Bitte nicht ausatmen

Sie verpesten die Luft

Bitte tief einatmen. Gut. Und jetzt bitte den Atem anhalten. Am besten so lange, wie Sie noch leben – wenn Sie dann noch leben. Denn falls Sie jetzt ausatmen, stoßen Sie garantiert CO2 aus. Sie wissen schon: dieses schreckliche „Treibhausgas“. Und verpesten mit ihm unsere gute Luft. Schlimmer noch: Sie tragen zum Klimawandel bei, zur Klima-Erwärmumg. Das wollen Sie natürlich nicht. Sie wollen das Klima doch „schützen“. Aber Ausatmen wollen Sie trotzdem. Klar, Sie wollen noch ein bißchen weiterleben. Sollen Sie auch, der Staat ist großzügig. Aber eine neue Steuer knöpft er Ihnen dafür ab, eine „Klimaschutzsteuer“.

Was, Sie glauben das nicht? Dann ist Ihnen die Nachricht entgangen, dass die EU-Kommission eine solche für die Europäische Union einheitliche Steuer einführen will. Verkündet hat das EU-Steuerkommissar Laszlo Kovacs Anfang Oktober beim EU-Finanzminister-Treffen in Göteborg. Dort sagte tiefbefriedigt, nicht ein Minister habe auf diese Idee negativ reagiert, und fühlte sich darob sehr ermutigt. Kein Wunder, Finanzminister sind immer scharf auf mehr Geld – wenn es nicht ihr eigenes ist. Vorbild für die EU-Pläne ist Frankreich. Dort sieht die Regierung vor, vom kommenden Jahr an eine „Klimasteuer“ für private Haushalte in Höhe von 17 Euro je Tonne Kohlendioxidausstoß zu erheben. Gleich nach dem „Klimaschutzgipfel“ in Kopenhagen, der im Dezember stattfindet, will die EU-Kommission ihren Gesetzentwurf für die Steuer vorlegen.

Steuern sind immer ausbaufähig

Besteuert werden soll der CO2-Ausstoß. Nein, nein, noch nicht das CO2, das Ihrem Atem entströmt, sondern für das, was beim Verbrennen von Kohle, Gas, Heizöl und Benzin entsteht. Aber die Steuer ist ausbaufähig – wie alle Steuern. Zum Beispiel gibt doch auch das liebe Vieh CO2 von sich. Unsere Haustiere produzieren das gefährliche Zeug ebenfalls. Und eines Tages sind wir selbst mit unserem Atem vielleicht doch dran. Dann ist die Klimaschutzsteuer plötzlich zur Atemsteuer mutiert. Immerhin hat Kommissar Kovacs, las ich in der FAZ, das Vorhaben damit begründet, es müssten alle (!) Treibhausgasemissionen „mit einem Preisschild versehen“ werden. Alle sind alle, oder nicht? Na, also.

Aber keine Angst, Ihr Atem wird erschwinglich sein. Jährlich atmen Sie im Durchschnitt – habe ich bei Wikipedia gelesen – 350 Kilogramm CO2 aus. Nehmen wir als Beispiel, was die EU-Kommission für Benzin als CO2-Steuer vorsieht, nämlich 3 Cent je Kilogramm. Verlangte der Staat von Ihnen den gleichen Steuersatz, wären das mickrige 10,50 Euro – im Jahr. Würde er nur 1 Cent verlangen wie für Kohle, Gas und Heizöl vorgesehen, bräuchten Sie für Ihr persönliches Ausatmen von „Treibhausgas“ nur 3,50 Euro zu zahlen. Nicht wahr, kein Problem, das Weiteratmen werden Sie sich leisten können.

Doch was bisher unwahrscheinlich ist, kann noch kommen

Allerdings – das wissen Sie doch – pflegt der Staat unersättlich zu sein und Steuersätze gerne zu erhöhen. Denken Sie nur an die Mehrwertsteuer. Also wehren Sie sich gegen die „Klimaschutzsteuer“ lieber gleich jetzt, bevor sie beschlossen ist. Aber kräftig und massenhaft. Denn ist die Steuer erst einmal Gesetz, kriegen Sie sie nie wieder weg. Denken Sie nur an die Sektsteuer, fiskalisch Schaumweinsteuer genannt. Sie wurde erhoben, um die kaiserliche Flotte zu finanzieren. Das war 1902. Kaisers Flotte ist weg, die Steuer nicht.

Aber wie sich wehren, fragen Sie?

Nerven Sie alle Politiker, C02-Hysteriker und Klimaschutz-Gläubige mit folgenden Tatsachen: Der CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre schwankt. Das hat er schon immer getan, ohne menschliches Zutun. Ein Beispiel: Von Ihrer Seltersflasche wissen Sie doch, dass sich CO2 im Wasser löst. Öffnen Sie sie, sprudelt das Wasser, das CO2 drängt heraus. Lassen Sie die Flasche offen stehen, entweicht das im Wasser enthaltene CO2 weiterhin in die Luft, bis der Druck von CO2 in der Luft gleich dem Lösungsdruck ist. Wird die Temperatur erhöht, wird die Löslichkeit von CO2 im Wasser geringer, und es wird mehr davon an die Luft abgegeben. Darum enthält warmes Wasser weniger CO2 als kaltes. Und darum knallt der Korken von warmen Sekt besser als von kaltem.

