Der erste Ordo-Preis für ordnungspolitische Innovationen

Ideen und Ideenlehren, denen man zum Erfolg verhelfen will, brauchen Vorbilder. Für die Soziale Marktwirtschaft im Nachkriegsdeutschland ist das Ludwig Erhard gewesen. Er strahlte sie aus und verkörperte sie. Heute hat diese Marktwirtschaft eine solche charismatische Führungsfigur nicht. Oder noch nicht wieder. Aber sie hat viele Menschen, die für die Ideenlehre von dieser Marktwirtschaft in der Alltäglichkeit ihres beruflichen Wirkens Vorbilder sind. Man findet sie in Unternehmen, in der Wissenschaft, in öffentlich-rechtlichen Institutionen, in privaten Kreisen. Gelegentlich stoßen Medien auf sie, greifen sie heraus und stellen sie für kurze Zeit in verdientes Rampenlicht. Daneben gibt es die überaus vielen Alltagshelden, die in so ein Licht nicht oder zu lange nicht geraten. Sie kann man ins öffentliche Bewußtsein heben, in dem man ihre Bedeutung mit einem sie ehrenden Preis hervorhebt. weiter lesen



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Wer Hehlergut kauft wird selbst zum Hehler

Gewiß, Steuerhinterziehung gilt nicht als Kavaliersdelikt, der Staat muß sie also ahnden. Aber darf er gestohlene Daten kaufen, die vermuteterweise Aufschluss darüber geben, welche Bürger möglicherweise Steuern hinterzogen haben … und dürfen diese Daten dann als Beweismittel in einem Gerichtsverfahren gegen diese Verdächtigten verwendet werden? weiter lesen



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Die Finanzkrise aus der Sicht von Hans-Olaf Henkel

Ausgestanden ist die globale Finanz- und Wirtschaftskrise noch lange nicht. Zwei Zentralbanken warnten dieser Tage sogar vor einer neuen Spekulationsblase. Der Internationale Währungsfonds warnte ebenfalls: Die Finanzstabilität bleibe in vielen Staaten zerbrechlich. Er sieht die Reparaturarbeiten bei weitem noch nicht als beendet an. Eine Normalisierung der Kreditvergabe stehe noch aus. Normale Verhältnisse herrschen nur politisch. Leider, denn diese Normalität besteht darin, dass die staatliche Verschuldung in immer noch höhere Höhen vorstößt und dass zu verfehlter Wirtschafts- und Sozialpolitik noch mehr Verfehlungen hinzukommen. weiter lesen



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Der Anspruch auf Rente und Pension

Zum Vermögen der privaten Haushalte gehört mehr als ihr Geld- und Sachvermögen: Auch ihre Renten- und Pensionsansprüche sind Vermögen, aber gleichsam heimliche Vermögen. Das ist vielen Menschen nicht bewusst. Daher sind sie „vermögender“ als sie denken. weiter lesen



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Die globale Spekulationssteuer auf alle Finanzgeschäfte

Ausgegraben wird die Idee immer wieder. Eingegraben wird sie aber auch immer wieder. Es geht um eine Finanzmarktsteuer für sämtliche Finanzgeschäfte an den Weltmärkten. Im Visier ist ein Mini-Steuersatz von 0,05 Prozent. Ursprünglich war es die Idee für eine Steuer auf Transaktionen am Devisenmarkt, bekannt als Tobin-Steuer, so genannt nach dem amerikanischen Nationalökonomen und Nobel-Preisträger James Tobin. Er hatte geglaubt, mit ihr heftige Ausschläge der Wechselkurse dämpfen zu können. Das war schon damals vor 38 Jahren umstritten, und die Idee verschwand in der Versenkung. Mit der Finanzmarktkrise als Vorwand tauchte sie auf als eine globale Steuer auf alle Finanztransaktionen. weiter lesen



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Deutschlands Anteil am CO2-Gehalt in der Luft

