Gesetzliche Krankenversicherung (II)

Eine schleichende staatliche Enteignungsaktion 

Eine Reform, wie sie notwendig wäre (siehe meinen ersten Beitrag hierzu), ist tatsächlich aber gar nicht gewollt. Stattdessen wird der bewährten PKV langsam, aber sicher der Garaus gemacht. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und ihre sozialistische Gefolgschaft planen einen Schlag gegen die privaten Krankenversicherungsunternehmen. Seine Folge wird letztlich deren Garaus sein. Der Anfang des Vorhabens kommt scheinbar harmlos daher: Die Privaten werden seit 2006 gesetzlich gezwungen, eine Standardversicherung anzubieten, die der gesetzlichen entspricht, und jeden gesetzlich Versicherten, der das will, zu diesem Standardtarif als Kunden aufzunehmen.

Damit wird den Privaten Versicherungen die sonst übliche Möglichkeit genommen, ihre Beiträge an den individuellen Risiken dieser Zwangskunden auszurichten und die dafür notwendigen Rückstellungen zu bilden. Mit diesem Standardtarif schafft es schon die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nicht mehr, die gewünschten Gesundheitsleistungen zu bezahlen. Daher müssten die Privaten auf ihre Alterungssrückstellungen zurückgreifen. Diese belaufen sich auf hohe Milliardenbeträge und machen daher begehrlich. Eben sie sind das perfide politstrategische Ziel. Mit ihnen will Frau Schmidt (Arm in Arm mit Horst Seehofer) der maroden GKV Luft verschaffen und bis zum unvermeidbaren Zusammenbruch noch etwas länger über die Runden kommen.

Aber diese Rückstellungen haben die Versicherten aus ihren Beiträgen finanziert, sie sind privates Eigentum und die Sicherheit dafür, dass ihre private Krankenversicherung im Krankheitsfall auch zahlungsfähig ist. Ausgerechnet das, was funktioniert, was sich bewährt und was die in der PKV versicherten Bürger freiwillig wollen, würde mutwillig kaputtgemacht. Politische Kräfte in der Großen Koalition können Erfolge Privater und den Vergleich mit der GKV offenbar nicht ertragen. Obendrein wollen sie sich an diesen Erfolgen bereichern, um damit (für eine kurze Zeit) die Löcher in der GKV zu stopfen, und wollen alle Bürger in eine Einheitsversicherung zu pressen.

Mit diesem Wahnsinn, der als Reform ausgegeben wird, gerät die Krankenversicherung auf den schlimmsten Weg überhaupt, das Selbstbestimmungsrecht der Bürger würde mit Füßen getreten, ihre Entmündigung noch weiter getrieben. Was da geplant wird, läuft also heimtückisch auf eine schleichende staatliche Enteignungsaktion von großem Ausmaß hinaus. Die PKV-Mitglieder werden um Eigentumsrechte gebracht und folglich so gut wie sichere Verfassungsklagen mit diesem rabiaten enteignungsgleichen Eingriff in Kauf genommen.

Zusätzlich sollen die Privatversicherten wegen ihrer hohen Beitragsfähigkeit für die staatliche Zwangsversicherung eingefangen werden. Bisher flüchtet aus ihr oder meidet sie von Anfang an, wer immer will und darf. Damit würde auch diesem Teil der Bürger ein weiteres wichtiges Stück seiner Entscheidungs- und Wahlfreiheit genommen. Wer die GKV flieht, weil sie wie die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) auf einen Kollaps zusteuert und immer leistungsärmer wird, soll ihr nicht mehr entkommen können. Das ist Sozialismus pur und muss verhindert werden. Sozialistische Verblendung hat in Deutschlands öffentlichen Finanzen und Wirtschaft schon zuviel Unheil angerichtet.

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7 Kommentare zu “Gesetzliche Krankenversicherung (II)”

  1. das die Private Krankenversicherung eingeschränkt wird ist richtig.
    Es ist nichts dagegen Einzuwenden sich durch Zuzahlung eine Bessere Versorgung bei der Ambulanten oder Stationären Behandlung zu sichern. Aber Grundsätzlich sollte jeder in die Gesetzliche Krankenkasse einzahlen.