Der Einfluss der Ozeane

Jetzt von der Seltersflasche zum Wasser im Meer. In den Meeren der Erde ist 60mal soviel CO2 gelöst, wie in der Atmosphäre enthalten ist, und wie Sie wissen, bedecken die Ozeane den größten Teil der Erdoberfläche. Wird das Meer wärmer, wird CO2 an die Atmosphäre abgegeben. Wird es kälter, wird wieder mehr CO2 im Meer gelöst und gespeichert. Der CO2–Gehalt in der Atmosphäre folgt also der Erd- und Meerestemperatur. Er selbst jedoch verursacht keine Temperaturänderungen. Aber Sie sehen jetzt, wann und warum der CO2-Gehalt der Atmosphäre steigen kann, nämlich dann, wenn es wärmer wird und die Temperatur in den Ozeanen steigt. Und was bedeutet das? Es bedeutet, dass es erst wärmer wird und erst dann der CO2-Gehalt steigt – nicht umgekehrt, wie Ihnen und uns allen weisgemacht wird. In der Erdgeschichte hat der CO2-Anstieg immer erst nach den Klimaerwärmungen stattgefunden, er war also nicht Ursache, sondern Folge der Erwärmung. Ohnehin gib es nicht einen einzigen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass höhere CO2-Gehalte irgendeinen signifikanten Einfluss auf unser Klima haben.

Das anthropogene CO2 ist winzig klein

Ferner: Vom CO2, das in der Atmosphäre und in den Meeren vorhanden ist, beträgt das gesamte CO2 aus fossilen Brennstoffen, also das durch menschliche Technik verursachte CO2, pro Jahr nur 0,016 Prozent. Eine derart geringe Menge kann wohl kaum das Klima beeinflussen. Gleiches gilt für den Energieeintrag durch fossile Brennstoffe. Er liegt bei 0,01 Prozent der Energie durch Sonneneinstrahlung. Aber die Sonneneinstrahlung schwankt, und es ist diese Sonneneinstrahlung, die das Erdklima bestimmt. Auch ist der sogenannte Treibhauseffekt bereits bei niedrigen CO2–Gehalten praktisch abgeschlossen. Höhere CO2–Anteile haben keine Wirkung mehr.

Kein Schadstoff, sondern lebensnotwendig

CO2 in der Atmosphäre ist ein Grundbaustein für die Fotosynthese. Ohne CO2 gibt es kein Pflanzenwachstum und damit auch kein Leben. Mehr CO2 fördert und beschleunigt das Wachstum. Jeder Gärtner weiß das und leitet zusätzlich CO2 in seine Gewächshäuser. CO2 ist kein Schadstoff, sondern für die Pflanzen lebensnotwendig und damit auch für uns, weil wir uns von Pflanzen ernähren und weil sie für uns Sauerstoff produzieren.

Die eigennützigen Angstmacher

Die Darstellung dieser naturwissenschaftlichen Tatsachen verdanke ich vor allem Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel. Auch ist er bei weitem nicht der einzige, der sie zu verbreiten sucht und auf den ich mich stütze. Doch haben Sie das schon irgendwo gelesen oder gehört? Im Regelfall nicht. Die Klimaschutz-Profiteure – dazu gehört (unter anderem aus fiskalischen Gründen) auch die Politiker-Kaste – schweigen darüber, unterdrücken es. Aus eigennützigen Gründen, nicht um das „Klima zu schützen“. Den „Klimaschutz“ geben sie nur vor, um uns Angst zu machen und Ihnen und mir das Geld aus der Tasche zu ziehen. Nun auch noch mit der „Klimaschutzsteuer“. Für wie dämlich sollen wir gehalten werden. Falls Sie sich nun immer noch nicht gegen die Steuer und die horrenden Kosten für Strom aus Wind- und Solarkraft wehren, die Ihnen allen aufgebrummt werden, geschieht’s Ihnen recht. Leider.

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3 Gedanken zu “Bitte nicht ausatmen”

  1. Interessanter Beitrag. Kann den meisten Punkten nur zustimmen. Es grenzt an einen Skandal, dass der Klimawandel grundsätzlich in den Fokus gerückt wird, um von wichtigen Debatten abstand nehmen zu können.

  2. Diesem Beitrag sind, wie dem gesamten Blog, viele aufmerksame Leser zu wünschen, damit immer mehr Menschen verstehen, wie sie – auch noch kostenpflichtig – an der Nase herumgeführt werden.

    Vorläufig muß man wohl annehmen, daß Politiker aller Ebenen an der Fiktion des menschengemachten Klimawandels festhalten werden. Nur so können sie versprechen, das Klima und damit den Planeten zu retten.

    Für die nachrangigen Probleme (Staatsverschuldung, kollabierende Sozialsysteme, Kriminalität, …) ist jetzt einfach keine Zeit. Aber darum werden die Eliten sich kümmern, sobald das Klima stabilisiert ist. Versprochen.

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