Es stand in der FAZ. Aber in den eigenen Beiträgen der FAZ stand es bisher nicht. Es stand in einem Leserbrief der FAZ: Nur mit 0,0004712 Prozent*) ist Deutschland am CO2-Gehalt der Luft beteiligt, die die Erde umgibt. Und mit diesem winzigen Anteil begründet Deutschland eine aberwitzige Politik, die sich Klimaschutzpolitik nennt. weiter lesen



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Der Angst entspringt die Sehnsucht nach Sicherheit

Geängstigt haben sich die Menschen schon immer und vor allem Möglichen. Den Deutschen gar wird nachgesagt, geradezu Angsthasen zu sein. Besonders hervor tun sie sich auch mit der Angst vor dem Aufbruch zu wirklichen Reformen. Sie haben einfach zuviel Angst vor dem Risiko solcher Reformen. Das ist jene Angst, die der Feind der Freiheit ist. weiter lesen



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Sie wäre eine Steilvorlage für fiskalische Raffgier

Mautstellen für Autos sind die Wegezoll-Burgen von einst. Was sich früher die Raubritter nahmen, nimmt sich heute der Fiskus. Aber der Vergleich hinkt. Denn Straßen zu bauen und zu unterhalten, kostet Geld. Also müssen jene diese Kosten tragen, die für ihre Autos gute und sichere Straßen erwarten. Insofern ist das Vorhaben der niederländischen Regierung, Autos für jeden gefahrenen Kilometer auf dem gesamten Straßennetz des Landes mit einer Abgabe zu belasten, ein richtiger Ansatz. Doch das weckt zusätzliche fiskalische Begehrlichkeiten von Politikern in Deutschland. weiter lesen



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Frugen, mak de Dör up

Das wünschen auf dem Holm in der Schlei die Kinder, wenn sie am 31. Dezember mit ihrem Rummelpott von Haus zu Haus ziehen, um in diesen Pott Süßigkeiten einzusammeln. Der Holm ist eine alte Fischersiedlung auf einer Insel in der Schlei, entstanden um das Jahr 1000 und heute ein Stadtteil von Schleswig. Und damit ihnen die Türen geöffnet werden, singen die Kinder: „Frugen, mak de Dör up, der Rummelpott wüll rin, un wenn dat Schipp von Holland kümmt, dann gifft dat goden Wind.“ weiter lesen



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Eine Gefahr, in die wir uns unbedingt und ständig begeben müssen

Wenn das Lesen verarmt, verarmt auch das Schreiben. Wenn beides verarmt, verarmt auch die Sprache. Wenn die Sprache verarmt, verarmen Denk- und Mitteilungsfähigkeit. Das hat Auswirkungen auch auf die Politik und damit auf die Gesellschaft und ihre ganze Ordnung. weiter lesen



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  • Zur Person

      Geboren 1936 in Rostock. Vater Rechtsanwalt und Notar, Mutter gelernte Sportlehrerin und Haus- frau. Aufgewachsen in Bützow
      und Neustrelitz. 1945 Flucht nach Schwerin. 1946 von Schwerin
      nach Lübeck zur väterlichen Ver- wandtschaft. Dort Weiterbesuch der Volksschule, dann Katharin- eum-Gymnasium bis 1957 zum Abitur. Bis 1959 kaufmännische Lehre als Industriekaufmann und anschließend Studium der Wirt- schaftswissenschaften in Kiel und Marburg. Abschluß als Diplom- Volkswirt mit Promotion zum Dr. rer. pol.

      Gleich danach zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dort Wirt- schaftsredakteur von 1966 bis Ende 2001, davon seit 1991
      knapp elf Jahre verantwortlich
      für die FAZ- Wirtschaftsbericht- erstattung. Daneben von 1994
      bis Ende 2003 auch Geschäfts- führer der Fazit- Stiftung, die die Mehrheit an der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH und
      der Frankfurter Societäts-Druck- erei hält. Seit 2004 als selb- ständiger Journalist, Publizist und Autor tätig.
      Verheiratet seit 1966. Ehefrau Lehrerin. Kinder: Zwei Söhne,
      eine Tochter.