“. Er empfiehlt, die Nutzung dieser Energie zu korrigieren. Weil überfällig, müssen ihm nun aber die politischen Akteure darin auch folgen. Verfehlt ist diese staatliche Subventionierung von Beginn an ohnehin – moralisch und ökonomisch. Auch naturwissenschaftlich, denn die Begründung für das Subventionieren, nämlich mit weniger anthropogenem CO2 „das Klima schützen“ zu wollen und zu können, ist ein vielfältig motivierter Betrug. Solange sich Strom verhältnismäßig kostengünstig mit fossilen Rohstoffen wie Kohle, Erdöl und Erdgas oder mittels Wasser- und Kernkraft erzeugen lässt, sollten wir bei diesen Stromlieferanten bleiben.

Am billigsten ist Strom aus Braunkohle und Kernkraft

Die reinen Erzeugungskosten für „Bio-Strom“ (oder auch „Öko-Strom“ genannt) belaufen sich auf 15 Cent je Kilowattstunde (kWh). Noch teurer in der Herstellung ist Strom aus Windkraftanlagen im Meer; hierfür sind 30 Cent aufzuwenden (einschließlich der Anlandungskosten). Wird der Windstrom an Land produziert, kostet das 9 Cent. Am teuersten ist mit 30 Cent der Fotovoltaikstrom. Alle übrigen und herkömmlichen Stromquellen sind deutlich billiger. Mit Erdgas erzeugter Strom kostet 6 Cent je kWh und mit importierter Steinkohle 4,5 Cent. Die weitaus niedrigsten Kosten von jeweils nur 2,5 Cent entstehen mit Braunkohle und Kernkraft. Auch aus diesem Grund ist die politisch beschlossene Abkehr von der Kernkraft in Deutschland überaus töricht und die ganze „Energiewende“ für Deutschlands wirtschaftliche Zukunft hochgefährlich.

Bei einem Mitstreiter gegen diese Politik des Wahnsinns las ich gerade: „Wir brauchen keine Energiewende, kein EEG, keinen Emissionshandel und keine neuen Trassen und Speicher, sondern mehr gesunden Menschenverstand.“



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