  2. Die schleichende Enteignung können wir in verschiedenen Bereichen feststellen, z.B. auch beim Mietrecht. Ein Mieter ist kaum oder nur mit großen Verlusten aus der Wohnung zu bringen, wenn er seine Miete nicht zahlt. Der Gesetzgeber fördert den Mietnomadismus. So wird dieser sog. freiheitliche Staat immer unglaubwürdiger. Mirtes

  3. Medizinische Rundum-Versorgung für alle zum gleichen Preis für alle Zeit ist ein Phantom und wird nicht ehrlich diskutiert. Geht es ums Auto ist der Bundebürger bereit ohne mit der Wimper zu zucken hohe Beträge zu investieren. Geht es hingegen um die eigene Gesundheit sind schon 10 Euro Praxisgebühr eine Zumutung. Dies scheint allerdings symptomatisch für unsere Gesellschaft zu sein: Großes Auto, billige Lebensmittel, wie insbesondere billiges Fleich aus Massentierhaltung und der hierzu korrespondiernde Anspruch auf gesundheitliche Vollversorgung zum Minimaltarif, da das Auto zuviel kostet und für vernünftige Lebensmittel kein Geld mehr bleibt. Was für eine schöne Welt!

    RA Prinz Reuß, Erftstadt

  4. Herr Toenies,
    warum wollen Sie andere zwingen, für Ihre Kosten in der gesetzlichen Versicherung aufzukommen?
    Oder überhaupt warum wollen Sie jemanden zwingen für die Kosten eines anderen zu bezahlen?
    Das ist Erpressung oder Diebstahl je nach Informationsstand des Zahlenden.
    Das soll richtig sein?
    Im allgemeinen, wenn ein System versagt und wenn dann die selben Regel auf ein bisher funktionierendes System angewendet werden, dann wird dieses System ebenfalls versagen.

  5. Hallo Herr Toenis,

    es muß dem Bürger grundsätzlich freigestellt sein, welcher Versicherung er den Vorzug gibt. Das gehört zu seinen Grundrechten. Ein nicht existierenden Staat
    nimmt Geld von seinen Untertanen und sagt, ich gebe euch eine Rente. Im Laufev on wenigen Jahren, wenn es zur Sache gehen soll, ändert dieses Unternehmen fix seine Gesetze. Es gibt also mehr Rentner jetzt kommen ein paar klevere Beamten oder Angestellten auf die Idee: Wir ändern alles – Minirenten und wo kann man noch Geld herbekommnen. Bei einer Staatsverschuldung
    über 1,8 Billionen Euro und der Einstellung, wir zahlen doch unsere Schulden nicht zurück, wir nehmen
    neue Kredite auf – die Bürger müssen das Geld ja per
    Steuern bezahlen.
    Die Neue Weltordnung sagt ja, die reichen Länder-
    sprich Industriländer- müssen den armen Ländern abgeben, Einen Finbanzausgleich- Schuldenerlass.
    Wir geben ja permanent ab an die EU, in Kriegsbeteiligungen – Friedensmissionen und natürlich
    an die „Bänker“ , die ja ihre Zinsen haben wollen.
    Vielleicht gehört die BRD schon den Rockefellers oder
    den Rothschilds.
    Jedenfalls nicht den Deutschen. Vielleicht bald den
    Saudies,Chinesen,Türken oder wemauch immer

  6. Ich beabsichtige nicht, dass andere für meine Kosten aufkommen sollen. Es ist meine Auffassung, dass alle mit einer Grundversorgung in der Gesetzlichen Krankenkasse sind, und wer will und das Geld dafür hat, kann dann durch Zuzahlung eine Sonderbehandlung erhalten. Und dies fordere ich nicht nur für die Krankenversicherung, sondern auch für die Rente.

  7. Die schleichende Enteignung können wir in verschiedenen Bereichen feststellen, z.B. auch beim Mietrecht. Ein Mieter ist kaum oder nur mit großen Verlusten aus der Wohnung zu bringen, wenn er seine Miete nicht zahlt. Der Gesetzgeber fördert den Mietnomadismus. So wird dieser sog. freiheitliche Staat immer unglaubwürdiger.

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